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Ich hasse das Kind in mir

9. März 2011 um 6:42

Hallo ihr Lieben,

ich weiss gar nicht, was ich hier genau möchte, vielleicht möchte ich das was mich bedrückt einfach nur einmal los werden und vielleicht gibt es Leute, die das selbe durchmachen/gemacht haben wie ich jetzt.

Bitte bitte bitte, falls sich jemand äußern möchte, keine Vorwürfe etc. mir geht es auch so schon schlecht genug.

Ich bin 23 Jahre alt, habe einen fast 3 jährigen Sohn, den ich über alles liebe und niemals missen möchte und bin jetzt in der 37. Woche schwanger.

Mein Freund wollte noch keine Kinder (der Große ist nicht von ihm) und ich wollte mich auch erstmal auf die Arbeit konzentrieren als die Nachricht kam, dass ich schwanger bin. (ich wollte immer zwei Kinder, aber halt jetzt noch nicht)
Schön und gut... Wir haben uns für das Kind entschieden (ich bin sehr gegen Abtreibung) und zu Anfang hab ich mich auch aufs Kind gefreut, die ersten paar Wochen.

Meine Schwangerschaft verlief nicht sonderlich angenehm (ab dem 5. Monat Wehen, starke Schmerzen beim Gehen, Bewegen, umdrehen im Bett etc.)
Jetzt habe ich erfahren, dass mein Partner vor 5 Monaten mit seiner Ex-Freundin fremd gegangen ist.
Ich hatte von Anfang an keine wirkliche Bindung zu dem Baby, auf meinen ersten Sohn hab ich mich gefreut, hab Luftsprünge gemacht, wenn er getreten oder sich bewegt hat, bin losgerannt und hab Unmengen an Geld für Babysachen ausgegeben, lag oft im Bett und hab meinen Bauch gestreichelt etc. aber bei dem zweiten Baby ist von Vorfreude nichts zu spüren, von Anfang an nicht.

Mir wird schlecht, wenn sich das Kind bewegt oder tritt, manchmal möchte ich am liebsten auf meinen Bauch hauen (würd ich natürlich nciht machen, aber das sind so Gedanken die ich habe), mit dem rauchen konnte ich nicht aufhören (hab es zwar reduziert, aber ganz aufhören ging einfach nicht), habe kaum etwas neues für das Kind gekauft und wenn dann auch nur wegen meinem Partner, weil es ja sein erstes eigenes ist und das Zimmer wo das Kind rein soll ist auch noch nicht fertig, owohl die Geburt jederzeit losgehen könnte. Ich habe gerade mal 4 kg zugenommen, esse nur das was wirklich notwendig ist (ist schon immer so gewesen, wenns mir nicht gut ging)

Ich fühle mich komischerweise nicht als schlechte Mutter, denn meinen ersten Sohn liebe ich, wie gesagt, über alles und würde für ihn durchs Feuer gehen (wie jede Mutter) aber für das zweite Kind sind keine Gefühle da, also keine von Liebe... Manchmal fühle ich Hass, aber mehr nicht.

Mein Partner hat mir, als ich seine Untreue herausgefunden habe, gesagt, dass der Grund dafür war, dass ihm alles zu viel geworden ist, die Schwangerschaft, das wir mit der Wohnung nicht weiter gekommen sind (uns fehlte das Geld für neue Möbel) etc.

Mache ich das Kind dafür verantwortlich, dass er untreu war?
Kommen diese Muttergefühle noch?
Muss ich mir Sorgen machen, dass ich das Kind niemals lieben kann?
Muss ich mir Hilfe holen oder geht das von alleine weg? Wenn ja, wo bekomme ich Hilfe?


Ich will damit nicht zum Jugendamt rennen, will denen keinen Grund geben hier aufzutauchen, nicht das die auf die Idee kommen, mir meinen Großen weg zu nehmen.

Ich weiss nicht, wie es weiter gehen soll. Das Kind kommt bald zur Welt und ich hab das Gefühl, dass ich es gar nicht haben will. Was soll ich nur machen???

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10. März 2011 um 13:56

Hallo
also ich würde mir Hilfe von einem Therapeuten holen. Wenn du schon Hass-Gefühle deinem Kind gegenüber hast, dann wird es glaube ich höchste Zeit. Wenn das Kind auf der Welt ist braucht es eine Mutter, die es liebt und sich gut kümmert. Nicht das du dein Kind nicht annehmen kannst nach der Geburt. Oder sprech mit deiner Hebamme oder Frauenarzt, die helfen dir dann auch weiter und geben dir Adressen. Hoffe das es dir bald besser geht und das du dein zweites Kind genauso lieben kannst wie dein erstes. Also alles Gute für euch

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10. März 2011 um 16:33

Kenn ich
Hallo,
ich kann dir nachfühlen...
Bis zur Endeckung das meine Tochter eine Beckenendlage ist, war sie ein Wunschkind.. von dem Ergebnis an habe ich sie nur noch gehasst... und es hat sich bisher auch nicht viel geändert... sie lebt beim Vater weil ich keinerlei Bindung zu ihr aufbauen konnte.

Da du aber deinen grossen ja liebst, wirst du wahrscheinlich seelisch den Schmerz auf das Kind in dir schieben welchen du bisher erdulden musstest...
Solltest du wirklich keine Muttergefühle für das kleine Ding nach der Geburt hegen, würde ich es weggeben als mich den Stress damit auszusetzen... Such dir Hilfe oder denk mal über Adoption nach...
wünsch dir jedenfalls glück

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13. März 2011 um 23:40

Ich kann dich gut verstehen
Mir geht es sehr ähnlich. Ich habe zwei tolle Kinder die schon groß sind und bin jetzt im vierten Monat. Abtreibung kam nicht in Frage-aber jetzt denke ich manchmal ob das richtig war. Ich hab manchmal richtig Hass auf das Kind aber auch auf den Vater und denke, dass das eine Übertragung ist. Mein Arzt und meine Hebamme finden das weder komisch noch unnormal. Es darf in unserer Gesellschaft einfach nur nicht sein, dass eine Mutter solche Gefühle hat. Sobald ich mit jemandem spreche der mir keine klugen Ratschläge gibt, mich nicht verurteilt und meine Ängste einfach ernst nimmt, werden meine Gefühle ein bißchen besser. Rede mit jemandem darüber. Und vielleicht auch mit deinem Freund. Er hat dich sicher sehr gekränkt. Auch hast du eine neue Situation vor dir, die so nicht deinem Lebensplan entspricht. Das darf Wut machen. Und wenn das Baby da ist, wirst du sofort merken, ob deine Gefühle gekränkte, verunsicherte und Hormon gesteuerte Ausbrüche waren oder nicht. Bringst du dem Baby dann immernoch nichts liebevolles entgegen, hast du wenigstens schon vorher mal drüber gesprochen und kannst leichter Hilfe einfordern.

Ich wünsche dir, mir und unseren Baby's alles liebe und das die hilflose Wut nach lässt.

Wenn du persönlichen Kontakt magst, melde dich noch mal hier. Ich bin auch froh, wenn ich mal mit jemandem drüber reden kann.

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14. März 2011 um 22:57

Schwangerschaft --> eine Ausnahmesituation
Hallo meine Liebe!
Zu aller erst möchte ich dich beruhigen. Eine Schwangerschaft ist eine Ausnahmesituation für Körper und Seele. Ich möchte ganz bewusst nicht Belastung sagen, weil das nicht immer so ist. Es ist aber eine Tatsache, dass die Hormone in dieser Zeit anders ticken, als gewöhnlich. Das wirkt sich je nach Frau und Lebensumständen anders aus. Da kann einen solch eine Lebenssituation, wie du sie beschreibst natürlich ganz schön aus der Bahn werfen. Als ich mit meiner ersten Tochter schwanger war befand ich mich (abgesehn vom Familienzuwachs) in einer Umbruchsituation in meinem Leben. Es kam viel neues und ungewisses auf mich zu, worauf ich mich erst einstellen musste. Und ich bin zudem ein Mensch, der eine gewisse Zeit braucht, um sich an Neues zu gewöhnen und damit fertig zu werden. Unter "normalen" Umständen wäre mir das sicher auch leichter gefallen. Aber so verfiel ich regelmäßig in arge Depressionen und hätte die Uhr am liebsten wieder zurückgedreht. So sahs ich auch oft da, habe geheult und auf meinen immer runder werdenden Bach geschimpft. "Es ist deine Schuld, dass ich jetzt so leiden muss." "Nur wegen dir kann ich mein Leben nicht mehr so leben, wie ich will." Was natürlich völliger blödsinn ist. Ich will damit sagen, dass du das kleine Wesen in dir nicht wirklich hasst. Deine Situation setzt dir zu und reißt dich in ein depressives Loch. Reden kann da viel helfen. Gleich zu einem Therapeuten zu rennen halte ich allerdings für übertrieben. Wende dich an eine Freundin oder tausche dich mit anderen (werdenen) Müttern aus, wie du hier schon den Anfang gemacht hast. Was ist mit deinem Partner oder deiner Familie? Sicher kannst du dich auch an deinen Arzt wenden, wenn du so viel Vertrauen zu ihm hast. Zudem solltest du dir auch ab und an mal etwas schönes gönnen. Das lässt sich vielleicht sogar mit einem Gespräch verbinden. Mit der Freundin in der Stadt bei einem Latte macchiato zum Beispiel. Aber du weißt sicher selbst am besten, was dir gut tut. Du bist schwanger, da ist es absolut nicht verwerflich auch mal ganz egoistisch an sich selbst zu denken. Was gut für dich ist, ist auch gut für das Baby. Und versuche wenigstens Stress, egal in welcher Form auf einem geringen Level zu halten. Schwanger zu sein ist schon Stress genug für Körper und Seele. Im Moment bist nur du wichtig. Und was die fehlenden Muttergefühle angeht, darüber würd ich mir auch noch keinen so großen Kopf drum machen. Das wird oft viel zu sehr aufgebauscht. Klar kann man das kleine Leben in sich schon spüren. Es tritt und räkelt sich. Aber mehr auch nicht. Es lacht nicht, es weint nicht und es zeigt auch sonst keine Gefühlsregung, die eine emotionale Bindung unterstützen. Du kannst es auch nicht sehn und nicht anfassen. Klingt vielleicht etwas Platt, aber der kleine Wurm ist eben noch nicht auf der Welt. Du wirst sehn, wenn er erstmal da ist, in deinen Armen liegt und du ihn mit allen Sinnen begreifen kannst wird auch das Glück in dir aufsteigen. Wenn die Bindung durch die Nabelschnur getrennt ist kannst du damit anfangen eine gefühlsmäsige Bindung zu dem kleinen Wesen aufzubauen. Bis dahin mein Rat: Such dir jemanden zum Reden, zu dem du Vertrauen hast und der dich aufbaut. Halte Stress von dir fern und denk vor allem auch mal an dich un tu dir was gutes.

Mein zweites Kind kommt übrigens ende April zur Welt. Wenn du magst kannst du auch gerne zu mir kontakt aufnehmen.


Alles Gute für dich!

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17. März 2011 um 6:30


anscheinend hast du den Text oben nicht richtig gelesen, denn ich bin bereits Mutter und liebe meinen Sohn über alles, den würde ich nie mehr hergeben und jurz als Info am Rande, das ist meine 4. Schwangerschaft. 1 Kind (mein Sohn) gesund und lebendig geboren, vorher 2 FG (17ssw/13ssw) und jetzt die SS.

Glaub mir, ich weiss, was du durch machst, ich bin selber durch die Hölle gegangen und das sogar zwei mal. und bis die Tränen weg sind wegen der 2 FG dauert es noch.

Ich weiss nicht, warum ich das Kind, was ich jetzt in mmir habe nicht liebe, was dir aber nicht das Recht gibt, mich zu verurteilen. Wenn ich mir darüber keine Gedanken machen würde und mir das Kind völlig egal wäre (was ja anscheinend nicht der Fall ist) dann würde ich wohl nicht versuchen, in Erfahrung zu bringen, ob es anderen Frauen auch so geht oder mal gegangen ist.

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17. März 2011 um 14:59
In Antwort auf tiffijo

Kenn ich
Hallo,
ich kann dir nachfühlen...
Bis zur Endeckung das meine Tochter eine Beckenendlage ist, war sie ein Wunschkind.. von dem Ergebnis an habe ich sie nur noch gehasst... und es hat sich bisher auch nicht viel geändert... sie lebt beim Vater weil ich keinerlei Bindung zu ihr aufbauen konnte.

Da du aber deinen grossen ja liebst, wirst du wahrscheinlich seelisch den Schmerz auf das Kind in dir schieben welchen du bisher erdulden musstest...
Solltest du wirklich keine Muttergefühle für das kleine Ding nach der Geburt hegen, würde ich es weggeben als mich den Stress damit auszusetzen... Such dir Hilfe oder denk mal über Adoption nach...
wünsch dir jedenfalls glück

??
Du hast dein kind aber ned nur gehasst weils mitm Po runtergeguckt hat??

Ich wünsch der tgread erstellerin alles liebe und hoffe inständig auf ein happy end!

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18. März 2011 um 21:19

...
Also ehrlich!!! hier sich erlauben so über andere Menschen zu urteilen.. jeder darf Gefühle hegen, dagegen spricht kein Gesetz.. aber jemanden hier was vorschreiben wollen ist echt nicht der richtige Weg und schon garnicht so wie du das machst...!!
Ich jedenfalls wünsche der Erstellerin dass sie irgendwann vielleicht ihr Kind doch noch lieben kann und ansonsten sollte sie sich Hilfe suchen und nicht versuchen alles allein auf die Reihe zu bekommen...
Ich hab Hilfe abgelehnt und das war ein Fehler...
LG

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19. März 2011 um 17:28
In Antwort auf tiffijo

...
Also ehrlich!!! hier sich erlauben so über andere Menschen zu urteilen.. jeder darf Gefühle hegen, dagegen spricht kein Gesetz.. aber jemanden hier was vorschreiben wollen ist echt nicht der richtige Weg und schon garnicht so wie du das machst...!!
Ich jedenfalls wünsche der Erstellerin dass sie irgendwann vielleicht ihr Kind doch noch lieben kann und ansonsten sollte sie sich Hilfe suchen und nicht versuchen alles allein auf die Reihe zu bekommen...
Ich hab Hilfe abgelehnt und das war ein Fehler...
LG

...
ich kann ihre Emotionen gut verstehen,...
Deswegen wird es in diesem Forum auch immer wieder zu solchen SItuationen kommen.

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21. März 2011 um 8:57

Hallo mamajulehh,
du hast dir die richtigen Fragen bereits selbst gestellt und somit auch schon fast die Antworten gegeben.

Eine Frage möchte ich allerdings noch hinzufügen, als Konsequenz sozusagen:
Worauf möchtest du dich eher konzentrieren: auf den untreuen, wahrscheinlich auch noch unreifen Partner oder auf das kleine Bündel Leben, das auf deine Hilfe und vor allem Liebe angewiesen ist?

Sollten sich deine Gefühle auch nach der Geburt nicht ändern oder willst du einfach Ordnung in deine Gedanken bringen, empfehle ich dir professionelle Hilfe.

Ich wünsche dir viel Freude mit deiner kleinen Familie! Phenyce

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24. März 2011 um 8:21

Viel kraft wünsche ich dir!!!
Liebe Mamjuleeh,

Das erste was ich dir sagen möchte ist: du bist nicht allein! Es gibt unzählige Frauen, die in einer solchen Situation stecken. Mir ging es beim ersten Kind ganz genau so. Meine Lebenssituation war äußerst schwierig, wusste nicht, ob der Vater zu mir steht ( er war verheiratet und sie wzsste nichts von mir), ich hatte meinen Job verloren und keine Einkünfte. Ich hatte furchtbar Angst. Habe dann versucht, mich irgendwie durchzubeißen. Nach der Geburt, die Kurze war ein Schreikind, hat es noch 3 1/2 Monate gedauert, da versuchte ich mich umzubringen. Der Vater kam aber ungeplant früher nach Hause und fand mich. Ich bin dann in eine Klinik gegangen. Tja, und dann begann mein Leben von vorne, wie eine Wiedergeburt. Die Kurze und ich waren 4 1/2 Monate in einer Psychiatrie in Herten mit Mutter-Kind-Station. Dort lernte ich, mein Kind zu lieben und es richtig zu versorgen. Glaub mir, das war die beste Zeit meines Lebens!!!
Nun bin ich schon 4 Jahre wieder gesund und depressionsfrei.
Es ist immer schwer, den ersten Schritt in Richtung Hilfe zu machen, das weiß ich. Aber je früher, desto besser. Du brauchst dich nicht zu schämen und dir keine Vorwürfe zu machen!!! Im Gegenteil: du erträgst zur Zeit unheimlich viele Belastungen und Verletzungen. Erlaube dir selbst, darüber zu trauern. Du hast daran keine Schuld.
Ich wünsche dir Kraft und Mut, dir Hilfe zu holen. Und noch etwas zur Beruhigung: viele Frauen trauen sich nicht, Hilfe zu holen, weil sie Angst haben, man könnte ihnen das Kind wegnehmen. Niemand tut das, wenn man nach Hilfe sucht! Im Gegenteil: alle, das Jugendamt, Ärzte und alle anderen wollen helfen, dass Kinder bei ihren Mamas bleiben können!
Schick mir gerne ein Pn, falls du noch Fragen hast. Ich stehe von Herzen gerne mit Rat und Antworten zur Seite. Ich umarme dich herzlich und verständnisvoll und sende dir die besten Wünsche!

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31. März 2011 um 1:25

Visoela
Schäm dich!!!

Ich entschuldige mich hier bei allen Frauen, die hilfesuchend solche Artikel lesen, und bin traurig und enttäuscht, dass man hier solch schockierende Beiträge wie den von Visoela lesen muss!!!

Ich bewundere Mamjuleh sehr dafür, dass sie hier so offen über ihre Situation spricht, denn das ist der erste wunderbare Schritt in eine Richtung, die bessere Aussichten für sie offen hält. Hier sollen bitte Menschen zusammenkommen, die sie verstehen und dabei unterstützen, dass sie Hilfe bekommt und eine gute und liebevolle Zukunft mit ihren beiden Kindern vor sich hat! Ich glaub an dich und deine Liebe, die irgendwo in dir schlummert und nur ausgegraben werden will!!!

Bestimmt ist dein Baby schon auf der Welt... Ich, und die guten Seelen hier sicher auch, wünschen euch von Herzen alles Gute und viel Kraft und Beistand! Meld dich doch mal wieder...

Lena

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1. April 2011 um 16:37

Zunächst...
Liebe Mamajulehh

Zunächst mal Hut ab, dass du dein Problem angehst und nicht einfach mal dahinvegetierst...

Als erstes möchte ich dir sagen: Damit bist du ganz und gar nicht allein, es passiert vielen Frauen, die aber nicht den Mut haben, auch dazu zu stehen (ich wette, vielen von denen hast du mit deinem Thread Mut gemacht und sie fühlen sich nun nicht mehr so alleine..).

Ich denke, dass die Situation mit alles in allem mit der Tatsache zu tun hast, dass du dich auf die Arbeit konzentrieren wolltest, dies aber aufgeben musstest, dass du dein Kleines noch nicht geplant hast und eine grosse Entscheidung treffen musstest, nun doch zurückzustecken und dann zieht sich der Partner einfach so aus der Affäre und geht fremd. Also da würde mir auch das Dach über dem Kopf zusammenbrechen.

Das riesige Ohnmachtsgefühl, dass man dabei haben muss, stelle ich mir überwältigend vor.. Du kannst schliesslich nicht von heute auf morgen sagen: "Ach, das ist mir eigentlich alles zu viel, ich breche mal ein bisschen aus." Du fühlst dich logischerweise mit den Konsequenzen alleine gelassen, die du nicht alleine verursacht hast. Und das 'Problem' ist in deinem Körper, der dir die eine oder andere Beschwerde, welche auch nicht weniger werden, beschert, während er sich verhält als gehe ihn das gar nicht so viel an.
Er wollte das Kind ja noch gar nicht, ist vielleicht gestresst durch deine Hormone, behandelt dich anders und überhaupt ist alles zu viel!

Du machst deswegen nicht das Kind verantwortlich - aber das Kind gäbe es nicht ohne IHN... Daher (vielleicht das falsche Wort) kummulierst du deine Gefühle zu ihm durch das Baby.

SIch darüber - mit oder ohne professionelle Hilfe - klar zu werden, was in einem vorgeht und das dem Partner auch zu sagen, ist glaube ich die wichtigste Voraussetzung.

Denke immer daran, das Kleine ist DEIN Baby, es wächst in deinem Körper heran und ist 100% von dir abhängig. Es ist klein, hilflos und kann natürlich für nichts, was vor/während/nach seiner Zeugung passiert ist. Das ist dir ja auch klar... Nur kannst du vielleicht (und ja, es ist nicht leicht), die Betrachtungsweise ändern. Du hast die Möglichkeit, diesem Menschen das Fundament für ein tolles Leben voller Liebe zu schenken. Sieh's ausnahmweise nicht als Verpflichtung, sondern als Gabe, als Möglichkeit.

Ich wünsche dir jedenfalls alles, alles Gute und denk daran: unmöglich ist gar nichts - lass dir innerlich auch die Möglichkeit, dass es morgen schon so sein KÖNNTE, dass du dich darüber freuen kannst. Zu spät ist es sowieso nie....!!

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4. April 2011 um 12:44

Der Kleine ist da
Hallo ihr Lieben,

am 31.03. ist der Kleine zur Welt gekommen.
Vielen Dank für eure tollen Antworten, hat mir die restliche Schwanegrschaft sehr angenehm gestaltet. Hat mir geholfen auf soviel Verständniss und gute Zusprüche zu stoßen..

VIELEN DANK DAFÜR!!!

Also wie ich bereits sagte, der Kleine ist da. ist gesund zur Welt gekommen und ich arrangiere mich mit ihm.
Die Gefühle sind nicht so stark, wie bei meinem Ersten, aber es haben sich Gefühle eingestellt, so wie einige von euch gesagt haben.

Ich habe mich trotzdem dazu entschlossen, mir professionelle Hilfe zu holen, habe im Krnakenhaus gleich anch der Geburt mit nem Psychologen gesprochen und werde in den nächsten Tagen ein paar Termine bekommen, die ich natürlich dann auch wahrnehmen werde.

Nochmal danke für die tollen Antworten.

LG Mamajulehh

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4. April 2011 um 15:58

Wow, das sind tolle neuigkeiten
Liebe Mamjuleh,

Ich môchte dir von Herzen gratulieren - zur Geburt und deiner Entscheidung, dir Hilfe zu gönnen. Es ist der richtige Weg, und ich denke, es wird dir gut tun.

Ich wünsche dir und deinen wundervollen Kindern eine baldige unbeschwerte und glückliche Zukunft, mit viel Freude, Zuversicht und Liebe.

Ich umarme dich und glaube an dich!
Herzlichst, Lena

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17. Mai 2011 um 23:15
In Antwort auf lustaufnummerzwei

Visoela
Schäm dich!!!

Ich entschuldige mich hier bei allen Frauen, die hilfesuchend solche Artikel lesen, und bin traurig und enttäuscht, dass man hier solch schockierende Beiträge wie den von Visoela lesen muss!!!

Ich bewundere Mamjuleh sehr dafür, dass sie hier so offen über ihre Situation spricht, denn das ist der erste wunderbare Schritt in eine Richtung, die bessere Aussichten für sie offen hält. Hier sollen bitte Menschen zusammenkommen, die sie verstehen und dabei unterstützen, dass sie Hilfe bekommt und eine gute und liebevolle Zukunft mit ihren beiden Kindern vor sich hat! Ich glaub an dich und deine Liebe, die irgendwo in dir schlummert und nur ausgegraben werden will!!!

Bestimmt ist dein Baby schon auf der Welt... Ich, und die guten Seelen hier sicher auch, wünschen euch von Herzen alles Gute und viel Kraft und Beistand! Meld dich doch mal wieder...

Lena

Schäm du dich mal
du musst dich schämen, dass du sowas noch gut findest-ich finde es nämlich nicht lustig, dass es menschen gibt die ein kind zeugen und dann rumjammern weil sie damit nicht klar kommen

dafür muss ich mich garantiert nicht schämen-wer sex haben kann u das ungeschützt, der muss auch die verantwortung tragen können u wer dafür unfähig ist, der soll verdammt noch mal kein kind bekommen, das kind tut mir sehr leid u solche menschen wie du, die sowas schön reden

u wenn sie wirklich hilfe wollte, dann würde sie hier nicht reinschreiben, dann hätte sie sich richtig helfen lassen u das persönlich u da gibt es mehr als genug gute beratungsstellen u nicht solche foren, wo man sich bemitleiden lassen will

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22. August 2011 um 18:08

Du schreibst
dein Partner hat dir, als du seine Untreue herausgefunden hast, gesagt, dass der Grund dafür war, dass ihm alles zu viel geworden ist, die Schwangerschaft, kein geld für die wohnung, usw..

Es klingt so als ob du das Kind dafür verantwortlich machen würdest, dass er untreu war

Ich kann verstehen , dass du dich auf dieses kind nicht freust aber was kann das baby dafür dass es zum falschen zeitpunkt kommt?

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30. September 2011 um 13:09

Erfolg!!
Die Gesprächsstunden beim Arzt und die Unterstützung von meiner Sozialpädagogischen Familienhilfe helfen wirklich gut! Die Gefühle für die beiden Kids sind nicht miteinander zu vergleichen, aber meinen Lütten hergeben würde ich nicht. Der Arzt sagt, wir machen Fortschritte und das das fehlende Gefühl u.a. durch den Seitensprung meines Partners kommt! Ich denke, es wird noch eine Weile dauern, aber irgendwann werden da keine Unterschiede mehr sein. Meine Mutter ist, nebenbei gesagt, davon überzeugt, dass man sich beim ersten Kind immer mehr freut, als beim zweiten, war bei ihr auch so. Weil alles neu war etc und man beim zweiten schon weiß, was noch alles kommt. Vielen vielen Dank für die lieben Antworten und Ratschläge!

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30. Oktober 2011 um 20:19

Ohhhhhhh
in vielen fällen wird das ,,ungelibte kind,, mishandelt und umgebracht !!!! von den eltern!!!! ich hoffe du gibst den kleinen zu essen !

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30. Oktober 2011 um 21:44
In Antwort auf sommerbaby11

Ohhhhhhh
in vielen fällen wird das ,,ungelibte kind,, mishandelt und umgebracht !!!! von den eltern!!!! ich hoffe du gibst den kleinen zu essen !

???
Was soll das denn?!?

Genau lesen bitte und künftig besser drüber nachdenken, was du schreibst. Mamjuleh ist bereits einen tollen und bewundernswerten Weg gegangen!

Ich wünsche ihr weiterhin alles Liebe und Gute für ihren Familienweg.

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