Home / Forum / Mein Baby / Ich habe fast keine Milch mehr Was soll ich denn tun?

Ich habe fast keine Milch mehr Was soll ich denn tun?

31. Mai 2009 um 12:10

Mein Sohn ist 4 Monate alt... seit kurzem habe ich fast gar keine Milch mehr. Er schreit und schreit, weil einfach nichts rauskommt. Nach 20 Minuten schreien schläft er meist erschöpft ein... oder aber die blöde Milch kommt doch nach langem.
Mir tut es weh ihn so schreien zu sehen und das geht wirklich an die Substanz.
Nachts habe ich keine Probleme mit dem Milchfluss, weil dann ja 6 Stunden von der letzten Stillmahlzeit vergangen sind. Dann geht es ohne Probleme.

Was soll ich denn tun, damit ich mehr Milch bekomme? Lege ihn schon jede Stunde an (damit meine Milch mehr wird)... aber sie wird es einfach nicht!!
Die blöde Flaschenmilch mag er überhaupt nicht!

Was kann ich denn tun? Und was soll ich tun wenn meine Milch trotz allem weniger wird? Dann verhungert mein Kind!! Weil Flaschenmilch nimmt er absolut nicht!

Mehr lesen

31. Mai 2009 um 12:16

Hallo,
...meine Hebamme hat immer gesagt Fenchel-Kümmel Anis Tee trinken.....

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

31. Mai 2009 um 12:24

Hm
ja also immer wieder anlegen und fenchel anis kümmel tee hat meine hebi auch immer gesagt.und vielleicht mit abpumpen versuchen, dadurch wirds ja auch angregt.
ich hab leider auch so mit vier monaten aufgehört zu stillen, dachte auch sie wird nicht satt haben ihr dann fläschchen gegeben und danach wurds bei mir immer weniger
meine wollte auch erst die flasche nicht, aber wenn sie richtig hunger nehmen sie die auch, also verhungern wird dein kleiner bestimmt nicht....oder vielleicht ne andere marke versuchen..

lg katja und lilly(8,5 monate)

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

31. Mai 2009 um 12:56

@moragh
Also er versucht zu saugen... aber es kommt einfach nichts. Dann fängt er zwischendrin immer wieder an zu schreien, probiert es aber nochmal - ohne Erfolg meist. Das geht dann meistens so um die 20 Minuten... bis er entweder einschläft oder die Milch endlich kommt

Ich sehe ja auch selber, dass keine Milch kommt. Mit vorher "ausstreichen" funktioniert überhaupt nicht - da kommt auch so gut wie nie Milch.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

31. Mai 2009 um 13:11


So wie sich das anhört mit diesem Let-Down-Reflex - das würde wirklich bei mir hinkommen
Wunde Brustwarzen hatte ich nicht, die Brust ist ansonsten so gut wie immer weich (außer nachts), von der Dauer ist es eigentlich ähnlich.

Ansonsten muss ich nochmal meine Hebamme anrufen
Meinst du, es hilft denn, wenn ich mir mal eine Auszeit gönne? Und so nicht mehr allzuviel gestresst bin? Oder bringt das jetzt schon gar nicht mehr so viel?

Lieben Dank für deine Antwort!!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

31. Mai 2009 um 13:34

Milchpumpe
seit ich regelmäßig abpumpe kommt der milchfluß so richtig in schwung....
aber geduld, es hat schon ein paar tage gedauert!

viel glück wünsch ich dir!!!!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

31. Mai 2009 um 13:35

Hi
hab mich mal an die lll gewandt als wir das problem hatten...ich dachte bzw weiss jetzt auch das mein sohn ne kleine brustschimpfphase hatte ,das hat sich jetzt aber wieder eingependelt durch viel tragen und nonstop anlegen bzw versuchen anzulegen!!!

glg
leni&co
p.s.:
vielleicht hilft dir da was weiter... das hat mir die lll geschrieben:

Liebe....

wie schön, dass Sie sich dafür entschieden hatten Ihren Sohn zu stillen, so hat Filip sicher einen guten Start ins Leben bekommen.Nun hat sich Filips Stillverhalten verändert und Sie vermuten eine sog. Brustschimpfphase.Wie immer man zu diesem entwicklungspsychologischen Ansatz stehen mag, sicher ist auf jeden Fall, dass viele Kinder um den dritten Lebensmonat herum einen Wachstumsschub haben und in dieser Zeit ihr Schlaf-und Stillmuster verändern. Sollte Filip also nur häufiger an die Brust wollen, um die Milchmenge zu steigern und wieder ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage herzustellen, so wäre dies völlig normal.

Möglich ist aber auch, dass sein Verhalten auf einen sog. Stillstreik zurückzuführen ist.

Es kann sein, daß ein Baby nach einer schon eingespielten Stillzeit plötzlich die Brust verweigert. Es bäumt sich auf, wenn man versucht es anzulegen, es macht sich steif und wendet sich von der Brust ab, schreit und man schafft es nicht, daß es die Brust in den Mund nimmt. Es streikt!

Als Mutter ist man in dieser Situation verzweifelt. Man kann nicht verstehen, warum das Baby plötzlich die Brust verweigert. Die Mutter fühlt sich abgelehnt, sie empfindet dieses Verhalten als persönliche Zurückweisung.

Wichtig ist, den Grund für den Stillstreik des Babys zu finden, was oft sehr mühsam ist. Oft findet man den Grund gar nicht und man braucht viel Geduld und Durchhaltevermögen.

Geben Sie in dieser Situation nicht auf! Versuchen Sie sich in die Lage Ihres Babys hineinzuversetzen und beachten Sie folgende Punkte:

Hat das Baby eine Erkältung? Hat es Halsschmerzen, Ohrenschmerzen oder einen Schnupfen? Dies alles beeinträchtigt das Trinken. Hier wäre auf jeden Fall der Besuch beim Kinderarzt, oder, falls Filip sehr wenig zu sich nimmt oder längere Zeit trockene Windeln hat und natürlich, wenn Sie sich große Sorgen machen, auch ein Vorstellen des Kindes im Krankenhaus, falls Sie Ihren Kinderarzt wegen der Feiertage nicht erreichen können, notwendig.
Hat das Baby eine wunde Stelle im Mund?
Hat das Baby kürzlich eine Injektion bekommen und liegt es vielleicht auf der schmerzhaften Einstichstelle?
Verwenden Sie eine Salbe oder Creme für die Brustwarzen? Der Geschmack der Brustwarze wird dadurch verändert.
Verwenden Sie ein Parfum, eine Körperlotion, ein Deodorant, Haarspray etc., was das Baby möglicherweise irritiert?
Haben oder hatten Sie eine Brustentzündung oder einen Milchstau? Die Milch schmeckt nach einer Entzündung salziger, das Baby lehnt die Brust ab. Streichen Sie mit der Hand die Milch auf der betroffenen Seite aus und stillen Sie vermehrt auf der anderen Seite. Nach ca. 1 Woche verliert sich der salzige Geschmack.
Vielleicht schmeckt Ihre Milch anders als gewohnt? Ein Nahrungsmittel, welches Sie in großen Mengen bevorzugt gegessen haben? Vielleicht bekommen Sie Ihre Monatsblutung? Vielleicht sind Sie wieder schwanger?
Hat das Baby öfters einen Schnuller oder die Flasche bekommen? Es hat vielleicht eine Saugverwirrung.
Haben Sie sich für Ihr Baby zu wenig Zeit genommen? Gehen Sie schon arbeiten und haben Sie Ihr Kind dem Babysitter überlassen? Werden Sie oft beim Stillen gestört oder gar unterbrochen?
Sind Sie beim Stillen unruhig und nervös? Kuscheln Sie viel mit Ihrem Baby. Haut - Haut - Kontakt ist sehr wichtig. Ziehen Sie sich und Ihr Baby beim Stillen aus. Versuchen Sie sich ganz auf Ihr Baby zu konzentrieren und sich so gut wie möglich nicht ablenken zu lassen. Kein Fernseher, nicht tratschen,....
Bestimmt das Baby selbst, wann es die Brust bekommt, oder hat es einen festgelegten Stillrhythmus?
Hat Sie das Baby einmal in die Brust gebissen und Sie hatten heftig reagiert? Möglicherweise ist Ihr Baby dabei sehr erschrocken.
Haben Sie vielleicht einen starken Milchspendereflex? Das Baby kann damit Schwierigkeiten haben.
Vielleicht haben Sie eine einseitig ausgeprägte Flach- oder Hohlwarze?

Nachdem Sie diese möglichen Ursachen abgeklärt haben können folgende Tipps helfen, den Streik zu überwinden:

Ruhe bewahren! Nehmen Sie sich Zeit zum Stillen. Konzentrieren Sie sich ganz auf Ihr Baby. Haut - Haut - Kontakt. Ziehen Sie sich und Ihr Baby beim Stillen aus. Auch ein gemeinsames Wasserbad verlockt zum Trinken an der Brust und ist schön entspannend.
Experimentieren Sie herum, wie das Baby an der weniger bevorzugten Seite trinkt.
Wechseln Sie die Stillstellungen. Oft gelingt das Stillen im Rückengriff oder im Liegen besser.
Gehen Sie beim Stillen herum. Die Bewegung beim Gehen beruhigt Babys.
Fangen Sie mit der bevorzugten Seite zum Stillen an. Wenn der erste Hunger gesättigt ist, lassen Sie Ihr Baby auf die weniger bevorzugte Seite hinübergleiten, ohne die Stillposition zu wechseln.
Versuchen Sie, den Milchspendereflex durch Massage auszulösen und stillen Sie Ihr Baby zuerst auf der nicht bevorzugten Seite.
Bieten Sie Ihrem Baby immer beide Brüste an. Falls die nicht bevorzugte Seite verweigert wird, streichen Sie die Milch aus, oder pumpen Sie Sie ab, damit die Brust nicht zu voll wird und die Milchbildung auf recht bleibt.
Lassen Sie neue Kosmetikprodukte, ein neues Waschmittel, etc., weg. Waschen Sie Ihre Brüste vor dem Stillen mit klarem Wasser ab.
Während des Stillstreiks sollte die Brust ausgestrichen oder abgepumpt werden, um die Milchproduktion aufrechtzuerhalten und damit die Brust nicht zu voll wird. Die Milch sollte dem Kind mit einem Becher statt mit einer Saugflasche gegeben werden und zur Befriedigung des Saugbedürfnisses sollte nur die Brust (also auch kein Schnuller) angeboten werden. Es soll immer wieder versucht werden, dem Kind die Brust anzubieten; Wenn die Ablehnung groß ist, kann man durchaus einen Tag Pause machen. Im Halbschlaf nehmen die Babys die Brust häufig eher an, als im wachen Zustand.

Leider wird ein Stillstreik oft für ein endgültiges Desinteresse an der Brust gehalten. Wenn der Stillstreik jedoch überstanden wird, kann die Stillbeziehung noch lange beibehalten werden.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weiterhelfen können und wünsche Ihnen und Ihrer Familie alles Gute und noch eine schöne Stillzeit.

Liebe Grüße
Bettina Müschen


------------------------------ -------

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Diskussionen dieses Nutzers
Du willst nichts mehr verpassen?
facebook