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Ich drehe langsam durch...

7. Juni 2016 um 21:50

Frage an alle Überlebenden: Wie übersteht man die Trotzphase? Ich halte es bald nicht mehr aus... Hier wird seit Wochen bei so ziemlich jeder Mahlzeit ein Wahnsinnsterz veranstaltet. Wenn wir unterwegs sind, endet es fast jedes Mal heulend im Auto. Wenn wir Spielverabredungen haben, hört er kein Stück oder aber es wird geheult, weil das andere Kind irgendetwas "falsch" macht. Ich bin mittlerweile so was von genervt. Bei Oma & Opa oder im Kiga ist alles super. Er ist auch bei anderen Kindern sehr beliebt. Sobald wir jedoch allein sind (nur Familie), dann rastet er so aus. Ich schäme mich mittlerweile schon und habe das Gefühl total versagt zu haben. Ich würde mir wirklich mal wieder einen stressfreien und vor allem streitfreien Tag wünschen. Wenn mein Mann daheim ist, ist es noch schlimmer irgendwie. Ich bin schon sehr konsequent, achte darauf ihm Wahlmöglichkeiten zu lassen, wir haben auch immer wieder Ruhephasen, wir haben wenige Regeln, viele Rituale und immer gleiche Abläufe usw. usf. und trotzdem eskaliert es ständig. Heute würde ich am liebsten einfach weglaufen...

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7. Juni 2016 um 22:04

Meiner ist 2
Und es klappt super wenn ich wiederhole was er möchte "ich weiss du willst das... aber" dann hört er mir zu und hört auf zu weinen dann erkläre ich kurz warum das nicht geht oder sein muss und biete eine alternative an oder lenke mit etwas ab so kommt er gar nie richtig zum "trotzen".. vielleicht habe ich auch nur glück mit ihm

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7. Juni 2016 um 22:24

...
Er ist 2,5 Jahre alt. Wahlmöglichkeiten sind auf zwei beschränkt. Das ist ja das, was mich so verzweifeln lässt: Wir machen schon vieles "richtig" bzw. bin ich viel im Gespräch mit anderen Müttern, habe verschiedene Fachbücher zum Thema gelesen usw. Die ganzen Tipps wenden wir schon je nach Situation an. Ich lobe ihn, ich schimpfe oder ignoriere usw. Ich weiß nicht, was man noch anders, mehr oder besser machen kann. Ich bin wirklich eine liebevolle, verständnisvolle und auch konsequente Mutter. Ich habe eigentlich ein sehr gutes Gespür für Kinder und ihre Bedürfnisse. Aber aktuell bin ich echt mit meinem Latein am Ende. Er ist eben auch ein sehr aufgeweckter, aktiver und temperamentvoller kleiner Mann. Ich weiß auch, dass diese Phase eben dazugehört, aber soooo schlimm habe ich mir das irgendwie nicht vorgestellt.

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7. Juni 2016 um 22:24

Trotzphase = Kleinkind
In dem Alter sind Wahlmöglichkeiten eher nicht angebracht, weil das Kind sich ja in einer Phase befindet, wo es selbst nicht genau weiß, was es mich sich und seinen Emotionen anfangen soll. Und wenn es dann auch noch wählen soll - vielleicht auch noch bei Themen, die Emotionen hervor rufen - dann ist es ja noch mehr überfordert. Die Anwendung von Wahlmöglichkeiten würde ich auf die Zeit nach der Trotzphase verschieben. Das ist mit 5 immer noch früh genug.

Zu den Mahlzeiten: Da würde ich keine Machtkämpfe starten. Wenn das Kind bockt, matscht, nicht essen will oder gar alles runter wirft, dann wäre bei mir das Essen beendet. Da würde ich weder erklären noch irgendwas versuchen. Teller weg und Kind darf aufstehen. Fertig.

Aber lass mal, ich hab das Gefühl, dass meine knapp 12 Jährige derzeit auch wieder in der Trotzphase ist. Sie führte sich heute auf... puh, unmöglich. Eine Mischung aus 17 Jähriger und 3 Jähriger Es nervt extrem, aber leider müssen wir da durch. Schön konsequent bleiben.

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7. Juni 2016 um 22:28
In Antwort auf annika_12041582

Meiner ist 2
Und es klappt super wenn ich wiederhole was er möchte "ich weiss du willst das... aber" dann hört er mir zu und hört auf zu weinen dann erkläre ich kurz warum das nicht geht oder sein muss und biete eine alternative an oder lenke mit etwas ab so kommt er gar nie richtig zum "trotzen".. vielleicht habe ich auch nur glück mit ihm

Dazu kommen wir schon gar nicht...
Es geht von 0 auf 100000. Danach kann ich ihm das schon erklären. Bis sein "Anfall" vorbei ist, versteht hier keiner mehr sein eigenes Wort. Das ist ja das Nervige. Es ist so unberechenbar und so extrem irgendwie. Auch wenn ich dann mit ihm rausgehe oder ihn allein rausschicke, kann er sich nicht fassen. Er verliert irgendwie komplett die Kontrolle. 2 Minuten später ist es als sei nichts gewesen. Nur ich fühle mich als wären drei Panzer über mich hinweg.

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7. Juni 2016 um 22:43

Pipa, da hast du wohl recht...
Ich kann mich da echt schlecht abgrenzen. Ich brauche eben Harmonie oder eben mal einen richtigen Streit, der dann auch mal wieder vorbei ist.

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7. Juni 2016 um 22:58

Danke!
Es ist gut zu hören, dass man nicht allein damit ist.

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8. Juni 2016 um 11:44
In Antwort auf annika_12041582

Meiner ist 2
Und es klappt super wenn ich wiederhole was er möchte "ich weiss du willst das... aber" dann hört er mir zu und hört auf zu weinen dann erkläre ich kurz warum das nicht geht oder sein muss und biete eine alternative an oder lenke mit etwas ab so kommt er gar nie richtig zum "trotzen".. vielleicht habe ich auch nur glück mit ihm

Sorry
Aber dann hast du einfach ein recht "problemloses" kind, wenn es bei ein paar worten sofort nachgibt. Da steigert sich meine erst recht rein, wenn ich ihr mit sowas komm

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8. Juni 2016 um 13:12
In Antwort auf coffeequeen86

...
Er ist 2,5 Jahre alt. Wahlmöglichkeiten sind auf zwei beschränkt. Das ist ja das, was mich so verzweifeln lässt: Wir machen schon vieles "richtig" bzw. bin ich viel im Gespräch mit anderen Müttern, habe verschiedene Fachbücher zum Thema gelesen usw. Die ganzen Tipps wenden wir schon je nach Situation an. Ich lobe ihn, ich schimpfe oder ignoriere usw. Ich weiß nicht, was man noch anders, mehr oder besser machen kann. Ich bin wirklich eine liebevolle, verständnisvolle und auch konsequente Mutter. Ich habe eigentlich ein sehr gutes Gespür für Kinder und ihre Bedürfnisse. Aber aktuell bin ich echt mit meinem Latein am Ende. Er ist eben auch ein sehr aufgeweckter, aktiver und temperamentvoller kleiner Mann. Ich weiß auch, dass diese Phase eben dazugehört, aber soooo schlimm habe ich mir das irgendwie nicht vorgestellt.

Hihi
Bei uns genau das gleiche!! Meine Tochter ist 2,5 jahre und geht mir gerade auch ganz schön auf den Geist. Aber das ist bei uns pasenweise schlimmer und wieder besser. Da müssen wir wohl alle durch.

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