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Ich bin schwanger und alleine

5. Juni 2012 um 22:10 Letzte Antwort: 13. August 2012 um 8:30

Hallo,
ich bin in der 18. SSW und habe von meiner Schwangerschaft erst am Donnerstag erfahren. Am Freitag davor hat mein Freund mich verlassen.
Manuel, der Vater meines Kindes, war zunächst mein Geschäftspartner. Er war seitdem er 17 Jahre alt ist mit einer 6 Jahre älteren Frau zusammen, die ein damals 2 Jähriges Kind hatte. Sie waren 8 Jahre zusammen und 2 Jahre verheiratet.
Manuel und ich haben uns sehr gut verstanden und hatten viele Gemeinsamkeiten. Irgendwann haben wir uns ineinander verliebt und ich habe ihn immer wieder weggestoßen. Er hat Monatelang um mich gekämpft und sogar seine Frau für mich verlassen. Irgendwann konnte ich ihm nicht mehr widerstehen, ich liebte ihn schließlich. Ich weiß, dass es falsch war und dass es Anni, seiner Frau, sehr weh getan hat, aber ich liebte ihn und ich habe wirklich versucht dagegen anzukämpfen. Ich hatte immer wieder Zweifel und furchtbare Angst mich zu sehr in Manuel zu verrennen, aber er war so wunderbar und hat mir immer alle Zweifel genommen. Er hat mich auf Händen getragen.
Wir kamen auf die wirklich bescheuerte Idee mit Drogen zu feiern und am Anfang hat das natürlich auch Spaß gemacht, wir hatten schöne Trips, aber das war es nicht Wert. Diese Drogen haben ihn so verändert. Von Tag zu Tag, von Woche zu Woche wurde er mir immer fremder, bis ich es ihm irgendwann sagte und vorwarf. Er ist nicht mehr der Mann, den ich Kennen und lieben gelernt habe. Zwei Tage später sagte er, er müsse sich selbst wieder finden und wenige Tage darauf machte er Schluss mit mir.
Ich habe sehr gelitten und ihn irgendwann bei Facebook online gesehen. Ich habe ihn gebeten mir zu erklären, warum er mich verlassen hat, warum er uns aufgegeben hat.
Ich habe im Januar 2008 meine Tochter zur Welt gebracht, sie lebt bei ihrem Vater und es geht ihr gut dort, aber ich wollte in ihrer Nähe sein und hatte mich entschlossen im August von Koblenz nach Fulda zu ziehen. Manuel meinte, ohne dass ich ihn darum gebeten hätte, dass er mitkomme. Natürlich konnte ich das nicht glauben aber ich habe es gehofft! Für mich war klar, dass ich bei meiner Tochter sein will und wenn er mich liebt, dann kommt er mir nach.
Wie gesagt, ich habe ihn gefragt, warum er uns aufgegeben hat und er sagte, dass er überfordert ist mit allem und nicht bereit dazu wäre mit mir zu gehen. Daraufhin erwiderte ich, dass wir doch über alles hätten reden können und dass ich nicht nach Fulda müsste. (Ich weiß, dass man einen Mann nicht vor sein Kind stellen sollte, aber ich dachte wir schaffen alles, ich liebte ihn ...)
Daraufhin war ich wieder glücklich und wartete darauf, dass er mich anruft oder plötzlich vor meiner Tür steht und dass wieder alles in Ordnung wird. Als ich wieder auf meinen Laptop schaute, schrieb er "Bis bald mal."
Ich hab die Welt nicht verstanden. Ich rief ihn an und fragte ihn:
"Manu, ich muss nicht nach Fulda, wenn das der Grund war, ist doch alles wieder gut. Wir haben wieder Hoffnung."
Und er sagte:
"Nein, du brauchst dir keine Hoffnung machen!"
Ich verstand erneut die Welt nicht mehr. Aber ich wusste, dass er lügt und dass er doch ein ... ist! Das machte mich stark.
Der nächste Morgen war nicht wie die davor. Ich fühlte mich gut und freute mich auf den Tag. Ich traf mich mit einem Kumpel und hatte anschließend einen Frauenarzt Termin.
Der 31.Mai 2012
"Frau Er..., Sie sind schwanger. In der 18 SSW."
In mir fiel eine Welt zusammen und ich wusste nicht mehr was ich machen sollte. Ich wusste ich kann nicht mehr abtreiben und ich wusste, ich könnte mein Kind niemals zur Adoption freigeben. Nachdem ich mich mit meiner Freundin und einem Freund unterhalten habe, war mir bewusst, ich muss Manu anrufen und ihm sagen, dass er Vater wird. Ich hatte so Angst, dass er mir sonst was unterstellt und wie er sich wohl verhalten wird. Ob er mich anschreit oder einfach wieder geht. Mich im Stich lässt.
Er kam in meine Wohnung. Ichwusste nicht wie ich es ihm sagen sollte und zeigte ihm einfach das Ultraschallbild und zu meiner Überraschung er freute sich. Wir haben geredet uns umarmt, uns geküsst. Er erklärte mir, dass er sich der Drogen wegen trennte er erst seit einer Woche Clean sei und deswegen alles so kam, wie es kam. Er sagte, dass er hoffe, dass ich ihm verzeihen könne. Es schien, als könnte alles in Ordnung werden. Ich freute mich, aber ich brauchte Zeit, das dachte ich zumindest.
Noch in derselben Nacht rief ich ihn an. Er war wieder ganz anders. Kalt und ein ... Ich wollte mit ihm Angesicht zu Angesicht sprechen. Er sagte, er würde kommen, aber er müsse noch einiges klären. Das verstand ich nicht. Ich fragte ihn wo er sei und er sagte bei seiner Groß Cousine. Sein Akku wäre gleich leer, er wäre in einer Stunde da. Ich akzeptierte es. Ich wartete die ganze Nacht und schlief nicht, in der Hoffnung er würde kommen. Er wollte mit zum Frauenarzt. Aber er kam nicht. Ich hatte um acht meinen Termin. Nachdem ich zu Hause angekommen war schrieb er mir, dass er gerne vorbei kommen würde. Nach ein wenig schreiben, kam er dann zu mir. Ich lag in meinem Bett und war müde. Ich erzählte ihm vom Frauenarzt Termin und von unserem Baby. Es tritt und ich ließ es ihn spüren. Wir waren abends aus und er schlief bei mir. Ich fühlte mich so wohl. Aber ich war wegen allem so skeptisch. Es war dennoch alles anders und merkwürdig. Ich hatte Angst erneut verletzt zu werden. Es war nicht mein Manu, schon wieder erkannte ich ihn nicht und das sagte ich ihm auch. Er war wieder so anders. So kalt und ein ... er sagte so viele verletzende Dinge, dass ich ihn raus warf.
An diesem Tag erzählte ich auch meinen Eltern von meiner Schwangerschaft. Der Lebensgefährte meiner Mutter sprach mit Manuel und sagte uns, dass wir uns zusammen raufen sollten. Manuel rief mich an und ich sagte ihm, dass wir uns am heutigen Abend treffen sollten. Das taten wir dann auch. Ich war bereit mit ihm unser Kind groß zu ziehen und sagte ihm das auch. Ich sagte ihm, dass ich ihn Liebe und das wir das schon irgendwie schaffen. Er sagte nichts. Ich sagte, dass doch alles so einfach sei und das binnen so kurzer Zeit doch nicht alles an Gefühlen weg sein kann ... (Er war so abwesend und sein Blick leer.) außer er habe eine neue.
Er hat tatsächlich eine neue Freundin! Während ich wegen Liebeskummer litt, hatte er sich eine neue Freundin zugelegt. In binnen so kurzer Zeit. Das ertrug ich nicht. Ich rannte weg von ihm und konnte nichts mehr begreifen. Ich wusste nicht wie ich diesen unerträglichen Schmerz ertragen sollte. Es war schlimm genug, dass er Anni wegen mir verlassen hat, aber kurze Zeit später mich wegen wieder einer anderen erneut?? Ich kann das nicht verstehen. Er rannte mir hinterher und ich war nur am weinen. Ich schlug ihm ins Gesicht. Ich konnte einfach das Leben nicht mehr ertragen. Ich fragte ihn, wieso er mir hinterher laufe und er sagte, er habe Angst ich würde mir etwas antun. Ich hätte es am liebsten... Nach Stunden des Schweigens, wollte ich nach Hause ... ich stand auf und merkte, dass ich starke Unterleibsschmerzen hatte ... ich versuchte mir nichts anmerken zu lassen. Er fuhr mich nach Hause und ich war noch immer am weinen. Er sagte er müsse überlegen. Ich stieg aus seinem Auto aus und brach vor meiner Haustür zusammen. Meine Mitbewohnerin rief den Notarzt. Sie kamen beide mit ins Krankenhaus. Er kam mit ins Untersuchungszimmer. Die Gynäkologin verschrieb mir Medikamente. Für das Rezept brauchten wir noch eine Unterschrift. Silvie, meine Mitbewohnerin ging diese holen. Ich hatte noch Schmerzen und saß mich auf eine Bank, ich fragte Manuel ob ich mich auf seinen Schoß legen könne, er bejahte. Er hielt sein Smartphone über mich und schaute nach offenen Apotheken. Eine Daniela rief an, mitten in der Nacht ... nun wusste ich auch noch wie sie hieß!
Silvie meine Mitbewohnerin und Manuel fuhren mich nach Hause. Ich ging ins Wohnzimmer und tat so als schliefe ich sofort ein. Silvie lag sich hinter mich, Manuel setzte sich ans Fußende und schaute mich wohl lange an. Er ging
Ich stand auf und schaute auf Facebook direkt nach ob ich diese Daniela kenne. Ich wusste wer sie war. Manuel hat mich betrogen und mich aus diesem Grund verlassen. Ich wusste wiederum nicht wie ich dies erneut ertragen soll. Ich rief ihn an und sagte ihm, dass ich ihn nie wieder sehen wolle und dass ich meinem Kind erzählen würde, dass es keinen Vater habe und viele, viele Böse Dinge. Ich war so verletzt und sauer und bereute es auch noch im selben Augenblick. Ich schlief weinend ein.
Am nächsten Tag kam ich erneut nicht aus dem Bett. Ich lag den ganzen Tag regungslos im Bett ... ich entschloss mich dazu Manu zu schreiben, dass er aufwachen solle. Dass ich sein Kind in mir trage. Ich kopiere den Original Text mal hier hinein:
Hallo Manu,
bitte, bitte wach auf, du musst aufwachen. Du bist nicht so! Ich weiß das. Erinner dich bitte, bitte zurück. Du hast ein Kind aufgezogen, was nicht deines ist. 8 Jahre! Du wolltest eine Familie und Karriere. Im Leben kommt nicht immer alles so, wie man sich das vorgestellt hat, aber es kommt und es ist richtig so. So kann man noch daran feilen und sich das perfekte zu Hause errichten. Ich glaube an dich. Ich weiß, dass du das schaffst. Ich bin bei dir und stütze dir den Rücken. Wir können nicht mehr so weiter machen. Es war so vieles falsch! Jetzt haben wir eine neue Chance und die müssen wir doch nutzen. Ich trage dein Kind in mir. Es bewegt sich und sehnt sich nach dir. Es erkennt dich doch. Du warst immer da und plötzlich nicht mehr und nun warst du wieder da und es hat dir ganz aufmerksam zugehört und sich gefreut wenn du mit ihm geredet hast! Ein ungeborenes Kind, so winzig und so hilflos erkennt seinen Vater!
Du wirst es bereuen Manu. Bitte, bitte wach auf. Rede mit Familie und Freunden. Geb deinem Kind eine Familie und ein zu Hause. Das hast du dir doch auch gewünscht. Wir haben alle Möglichkeiten, um unseren Kleinem eine heile Familie zu bieten. Wir wurden als Kinder schon verletzt. Willst du, dass die Geschichte sich wiederholt?
Wir waren glücklich, wir haben einiges Falsch gemacht und jetzt haben wir einen Grund zum kämpfen! Unser Kind. Das größte Wunder auf der Welt! Wir bekommen ein Kind. Schmeiß es nicht einfach weg. Bitte! Das hat es nicht verdient! Sei bei uns und erlebe die Schwangerschaft und das aufwachsen deines Kindes! Es ist doch so faszinierend, dass es dich erkennt. Wir lieben dich Manu. Werde dir darüber im Klaren. Es ist deine letzte Chance, denn ich kann nicht immer hoffen, das macht mich kaputt!
Es kam nichts zurück!
Am nächsten Tag wartete ich, bis er online war und bat ihn erneut, dass er aufwachen solle. Er schrieb, dass er kein Kind mit mir wolle, da er sich keine Zukunft mit mir vorstellen könne. Er sagte, dass so ein Drogenkind eh keine faire Chance hätte uvm. was ich nicht mehr erwidern kann und will, weil es so Böse war. Ich sagte ihm, dass ich Untersuchungen hinter mir habe und das alles in Ordnung sei und die Diskussion endete, indem er sagte, dass er vielleicht ja gar nicht der Vater sei. Ich wusste nicht mehr was ich darauf erwidern sollte.
Das er unseren Sohn ein Drogenkind nannte und wollte, dass er stirbt. Das konnte ich nicht ertragen. Ich war wie starr! Ich war nur am weinen und konnte alles nicht verstehen und plötzlich bekam ich eine SMS von seiner Frau. Wie sehr sie sich freute, dass er mich mit Kind hat sitzen lassen und dass sie dachte ich wäre intelligenter als Manu ein Kind anzudichten und dass sie meinem Drogenkind keine Chance gäbe und das jeder das bekommt was er verdient. Ich dachte ich würde in jedem Moment sterben.
Heute war ich wieder beim Frauenarzt, ich bekam die Ergebnisse weiterer Untersuchungen, es ist alles in Ordnung. Nächsten Monat habe ich einen Termin zum Organultraschall und dann steht auch schwarz auf weiß, dass mit meinem kleinen Sohn alles in Ordnung ist.
Ich schickte ihm heute 2 Bilder von unserem Sohn, es kam natürlich nichts zurück. Ich werde ihm immer die neusten Bilder zukommen lassen und meinen Bauch abfotografieren und später Bilder von meinem Kleinen machen. Vielleicht wacht er irgendwann auf! Ich hoffe es.
Wieso ich die ganze Geschichte hier niederschreibe? Vielleicht um mich besser zu fühlen, denn ich bin ganz allein!

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25. Juni 2012 um 9:56

Na super typisch Mann
irgendwie habe ich das schon so oft gehört,dass Männer wärend der Schwangerschaft ihre Freudninnen im Stich lassen. Das ist ja mal echt blöd. Ich selbst bin seit ein paar Jahren Pflegemama und weis das es für die Mama eines Kindes oft nicht leicht ist alleine da zu stehen. Wenn du dich mal aussprechen willst,dann geh auf Facebook und gib das ein http://www.facebook.com/tanja.kohnle.92 hier findest du mich und kannst PN senden. LG Tanja

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27. Juli 2012 um 15:05

Ich
Hab kein bisschen Mitleid mit dir. Es geschieht dir recht! Du übernimmst kein bisschen Verantwortung. Wäre es noch gegangen hättest du doch einfach abgetrieben. Drogen, obwohl du Mutter bist? Du schiebst deine eigene Tochter ab? Wie wäre es mal wenn du mal Verantwortung übernehmen würdest? Dazu gehört auch Verhütung. Wünsche dir nur, dass dein Kind nicht behindert wird wegen der Drogen! Und Gefühle hin oder her: Man lässt sich auf keinen vergebenen Mann ein. Was dir widerfährt ist die Quittung von oben, aber nur so schaffst du es vielleicht ein weniger egoistischer Mensch zu werden.

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27. Juli 2012 um 15:47

Sorry
Ich hatte den Text nur bis zur Hälfte gelesen. Das geht natürlich nicht. Immerhin zeigst du ja am Ende, dass du scheinbar Verantwortung übernehmen willst. Auch wenn es mit dem Mann nicht klappt, es kommen auch wieder bessere Zeiten. Vergiß das nie, auch wenn du nun eine schwere Zeit durchmachen wirst. Sei froh, dass dein Kind wohl gesund sein wird. Lass dir mal Zeit. Nur erstmal allein kannst du wachsen, ohne Mann und vor allen ohne Drogen

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13. August 2012 um 8:30

Im leben kommt immer alles zurück
Sie hat einer Frau den Mann weggenommen und das gleiche passierte ihr jetzt auch. Die Mitleidsmasche zieht nicht. Lass ihn gehen und sei für dein Baby alleine da.

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