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Ich bin so genervt...

26. September 2014 um 9:23

Von meinem Freund. Im Moment ist er einfach nur bescheuert...

Gestern war ich kurz einkaufen und als ich zurückkam lag mein Kleiner mit nem Buch auf dem Boden und hat mich gefragt, ob ich ihm was vorlese....ich hab zu ihm gesagt, dass ich noch eben das Eingekaufte wegräumen muss und dann komme...da hat sich schon mein Freund eingeklinkt und zu L. gesagt :" Du weißt, was ich dir gesagt habe"...ich dachte erst, er hat Mist gebaut oder muss noch was wegräumen...hab dann nachgefragt und mein Freund meinte:" ja, ich hab ihm gesagt, wenn er jetzt was vorgelesen bekommt, gibt es keine Gute-Nacht-Geschichte...daraufhin hab ich nur gesagt, dass ich so was Bescheuertes noch nie gehört habe. Hab natürlich vorgelesen...worauf es kommentiert wurde mit:" ist ja klar, dass du das wieder übergehst, was ich sage". Auf diesen Schwachsinn bin ich gar nicht mehr groß eingegangen.
Kurz vor dem Zubettgehen fragt mich L. ob er das Buch (ein neues) mit hochnehmen kann. Da der Papa dran war hab ich gemeint, dass er erst ihn fragen soll...aber durfte er dann auch nicht, da ja noch ein anderes erst gelesen werden muss (es war nicht mitten in der Geschichte, sondern alles Kurzgeschichten), hab ich echt nicht verstanden.

Heute früh wollte L. etwas mit in den Kiga nehmen (Papa hat ihn gebracht), mein Freund:" Da musst du die Mama fragen, die ist Chef." Hab daraufhin angemerkt, dass er ja auch entscheiden kann...kam nur ein:" Auf mich wird ja eh nicht gehört" zurück. Ich wusste worauf das bezogen war ( dass ich trotzdem vorgelesen habe).

So ist es im Moment andauernd. Total bescheuerte Sachen...bei dem der Papa Nein sagt, aber ich mich drüber hinwegsetze. Das ist nicht toll...aber was soll ich machen, zum Papa halten? Oder mich drüber hinwegsetzen? Keine Ahnung, wie ich mich verhalten soll...:/

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26. September 2014 um 10:18

Ich kann mein...
Kind eben nicht traurig sehen...aus total schwachsinnigen Grund. Wenn der Papa wenigstens gesagt hätte, dass er gerade keine Lust hat...ok. somit kann er immer noch zu mir kommen.

Auch letztes We war ne Situation die ich traurig empfand. Papa war dran mit ins-bett-bringen. Er hat sich schon die tage vorher aufgeregt, dass ich so lange brauche zum bett bringen.
Er hat dann zu L. gesagt, :"ich bring dich, aber ich bleib nicht". Somit hat er ihn nur hingelegt und ist gegangen.

Reden bringt nichts, da er total vom alten schlag ist... (klaps schadet nicht).

Aber dass er auch anders kann, seh ich an seiner grossen Tochter. :/

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26. September 2014 um 10:28

Haben wir hier auch oft
Er sagt was, was ich in dem Moment für total Banane halt, andersrum kann das aber genauso vorkommen.

Wichtig finden wir aber, dass nicht der eine den anderen vor dem Kleinen quasi untergräbt. Das geht halt nicht. Er ist der Vater und hat genauso Anrecht auf Meinung und Erziehung wie wir Mütter. Wir sitzen es dann aus und besprechen das wenn Sohnemann schläft oder nebenan spielt.

Frag ihn einfach mal, warum er eben so reagiert hat und was er sich dabei gedacht hat, so kommt man evtl. Ins Gespräch ohne dass es was Oberlehrer mäßiges hat.

Lg

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26. September 2014 um 12:40

Egal, wie dämlich diese Situation war.
Ich finde es nicht in Ordnung, es zu übergehen. Und kann den Frust des Freundes definitiv verstehen.

Ich hätte mir die Zeit genommen und hinterfragt (ohne Kind dabei), warum er das mit dem Buch so gesagt hatte und hätte versucht, über ein Gespräch herauszufinden, warum er das jetzt als sinnvoll erachtet hat.

Man lebt gemeinsam, man möchte das Kind gemeinsam erziehen. Und ich bin mir sehr sicher, dass Du es genauso doof fändest, wenn er sich einfach über Deine Grenzen hinweg setzt. Also ist die logische "Konsequenz", dass man sich hinsetzt, und (ja, es kostet Zeit und Nerven und so weiter und vor allem Geduld und Feingefühl bei einem Menschen vom alten Schlag, ich weiß wovon ich rede) versucht, gemeinsam Werte zu erarbeiten statt Grenzen.

Hin oder her, ob man das als sinnvolle Autorität empfindet oder nicht, er hat gesagt so nicht, Du hast Dich darüber hinweg gesetzt, weißt nicht einmal, warum er das gesagt hatte zu Eurem Kleinen. Dass Du das Kind nicht aus "nichtigem" Grund traurig sehen kannst ist Deine Baustelle, und dass Du deshalb den Vater des gemeinsamen Kindes übergehst ist schlichtweg in meinen Augen nicht ok. Also ist für mich einfach nur logisch, dass man sich eben in diesem Moment einen Freiraum schafft, in dem man darüber redet, warum man das jetzt als sinnlos empfindet oder er eben ausdrücken kann, warum er das gemacht hat. Einen Moment, in dem Du ihm sagen kannst, wie wichtig lesen und vorgelesen bekommen für die kindliche Entwicklung ist in Deinen Augen und dass Du eben seine "Grenzen" da nicht verstehst und gerne wissen möchtest, wieso er das jetzt als so ausschlaggebend erachtet.

Ihr habt BEIDE Fehler gemacht, und jeder sollte seinen Teil der Verantwortung tragen. Dein Teil der Verantwortung ist der, dass Du nun schauen musst, wie Du da wieder rauskommst, dass er sich hintergangen und übergangen fühlt. Und seiner ist der, dass Du seine Grenzen als überzogen erachtest. Also heißt es nunmal: Hinsetzen, Werte erarbeiten, und einen Weg finden, auf dem diese Werte vermittelt werden können.

Wenn es irgendwann tatsächlich auf ein gegenseitiges Ausspielen hinaus läuft (was er gerade auch ein wenig unterbindet, indem er aus seiner Rolle der "Verantwortung" herausschlüpft - ist ja eh nicht richtig, was er macht), ist es zu spät sich zu beschweren. Außerdem ist es auch in meinen Augen nicht verwunderlich, wenn Dein Freund irgendwann sagt: "Sieh zu, wie Du das regelst, ist ja eh alles nicht Recht, was ich mache"...

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26. September 2014 um 13:18

Ich...
Finde es auch nicht toll, wenn er Nein sagt und ich dann ja...das ist nur in den Situationen, die ich total hirnrissig finde und umsonst Theater bzw Tränen nach sich ziehen.
Wenn er mist gemacht hat und der Papa sagt was oder es muss anderes noch eher gemacht werden, dann zieh ich da auch mit.

Aber was spielen angeht oder lesen , usw...da kommt er nicht von alleine drauf. Macht er auch selten bis nie. Gestern hatte er keine Lust auf das Buch, was Sohnemann sich ausgesucht hat...ok. kein Problem, aber diese Lösung ist besch***!!!

Es ist nicht sein leiblicher Sohn, betont aber immer, dass es ja seiner ist...aber vom beschäftigen her, definitiv nicht. Wenn L. ihn fragt kommt zu 99% ein nein. Er erwartet eben, er kann allein spielen.
Ist seine Tochter am we da...kann er sich den ganzen Tag mit ihr beschäftigen...erwartet gleichzeitig, dass L. spielen geht. Nur mal das Beispiel zum Unterschied machen.
Oder L. darf nicht mehr als 2x Nutellabrot essen, während seine Tochter die halbe Salami (400g) zum Teil ohne Brot essen darf.
Also da ist er extrem locker und bei L. unsinnig streng..Beispiele mit ins-bett-bringen. Da hat er ja letztes We gesagt, dass er ihn nur ins Bett bringt, aber nicht mehr kuschelt oder so...also ihn nur hinlegt und geht...bei seiner Tochter bleibt er immer noch mindestens 15 min...ich versteh es nicht...

Und wenn ich sehe, dass er da so anders handelt und auch echt locker ist, hab ich erst recht kein Verständnis für so unsinniges Verhalten.

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26. September 2014 um 20:09

Hmmmm....
...es ist aber sauschwer zuschauen zu müssen, wenn mein Kleiner so anders behandelt wird. Und der Papa auch sonst kein großes Interesse hat, was mit ihm zu machen.

Und Diskussionen hatten wir schon oft, besonders wegen der anderen Erziehungsweise...aber jeder bleibt bei seinem...ich bin vllt auch empfindlich, da er den Kleinen schon auf die Finger gehauen hat und das obwohl ich es gar nicht will. Wie gesagt noch sehr in alten Erziehungsmuster.
Kind muss sofort hören. Wenn nicht, auch mal auf den Po hauen...
Soll sich halt allein beschäftigen...also am liebsten immer und in seinem Zimmer. Gespielt werden muss nicht.
So was wie kneten, Wasserfarben malen usw eh nicht, da es zu viel Sauerei macht.

L. darf z.B. wenn ich essen mache zu mir in die küche...Puzzle machen z.b. dürfte er beim papa nicht, da soll er woanders spielen.
Ich finde er erfährt viel ablehnung. Wenn L. mist macht, ist er böse und darf auch nicht kuscheln kommen...er wird total abgelehnt. Macht er mist, geht er in sein Zimmer und soll da auch ewig bleiben. Wegen ihm den ganzen nachmittag.

Das sind schon Dinge dabei, die ihm schaden...auch wenn nicht beim ersten mal...und da hab ich angst vor!

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26. September 2014 um 20:41

Wir waren jetzt. ..
Erst im kiga auf nem elternnachmittag "Wege aus der brüllfalle." Ich fand es toll...besonders, weil es gezeigt hat, dass die kinder und nicht mit ihrem Verhalten ärgern wollen...mein freund war mit. Hab ihn nachher gefragt, was er davon hielt. Seine Antwort :" als ob die in nen Kopf eines Kindes schauen können"...:/

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26. September 2014 um 21:50

Er geht...
Ja vom Verhalten aus...!!!

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27. September 2014 um 13:31


Also GRUNDSÄTZLICH gilt, was einer ankündigt, auch wenn ich es doof finde- Das kann man unter vier Augen klären.

Beim Durchlesen dachte ich mir: Ist das der leibliche Papa oder nicht? Und was du weiter unten beschrieben hast: Sorry, da ist es eigentlich deine Pflicht als Mutter, dich von diesem Kerl zu trennen. Abgesehen davon hat dein Sohn bestimmt einen Papa- stärke den Kontakt zu diesem, "Freunde"/ "Partner" kommen und gehen, aber nur einer ist eben der Papa...

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27. September 2014 um 14:02

Das Verhalten
deines Freundes ist deinem Sohn gegenüber mehr als unfair! Seine "Erziehungsmethoden, haben mit Erziehung doch gar nichts zu tun. Was lernt L. denn??
Meiner Meinung nach macht er L. nur fertig und du als Mutter bist dafür verantwortlich deinen Sohn zu beschützen.

Ich schließe mich da den Anderen an: Was hält dich bei diesem Mann? Wie lange seid ihr schon ein Paar?



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27. September 2014 um 19:51

Das klingt danach, als ob
dein Freund dir die Pistole an die Brust setzt. Auf wessen Seite stehst du? Seiner oder der seiner Konkurrenz, deines Sohnes? Er will, dass du dich quasi entscheidest. Lg

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27. September 2014 um 22:27

Ich möchte
Dir mal eins sagen!!!!!!!

Du lässt eine kleine Kinderseele kaputt machen!!
Und glaub mir,es hinterlässt tiefe,sehr sehr tiefe Narben!!

Ich habe jedes Verständnis für eine frau,die von ihrem Typ scheiße behandelt wird,es aber nicht packt zu gehen,der Typ aber wenigstens ein Tip Top Vater ist!!!

Aber das,was du zu lässt,da kommt mir ehrlich gesagt fast das kotzen!

Meine Schwägerin hatte Son netten Partner,wie du!!
Nach 9!!!Jahren schaffte sie es sich zu trennen.
Das Kind ist am Arsch,hinüber!
Geprägt von Verachtung,Bestrafung,Kälte usw...
Mein Patenkind ist höchst verhaltensauffällig,hochgradig ADHS,höchst aggressiv ,alles drum und dran!

Bei deinen Sachen kommen mir fast die Tränen!
Unverantwortlich kann ich da nur sagen...

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27. September 2014 um 22:50

Männer kommen und gehen,
aber dein sohn wird immer dein kind bleiben! Das was dein partner da als erziehung ansieht, hat mit selbiger gar nichts zu tun.er ist der boss und deine junge muss funktionieren! Streng und konservativ, während sein leibliches töchterlein die prinzessin auf der erbse sein darf! Das ist ein no-go und du MUßT jetzt handeln!

Klar ist, wenn der kleine mist gemacht hat und eine "strafe" bekommen muss, solltet ihr an einem strang ziehen.aber weil es dem werten herren zu lange dauert, bis L. im bett ist, wird er mit kuschelentzug bestraft??? Nutellabrot ist ungesund, aber salami in rauen mengen tolerierbar? Nein, er will nicht erziehen, er will drillen und emotional erpressen.in der seele tut es weh, wenn man bemerkt, wie dein kleiner darunter leiden muss, weil er eben nicht sein leibliches kind ist! Und jetzt bist du gefragt.willst du weiterhin mit ihm zusammen sein? Gut, aber dann muss sich einiges ändern.DEIN kind wird weder mit liebesentzug, noch mit klaps auf popo oder Hände, noch mit ignorieren bestraft! Er wird ins bett gebracht und darf sich sein buch zur nacht aussuchen und nicht dein partner, was soll das? Es ist dein junge und da hast du das letzte wort.sag ihm, das nicht mit seiner tochter anders umgegangen werden kann, als mit deinem sohn.er wusste von vorn herein, das du ein kind hast.also kann er jetzt nicht den drill instruktor spielen.wenn wieder ein spruch:"die mama ist ja hier der boss kommt!", würde ich ihn zur seite nehmen und klar und deutlich sagen:"ja, bei meinem sohn bin ich der boss...jedenfalls so lange, bist du verstehst, das du zu weit gehst und dein verhalten überdenkst! Entweder du änderst dich und dein verhalten meinem sohn gegenüber oder ich helfe dir noch heute deine sachen zu packen!"

Schütze deinen jungen und nicht das ego von deinem freund, der einfach nur eifersüchtig zu sein scheint!!!

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27. September 2014 um 23:15

Oh...
So viele Antworten noch...

Ich muss nochmal dazu was schreiben, ich hab es mir nochmal durchgelesen und mein Freund kommt als totaler Arsch rüber...so ist es auch nicht. Er bringt den kleinen ist bett und liest ihm auch vor (z.b), aber er versteht denn Sinn nicht dahinter, weil er meint, es ist in dem alter unsinnig, da, wenn er ihn fragt, was in der Geschichte passiert ist, es nicht wiedergeben kann. Aber das das absolute Nebensache ist, checkt er nicht. Irgendwie fehlt ihm da ganz schön was beim EQ. Er checkt nicht, dass L. schon viel mitbekommt und wenn was anderes läuft es auf seine Stimmung abfärbt z.b. er denkt, dass Kleinkinder nicht so viel bemerken/mitbekommen. ..weil sie halt noch nicht viel verstehen. Wisst ihr was ich meine? Er ist ein verstandmensch. gefühle sind nicht so seine stärke.
Das auf die Finger patschen hat er gelassen, nachdem ich 2 mal mit ihm einen riesenkrach hatte...
Gestern und heute hat er auch mit L. gespielt, ganz von sich aus...sowas soll auch vorkommen.
Aber viele Dinge macht er nur, weil ich es ihm sage, dass ich es so möchte. (Abwechselnd ins bett bringen, vorlesen, kein klaps)
Es tauchen aber immer wieder Dinge auf, die neu sind und somit reagiert er eben, wie er denkt (Beispiel: ich war nicht da und L. wollte vorgelesen haben, als der Papa meinte, dann gibt es keine Gute-Nacht-Geschichte). Das sind dann die Probleme.

Es ist blöd zu erklären, besonders das mit seiner Tochter. Wir haben schon darüber geredet...aber sein argument ist, er behandelt sie so anders wegen des Altersunterschiedes (9 jahre), aber ich sehe es eben so, dass bei einigen Dingen gleich behandelt werden muss...egal welches alter.

Ich werde definitiv mit meinem Psychologen noch einmal reden. Er kennt uns beide gut.

Übrigens mein kleiner hat keinen leiblichen papa mehr, er ist gestorben. Seit er 9 Monate alt ist, ist mein Freund der Papa für ihn!

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28. September 2014 um 1:09
In Antwort auf kayly_988231

Oh...
So viele Antworten noch...

Ich muss nochmal dazu was schreiben, ich hab es mir nochmal durchgelesen und mein Freund kommt als totaler Arsch rüber...so ist es auch nicht. Er bringt den kleinen ist bett und liest ihm auch vor (z.b), aber er versteht denn Sinn nicht dahinter, weil er meint, es ist in dem alter unsinnig, da, wenn er ihn fragt, was in der Geschichte passiert ist, es nicht wiedergeben kann. Aber das das absolute Nebensache ist, checkt er nicht. Irgendwie fehlt ihm da ganz schön was beim EQ. Er checkt nicht, dass L. schon viel mitbekommt und wenn was anderes läuft es auf seine Stimmung abfärbt z.b. er denkt, dass Kleinkinder nicht so viel bemerken/mitbekommen. ..weil sie halt noch nicht viel verstehen. Wisst ihr was ich meine? Er ist ein verstandmensch. gefühle sind nicht so seine stärke.
Das auf die Finger patschen hat er gelassen, nachdem ich 2 mal mit ihm einen riesenkrach hatte...
Gestern und heute hat er auch mit L. gespielt, ganz von sich aus...sowas soll auch vorkommen.
Aber viele Dinge macht er nur, weil ich es ihm sage, dass ich es so möchte. (Abwechselnd ins bett bringen, vorlesen, kein klaps)
Es tauchen aber immer wieder Dinge auf, die neu sind und somit reagiert er eben, wie er denkt (Beispiel: ich war nicht da und L. wollte vorgelesen haben, als der Papa meinte, dann gibt es keine Gute-Nacht-Geschichte). Das sind dann die Probleme.

Es ist blöd zu erklären, besonders das mit seiner Tochter. Wir haben schon darüber geredet...aber sein argument ist, er behandelt sie so anders wegen des Altersunterschiedes (9 jahre), aber ich sehe es eben so, dass bei einigen Dingen gleich behandelt werden muss...egal welches alter.

Ich werde definitiv mit meinem Psychologen noch einmal reden. Er kennt uns beide gut.

Übrigens mein kleiner hat keinen leiblichen papa mehr, er ist gestorben. Seit er 9 Monate alt ist, ist mein Freund der Papa für ihn!

Also
Mein mann ist auch immer erstaunt was unser kleiner Sohn (2j) so alles im Buch besteht. wir lesen die Buecher allerdings auch nicht vor sondern wir erzaehlen da was zu. eine richtige Handlung versteht er nicht aber manchmal kommen ganz witzige Ideen von ihm dann ist die Katze Zb nicht im Schnee sondern in Eiscreme oder sowas,macht ja auch spass

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28. September 2014 um 7:11

Mupfelinchen.
Mupfelinchen. Du warst sehr wütend und enttäuscht von Deinem Freund, als Du Deine Beiträge verfasst hast, oder? Zu einem gewissen Teil steht Dir das auch zu. Aber dass Dein Freund nun hier wie ein Arsch dasteht, das ist auch mit darauf zurückzuführen. Nicht alleine, aber auch mit darauf.

Du beschreibst ihn als Verstandes-Menschen. Emotionslos. Ich frage Dich. Was weißt Du über seine Kindheit? Für mich klingt es so, als kenne er all das Verhalten, das er an den Tag legt und habe es am eigenen Leib erfahren. Daraus entspringen mehrere Sorten Mensch. Die, die sich zum eigenen Schutz komplett selbst aufgeben, und dazu gehört, Emotionen abschalten. Sie neigen dazu, diese Fehler nicht als solche wahrzunehmen, zu "wissen", dass es die Eltern eben gut meinen und das ist dann auch so. Würden sie fühlen wüssten sie, dass die Eltern es zwar gut meinen, aber auch im gut meinen große Fehler machen können, von denen wir alle nicht befreit sind. Und es gibt die zweite Sorte Mensch, die weiß, dass die Eltern Fehler machen, auch das Wissen beibehält, dass das Verhalten der Eltern eben das Verhalten der Eltern ist und nichts über die Qualität der Beziehung aussagt, und auch nichts über das Kind als Menschen. Ja, es gibt Kinder, die dieses Wissen bereits haben. Eigentlich hatten wir es irgendwann alle, dass wir wussten, dass der Umgang anderer Menschen mit uns etwas über sie als Mensch aussagt und nicht über uns. Und es gibt diejenigen, die das Verhalten der Eltern komplett emotional auffassen und entsprechend alles auf ihr Selbstwertgefühl schaufeln, sich schlecht fühlen, unfähig, ungewollt.
Letztlich sind Eltern auch nur Menschen, die wiederum auch nur Produkt ihrer Eltern sind. Irgendwann gab es den Punkt, da wären sie in der Pflicht gewesen, ihre eigene Persönlichkeit zu entwickeln, aber konnten es aus den unterschiedlichsten Gründen eben nicht. Emotionale Misshandlung (die zieht sich sowieso seit Generationen durch unsere Gesellschaft, denn die westliche Welt ist eine Verstandes-Welt, dort ist kein Platz für dieses unberechenbare Ding Emotionen und Gefühle - Wobei Gefühle ja völlig ok sind, Emotionen auch, aber eben nicht, wenn sie zum Selbstläufer werden und der Kopf dabei nicht mehr bremsend, sondern noch fütternd mitspielt)... Es entstehen Abhängigkeiten, die man eigentlich beheben könnte, aber eben nicht, wenn man nur in der Opferrolle hängt und darauf beharrt, dass die Eltern alles falsch gemacht haben. Wir würden später auch nicht hören wollen, dass wir ALLES falsch gemacht haben. Und letztlich liegt es einfach nicht in unserem Ermessen, ob wir als Eltern richtig oder falsch handeln, das ist völlig relativ, und das entscheiden die Kinder.

Nehmen wir den "Kuschelentzug"... Vielleicht hat Dein Sohn es lieber, dass gar nicht mit ihm gekuschelt wird als dass jemand mit ihm kuschelt, der gerade gar nicht will. Was wäre Dir lieber? Einen Menschen für körperliche Nähe, der EIGENTLICH gar nicht will, und dessen Unlust Du deutlichst spürst? Oder doch lieber einen Menschen, der Dir sagt, dass er gerade eigentlich nicht kuscheln will und es dann vielleicht an anderer Stelle mit Qualität macht anstatt darauf zu achten, dass er es bloß nicht ausfallen lässt, weil andere es werten könnten und nicht mit dem Herzen dabei ist?
Ich mache es genauso wie Dein Freund. Wenn ich unsere Tochter ins Bett bringe und es zieht sich z.B. alles ewig lange hin. Dann ist auch einfach irgendwann Schluss. Ich will nicht meinen ganzen Abend dort verbringen, weil sie rumtrödelt und noch stundenlang Quatsch macht. Und das weiß sie eben inzwischen. Das hat auch nichts mit "Kuschelentzug" zu tun, sondern einfach damit, dass ich lieber ein echter Mensch bin, der ihr sagt: "Hey, JETZT ist aber meine Geduld überspannt und ich gehe jetzt raus. Wir hatten jetzt 20 Minuten Zeit zum Kuscheln, die Du vertrödelt hast für andere Sachen, tut mir Leid, aber ich möchte jetzt rausgehen und meine restlichen Dinge erledigen, die möchte ich nicht um 21 Uhr machen." Punkt, Aus, Ende. Ich möchte eben auch wie jeder andere Mensch auch abends dann Zeit für mich. Wir verbringen die Tage miteinander, kuscheln da auch immer wieder, spielen. Aber irgendwann ist eben einfach Ruhe. Das ist meine eigene Struktur, die ich für mich brauche und viel zu lange aufgegeben habe, mich selbst aufgegeben habe. Irgendwann kommt dafür der Denkzettel, und DER ist nicht lustig.

Das Zweite, was ich Dich frage. Wie findest Du es, wenn er etwas unsinnig findest, was Du machst, und dagegen geht? Auch noch so dagegen geht, dass er sagt, so einen Schwachsinn macht er nicht mit? Würdest Du das wollen? Wenn nicht, dann solltest Du das auch nicht tun. Wie ich im anderen Beitrag geschrieben habe, Ihr verhaltet Euch beide nicht korrekt. Aber Du kannst offensichtlich genauso wenig aus Deiner Haut heraus wie er aus seiner.

Der nächste Punkt. Wir Frauen, wir wollen "richtige Männer"... Was sind für uns Frauen richtige Männer? Diejenigen, die schaffen gehen und Familienleben Familienleben sein lassen, Hauptsache sie scheffeln die Kohle nach Hause? Harte Kerle, die sich nicht mit so nem Scheiß wie Gefühlen und Emotionen rumschlagen? Oder doch lieber Männer, bei denen man merkt, dass sie auch Mensch sind und keine Maschine? Die auch mal nicht so funktionieren, wie wir es erwarten würden, dafür aber psychisch gesund bleiben? Oder tatsächlich lieber Maschine bis zum Umfallen, bis zum gänzlichen körperlichen Zusammenbruch? In meiner Familie sind letztere die "besseren" Männer... Mir wurde noch vor Kurzem gesagt: "Siehste, der schafft bis er fix und fertig ist, der nimmt sich nicht wie andere mal nen Krankenschein wegen Burn Out". Spitzenleistung, wirklich. Hat nen Leistenbruch, schon Herzinfarkte gehabt, aber macht nix, Hauptsache die Kohle fließt noch.
Nee, mir sind diejenigen lieber, die auch mal Fehler machen, vor allem auch mal Gefühl zeigen und mal selbst auch ne Schulter zum Anlehnen brauchen. Aber was denkt denn unser männliches Gegenstück? Schaffe, Schaffe, Häusle baue. DAS ist das Rollenverständnis, das in vielen männlichen Köpfen noch drin ist. Das Verständnis: "Mein Sohn ist ein guter Mann, denn er geht arbeiten und bezahlt seine Steuern." Ach. Nun, als Familienvater und Ehemann vergeigt er's zwar völlig, aber Hauptsache der Ruf ist nicht ruiniert, weil die Steuern gezahlt werden. Das ist immernoch ein sehr gängiges Bild, das ich an vielen Ecken wiederfinde. Die Familienväter von heute haben etwas, was von ihnen erwartet wird. Aber nichts, woran sie sich orientieren können, zumindest einige nicht. Die früheren Väter waren komplett anders. Wir Frauen können sagen: Uns hat das und das bei unserem Vater gefehlt, und das erwarten wir dann eben von unserem Partner. Und gerade durch dieses unterschiedliche Auffassen entstehen große Konflikte. Einerseits wollen wir, dass die Männer auch mal "unmännliche" Aufgaben übernehmen, Kinder hüten, etc. Andererseits aber doch bitte SO, wie wir Frauen das machen. Im Übrigen, um auf die obige Situation zurück zu kommen mit der emotionalen Misshandlung: Männer neigen dazu, mit Emotionslosigkeit zu reagieren, denn wer Gefühle und Emotionen zeigt ist kein Mann.
Wir Frauen haben doch schon bei unseren eigenen Kindern den Drang, Emotionen als Böse zu empfinden. Wie schnell haben wir Probleme damit, wenn unsere Kinder wütend sind. Und Traurig. Das ist aber nicht böse, das ist Natur. Es gehört zu uns dazu. Wir selbst empfinden unsere eigenen Emotionen doch oft als Böse. Wilde Mädchen, die auch mal raufen? Oh Gott, was musste ich mich bei unserer Tochter damit anfreunden, dass sie nicht "typisch Mädchen" ist... Was musste ich mich überhaupt bei ihr damit anfreunden, dass sie in keinem einzigen Punkt "typisch" ist... War ich es doch total... Klar, wurde mir ja auch so beigebracht...

Es kommt der Punkt, da steigt ein Mensch aus aus diesen Vorstellungen. Manchmal kommt es von alleine. Bei anderen kommt es durch den Partner.

Mein Mann war genauso wie Dein Freund. Und es hat gedauert. Viele haben mir, wenn ich erzählt habe, gesagt: "Oh Gott, wie kannst Du nur mit so jemandem zusammen bleiben. Das arme Kind."
Das "arme Kind" ist eine dermaßen starke Persönlichkeit. Ich habe sie nie gegen den Papa aufgehetzt, habe ihm meine Meinung immer nur hintenrum gesagt. Wenn mir vornerum etwas nicht gepasst hat, habe ich ihm ruhig auf die Schulter getippt (hatten wir irgendwann so abgesprochen) und habe das Ruder in die Hand genommen. Es gab auch Zeiten, in denen ich ihm jegliche Aufgabe abgenommen habe mit der Aussage: "Ich möchte nicht, dass Du so mit ihr umspringst, ich möchte, dass Du darüber nachdenkst, ob das richtig ist, was Du machst." Und habe immer SIE gestärkt, indem ich ihr immer wieder gesagt habe: "Wenn jemand etwas macht, was Dir wehtut, dann HÖR darauf! Und sag laut und deutlich stopp!"
Nun, die Quittung hab ich heute, da wir uns oft genug anhören müssen, sie wolle ausziehen, es ist so doof hier. Immer, wenn ihr eben etwas nicht passt. Aber es ist ok. Sie kommt danach von selbst und entschuldigt sich, dass sie halt soooo wütend war. Dann reden wir darüber, ich sage ihr, dass ich solche Aussagen nicht hören möchte, dass sie jederzeit sagen darf, dass sie wütend ist, aber nicht SO und wir überdenken einen besseren Ansatz.
Aber das ist sauviel Zeit und Geduld, die man sich nehmen muss. Mit sich selbst (man ist ja auch nicht fehlerfrei), mit dem Kind und auch mit dem Partner.

Sieh Dir diese Verhaltensweisen Deines Freundes als Hilfeschrei seines inneren Kindes an. Er KENNT Emotionen und Gefühle offenbar nicht. Weil er sie nicht erfahren hat. Wenn Du ihn liebst, und Dir sicher bist, ihn unterstützen zu wollen, dann hilf ihm, das wieder zu finden. Und verurteile ihn nicht für sein Verhalten, sondern bemitleide ihn dafür. Ich fände es furchtbar, ohne Emotionen und Gefühle zu leben, denn man verpasst unglaublich viel, und das basiert auf Emotionen und Gefühlen, basiert auf Empathie. Es ist das schönste Gefühl für mich, mich mit anderen mitfreuen zu können, aber eben auch mal mit anderen mit zu weinen. Ich konnte es lange nicht...

Wir alle wollten auch nicht, dass man uns vor die Türe setzt, sobald wir nicht funktionieren. Und oft trauen wir uns auch gar nicht, Probleme rechtzeitig anzusprechen, sondern warten, bis es zu spät ist und platzen dann direkt.
Aber ich frage Dich. Hast Du WIRKLICH das Gefühl, Dein Sohn leidet unter Deinem Freund? Beschreibe mir doch vllt. einmal, wie Dein Sohn mit ihm umgeht. Hast Du das Gefühl, er liebt ihn? Hast Du das Gefühl, Du würdest ihm etwas Gutes tun, wenn Du ihn aus der Obhut Deines Freundes "befreist"?

Kinder können uns etwas wunderbares lehren: bedingungslose Liebe. Auch wenn man mal mies mit ihnen umgeht, sie kündigen einem die Liebe nicht. Auch wenn man längere Zeit mit ihnen scheiße umgeht kündigen sie die Liebe nicht. Das ist kein Freifahrtschein, zu bleiben wie man ist. Aber es ist auch kein "Grund", sie sofort zu "schützen". Das Wichtigste in Eurer Situation ist, dass Du Dir nicht von Leuten, die Euch nicht kennen, aufdiktieren lässt, was Dein Freund anhand Deiner (eventuell auch überemotionalen) Schilderungen mit Eurem Sohn macht, sondern dass Du Dir mit Hilfe der gesamten Situation bei Euch zuhause ein Bild davon machst, ob es Deinem Sohn dauerhaft schadet oder nicht. Andere Menschen sind dafür kein Maßstab! Nur Dein Sohn ist derjenige, dem Du ansehen und von dem Du erfahren kannst, ob es ihm schadet. Denn auch vom Papa trennen könnte ihm schaden. Dafür gibt es kein Allgemein-Rezept. Es ist so individuell wie jeder Mensch auch.
In allen Ehren, dass es hier Menschen gibt, die so ehrlich und offen sind zu sagen, was so etwas mit ihnen gemacht hat. Es ist keine Garantie, dass das Gleiche mit Deinem Sohn passiert (denn er ist einfach anders gestrickt, er ist einzigartig wie jeder Mensch). Es gibt aber auch keine Garantie, dass das nicht passiert. Schau Dir Deinen Freund aufmerksam an, und auch Deinen Sohn. Beziehe BEIDE in dieses Geschehen mit ein und sage vllt. notfalls auch mal Deinem Freund, dass Dein Sohn Distanz zu ihm bekommt und ob er das wirklich möchte. Oder ob er eine Beziehung zu Eurem Sohn behalten oder gar bekommen möchte. Frag ihn einfach mal, ob er mit Freunden genauso umgehen würde wie mit Eurem Sohn, und was Euren Sohn von Freunden unterscheidet. Respekt gehört in jeder Beziehung dazu, aber die muss dann auch JEDER davon leben, Du, er und Euer Sohn wird es dann lernen.

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28. September 2014 um 8:32
In Antwort auf neelasssim

Mupfelinchen.
Mupfelinchen. Du warst sehr wütend und enttäuscht von Deinem Freund, als Du Deine Beiträge verfasst hast, oder? Zu einem gewissen Teil steht Dir das auch zu. Aber dass Dein Freund nun hier wie ein Arsch dasteht, das ist auch mit darauf zurückzuführen. Nicht alleine, aber auch mit darauf.

Du beschreibst ihn als Verstandes-Menschen. Emotionslos. Ich frage Dich. Was weißt Du über seine Kindheit? Für mich klingt es so, als kenne er all das Verhalten, das er an den Tag legt und habe es am eigenen Leib erfahren. Daraus entspringen mehrere Sorten Mensch. Die, die sich zum eigenen Schutz komplett selbst aufgeben, und dazu gehört, Emotionen abschalten. Sie neigen dazu, diese Fehler nicht als solche wahrzunehmen, zu "wissen", dass es die Eltern eben gut meinen und das ist dann auch so. Würden sie fühlen wüssten sie, dass die Eltern es zwar gut meinen, aber auch im gut meinen große Fehler machen können, von denen wir alle nicht befreit sind. Und es gibt die zweite Sorte Mensch, die weiß, dass die Eltern Fehler machen, auch das Wissen beibehält, dass das Verhalten der Eltern eben das Verhalten der Eltern ist und nichts über die Qualität der Beziehung aussagt, und auch nichts über das Kind als Menschen. Ja, es gibt Kinder, die dieses Wissen bereits haben. Eigentlich hatten wir es irgendwann alle, dass wir wussten, dass der Umgang anderer Menschen mit uns etwas über sie als Mensch aussagt und nicht über uns. Und es gibt diejenigen, die das Verhalten der Eltern komplett emotional auffassen und entsprechend alles auf ihr Selbstwertgefühl schaufeln, sich schlecht fühlen, unfähig, ungewollt.
Letztlich sind Eltern auch nur Menschen, die wiederum auch nur Produkt ihrer Eltern sind. Irgendwann gab es den Punkt, da wären sie in der Pflicht gewesen, ihre eigene Persönlichkeit zu entwickeln, aber konnten es aus den unterschiedlichsten Gründen eben nicht. Emotionale Misshandlung (die zieht sich sowieso seit Generationen durch unsere Gesellschaft, denn die westliche Welt ist eine Verstandes-Welt, dort ist kein Platz für dieses unberechenbare Ding Emotionen und Gefühle - Wobei Gefühle ja völlig ok sind, Emotionen auch, aber eben nicht, wenn sie zum Selbstläufer werden und der Kopf dabei nicht mehr bremsend, sondern noch fütternd mitspielt)... Es entstehen Abhängigkeiten, die man eigentlich beheben könnte, aber eben nicht, wenn man nur in der Opferrolle hängt und darauf beharrt, dass die Eltern alles falsch gemacht haben. Wir würden später auch nicht hören wollen, dass wir ALLES falsch gemacht haben. Und letztlich liegt es einfach nicht in unserem Ermessen, ob wir als Eltern richtig oder falsch handeln, das ist völlig relativ, und das entscheiden die Kinder.

Nehmen wir den "Kuschelentzug"... Vielleicht hat Dein Sohn es lieber, dass gar nicht mit ihm gekuschelt wird als dass jemand mit ihm kuschelt, der gerade gar nicht will. Was wäre Dir lieber? Einen Menschen für körperliche Nähe, der EIGENTLICH gar nicht will, und dessen Unlust Du deutlichst spürst? Oder doch lieber einen Menschen, der Dir sagt, dass er gerade eigentlich nicht kuscheln will und es dann vielleicht an anderer Stelle mit Qualität macht anstatt darauf zu achten, dass er es bloß nicht ausfallen lässt, weil andere es werten könnten und nicht mit dem Herzen dabei ist?
Ich mache es genauso wie Dein Freund. Wenn ich unsere Tochter ins Bett bringe und es zieht sich z.B. alles ewig lange hin. Dann ist auch einfach irgendwann Schluss. Ich will nicht meinen ganzen Abend dort verbringen, weil sie rumtrödelt und noch stundenlang Quatsch macht. Und das weiß sie eben inzwischen. Das hat auch nichts mit "Kuschelentzug" zu tun, sondern einfach damit, dass ich lieber ein echter Mensch bin, der ihr sagt: "Hey, JETZT ist aber meine Geduld überspannt und ich gehe jetzt raus. Wir hatten jetzt 20 Minuten Zeit zum Kuscheln, die Du vertrödelt hast für andere Sachen, tut mir Leid, aber ich möchte jetzt rausgehen und meine restlichen Dinge erledigen, die möchte ich nicht um 21 Uhr machen." Punkt, Aus, Ende. Ich möchte eben auch wie jeder andere Mensch auch abends dann Zeit für mich. Wir verbringen die Tage miteinander, kuscheln da auch immer wieder, spielen. Aber irgendwann ist eben einfach Ruhe. Das ist meine eigene Struktur, die ich für mich brauche und viel zu lange aufgegeben habe, mich selbst aufgegeben habe. Irgendwann kommt dafür der Denkzettel, und DER ist nicht lustig.

Das Zweite, was ich Dich frage. Wie findest Du es, wenn er etwas unsinnig findest, was Du machst, und dagegen geht? Auch noch so dagegen geht, dass er sagt, so einen Schwachsinn macht er nicht mit? Würdest Du das wollen? Wenn nicht, dann solltest Du das auch nicht tun. Wie ich im anderen Beitrag geschrieben habe, Ihr verhaltet Euch beide nicht korrekt. Aber Du kannst offensichtlich genauso wenig aus Deiner Haut heraus wie er aus seiner.

Der nächste Punkt. Wir Frauen, wir wollen "richtige Männer"... Was sind für uns Frauen richtige Männer? Diejenigen, die schaffen gehen und Familienleben Familienleben sein lassen, Hauptsache sie scheffeln die Kohle nach Hause? Harte Kerle, die sich nicht mit so nem Scheiß wie Gefühlen und Emotionen rumschlagen? Oder doch lieber Männer, bei denen man merkt, dass sie auch Mensch sind und keine Maschine? Die auch mal nicht so funktionieren, wie wir es erwarten würden, dafür aber psychisch gesund bleiben? Oder tatsächlich lieber Maschine bis zum Umfallen, bis zum gänzlichen körperlichen Zusammenbruch? In meiner Familie sind letztere die "besseren" Männer... Mir wurde noch vor Kurzem gesagt: "Siehste, der schafft bis er fix und fertig ist, der nimmt sich nicht wie andere mal nen Krankenschein wegen Burn Out". Spitzenleistung, wirklich. Hat nen Leistenbruch, schon Herzinfarkte gehabt, aber macht nix, Hauptsache die Kohle fließt noch.
Nee, mir sind diejenigen lieber, die auch mal Fehler machen, vor allem auch mal Gefühl zeigen und mal selbst auch ne Schulter zum Anlehnen brauchen. Aber was denkt denn unser männliches Gegenstück? Schaffe, Schaffe, Häusle baue. DAS ist das Rollenverständnis, das in vielen männlichen Köpfen noch drin ist. Das Verständnis: "Mein Sohn ist ein guter Mann, denn er geht arbeiten und bezahlt seine Steuern." Ach. Nun, als Familienvater und Ehemann vergeigt er's zwar völlig, aber Hauptsache der Ruf ist nicht ruiniert, weil die Steuern gezahlt werden. Das ist immernoch ein sehr gängiges Bild, das ich an vielen Ecken wiederfinde. Die Familienväter von heute haben etwas, was von ihnen erwartet wird. Aber nichts, woran sie sich orientieren können, zumindest einige nicht. Die früheren Väter waren komplett anders. Wir Frauen können sagen: Uns hat das und das bei unserem Vater gefehlt, und das erwarten wir dann eben von unserem Partner. Und gerade durch dieses unterschiedliche Auffassen entstehen große Konflikte. Einerseits wollen wir, dass die Männer auch mal "unmännliche" Aufgaben übernehmen, Kinder hüten, etc. Andererseits aber doch bitte SO, wie wir Frauen das machen. Im Übrigen, um auf die obige Situation zurück zu kommen mit der emotionalen Misshandlung: Männer neigen dazu, mit Emotionslosigkeit zu reagieren, denn wer Gefühle und Emotionen zeigt ist kein Mann.
Wir Frauen haben doch schon bei unseren eigenen Kindern den Drang, Emotionen als Böse zu empfinden. Wie schnell haben wir Probleme damit, wenn unsere Kinder wütend sind. Und Traurig. Das ist aber nicht böse, das ist Natur. Es gehört zu uns dazu. Wir selbst empfinden unsere eigenen Emotionen doch oft als Böse. Wilde Mädchen, die auch mal raufen? Oh Gott, was musste ich mich bei unserer Tochter damit anfreunden, dass sie nicht "typisch Mädchen" ist... Was musste ich mich überhaupt bei ihr damit anfreunden, dass sie in keinem einzigen Punkt "typisch" ist... War ich es doch total... Klar, wurde mir ja auch so beigebracht...

Es kommt der Punkt, da steigt ein Mensch aus aus diesen Vorstellungen. Manchmal kommt es von alleine. Bei anderen kommt es durch den Partner.

Mein Mann war genauso wie Dein Freund. Und es hat gedauert. Viele haben mir, wenn ich erzählt habe, gesagt: "Oh Gott, wie kannst Du nur mit so jemandem zusammen bleiben. Das arme Kind."
Das "arme Kind" ist eine dermaßen starke Persönlichkeit. Ich habe sie nie gegen den Papa aufgehetzt, habe ihm meine Meinung immer nur hintenrum gesagt. Wenn mir vornerum etwas nicht gepasst hat, habe ich ihm ruhig auf die Schulter getippt (hatten wir irgendwann so abgesprochen) und habe das Ruder in die Hand genommen. Es gab auch Zeiten, in denen ich ihm jegliche Aufgabe abgenommen habe mit der Aussage: "Ich möchte nicht, dass Du so mit ihr umspringst, ich möchte, dass Du darüber nachdenkst, ob das richtig ist, was Du machst." Und habe immer SIE gestärkt, indem ich ihr immer wieder gesagt habe: "Wenn jemand etwas macht, was Dir wehtut, dann HÖR darauf! Und sag laut und deutlich stopp!"
Nun, die Quittung hab ich heute, da wir uns oft genug anhören müssen, sie wolle ausziehen, es ist so doof hier. Immer, wenn ihr eben etwas nicht passt. Aber es ist ok. Sie kommt danach von selbst und entschuldigt sich, dass sie halt soooo wütend war. Dann reden wir darüber, ich sage ihr, dass ich solche Aussagen nicht hören möchte, dass sie jederzeit sagen darf, dass sie wütend ist, aber nicht SO und wir überdenken einen besseren Ansatz.
Aber das ist sauviel Zeit und Geduld, die man sich nehmen muss. Mit sich selbst (man ist ja auch nicht fehlerfrei), mit dem Kind und auch mit dem Partner.

Sieh Dir diese Verhaltensweisen Deines Freundes als Hilfeschrei seines inneren Kindes an. Er KENNT Emotionen und Gefühle offenbar nicht. Weil er sie nicht erfahren hat. Wenn Du ihn liebst, und Dir sicher bist, ihn unterstützen zu wollen, dann hilf ihm, das wieder zu finden. Und verurteile ihn nicht für sein Verhalten, sondern bemitleide ihn dafür. Ich fände es furchtbar, ohne Emotionen und Gefühle zu leben, denn man verpasst unglaublich viel, und das basiert auf Emotionen und Gefühlen, basiert auf Empathie. Es ist das schönste Gefühl für mich, mich mit anderen mitfreuen zu können, aber eben auch mal mit anderen mit zu weinen. Ich konnte es lange nicht...

Wir alle wollten auch nicht, dass man uns vor die Türe setzt, sobald wir nicht funktionieren. Und oft trauen wir uns auch gar nicht, Probleme rechtzeitig anzusprechen, sondern warten, bis es zu spät ist und platzen dann direkt.
Aber ich frage Dich. Hast Du WIRKLICH das Gefühl, Dein Sohn leidet unter Deinem Freund? Beschreibe mir doch vllt. einmal, wie Dein Sohn mit ihm umgeht. Hast Du das Gefühl, er liebt ihn? Hast Du das Gefühl, Du würdest ihm etwas Gutes tun, wenn Du ihn aus der Obhut Deines Freundes "befreist"?

Kinder können uns etwas wunderbares lehren: bedingungslose Liebe. Auch wenn man mal mies mit ihnen umgeht, sie kündigen einem die Liebe nicht. Auch wenn man längere Zeit mit ihnen scheiße umgeht kündigen sie die Liebe nicht. Das ist kein Freifahrtschein, zu bleiben wie man ist. Aber es ist auch kein "Grund", sie sofort zu "schützen". Das Wichtigste in Eurer Situation ist, dass Du Dir nicht von Leuten, die Euch nicht kennen, aufdiktieren lässt, was Dein Freund anhand Deiner (eventuell auch überemotionalen) Schilderungen mit Eurem Sohn macht, sondern dass Du Dir mit Hilfe der gesamten Situation bei Euch zuhause ein Bild davon machst, ob es Deinem Sohn dauerhaft schadet oder nicht. Andere Menschen sind dafür kein Maßstab! Nur Dein Sohn ist derjenige, dem Du ansehen und von dem Du erfahren kannst, ob es ihm schadet. Denn auch vom Papa trennen könnte ihm schaden. Dafür gibt es kein Allgemein-Rezept. Es ist so individuell wie jeder Mensch auch.
In allen Ehren, dass es hier Menschen gibt, die so ehrlich und offen sind zu sagen, was so etwas mit ihnen gemacht hat. Es ist keine Garantie, dass das Gleiche mit Deinem Sohn passiert (denn er ist einfach anders gestrickt, er ist einzigartig wie jeder Mensch). Es gibt aber auch keine Garantie, dass das nicht passiert. Schau Dir Deinen Freund aufmerksam an, und auch Deinen Sohn. Beziehe BEIDE in dieses Geschehen mit ein und sage vllt. notfalls auch mal Deinem Freund, dass Dein Sohn Distanz zu ihm bekommt und ob er das wirklich möchte. Oder ob er eine Beziehung zu Eurem Sohn behalten oder gar bekommen möchte. Frag ihn einfach mal, ob er mit Freunden genauso umgehen würde wie mit Eurem Sohn, und was Euren Sohn von Freunden unterscheidet. Respekt gehört in jeder Beziehung dazu, aber die muss dann auch JEDER davon leben, Du, er und Euer Sohn wird es dann lernen.

Wow...
So eine lange antwort. Danke dafür.

Der Kleine hat den Papa lieb, aber wenn er es sich aussuchen kann, dann nimmt er lieber mich(zum spielen, vorlesen, kuscheln, küsschen geben, ins-bett-bringen), ich mach das eben gerne...da ich weiß, dass diese zeit nie wieder kommt. Manchmal hab ich auch keine lust und sage das auch, aber entweder mach ich den Vorschlag etwas anderes oder es später zu machen.

Mein Psychologe kennt ihn ja auch und gibt mir recht, dass mein freund im bezug auf sich selbst recht emotional ist, das heisst, dass er auch ohne Probleme weinen kann. Wir waren mal kurz vor einer Trennung, damals war er auch bei ihm und muss wahnsinnig in Tränen aufgelöst und in Selbstmitleid zerflossen dort gewesen sein.oder als wir uns kennengelernt und paar mal getroffen haben, wussten wir nicht, wann wir uns wiedersehen, da stand er auch heulend am Bahnhof.
Oder auch, als seine Tochter beim heim bringen nicht dort bleiben wollte, hat ihn das sehr angegriffen...und er War total daneben und weinerlich.

er hat nen wirklich schwierigen Charakter, ne Freundin meinte mal, sie würde es nie mit ihm aushalten. Er ist wahnsinnig ehrlich und direkt, ihm fehlt aber das feingefühl. Ich finde diese Charaktereigenschaft ja an sich sehr gut, aber man kann Dinge auch sagen, dass sie nicht wie ein Holzhammer ankommen.

Im bezug auf L. fehlt ihm wirklich das feingefühl und das verständnis...manchmal frag ich mich, wieso er so weit weg ist davon, da man Manches einfach weiss. Z.b. dass man beim trockenwerden nicht schimpfen/bestrafen sollte. Der kleine ist jetzt erst trocken geworden, ich vermute es wäre eher gewesen, wenn der Papa nicht so ein Theater gemacht hätte. Aber seine Ansichten ist eben, dass man ja einem Kind klarmachen muss, dass er mist macht. Aber dass man da abwarten muss, bis das Kind bereit ist, kann er nicht nachvollziehen.
Und in solchen Situationen denke ich, es schadet ihm.
Aber dass er papa lieb hat und auch vermisst, hat man jetzt gemerkt, als er im kh war, 12 Tage, da hat er dauernd gefragt und war echt noch lange total weinerlich und motzig und einfach daneben.

auch wenn du jetzt lachst...teilweise hat er "lichte" momente, da hat man Zugang zu ihm, dass er auch meine emotionen richtig gut nachvollziehen kann und dann auch aufbauen kann...oder für mich einfach da ist, aber oft kann er das nicht. Sich in andere reinversetzen fällt ihm echt schwer. Gerade wenn etwas nicht zu ändern ist und einen das immer belasten wird. Damit kann er nicht umgehen.

Und bezogen auf die kinder: er geht Viel von seiner Tochter aus, sie war ein total einfaches baby, kleinkind und kind...aber mein kleiner war ein wahnsinnig schweres Schreibaby (1 jahr lang und hat sich nur kurz an der Brust beruhigen lassen).
Er ist heute noch schwieriger, als andere...aber sehr clever. Es ist auch nicht einfach für mich.

Für mich ist alles auch sehr schwierig, da ich extrem emotional bin, ich hab kein Problem mich in andere reinzuversetzen.


Hab mir echt nen schwierigen Fall ausgesucht...:/

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28. September 2014 um 8:40

Du nimmst
Ihn einfach Mur in Schutz!!
Dein Kind darf nicht mehr wie 2nutella Brote essen..warum????
Und wenn er 5 zum Frühstück isst!!
Das steht ihm wohl zu!!
Du hast ihn nicht als Arsch hin gestellt!
Du beschreibst Situationen die nicht normal sind wenn man ein Kind liebt!
Und dass dein Sohn ihn liebt!
Ein Kind liebt immer seine Eltern----und wenn es fast tot geprügelt wird!
Psychologe hier und da,Verständnis hin und her ,ich finde es schrecklich!
Das Resultat wirst du in ein paar Jahren sehen

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28. September 2014 um 8:49
In Antwort auf kayly_988231

Wow...
So eine lange antwort. Danke dafür.

Der Kleine hat den Papa lieb, aber wenn er es sich aussuchen kann, dann nimmt er lieber mich(zum spielen, vorlesen, kuscheln, küsschen geben, ins-bett-bringen), ich mach das eben gerne...da ich weiß, dass diese zeit nie wieder kommt. Manchmal hab ich auch keine lust und sage das auch, aber entweder mach ich den Vorschlag etwas anderes oder es später zu machen.

Mein Psychologe kennt ihn ja auch und gibt mir recht, dass mein freund im bezug auf sich selbst recht emotional ist, das heisst, dass er auch ohne Probleme weinen kann. Wir waren mal kurz vor einer Trennung, damals war er auch bei ihm und muss wahnsinnig in Tränen aufgelöst und in Selbstmitleid zerflossen dort gewesen sein.oder als wir uns kennengelernt und paar mal getroffen haben, wussten wir nicht, wann wir uns wiedersehen, da stand er auch heulend am Bahnhof.
Oder auch, als seine Tochter beim heim bringen nicht dort bleiben wollte, hat ihn das sehr angegriffen...und er War total daneben und weinerlich.

er hat nen wirklich schwierigen Charakter, ne Freundin meinte mal, sie würde es nie mit ihm aushalten. Er ist wahnsinnig ehrlich und direkt, ihm fehlt aber das feingefühl. Ich finde diese Charaktereigenschaft ja an sich sehr gut, aber man kann Dinge auch sagen, dass sie nicht wie ein Holzhammer ankommen.

Im bezug auf L. fehlt ihm wirklich das feingefühl und das verständnis...manchmal frag ich mich, wieso er so weit weg ist davon, da man Manches einfach weiss. Z.b. dass man beim trockenwerden nicht schimpfen/bestrafen sollte. Der kleine ist jetzt erst trocken geworden, ich vermute es wäre eher gewesen, wenn der Papa nicht so ein Theater gemacht hätte. Aber seine Ansichten ist eben, dass man ja einem Kind klarmachen muss, dass er mist macht. Aber dass man da abwarten muss, bis das Kind bereit ist, kann er nicht nachvollziehen.
Und in solchen Situationen denke ich, es schadet ihm.
Aber dass er papa lieb hat und auch vermisst, hat man jetzt gemerkt, als er im kh war, 12 Tage, da hat er dauernd gefragt und war echt noch lange total weinerlich und motzig und einfach daneben.

auch wenn du jetzt lachst...teilweise hat er "lichte" momente, da hat man Zugang zu ihm, dass er auch meine emotionen richtig gut nachvollziehen kann und dann auch aufbauen kann...oder für mich einfach da ist, aber oft kann er das nicht. Sich in andere reinversetzen fällt ihm echt schwer. Gerade wenn etwas nicht zu ändern ist und einen das immer belasten wird. Damit kann er nicht umgehen.

Und bezogen auf die kinder: er geht Viel von seiner Tochter aus, sie war ein total einfaches baby, kleinkind und kind...aber mein kleiner war ein wahnsinnig schweres Schreibaby (1 jahr lang und hat sich nur kurz an der Brust beruhigen lassen).
Er ist heute noch schwieriger, als andere...aber sehr clever. Es ist auch nicht einfach für mich.

Für mich ist alles auch sehr schwierig, da ich extrem emotional bin, ich hab kein Problem mich in andere reinzuversetzen.


Hab mir echt nen schwierigen Fall ausgesucht...:/

Das kommt mir alles so bekannt vor...
Und zwar von beiden Seiten.

Kannst Du Pn's empfangen? Dann würde ich Dir nachher eine schicken, wenn ich etwas ruhe habe. Vllt auch heute Abend, ich weiß noch nicht ganz genau wann.

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28. September 2014 um 8:53
In Antwort auf neelasssim

Das kommt mir alles so bekannt vor...
Und zwar von beiden Seiten.

Kannst Du Pn's empfangen? Dann würde ich Dir nachher eine schicken, wenn ich etwas ruhe habe. Vllt auch heute Abend, ich weiß noch nicht ganz genau wann.

Klar...
Sind eh heute unterwegs den ganzen Tag...schaue dann später rein.

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28. September 2014 um 11:35

Vor allem
Mag ich dir noch mit auf den weg geben,dass sein Sohn nichts dafür kann wenn dein Partner für gewisse Dinge kein Verständnis hat bzw er Ansichten ano 1800 hat bzw. So handelt weil er selbst es nicht anders gelernt hat!!
Dein Kind hat das nicht aus zu halten,bis du das mit Psychologen etc deinem Partner bei gebracht hast,ganz gewiss nicht!
Dem solltest du dir klar werden

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28. September 2014 um 12:31

Ich finde es absolut nicht gut, was ihr Freund macht.
Aber ich finde es noch weniger gut, dass jetzt ihr unterstellt wird, sie schaue dabei zu, wie ihr Kind misshandelt und kaputtgemacht wird.

Denken diejenigen, die das nun aussprechen etwas weiter, was das mit IHR macht? Mit ihr, die anscheinend sowieso schon psychologisch betreut wird? Ist es nicht völlig logisch, dass sie in eine Schutzhaltung geht, bei solch harten Vorwürfen, die in liebe Worte verpackt werden?

Auch sie ist ein Mensch. Und andersherum sollten diejenigen, die das aussprechen, sich überlegen, ob sie all das zu einem Kind sagen würden. Entweder man misst überall mit dem gleichen Maß, oder man misst gar nicht.

Alles, was ich meinem Kind nicht sagen würde, würde ich auch einer fremden Person niemals sagen, deren Seele ich nicht kenne. Und alles, was ich meinen Freunden oder Fremden nicht antun würde, das würde ich meinem Kind nicht antun, sofern ich fähig bin, abzuschätzen ob es gut oder nicht so gut ist.

An so eine Situation kann man nur mit Geduld und Verständnis herangehen, und nicht mit dem Holzhammer.

Es würde sicherlich auch keiner von Euch einem Menschen im Rollstuhl sagen er soll einfach aufstehen. Und ja, tatsächlich, für mich ist es das gleiche. Ob jemand zu körperlichen Dingen nicht in der Lage ist oder zu seelischen Dingen, die Fähigkeit ist nicht da, und ein "Krieg den Ar.sch hoch und mach was" ändert nichts daran. Diese Menschen muss man stärken und behutsam an die Hand nehmen, und nicht auf ihnen rumhacken.

JEDER in dieser Situation gehört beschützt, und nicht nur das Kind. Nur weil jemand erwachsen ist, ist er lange nicht "erwachsen". Das bedarf einer fürsorglichen Begleitung während des Erwachsenwerdens, und dass das die wenigsten Menschen aufweisen können, das wissen wir alle. Und nicht jeder findet irgendwann heraus aus dieser Haltung, dass ja die ganze Welt immer so böse zu einem ist. Auch ein gedemütigtes Kind kann ein gesunder Erwachsener werden, und auch ein behutsam begleitetes Kind kann irgendwann abrutschen. Urteile, egal an welcher Stelle, sind in meinen Augen immer kontraproduktiv.

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28. September 2014 um 12:43

Neela
Ich finde du bringst hier bissel was durcheinander!!
Hier sagt kein Mensch dass sie ihr Kind misshandelt!
Aber ihr Kind muss sicher nicht dafür herhalten,weil der arme Mann in seiner kindheit dies und das evtl verpasst hat!
Das kann's nicht sein!
Und die Situationen die beschrieben werden sind emotional fûr das Kind mehr Ala Grenzwertig!
Sowas gehört nicht geduldet !
Sie ist die Mutter und sie ist für das Kind verantwortlich!
Und das er scheinbar auch anders kann sieht man an der Erziehung der leiblichen Tochter!

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28. September 2014 um 12:46

Ich
glaube,es ist zwar gut was einige hier Schreiben,aber im Endeffekt muss SIE an ihre persoenliche grenze stoßen,ansonsten wird sie nichts aendern! das ist ein schleichender Prozess und tritt nicht schneller ein,egal was ihr sagt!

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28. September 2014 um 17:15

Jeder Mensch macht Fehler, das macht uns als Menschen aus.
Falsch und richtig gibt es in meinen Augen immer nur bezogen auf die betroffenen Personen, und das kann einfach kein Außenstehender beurteilen. Zu entscheiden, ob etwas falsch oder richtig ist, empfinde ich als verurteilend. Und da niemand selbst verurteilt werden möchte für das, was er tut, sollte man immer selbst auch nicht verurteilen.

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28. September 2014 um 17:43

Na ja.
"Du versuchst jetzt, Deinen Freund in Schutz nehmen" ist eine sehr... Bestimmende Wertung, finde ich.

Und diese Aussage: "Es wirkt, als wolltest Du jetzt Deinen Freund in Schutz nehmen" ist da ein himmelweiter Unterschied. Bei so etwas kann man einfach "offener" heran gehen und überdenken, bei "Du machst dies und das" geht das so einfach nicht.

Ich denke, Mupfel geht schon einen für sich guten Weg, sie hat psychologische Betreuung, wenn ich es richtig verstanden habe, sogar der Freund war schon mit dort. Das sind Schritte, wie sie einige Männer (egal, wie falsch sie sich in den Augen derer Frauen verhalten) gar nicht erst gehen würden. Ich bin sogar sehr zuversichtlich, dass Mupfel einen für sie und ihren Sohn und alle Betroffenen einen guten Weg findet, wenn er auch für manche, die hier gerne harte Konsequenzen sehen würden nicht der Weg ist, den sie gehen würden.
Urteilen kann letztlich nur, wer in dieser Situation ist oder war.

Ich habe diese Dinge, die ihr Sohn erfährt, tagtäglich erfahren, von Mutter und Stiefvater... Wenn die beiden sich über meine Erziehung gestritten haben, dann war ich Schuld und habe das auch so zu hören bekommen (und das sind die harmloseren Dinge). Sicherlich hat das "gesessen" und wehgetan, vor allem mir als Kind ohne jegliches Selbstwertgefühl. Aber ich habe irgendwann entschieden, diese Dinge mit mir auszumachen. Letztlich ist es nicht nötig, Groll für den Rest des Lebens mit sich rumzuschleppen, das vergiftet einen nur selbst, nicht diejenigen, die Unrecht getan haben. Sie sind und bleiben meine Eltern, und heute habe ich sie sogar sehr lieb. Zumal sie selbst sehr sehr verändert sind mittlerweile, irgendwann kommt im Idealfall der Punkt, an dem es klickt macht.

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28. September 2014 um 18:49

Das erwarte ich auch von keinem
Und es muss niemand meine Meinung teilen, verstehen oder gut finden.

Aber es gibt eben noch hundert andere Wege, damit das Kind nicht mehr leidet als nur Trennung und einen Menschen verteufeln.

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