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"ich bereue es mutter zu sein"

4. Juni 2016 um 21:36

Kennt ihr das neue Buch von Sarah Fischer? Ich finde es gut dass auch mal über solche Dinge geschrieben wird. Wie ist eure Meinung dazu? Gerade weil in diesem Forum viele ihrer angesprochenen Dinge Alltag sind.

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4. Juni 2016 um 22:02

Ich kenne das auch nicht
Finde die aussage des titels allerdings sehr beschämend

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4. Juni 2016 um 22:43

Sie hat Recht
Ich kenne das Buch nicht, habe aber ihr Interview gelesen. Und ich muss der Frsu absolut Recht geben!

Dabei ist der Titel des Buches eher missverständlich, denn sie bereit nicht ihre Tochter, sondern findet das Umfeld und deren Reaktionen zum Kotzen. Und da trifft die den Nagel auf den Kopf.

Frauen untereinander sind so extrem stutenbissig, dass es schon ekelhaft ist. Sie wissen alles besser, verurteilen andere Mütter, die nicht genormt handeln, als Rabenmütter und Väter sind in der Regel besser gestellt. Die Gesellschaft erwartet, dass Mami macht. Und wenn Papi mal tut, dann wird er gelobt und ihm das Köpfchen gestreichelt - völlig gaga, schließlich sind beide in der gleichen Pflicht.

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4. Juni 2016 um 23:05

Genau
Die letzten Beiden Posts treffen den Nagel auf den Kopf. Aber auch genau hier im Forum ist diese "Du machst das so? Das geht aber nicht!" Mentalität sehr ausgeprägt. Es hat sich also nichts verändert.

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4. Juni 2016 um 23:06

Achja
Ich vermute der Titel ist absichtlich gewählt, da man bei provokanten Dingen eher hinsieht.

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4. Juni 2016 um 23:51

Ich finde auch...
... wenn du mama bist kannst du es nur falsch machen. Das geht beim arbeiten los: waaas du arbeitest? Wie willst du dann deine kinder aufwachsen sehen? Das hat man meinen mann, der vollzeit arbeitet noch nie gefragt... Und geht weiter mit... Waaas du hast dein kind nur 10 monate gestillt, schäm dich!! Andere Mütter stillen bis das Kind in die Schule geht... Waaaaas? Wie kannst du das deinem Kind antun???

Deshalb... Nur auf dich und deine Gefühle hören und wenn jemand was sagt entweder weghören oder dezent darauf hinweisen, dass es die person nichts angeht...

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5. Juni 2016 um 0:30


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5. Juni 2016 um 10:09

Aktuelles Beispiel
Das derzeit beste Beispiel ist der Shitstorm gegen Tanja Tischewitsch, weil sie bei einem Spaziergang mit ihrem Sohn Ben eine zu kurze Latzhose anhatte, wo eine Pobacke rausblitzte.

Da regen sich nur Weiber auf, dass man sich so mit Kind und dann auch noch auf einem (leeren) Spielplatz (Baby im Kinderwagen) so nicht kleidet. Das könne man nur ohne Kind und ohne Spielplatz. Männer sagen dazu nix und wenn doch, dann loben Sie Tanja für ihre tolle Figur.

Als Mutter hast du bei anderen Frauen plötzlich dein gesamtes Leben zu ändern, von Optik über Alttag bis zum Job. Du darfst nicht du bleiben, du bist jetzt Mutter

Und genau in solchen Momenten bereut man es bzw. ärgert man sich, dass man sich Mutter nennt. Als Nicht-Mutter hätte nämlich niemand einen Ton gesagt.

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5. Juni 2016 um 10:19

Stillen
Auch beim Stillen in der Öffentlichkeit sind es mehrheitlich Frauen, die die Nase rümpfen und "pfui" schreien. Nicht die Männer.

Männer gucken eher gern hin, stören sich sicher nicht an einer Brust.

Es war auch meine ehemalige Schwiegermutter, die das Stillen als widerlich abstempelte und rumzeterte, nicht mein Ex-Schwiegervater. Der versuchte damals eher zu beruhigen ("Lass sie doch", "Andere Zeiten", "Ist doch nicht schlimm").

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5. Juni 2016 um 10:28

Doch
Solche Frauen gibt es auch im RL. In Krabbelgruppen, bei Schwiegermüttern und auch bei Bekannten.

Alles schon erlebt, nicht nur im Netz. Meine Ex-Schwiegermutter war so und meine angeheiratete Stiefmutter ist auch so.

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5. Juni 2016 um 10:36
In Antwort auf fusselbine

Aktuelles Beispiel
Das derzeit beste Beispiel ist der Shitstorm gegen Tanja Tischewitsch, weil sie bei einem Spaziergang mit ihrem Sohn Ben eine zu kurze Latzhose anhatte, wo eine Pobacke rausblitzte.

Da regen sich nur Weiber auf, dass man sich so mit Kind und dann auch noch auf einem (leeren) Spielplatz (Baby im Kinderwagen) so nicht kleidet. Das könne man nur ohne Kind und ohne Spielplatz. Männer sagen dazu nix und wenn doch, dann loben Sie Tanja für ihre tolle Figur.

Als Mutter hast du bei anderen Frauen plötzlich dein gesamtes Leben zu ändern, von Optik über Alttag bis zum Job. Du darfst nicht du bleiben, du bist jetzt Mutter

Und genau in solchen Momenten bereut man es bzw. ärgert man sich, dass man sich Mutter nennt. Als Nicht-Mutter hätte nämlich niemand einen Ton gesagt.

Hat nicht unbedingt was mit dem "mutter sein" zutun
Frauen sind allgemein stutenbissig...mit und ohne Kind. Als Mutter vergleicht man sich eher mit anderen Müttern und man zieht über diese her.
Ich ziehe mich bei warmen Wetter immer knapp an. Nicht, weil ich anderen gefallen will...es ist einfach angenehmer. Da wird man immer wieder beäugt...egal ob ich mit Kind unterwegs bin oder ohne. Da geht es nicht darum, dass ich Mutter bin. Es geht allgemein um meine Kleidung. Wenn jemand da als Grund mein Kind angibt, dann ist das einfach ein Vorwand. So sind Frauen. Nicht alle Frauen sind so, aber viele. Frauen können echte Biester sein. Das kriege ich ganz extrem mit seit ich mit meinem Mann zusammen bin und die Verflossenen ihm, bei mir, ans Beim pissen wollen.
Da sieht man den Charakter dieser Leute sehr gut.
Da ist ein Kind nur ein Vorwand...ein extrem dummer Vorwand, denn jeder sollte wissen, dass man als Mutter auch noch Frau ist und man sich als Mutter nicht verstecken muss. Das Mutterdasein ist nur ne Zusatzqualifikation.

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5. Juni 2016 um 11:14

@eveyh


Seh ich genauso

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5. Juni 2016 um 11:14

@eveyh


Seh ich genauso

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5. Juni 2016 um 12:41

Ich denke,
Dass wir da noch zu sehr ein "geteiltes Deutschland" sind.

Ich wohne im Osten. Hier ist es normal, dass Frauen höchstens ein Jahr Elternzeit nehmen, danach Vollzeit gehen und sich die Partner den Haushalt teilen.

Klar bekommt auch mein Freund mehr Lob dafür, dass er den Kleinen nimmt. Dass ich währenddessen zuhause meist putze, will keiner wissen.

Ja, ich wäre gern Vater geworden. Als Vater ist es immerhin noch mehr gesellschaftlich anerkannt, wenn man sich aus nahezu jeglicher Verantwortung rausnimmt.

So wxtrem wie Rebecca teilw. geschrieben hat, ist es bei uns (bzw zumindest in meinem Unfeld) nicht.

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6. Juni 2016 um 0:51

Also ich habe andere Erfahrungen gemacht
vielleicht liegt es an dieser Generation ( 20-30J.), vielleicht auch am Umfeld jedenfalls werde ich als Mutter immer ziemlich viel gelobt und bewundert, dass ich das alles so unter einen Hut bekomme- was mir manchmal schon sehr unangenehm ist, weil mich das total ehrt und verlegen macht, weil ich manchmal denke, dass es für mich selbstverständlich geworden ist, trotz Muttersein auch zu studieren und es zu Ende zu bringen und nebenbei auch zu arbeiten.
Aber dieses Loben stärkt mich sehr
und ich finde, das sollten gerade wir Frauen viel öfters machen. Uns gegenseitig loben und pushen, sei es weil man als Mutter zu Hause ist oder weil man arbeiten geht.

Ja, das Väter mehr gelobt werden, weil sie die " neuen" Väter sind ist tatsächlich manchmal so- aber ich finde das irgendwie auch verständlich. Es ist noch nicht so lange her, dass Kindererziehung, Pflege und Haushalt keine Männersache war. Meine Oma erzählt mir , dass sogar in den 90er Jahren die Leute teilweise komisch geguckt oder Witze gemacht haben, wenn mein Opa mich im Kinderwagen geschoben hat.
Anstatt darüber zu klagen, dass das Ungerecht ist, wenn Väter mehr beklatscht werden und Mutter-und Vatersein als selbstverständlich abtut, sollten wir "neuen" Frauen, neue Generation einfach anfangen auch die Mütter und berufstätigen Frauen zu loben.
Gerade durch dieses Forum ist mir aufgefallen, dass wir teilweise immer noch viel zu bescheiden mit uns umgehen oder den Erfolg anderer Frauen als Selbstverständlichkeit abtun. SOwie was getan werden muss, muss getan.
Es ist zwar etwas klischeehaft, aber wenn man Männer angeben, protzen, sehr von sich überzeugt sind, dann wird das von anderen Männern akzeptiert ( sie ordnen sich unter) und werden von Frauen bewundert
Wenn Frauen angeben und von sich überzeugt sind, dann wenden sich die Männer eher ab und Frauen akzeptieren das nicht. ( sie wollen sich nicht unterordnen)
Und gerade in der Mutterrolle ist das sehr heikel. Dadurch dass alle Frauen ( bis auf Aufnahmen natürlich) das gleiche erleben ( schwangersein, gebären, kinder groß ziehen) sind verschiedene Lebensentwürfe, Denkweisen, Meinungen schwierig. Weil jede Mutter es doch irgendwie besser weiß und es auf andere überträgt. Was für mein Kind gut ist muss für ein anderes Kind auch gut sein.
Genauso aber ist es auch andersherum. Was für ihr Kind gut ist, muss für mein Kind aber nicht gut sein.
Die Mütter, die lieber zu Hause ihre Kinder betreuuen und fest davon überzeugt sind, werden es nie oder nur sehr schwer nachvollziehen können, wieso andere Mütter ihre Kinder so früh in die Betreuung geben.
Andere Mütter, die finanzielle Ünabhängikeit unbedingt notwendig finden und dafür sich stark einsetzen, werden es nur schwer nachvollziehen können, wieso andere Mütter finanziell von einer anderen Person abhängig sein wollen. usw usw.

Muttersein ist ansich sehr komplex und schwierig. Man muss sich mit vielen Dingen auseinandersetzen, es ist nicht nur in D und in der heutigen Zeit schwierig. Es hat oft wenig damit zu tun, ob der Staat, das System uns ermöglicht Dinge selbst zu entscheiden ( Betreuung ist gesichert, Elterngeld usw)
sondern wie die Gesellschaft und man selber Muttersein bewertet und anerkennt.





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