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Ich fühle mich wie eine Rabenmutter!

17. Oktober 2007 um 13:42 Letzte Antwort: 18. Oktober 2007 um 15:50

Hallo,

meine Tochter ist 7,5 Monate alt und eine ganz Liebe und Unkomplizierte (meistens). Ich habe 1,5 Jahre Elternzeit genommen und konnte daher auch die Möglichkeit wahr nehmen, mit meinem Mann und meiner Tochter für einige Monate ins Ausland zu gehen, wo wir jetzt auch sind.
Zuhause hat gelegentlich ein Freund auf unsere Tochter aufgepasst, oder eben meine Mutter oder meine Schwiegermutter (die aber beide sehr weit weg von uns wohnen und uns nur gelegentlich besuchen), hier hat sich aber die Möglichkeit ergeben, dass wir täglich von 13-15 Uhr und manchmal vormittags, wenn ich zum Sport gehe, oder abends, wenn wir ausgehen (was wir seeeeeeeehr selten machen) einen Babysitter bzw. eine Nanny haben. Meine Tochter liebt diese Frau und die beiden kommen super miteinander klar.
So weit, so gut, aber ich fühle mich wie eine "Rabenmutter", weil ich meine Tochter von jemand anderem betreuen lasse. Und zwar nicht, weil ich arbeiten gehe (muss), sondern damit ich ausgehen bzw. meine Ruhe haben kann. Natürlich haben auch Mütter ein recht auf eine Zeit für sich, aber bei mir kommt noch hinzu, dass ich so oft von meiner Tochter genervt bin, z.B. wenn sie beim Essen so herumzappelt, oder sie ständig meckert, weil sie sich nicht selbst hinsetzen kann etc. Ich habe das Gefühl, dass ich sie abschiebe. Dabei liebe ich sie über alles und möchte sie bestimmt nicht wieder hergeben. Trotzdem wünsche ich mir manchmal bzw. oft mein altes Leben zurück, und das macht alles nur noch schlimmer. Nächstes Jahr möchte ich auch wieder arbeiten gehen, da wird wahrscheinlich alles nur noch schlimmer.
Anscheinend gehört ein schlechtes Gewissen zum Mutter-Sein einfach dazu, oder?

Wie geht's euch denn so dabei? Lasst ihr euer Baby manchmal von jemand anderem beaufsichtigen? Habt ihr oft ein schlechtes Gewissen? Und seid ihr auch manchmal von euren Babys genervt?

Gruß,
eine Rabenmutter

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17. Oktober 2007 um 14:22

Hallo
Ich mache es ganz ähnlich wie du. Diese Auszeiten sind wichtig für einen selber und noc viel mer für die Beziehung! Dem Kind tut's auch gut, weil es den ganzen Druck & Stress rausnimmt. Man ist als Mutter ausgeglichener & lockerer und hat dann auch mehr "Qualitätszeit" mit seinem Kind. Man schaut ja auch, dass das Kind nicht von "irgendjemandem" betreut wird, sondern von Bezugspersonen, wie Oma etc. Mein Babysitter z.B. liebt meinen Krümel und umgekehrt, da habe ich dann auch ein "ruhiges" Gewissen, wenn ich mal nicht da bin.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass einem das schlechte Gewissen von der Umwelt eingeredet wird: "Iiiiich würde so ein kleines Kind niiiiie weggeben". Klar steht man dann da wie die letzte Rabenmutter, aber da muss man dann drüber stehen. Nicht alles, was gesellschaftliche Norm ist, muss automatisch gut sein

Mach einfach weiter so, du machst es schon richtig

Alles Liebe, Marie, Rabenmutter mit 8 1/2 monatigem Rabenkrümelchen

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18. Oktober 2007 um 15:50

An euch alle!
Ihr seid ja wirklich klasse! Vielen Dank für eure Antworten!
Es ist wirklich blöd, vom Kopf her weiß ich, dass das natürlich alles stimmt, was ihr sagt und dass man (auch als Mutter) mal was anderes sehen muss als das Baby, aber da ist immer diese kleine Stimme im Ohr (ist das dann Engelchen oder Teufelchen?)...
Ich werde jetzt mal daran arbeiten, Kopf und Gefühl zu kombinieren .
Viele Grüße!

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