Home / Forum / Mein Baby / Hodenhochstand

Hodenhochstand

19. März 2006 um 20:32

Bei unserem Sohn 10 Monate ist Hodenhochstand festgestellt worden. Nun soll ich noch zwei Monate warten um zu beobachten ob sich dies noch ändert. Hat jemand Erfahrungen damit?
Wäre um alle Informationen dankbar.
Liebe Grüße
Hannah

Mehr lesen

19. März 2006 um 21:31

Also
...Hi erstmal.
unser Zwerg, jetzt 17 Monate, hat auch einen Hodenhochstand. Mit elf Monaten haben wir mit der Hormonkur (4 Wochen lang Nasenspray) begonnen. Der KA meinte daß wir das aufjedenfall durchführen müßen damit er später Spermien bilden kann. Da es mit dem Nasenspray leider nichts gebracht hat, haben wir im Februar eine 5 Wöchige Spritzkur (1x wöchtl.)gemacht. Diese hat aber in unserem Fall auch nichts gebracht. Jetzt müßen wir bis Juni abwarten und wenn bis dahin nichts passiert ist, bleibt uns der Weg in die Kinderchirurgie leider nicht erspart. Aber wir hoffen und bangen das es nicht so wird.
So das war unserer Leidensweg bisher
LG
Claudia

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

20. März 2006 um 7:51

Hallo Hannah
mein Neffe hatte auch dieses Problem.Schon als er ein Baby war wurde es fest gestellt.
Er bekam auch diese Hormon-Spritzen aber diese halfen nicht,er musste im Februar zur OP.
Die Op ist gut verlaufen,er brauchte auch nur ein Tag im Krankenhaus bleiben ( mit seiner Mama)und dann durfte er wieder nach Hause.Er musste sich eine Woche schonen und durfte nicht so umher toben ( aber sag das mal einen 4 jährigen )
Er zeigt uns immer ganz stolz seine kleine Narbe.
Einen Monat später hat er eigentlich die OP und das Krankenhaus schon vergessen und es geht ihn Prima.

Auf jaden Fall wurde ich diese Sachen wie Hormon-Spritzen und Op bei meinen auch machen lassen ( wenn ich einen Jungen hätte),da es sonst sein kann das er später Unfruchtbar ist.
Und ich glaube du würdest später doch gerne Oma werden

LG

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

20. März 2006 um 7:57

Dumme Frage?!
Was ist denn Hodenhochstand und wißt ihr woher das kommt oder warum die Kleinen das haben können?
Mein Kleiner ist jetzt 4,5 Monate alt. Wie kann man das feststellen oder ab welchem Monat kann es auftreten?
Lg, Schnecke

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

20. März 2006 um 8:09
In Antwort auf dareia_12515732

Dumme Frage?!
Was ist denn Hodenhochstand und wißt ihr woher das kommt oder warum die Kleinen das haben können?
Mein Kleiner ist jetzt 4,5 Monate alt. Wie kann man das feststellen oder ab welchem Monat kann es auftreten?
Lg, Schnecke

Hallo Gartenschnecke
Beim Hodenhochstand sind ein oder beide Hoden nicht im Hodensack zu tasten.
Bei Jungen wandert es ja erst in den Hodensack,aber ich glaube mit 4,5 Monaten müssten sie schon angekommen sein,dein Kinderarzt hätte da schon was gesagt.

LG

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

23. März 2006 um 15:09

Hallo
Hallo,
ich kann dir einiges darüber schreiben.. ich habe keine Erfahrung damit, aber ich habe darüber in der Schwangerschaft gelesen und werde es dir aufschreiben so wie es im Buch steht:
Definition:
Beim Hodenhochstand, der in der Fachsprache als Maldescensus testis bezeichnet wird, sind ein oder beide Hoden nicht im Hodensack zu tasten. Die Hoden sind dabei meist entweder im Leistenkanal oder in der Bauchhöhle gelegen
"Normaler" Hodenhochstand:
Die Hoden entstehen beim männlichen Embryo ebenso wie die Eierstöcke beim weiblichen Embryo aus der primär undifferenzierten Genitalanlage, die sich unmittelbar neben der Nierenanlage, also hoch oben in der Bauchhöhle befindet. Zur normalen Entwicklung gehört die Herabwanderung der Hoden bis in den Hodensack, welche in der Fachsprache als Descensus testis bezeichnet wird. Diese Wanderung betrifft, wenn auch in geringerem Ausmaß, auch die Eierstöcke. In der Regel treten die Hoden im siebten Schwangerschaftsmonat in den Hodensack ein. Ursachen für eine gestörte Senkung der Hoden können anatomische Anomalien oder hormonelle Störungen sein.
Bei einem reifen männlichen Säugling sollten die Hoden im Hodensack tastbar sein. Falls dies nicht der Fall ist, senkt sich der Hoden sehr oft noch spontan im ersten Lebensjahr. Bei Frühgeborenen findet sich entsprechend der noch unreifen Entwicklung häufiger ein Hodenhochstand, der jedoch ebenso häufig von selbst verschwindet.
Einteilung:
Je nach Lokalisation des Hodens unterscheidet man folgende Varianten, die jeweils ein- oder beidseitig auftreten können:
Bauchhoden
Der Hoden ist in der Bauchhöhle gelegen und daher nicht tastbar. Er kann nur mit einer Ultraschalluntersuchung oder einer Kernspintomographie nachgewiesen werden. Mit einem Hormonstimulationstest, wird festgestellt, ob Hodengewebe vorhanden ist oder es sich um eine Anorchie, also um ein völliges Fehlen der Hoden handelt. Manchmal ist zum Auffinden des Hodens auch eine Bauchspiegelung, also eine Laparoskopie in Vollnarkose notwendig.
Leistenhoden
Der Hoden liegt im Leistekanal, d.h. er ist in der Leiste tastbar. Er kann von dort nicht verschoben werden.
Gleithoden
Der Hoden liegt im Eingangsbereich zum Hodensack, er ist dort weit oben zu tasten und kann auch in den Hodensack herabgezogen werden. Anschließend gleitet er aber sofort in die Ausgangslage zurück.
Pendelhoden
Der Pendelhoden ist eine Variante ohne Krankheitswert. Der Hoden liegt normalerweise im Hodensack, er wird jedoch häufig reflexartig, z.B. bei Kälte, durch den Hodenhebermuskel nach oben gezogen. Die Untersuchung sollte daher in einer entspannten Situation, also z.B. beim Baden im warmen Wasser erfolgen.
Verlauf:
Die Lage der Hoden muss bei allen männlichen Babies kontrolliert werden und eine notwendige Behandlung sollte bis zum 2. Geburtstag abgeschlossen sein. Ein später vorhandener Hodenhochstand zieht schwerwiegende Folgen nach sich, da aufgrund der höheren Umgebungstemperatur bei abnormer Lage des Hodens eine Schädigung des Hodengewebes erfolgt.
Unfruchtbarkeit
Die Schädigung des Hodengewebes führt zu mangelhafter Spermienproduktion und damit zur Unfruchtbarkeit. Bei rechtzeitiger Behandlung dagegen liegt das Risiko einer späteren Sterilität bei etwa 10%. Eine verzögerte Behandlung im dritten bis vierten Lebensjahr führt schon mit einer 50%-igen Wahrscheinlichkeit zur Unfruchtbarkeit.
Hodenkrebs
Das Risiko, im Erwachsenenalter an Hodenkrebs zu erkranken, ist bei zu später oder ausbleibender Behandlung des Hodenhochstandes bis zu 20-fach erhöht.
Hodentorsion
Auch das Risiko einer Drehung des Samenstrangs und des Hodens, d.h. einer Hodentorsion, ist bei einem Hodenhochstand erhöht. Die Folge ist eine akute und bedrohliche Durchblutungsstörung des Hodens, die eine sofortige Behandlung, in der Regel eine Operation, erforderlich macht.
Leistenbruch
Ebenso ist bei einem Hodenhochstand das Risiko eines Leistenbruchs erhöht. Der Leistenbruch ist häufig, ebenso wie der Hodenhochstand, bereits bei der Geburt vorhanden.
Diagnose.
Die Feststellung eines Hodenhochstandes sollte durch den Kinderarzt, einen Kinderchirurgen oder (Kinder-)Urologen erfolgen. Durch genaues Abtasten kann die Lage der Hoden festgestellt werden. Ist das Ertasten der Hoden nicht möglich, so müssen weitere Untersuchungen durchgeführt werden, um festzustellen, ob es sich um Bauchhoden handelt oder die Hoden gar fehlen.
Therapie:
Zur Behandlung des Hodenhochstandes gibt es die Möglichkeiten der Hormontherapie sowie der Operation. Ein Zuwarten, ob der Hodenhochstand von alleine verschwindet, wird längstens bis zum ersten Geburtstag empfohlen. Danach ist die Wahrscheinlichkeit einer spontanen Senkung äußerst gering. Man muss auch bedenken, dass die Therapie mehrere Monate dauern kann und unbedingt am Ende des zweiten Lebensjahres abgeschlossen sein sollte.
Hormontherapie
Die Hormontherapie wird mit HCG (human chorionic gonadotropin) und/oder GnRH (gonadotropin releasing hormon) durchgeführt. Diese Hormone regen die Freisetzung von Testosteron, das die Herabwanderung des Hodens bewirkt, an. Es gibt drei verschiedene Therapieschemen:

HCG einmal wöchentlich als intramuskuläre Injektion, fünf Wochen lang
GnRH als Nasenspray täglich, 4 Wochen lang
eine Kombinationstherapie mit zuerst 1-4 Wochen GnRH-Nasenspray und anschließend dreimaliger HCG- Injektion im Abstand von einer Woche
Die Hormontherapie ist in etwa zwei Drittel der Fälle erfolgreich. Das Risiko eines Rückfalles liegt aber bei etwa 10%. Daher sind regelmäßige Kontrollen nach einem Monat, nach sechs Monaten und danach jährlich bis zur Pubertät erforderlich.
Operation
Bei einem ausbleibendem Erfolg der Hormontherapie, im Falle eines gleichzeitig vorhandenen Leistenbruches, bei abnormer Lage der Hoden, bei vorangegangener Operation im Leistenbereich, sowie in der Pubertät ist eine Operation erforderlich. Dabei wird nach einem kleinen Hautschnitt in der Leiste zuerst der Samenstrang freigelegt und nach unten gezogen, anschließend wird der Hoden an der tiefsten Stelle des Hodensacks durch eine Naht fixiert (sog. Funikulolyse mit Orchidopexie).
Prophylaxe:
Es handelt sich beim Hodenhochstand um eine Entwicklungsanomalie. Eine Vorbeugung gibt es nicht. Durch eine frühzeitige Behandlung im zweiten Lebensjahr können jedoch schwere Komplikationen wie Unfruchtbarkeit und Hodenkrebs weitgehend verhindert werden.

Also das wäre das.. mache Dir keine Sorgen.. sobald der Arzt keinen Aufstand macht und sich das beobachted wird alles gut...
Auf jeden Fall... egal was sein sollte informiere dich zuerst ehr gut und treffe dann die Entscheidung


Liebe Grüße...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

23. März 2006 um 20:57

Brrrr....
...wenn ich das mit dem Hodenkrebs lese wird mir ja jetzt schon Angst und Bange
LG

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

27. März 2006 um 23:16
In Antwort auf rubye_12840517

Also
...Hi erstmal.
unser Zwerg, jetzt 17 Monate, hat auch einen Hodenhochstand. Mit elf Monaten haben wir mit der Hormonkur (4 Wochen lang Nasenspray) begonnen. Der KA meinte daß wir das aufjedenfall durchführen müßen damit er später Spermien bilden kann. Da es mit dem Nasenspray leider nichts gebracht hat, haben wir im Februar eine 5 Wöchige Spritzkur (1x wöchtl.)gemacht. Diese hat aber in unserem Fall auch nichts gebracht. Jetzt müßen wir bis Juni abwarten und wenn bis dahin nichts passiert ist, bleibt uns der Weg in die Kinderchirurgie leider nicht erspart. Aber wir hoffen und bangen das es nicht so wird.
So das war unserer Leidensweg bisher
LG
Claudia

Hy Claudia
Sieh mal in deine Mails.

LG Kudlick

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Du willst nichts mehr verpassen?
facebook