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Ich glaub, ich brauch psychologische hilfe

25. Juni 2014 um 15:06 Letzte Antwort: 25. Juni 2014 um 22:03

Ich weiß gar nicht, wie ich anfangen soll... es fällt mir unglaublich schwer, darüber zu schreiben, aber ich weiß nicht mehr...

im Moment möchte ich einfach nur noch weinen, weinen, weinen.... Ich hasse mich.. Schon ewig hasse ich mich.. Ich hasse es, wie ich aussehe, ich hasse, wie ich bin, ich hasse mich dafür, dass ich es aus eigener Kraft nicht ändern kann...
Ich bin einfach nur fett und faul.. eine schlechte Hausfrau und schlechte Mutter...

schon in der Grundschule wurde ich oft geärgert.. ich hatte zwar freunde, aber immer war ich gern das ziel für Sticheleien.. In der Fortführenden Schule war ich dann ein richtiges Mobbingopfer.. Niemand mochte mich.. Ich hatte eine Freundin.. Eine einzige.. Aber je älter wir wurden, desto uninteressanter wurde ich.. ich kanns verstehen.. wer will sich denn auch schon mit jemandem abgeben, der von allen gemobbt wird? Mir wurde eingeredet, dass ich fett bin.. und irgendwann hab ich das geglaubt.. ich war aber nie fett.. zwar kein strich in der Landschaft, aber auch nicht dick.. irgendwann dann fing ich das frustessen an.. und das Ergebnis sind jetzt 45kg Übergewicht.. Ja, JETZT bin ich wirklich FETT
Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich keine Schokolade fresse.. wie soll diese frustesserei denn auch aufhören, wenn ich jeden tag einfach nur unzufrieden mit mir bin?!
und da ich mir selbst schon nicht gefalle, mach ich alles, damit ich anderen gefalle.. mir ist sogar wichtig, was fremde von mir halten, dass ich ihnen gefalle

Mein Sohn ist jetzt 15 Monate alt.. Er ist zwar ein totales Mamakind (vllt spürt er, wie sehr ich mich hasse und ist deswegen so anhänglich?`) Ich hatte mir so viel vorgenommen mit ihm zu machen und was ist? ich sitze eigentlich nur mit meinem fetten arsch bei ihm auf dem boden
Für den Haushalt bin ich oft zu faul.. mache immer nur das nötigste, nehme meinen Sohn immer als ausrede... Er klammert so fest an mir, dass ich immer nur Kleinigkeiten mache.. aber das reicht nicht... es ist zwar nicht dreckig, aber nie kann ich unangemeldeten besuch empfangen..
mein mann geht Streitigkeiten mit mir aus dem weg... er sagt lieber ja und amen zu mir, weil er meine Launen nicht einschätzen kann.. in dem einen Moment lache ich, im nächsten geh ich an die decke, meistens ohne grund...

ich will das alles nicht mehr, ich will mich ändern, aber ich schaff es einfach nicht.. ich weiß nicht wie.. ich habe es in den letzten fast 10 jahren immer und immer wieder versucht, aber ich schaffe es einfach nicht

was soll ich tun? Wer kann mir helfen? was kann mir helfen?? wieso ist das so schwer??

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25. Juni 2014 um 15:20

Macht richtig traurig beim lesen
Beim lesen dachte ich nur "oh je"
Ich kenne das, wenn man gerne anders würde, aber nicht kann und wie frustrierend das ist. Vorallem, wenn man sich selber als Grund dafür ausmacht.
Allerdings finde ich es sehr bemerkenswert, dass du so gut und ehrlich über dich reflektierst.
Denn das ist ein wichtiger Schritt!!!

Ich selber denke teilweise auch so über mich. Ich kann dir empfehlen dir eine Therapie bei einem Psychologen zu suchen. Denn ein Aussenstehender kann dir am besten helfen dich lieben zu lernen. Wenn du lernst manche Dinge zu akzeptieren, manche dinge in anderem Licht zu sehen und wie du vieles verändern kannst, dann wirst du zufriedener werden und mit der Zeit immer mehr über deinen Schatten springen können. Es ist ein langer Prozess und sicher gibt es dann auch Rückschläge, aber das aller, aller wichtigste ist immer wieder weiter zu machen!
Dein Selbstwert muss aufgebaut werden. Dann wird dir die Meinung von anderen viel unwichtiger sein und du mit dir zufriedener.

Meine Tochter ist auch ein Mamakind. Allerdings denke ich, ist das viel vom Charakter des Kindes abhängig und bedeutet auch nicht, dass dein Kind später nicht selbständig ist. Gib deinem Sohn einfach was er braucht, viel Liebe! Es gibt so viele Eltern die aus Faulheit nicht mit ihrem Kind auf dem Boden sitzen ...

Den Anfang zu machen ist schwer, aber nicht unmöglich!
Vielleicht kannst du mal mit deinem Hausarzt sprechen oder direkt einen Termin bei einem Psychologen ausmachen. Wenn das nichts für dich ist, dann suchst du einen anderen Weg.
Dir muss nur bewusst sein, dass man nicht "schnipp" machen kann und alles hat sich verändert.

Liebe Grüße!

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25. Juni 2014 um 15:23
In Antwort auf sfsp

Macht richtig traurig beim lesen
Beim lesen dachte ich nur "oh je"
Ich kenne das, wenn man gerne anders würde, aber nicht kann und wie frustrierend das ist. Vorallem, wenn man sich selber als Grund dafür ausmacht.
Allerdings finde ich es sehr bemerkenswert, dass du so gut und ehrlich über dich reflektierst.
Denn das ist ein wichtiger Schritt!!!

Ich selber denke teilweise auch so über mich. Ich kann dir empfehlen dir eine Therapie bei einem Psychologen zu suchen. Denn ein Aussenstehender kann dir am besten helfen dich lieben zu lernen. Wenn du lernst manche Dinge zu akzeptieren, manche dinge in anderem Licht zu sehen und wie du vieles verändern kannst, dann wirst du zufriedener werden und mit der Zeit immer mehr über deinen Schatten springen können. Es ist ein langer Prozess und sicher gibt es dann auch Rückschläge, aber das aller, aller wichtigste ist immer wieder weiter zu machen!
Dein Selbstwert muss aufgebaut werden. Dann wird dir die Meinung von anderen viel unwichtiger sein und du mit dir zufriedener.

Meine Tochter ist auch ein Mamakind. Allerdings denke ich, ist das viel vom Charakter des Kindes abhängig und bedeutet auch nicht, dass dein Kind später nicht selbständig ist. Gib deinem Sohn einfach was er braucht, viel Liebe! Es gibt so viele Eltern die aus Faulheit nicht mit ihrem Kind auf dem Boden sitzen ...

Den Anfang zu machen ist schwer, aber nicht unmöglich!
Vielleicht kannst du mal mit deinem Hausarzt sprechen oder direkt einen Termin bei einem Psychologen ausmachen. Wenn das nichts für dich ist, dann suchst du einen anderen Weg.
Dir muss nur bewusst sein, dass man nicht "schnipp" machen kann und alles hat sich verändert.

Liebe Grüße!

Hab noch vergessen
Ich könnte auch nie ungeplanten Besuch empfangen

Und seit meine Tochter in den Kiga geht, habe ich auch das erste Mal wieder mehr Zeit zum denken und planen. Seit dem geht es bergauf!
Mit einem anhägnlichen Kleinkind ist es echt stressig. Es ist normal, dass es öfters mal aussieht wie sau und man nicht alles hinkriegt.

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25. Juni 2014 um 15:48

Du machst
dich wirklich zu sehr runter.
Wenn man hier im Forum liest, hat man schnell den Eindruck, dass bei den meisten anderen alles läuft wie am Schnürchen aber das liegt nur daran, dass man hier lieber schreibt was bei einem im Alltag toll läuft als: oh Mann heute hatte bei uns wieder keiner den Antrieb, die Küche sauber zu machen.
Ich schäme mich auch oft wenn spontan Besuch kommt, hänge manche Tage mit dem nörgelnden Kind zusammen in den Seilen und ganz ehrlich mein Backofen sieht aus wie sch*...
Ich glaube dass so gut wie alle Mütter das kennen. Es ist ein harter Job! Und dein Sohn ist noch so klein da kann man ja oft auch noch nicht sooo viel mit Kindern machen.
Schraub erstmal deine Ansprüche runter. Ich wette du wohnst nicht in ner messibude. Es muss nicht blitzeblank sein damit ein Kind glücklich ist. Viel wichtiger ist eine ausgeglichene Mama!
Ich würde sagen du musst was für dich machen, das Erfolgserlebnisse -> Selbstwertgefühl mit sich bringt. Am besten irgendwas mit Bewegung was dir Spaß macht.
Ich persönlich halte auch nichts durch. Fange einfach immer wieder neue Sachen an. Hauptsache du kommst aus diesem tief wieder raus!
Alles gute!!

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25. Juni 2014 um 18:47

Danke für eure worte
Beim lesen eurer antworten kamen mir wirklich die tränen und ich musste echt schlucken

Was das gewicht angeht, ich habe schon so viel versucht... angefangen mit kalorien zählen, solchen almased shakes, ich war beim homöopathen und habe mich dort akkupunktieren lassen, weight watchers etc.. wenn was geklappt hat, dann immer nur für kurze zeit und schnell war wieder alles drauf..

Für außenstehende mag es zwar hart klingen, wie ich so selbst über mich denke, aber so empfinde ich nunmal über mich..

An einen psychologen hab ich schon oft gedacht, aber ich weiß nicht, wie ich das anpacken soll.
Vor 2 jahren oder so habe ich mal bei einem angerufen, aber der sagte sofort, so einfach geht das nicht und ich muss erst hier und da dies und jenes machen..
Ich habe auch nicht das geld, um das aus eigener tasche zu zahlen
Wie muss ich das denn bei meinem hausarzt ansprechen? Was sag ich ihm? Wenn ich ihm das erzähle was ich hier jetzt so geschrieben habe, muss ich eh wieder vor ihm weinen und das möchte ich nicht.. ich musste schon bei den letzten 3 oder 4 besuchen dort heulen....

Und wie geht das mit einer kur? Kann man da irgendwas machen? Das ist auch so eine sache, wo ich keine ahnung habe

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25. Juni 2014 um 18:54

Mein mann
Hat selbst übergewicht.. ihn stört es bei mir überhaupt nicht...

Dass es auch schöne kleidung in xxl gibt weiß ich.... aber wenn ich sowas dann anhabe, gefällt es mir an mir nicht.. ich hab das gefühl es macht mich noch dicker weil es entweder zu weit ist oder man jede speckrolle sieht.. deswegen ist mein kleiderschrank auch so leer

Der haushalt meiner eltern war immer sauber.. aber mein zimmer sah damals schon immer aus, als hätte eine bombe eingeschlagen
Aber, wenn ich besuch erwarte, ist immer alles aufgeräumt und sauber..

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25. Juni 2014 um 20:36

Also bei mir war es so,
dass ich zu meinem Hausarzt bin und mir auch nicht viel Hoffnung gemacht habe. Als sie mich fragte warum ich da sei, musste ich sofort weinen, obwohl ich das absolut nicht wollte. Das war aber wahrscheinlich gut so. Hab ihr dann alles grob erzählt und gemeint, dass ich mit der Situation insgesamt nicht klar komme.
Daraufhin gab sie mir eine Überweisung zum Psychologen. Wo ich dann landete war aber leider eine schlechte Psychologin, die alles als quatsch abtat und mir nur antidepressiva verschreiben wollte. Diese nahm ich 3 tage und merkte schon, dass es mich taub macht. Das wollte ich aber auch nicht. Auch aus angst abhängig zu werden. Ich meldete mich dann in einer Therapiestelle an. Dort sagte man mir, dass es bis zu einem jahr dauern kann bis ein freier Psychologe da ist.
Nach einem halben jahr meldeten sie sich. Ich besorgte mir einen neuen Überweisungsschein und dann hielten wir insgesamt 5 gesprächsstunden statt. Am ende waren es 4 jahre Therapie.
Würde ich immer wieder machen. Leider muss man sich erst mal durchboxen.

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25. Juni 2014 um 20:45

Hallo
Ich kann mir nicht vorstellen, dass du häßlich bist! Jeder Mensch hat etwas schönes an sich, entweder besonders schöne Augen, besonders tolle Haare, Haut, oder irgendwas, was an ihm besonders ist.
Du hast sicher auch etwas, das besonders schön ist.
Dein Gewicht allein macht dich nicht häßlich, das kannst du wieder reduzieren.
Und dein Mann liebt dich und dein Sohn auch!
Ich hab mich eine Weile auch nicht leiden mögen, und konnte in der Zeit auch niemand anderen ausstehen. Ich hatte auch Gewicht zugelegt, und hab erst mal meine Ernährung umgestellt. Und mit jedem KG weniger hab ich mich mehr mögen.
Wenn du dein Weg mit Hilfe eines Arztes leichter ist, gehe ihnmit dem Arzt.
Tu es für deinen Sohn. Er braucht dich und das noch sehr lange. Wenn du glücklich bist, ist es dein Kind auch!
Viel Kraft und alles Liebe
Du schaffst das!

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25. Juni 2014 um 22:03


maimommy, tut mir leid, dass du auch solchen Sticheleien ausgesetzt bist und es bei dir auch in so eine extreme einschläft
ja, in gewisser weise habe ich wirklich den blick für das Wirkliche verloren.. im spiegel erkenne ich mich nicht.. ich denke mir immer "so kannst du nicht aussehen, so fühlst du dich nicht" das ist auch ein Grund, warum mir das abnehmen so schwer fällt.. ich kann nicht wahrhaben, dass ich wirklich so dick bin.. aber gleichzeitig frustet es mich auch, da ich ja weiß, dass es mein Spiegelbild ist.. ja es ist wirr, aber so ist es nunmal..

ich habe eben auf der seite meiner kk geschaut, sie bieten eine 3-wöchige mutter-Kind-kur an, mit einer Selbstbeteiligung von 10 pro tag.. naja, bei 3 Wochen sinds dann ja schon 210
naja, ich werde erstmal mit meinem Arzt wegen einer Therapie sprechen.. aber was soll ich sagen? sind das denn schon Depressionen? unter welchen ausdruck fällt mein "Problem"?
(2012 hatte mein Arzt mich auch schon wegen Mobbing auf der arbeit krank geschrieben und mir letztendlich ein Attest zum kündigen gegeben.. hilft das auch schon etwas für eine Therapie?)

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