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Ich bin geschockt

3. Dezember 2014 um 13:01

Meine Cousine erzählt mir grade, dass sie eine riesen Steuernachzahlung leisten soll, welche wohl nah am
vierstelligen Betrag liegt.

Sie war am Boden zerstört, da sie Alg2 bezogen haben 2013 (und heute auch noch) und ihr Mann (verheiratet) letztes Jahr wohl nur einen Aushilfsjob über 1,5 Monate hatte, welcher ihnen knapp 1000 einbrachte. Sie hingegen bekam 2013 ein Elterngeld von gut 900 im Monat, Rest war Alg2, Kindergeld und eben diese 1,5 Mobate Lohn. Das Elterngeld wurde ja zu 600 angerechnet, 300 hatte sie extra.
Die beiden leben mit ihrer Tochter am Existenzminimum, wie sollen sie denn die knapp 1000 zurück zahlen? Mir erscheint das ganze als Fehler und vollkommen dumm, Menschen die Nichts haben noch um ihr weniges Gekd zu berauben.
Ich kann das nicht glauben!

Stimmt das so? Hat sowas Jemand hier auch schon machen müssen? Das ist ja wahnsinn!

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3. Dezember 2014 um 13:06

.
An ihrer Stelle würde ich das mal durchrechnen lassen bei einem Fachkundigen, Lohnsteuerhilfeverein oder Steuerberater. Kann mir auch nur vorstellen, dass ein Berechnungsfehler vorliegt oder sie die unterlagen unvollständig eingereicht haben, und dann das Finanzamt einen Schätzwert genommen hat. Gibt es eine Widerspruchtsfrist in dem Schreiben?

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3. Dezember 2014 um 13:10

Na
wenn der Mann für 1,5 Monate nur 1000 EUR Lohn bei seinem Aushilfsjob bekommen hat, sieht es nicht danach aus, dass es dort Jobs wie Sand am Meer gibt, von denen man eine Familie ernähren kann

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3. Dezember 2014 um 13:11

Das stimmt
so nicht ganz. Eine befreundete Familie von uns hat auch eine Nachzahlung erhalten und bei uns gibt es keine Ratenzahlung mehr egal wen es betrifft es muss der ganze Betrag beglichen werden.

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3. Dezember 2014 um 13:19

Okay
Also mehr Details vom Schreiben habe ich jetzt nicht, sie hat es mir nur grade beim Einkaufen kurz erzählt. Ich kenne mich nicht aus mit Alg2 und schon gar nicht mit der Steuererklärung, die macht mein Mann immer

Ich empfinde es durchaus als Beraubung, wenn einer kleinen Familie nichtmal über die Runden kommt und am Ende des Jahres auch noch 1000 blechen soll.
Mein Schwager hat in diesem Jahr fast 8 Monate gearbeitet. Nun ist die Saison vorbei und er wird wohl erst zum Frühling wieder einen befristeten Vertrag bekommen. Faulheit kann man ihnen nicht vorwerfen, sie hängen sich voll rein, 2013 war ihr erstes Jahr als Arbeitslose, sein Arbeitgeber ging wohl pleite und seine 15 jährige Anstellung ist beendet worden. Da gibts heute noch Streit wegen seiner Abfindung und so.
Na ich hoffe das deren Anwalt ihnen da helfen kann, mir erscheint es nach wie vor nicht logisch.

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3. Dezember 2014 um 13:37

Elterngeld
Unterliegt dem Progressionsvorbehalt, d.h. es erhöht die steuerschuld prozentual. Je mehr elterngeld es gab, umso mehr wurd die schuld erhöht.
da sind gerade bei steuerklasse 3/5 nachzahlungen nicht grad unüblich.
Wie das aber jetzt genau durch das alg2 aussieht, kann ich so nicht sagen.

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3. Dezember 2014 um 13:37

Da kann
rein rechnerisch was nicht stimmen.
Also entweder erzählt sie dir einen vom Pferd oder die Abrechnung ist völlig Banane. Kann Sie da nicht selber drauf schauen, da bekomt man doch eine SEHR genaue aufgliederung, was wie berchnet wurde. Wenn dort etwas steht, was unlausibel ist, dann vom Finanzamt erklären lassen. Das sind nur Menschen.

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3. Dezember 2014 um 14:19

Mir ist grade noch was eingefallen
Wenn das Finanzamt denen Geld hätte zurück erstattet, hätte das Jobcenter das ja 100% angerechnet.
Also daraus schlussfolgernd ergibt sich mir die Logik, dass das Jobcenter eigentlich auch die Nachzahlung übernehmen muss, da sie ihr ja im Grunde genommen die vollen 600 Elterngeld angerechnet haben, obwohl rein rechtlich feststand, dass sie am Ende des Jahres eben doch noch darauf "besteuert" wird und eigentlich von den 600 hätte Geld zurück legen müssen um nun nachzahlen zu können, dementsprechend hätten ihr dann die zurückgelegten Euros zum leben gefehlt, bedeutet das Jobcenter hätte "mehr zahlen müssen" um deren Bedarf zu decken.

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3. Dezember 2014 um 14:33

Pizzbuin
Deine Kommentare sind mehr und mehr zum Kotzen und wenig hilfreich...

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3. Dezember 2014 um 15:27

Wenn
ich das zusammen rechne hatte sie 10800 Elterngeld im Jahr 2013 Plus ca. 1000 sein Lohn. Dann sind sie doch noch unter dem steuerfreien Existensminimum das bei 15328 liegt

Ich würde mal sagen das sie dir wohl ein paar Lohn vom Ehemann oder wie auch immer unterschlagen hat oder das Finanzamt hat mehr Lohn angerechnet als er hatte oder es ist irgendein anderer Fehler passiert.
ALG 2 ist hartz IV ne? Das wird ja in der Steuer nicht berücksichtigt.

hat deine Freundin evt. dieses noch als Lohnersatzleistungen angegeben? Es kann vorkommen dass das übersehen wird dass das falsch ist.

Ich gehe aber eher davon aus das der Mann wohl eher doch ein paar Monate mehr gearbeitet hat und evt. normales Arbeitslosengeld bekommen hat. Dann kann es nämlich gut sein das sie über dem Existensminimum lagen und dann prozentual eben auf seinen Lohn doch Steuern zahlen müssen.

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3. Dezember 2014 um 15:40

Also, sie hat mir nun eine kopie ihrer steuererklärung gegeben.
Ich muss zugeben, ich sehe soeine zum ersten Mal, weil wie gesagt, hat mein Mann immer geregelt.

So wie ich das sehe hat sie folgende Angaben gemacht: ich fasse zusammen:

Bruttoverdienst Mann: 1784 Euro/ 31 Arbeitstage/ 17 km Fahrtweg.

Den Rest des Jahres hat er als Arbeitslos mit Anspruch auf Alg2 ausgefüllt ab 5.1.13 bis 31.12.13 mit Ausnahme seiner kurzen Anstellung.

Sie hat eingetragen bei sich:
2013 Bezug von Elterngeld in einer gesammt Summe von 8960 sie hat ja nicht das ganze Jahr bekommen sondern nur ab Geburt.

Dann die üblichen Angaben was man so absetzen kann soweit ich da durchblicke.

Ist gesammt nicht wirklich viel "Einkommen" gewesen, daher verstehe ich nun die 1000 Nachzahlung noch weniger

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3. Dezember 2014 um 15:45
In Antwort auf joena_11898926

Also, sie hat mir nun eine kopie ihrer steuererklärung gegeben.
Ich muss zugeben, ich sehe soeine zum ersten Mal, weil wie gesagt, hat mein Mann immer geregelt.

So wie ich das sehe hat sie folgende Angaben gemacht: ich fasse zusammen:

Bruttoverdienst Mann: 1784 Euro/ 31 Arbeitstage/ 17 km Fahrtweg.

Den Rest des Jahres hat er als Arbeitslos mit Anspruch auf Alg2 ausgefüllt ab 5.1.13 bis 31.12.13 mit Ausnahme seiner kurzen Anstellung.

Sie hat eingetragen bei sich:
2013 Bezug von Elterngeld in einer gesammt Summe von 8960 sie hat ja nicht das ganze Jahr bekommen sondern nur ab Geburt.

Dann die üblichen Angaben was man so absetzen kann soweit ich da durchblicke.

Ist gesammt nicht wirklich viel "Einkommen" gewesen, daher verstehe ich nun die 1000 Nachzahlung noch weniger

Viel
wichtiger ist zu wissen was im Steuerbescheid steht kann ja auch gut sein das sie eben nicht alles in der Erklärung angegeben hat oder das Finanzamt falsche Lohndaten genommen hat.

Aber du hast recht so wie sie das angegeben haben dürfte da gar keine Nachzahlung raus kommen.

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