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Ich brauche ein paar gute tipps oder ratschläge bitte ohne vorwürfe

9. Januar 2013 um 12:56 Letzte Antwort: 5. Februar 2013 um 23:48

Zu Beginn erst einmal ein freundliches Hallo

Und auch gleich zu Beginn ein dickes ENTSCHULDIGUNG dafür, das ich euch hier mit meinen Problemen die Ohren zujammer aber es gibt nur noch Wenige mit denen ich über meine Probleme, Sorgen, Gedanken und auch Leid reden kann. Ich hoffe nur das ihr den LANGEN Text auch zu Ende lest und das ich euch nicht auf die Nerven gehe.

Denn die Geschichte, die ich mir endlich mal von der Seele reden [schreiben] möchte ist nicht so schön.
Sie hat auch viele Hintergründe die Ihr beim lesen sicher verstehen werdet.
Ich möchte sie Euch erzählen, in der Hoffnung das Ihr mir Tipps oder Ratschläge geben könntet die hilfreich sind und mir weiter helfen könnten.

Ich stelle mich erst einmal vor:
Ich bin Mami im Alter von 27 Jahren und meine Kleine ist nun in dem stolzen Alter von 5 Jahren.
Ich bin seid Februar 2012 Alleinerziehende Mutter, arbeite Halbtags um meiner Kleinen wenigstens kleine Dinge ermöglichen zu können und bin eigentlich ein eigenständiger und lebensfroher Mensch.
Doch jetzt kann ich Hilfe gut gebrauchen, denn aus meinem Umfeld kann oder will mir keiner helfen, im Gegenteil ich stoße auf Ablehnung, muss mir immer wieder Kritiken anhören und einige haben sich sogar wegen meiner Entscheidung von mir abgewandt, weil sie diese nicht akzeptieren wollten oder es nicht konnten.

Ok das ist ein anderes Thema, jetzt erzähl ich Euch erst einmal worum es hier eigentlich geht.......

Also ich habe seid 2 Jahren eine Familienhilfe die mir bei gewissen Dingen mit Rat und Tat zur Seite steht, aber auch Sie kann mir bei diesem Problem leider nicht helfen,weil Sie so eine Familiäre- Situation noch nie betreut hat oder generell noch nie damit zu tun hatte.
Die Familienhilfe und ich wir hatten ewig lange Gespräche darüber "was nun ist?", "wie es nun wird?" und "was nun passieren soll?" um die Situation zu verbessern bzw. zu ändern. [Die Situation, die ihr noch erfahren werdet.]
Irgendwann kam dann mal das Thema Pflegefamilie auf den Tisch und ich fing nach einiger Zeit an darüber nachzudenken und mich auch im Internet darüber zu belesen. [welche Vorteile und welche Nachteile das für die Kleine und mich haben könnte]
Im September 2012 habe ich dann letzten Endes und schweren Herzens beschlossen, das aufgrund meiner Psychisch-Unstabilen Lage es eventuell doch besser wäre mein Engelchen in eine Pflegefamilie zu geben. [natürlich nur Zeitlich begrenzt, weil ich mein Engelchen natürlich liebe und sie auch bei mir haben möchte um sie aufwachsen zu sehen.]
Ich möchte euch auch den Grund nennen für die sogenannte "Psychische Unstabilität" damit ihr es vielleicht verstehen könnt wie ich mich Derzeit fühle.
!!!!!ACHTUNG: NICHTS FÜR SCHWACHE NERVEN!!!!!
Die Psychische Unstabilität kommt daher:
Weil ich im Oktober 2011 eine Totgeburt hatte, die ich obwohl das Kind bereits tot war, noch einen halben Monat lang in meinem Bauch tragen musste um den Geburtstermin einzuhalten und das Kind auch als "NORMAL" Geburt zur Welt bringen sollte.
Doch damit nicht genug, dieses Unglück brachte so viel Leid mit sich, so das die Traurigkeit nach einiger Zeit in Wut umgewandelt ist.
Seht euch doch meine Situation mal an wenn ihr noch Lust habt und es euch interessiert:
Wegen diesem Unglück zerbrach eine 9 jahrelange Partnerschaft weil er es nicht verarbeiten kann oder es nicht möchte und gemeinsam konnten wir auch nicht mehr darüber reden weil er blockte und ich so nicht länger mit ihm zusammen sein konnte, weil es mich kaputt machte ihn so zu sehen, wie er sich selber quält! Darum haben wir BEIDE uns mit beidseitigem Einverständnis getrennt.
Wegen dieser Sache muss ich in Therapeutische Behandlung um dort diese schrecklichen Dinge erneut zu erleben und mich erneut damit Seelisch quälen zu müssen!
Und auch wegen diesem Unglück muss ich meine Kleine in Kurzzeitpflege geben, nur damit ich "wieder" für sie da sein kann so wie sie es braucht und möchte!

So weiter mit dem Hauptthema, es ging um die begrenzte Zeit-Pflege die ich beantragt habe.:
Wo mir auch das Jugendamt versichert hat und es auch in dem "Hilfeplan" so schriftlich festgehalten ist, "das es nur die Zeit dauern soll bis ich mich bei einem Psychiater vorgestellt habe und wieder einen klaren Kopf habe um mein Leben wieder in den Griff zu bekommen und um mich wieder voll und ganz auf die Erziehung der Kleinen konzentrieren kann". Denn eine ernsthafte Kindes-Gefährdung ist bei mir ja "Gott sei dank" nicht der Fall.
Wie bereits erwähnt Liebe ich mein Kind über Alles und ich weis auch, das meine Kleine mich von ganzem Herzen lieb hat.
Daher ist mir auch die Entscheidung keines Falles leicht gefallen, im Gegenteil mir zerriss es fast das Herz aber ich weis, das es im Moment besser für sie ist, als die ganzen Probleme die ich habe, am Ende noch unschuldig ab zu bekommen und darunter leiden zu müssen.
Ich werde alles mögliche tun damit meine Kleine bald wieder bei mir ist.
So jetzt kommen wir aber wieder zu dem Hauptthema.

Also ich habe etwa Mitte Oktober schweren Herzens beim Jugendamt den Antrag auf eine Pflegefamilie gestellt.
Kurz darauf stellte mir das Jugendamt schon eine (geeignete) Familie vor.
Ok..... Es ist nicht so als hätte ich etwas gegen diese Familie, nur ich hatte leider kaum Gelegenheit Sie besser kennen zu lernen, denn die Zeit war nicht gerade lang um sich besser kennen lernen zu können. Im übrigen habe ich die Familie ja auch grad 4 mal gesehen in diesem Monat der kenn-lern-Phase und immer nur das Nötigste besprochen, deshalb stehe ich noch etwas skeptisch der ganzen Sache und der Situation gegenüber. [wohl verständlich oder?]
Darauf folgte wieder ein Jugendamt Gespräch wo kurz und knapp die Entscheidung fiel ab wann den die Pflege beginnen soll.
Freudig nannte mir die Dame vom Amt das Datum an dem die Pflege nun beginnen sollte und ich habe sicherlich nicht gelacht und gejubelt als ich hörte das in 3 Tagen die Kleine erst einmal weg sein wird, denn in diesen 3 Tagen (darunter noch ein Samstag also streng genommen 2 Werktagen) musste ich zusätzlich die Kleine abmelden, ummelden. Kita abmelden, Krankenversicherung ummelden und und und......[das war purer Stress in so wenig Tagen und es blieb kaum noch Zeit mich von der Kleinen richtig zu verabschieden]
Die Unterbringung in die Pflegefamilie ging dann auch recht schnell [etwas zu schnell für meinen Geschmack] denn der Auszug war ja schon Mitte November 2012.
Ich hatte bei der Übergabe auch das Gefühl, das mein Engelchen überhaupt nicht wusste oder besser gesagt nicht verstanden hat, was da grad passiert, denn sie sagte noch beim Verabschieden "bis Montag Mama".
Mir missfiel es total, das alles auf einmal so schnell ging, denn nicht nur Weihnachten stand nun auch noch vor der Tür sondern auch der 5. Geburtstag meines kleinen Engelchens.
Obwohl ich das Jugendamt wirklich regelrecht gebettelt, angefleht und bekniet habe, ob Sie diese Tage noch mit "MIR" also Ihrer richtigen Familie verbringen und feiern dürfe und obwohl das Jugendamt "eigentlich" zugestimmt hatt das die Kleine erst NÄCHSTES Jahr (2013) in die Pflegefamilie gehen wird, ABER es dann doch nicht so kam als geplant und besprochen wurden ist!
[wozu dann dieses ewige reden und protokollieren gut sein soll frag ich mich wenn es eh anders gemacht wird?]
Ich musste mich dann ja IRGENDWIE damit abfinden das es nun doch anders lief als ich erhofft und gewünscht hatte.

!!!!! SO UND NUN KOMMT MEIN EIGENTLICHES ANLIEGEN AN EUCH BEI DEM ICH GUTEN RAT SEHR SCHÄTZEN WÜRDE !!!!!

Ihr kennt doch bestimmt die Regel mit dem Kontaktverbot für die Anfangszeit zur Eingewöhnung ?????
Also so schwer es mir auch fiel grad über Weihnachten, die Feiertage und vor allem wegen Ihrem Geburtstag mich nicht zu melden habe ich trotzdem tapfer diese Regel eingehalten. Obwohl ich oft schon das Telefon in den Händen gehallten hatte um zumindest (wenigstens) Ihre Stimme zu hören.

Momentan sieht es nun wie folgt aus:
In einer Woche kann ich Sie endlich wieder sehen
zwar nur für maximal 3 Stunden aber das ist mir egal Hauptsache ich kann Sie endlich wieder in den Arm nehmen und knuddeln.

Und nun meine Frage an Euch Ihr Lieben.....

Könntet Ihr mir ein paar Tipps oder Ratschläge geben
"""wie ich mich ihr gegenüber verhallten soll?"""

Denn um ganz ehrlich zu sein hab ich richtigen Bammel davor, ich habe total Angst etwas falsch zu machen.
Ich habe auch fürchterliche Angst davor das sie mich vielleicht nicht mehr lieb hat, weil sie vielleicht denkt das ich sie einfach allein gelassen habe oder sie nicht mehr bei mir haben will.
Ich habe auch eine Überraschung für sie weis aber nicht ob das momentan irgendwie unangebracht ist...???
Wie schon erwähnt, es war ja Weihnachten und Ihr Geburtstag ist auch gewesen und die Mami hat natürlich auch Geschenke für ihr kleines Engelchen und die möchte ich ihr eigentlich nächste Woche gern mitnehmen.
Meine Befürchtung ist aber, das sie am Ende vielleicht die nachfolgenden Treffen mit Mami "IMMER" mit Geschenken in Verbindung bringen könnte !!??!!
Ich habe auch mächtig Angst davor das zwischen den Pflegeeltern und mir sich deswegen eine Art Machtkampf entwickeln könnte bzw ein Konkurrenzkampf oder so etwas in der Art!
Denn das wäre ja auch nicht schön für das Kind so etwas mit zu erleben, wenn es dazu kommen sollte.
Versteht Ihr mein Problem?
Ich hoffe und bete das Ihr mir eventuell sagen könnt, wie ich mich nun verhalten soll.
Ob das mit den Geschenken am Ende doch eine eher blöde Idee ist? (weil es sind doch schon ein ganz paar Geschenke für die Kleine die ich gekauft habe.)
Oder ob ich ihr einfach die Geschenke mitnehme und gebe egal was die anderen davon denken?
Und wie es in Zukunft aussehen könnte, wenn die Kleine dann wirklich denkt "Mami bringt mir Geschenke mit, Mami zeigt mir jetzt ihre liebe mit Geschenken" oder so was in die Richtung .....

Ich weis es nicht ich hoffe Ihr könnt mir einen guten Rat geben oder vielleicht sogar eigene Erfahrungen mit mir teilen, ich bin für jede Hilfe dankbar!

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9. Januar 2013 um 17:46

Hallo Sternenlaterne und danke dir erst einmal für die Antwort.
Zum Thema "bis Montag Mami" kann ich sagen das ich es ihr eigentlich ausführlich und verständlich genug für ihr alter erklärt habe, wir haben ja in dem Monat oft zusammen gesessen und über das Thema und dessen Bedeutung geredet, Sie hatte sogar Fragen die ich Ihr so gut wie ich es konnte, versucht habe zu beantworten. Man kann eigentlich behaupten das ich Sie in diesem Gesprächen nicht nur als Kind sondern als eine Gleichwertige Person behandelt habe.
Zu deiner Frage ob die Pflegezeit geregelt ist muss ich das leider mit einem NEIN beantworten denn die Pflegezeit wird Voraussichtlich über die Zeit laufen, die ich für die Therapie benötige oder zumindest so lange bis der Therapeut sein ok gibt, das ich wieder die notwendige Erziehungsfähigkeit besitze. Ich werde aber diesbezüglich noch einmal beim Jugendamt nachfragen, denn das sollte ich ja eigentlich wissen vielleicht hab ich es auch nur vergessen!?
Wie das mit den Besuchszeiten laufen wird klärt sich hoffentlich nächste Woche bei dem Treffen. Ich hoffe nur das ich sie öfter sehen darf als manch andere Frau in anderen Forums wo mal ein winziger Beitrag zu finden war. Es könnten meiner Meinung nach ruhig mehr Forums geben für die "Herkunftseltern" den irgendwie gibt es für sie/ uns keinerlei Informationen und keinerlei Möglichkeiten sich in irgend einer Art untereinander auszutauschen und gegebenen Falles auch Hilfe oder Ratschläge aus eigener Erfahrung geben zu können. Die Frage ist nur warum nicht
Die Frage warum ich diese Entscheidung getroffen habe, das es dabei MIR SELBER momentan nicht möglich ist ihren Bedürfnissen verantwortungsvoll und gerecht nachzukommen, weil es MIR nicht gut geht, die habe ich Ihr auch erklärt, sie weis auch das, ihr kleiner "Bruder" gestorben ist, weil sie in der Schwangerschaft dabei war und auch mal am Bauch gehört oder Bewegungen erfühlt hatte. Erstaunlich dabei ist aber wie gut sie das verkraftet hat sie sagte nur "Mein Brüderchen ist jetzt im Himmel und passt dort auf uns alle auf!" Naja mit dem Tot hatte unsere Familie auch schon genug zu tun, vielleicht ja deswegen?!
Als ich ihr sagte das es mir nicht gut geht, sagte sie so süß: "Mama, da kann ich ja nicht weg fahren, denn da muss ich dich ja gesund pflegen" das fand ich so toll in diesem Moment einfach nur Herzig meine Kleine.
Jetzt ist die Antwort auch wieder viel zu lang geworden!
Ich danke Dir noch einmal das Du Dir die Mühe gemacht hast diesen langen Text überhaupt zu lesen und ich danke Dir für den tollen Rat wegen den Geschenken.

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5. Februar 2013 um 23:48

Ich kann deine Ängste verstehen..
Hallo erstmal!

Also wie bereits gesagt, kann ich deine Ängste gut nachvollziehen. Vergiss nicht, sie ist deine Tochter. Sie kennt dich und auch deine Reaktionen, Mimik usw...Also sei ehrlich zu ihr und sag ihr soweit wie möglich die Wahrheit. Sag ihr, dass es dir nicht so gut geht im Moment,dass es nicht an ihr liegt und dass du sie liebst (wirst du ihr sicher öfter gesagt haben, aber lieber zu oft als zu wenig). Zwecks dem Geschenk: Ich würde es ihr schon geben, aber auch mit dem Hinweis, das deine Besuche nicht nur zum Geschenke übergeben da sind. Sie ist 5 Jahre alt, sie versteht das sicher, wenn du es ihr erklärst, dass es um das Wiedersehen in erster Linie geht. Machtkampf mit den Pflegeeltern ist meiner Meinung nach abhängig von den einzelnen Personen und Charakteren. Versuche sie als das zu akzeptieren, was sie sind. Du bist ihre Mutter und bist aber auch auf die Pflegeeltern angewiesen bzw. ist es ja positiv, dass es sie gibt. Also würd ich dem Machtkampf nicht mehr Bedeutung schenken. Wichtig ist, dass es dir und der Kleinen gut geht..Ich wünsch euch das Beste und hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen..
Liebe Grüße

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