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Ich kann die geburt nicht vergessen...

14. Dezember 2013 um 21:09

Mein Sohn ist jetzt fast 7 Monate alt.
Seit nun fast 7 Monaten trage ich dieses Gefühl in mir, ich habe das Gefühl versagt zu haben.

Mein Sohn wurde von verschiedenen Ärzten und Hebammen auf die verschiedensten Gewichte geschätzt, der eine meinte auf jeden Fall Kaiserschnitt, der nächste ich soll eine natürliche versuchen wenn er doch zu gross ist kann man ja nen KS machen..
Ich habe mich dann nach Einsetzen der ersten Wehen für den KS entschieden, ich wollte auf keinen Fall das ihm während der Geburt etwas passiert ( steckenbleiben und Sauerstoffmangel waren die grössten Ängste).

Wir haben beide den KS gut überstanden allerdings wurde ich danach in den Aufwachraum geschoben (es war mit pda betäubt) und da ist mein Problem, mein Freund meinte ich war erst 3 Stunden nach der Geburt wieder bei ihnen.. Ich wurde da einfach stehen gelassen

Ich mache mir solche Vorwürfe die ersten Stunden im Leben meines Babys nicht bei ihm gewesen zu sein.. Ich habe ihn also quasi im Stich gelassen (so ist mein denken) ..
Hatte jemand von euch ähnliches? Wie seid ihr damit fertig geworden?
Oder hat sonst einer eine Idee wo ich mir Hilfe suchen könnte ?

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14. Dezember 2013 um 21:49

Du brauchst noch Zeit
ich bin auch eine unfreiwillige KS-Mama.
Das ganze zu verarbeiten dauert einfach länger als man meint.
Es ist besonders schwierig, wenn man alle Vorstellungen, die man so als Schwangere hat, über Bord werfen muss und dann auch noch die Hormone mitspielen.
Ich habe auch weit über den ersten Geburtstag gebraucht um es zu akzeptieren und zu verstehen, dass die Geburt zwar ein entscheidendes Ereignis im Leben ist, aber eben nur eins und nicht alles.

Danach kommt soooo viel, du hast noch so viele Chancen eine Bindung zu stärken oder auch zu zerstören.
Das tollste Bonding nach einer selbstbestimmten Geburt hilft nix, wenn man danach nicht auf die Bedürfnisse des Kindes eingeht.
Also versuch einfach die Geburt so hinzunehmen wie sie war. Es war der Start deines Babys in das Leben. Nicht mehr und nicht weniger.

Wenn du Angst hast in Richtung Depression oder Trauma zu rutschen, dann sprich mit deiner Hebamme, die kann das vielleicht einordnen.

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14. Dezember 2013 um 21:52

Ja
Auch von mir danke aber an euch beide! Ich bin die einzige in meinem freundeskreis die mama ist, kann da also mit niemandem drüber reden.. Und mein freund kann mich auch nicht verstehen ( er hat ihn ja auch von anfang an bei sich gehabt)

Blume - das tut mir sehr leid das du so etwas erleben musstest... Dagegen ist mein problem quasi ein "luxusproblem"
Wie hast du es denn gemacht dir keine vorwürfe zu machen das du deinen zwerg erst so "spät" sehen durftest ?

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14. Dezember 2013 um 22:30

Meine
Tochter wird morgen 12 Wochen alt. Sofort nach der Geburt wurd sie weg gebracht. Ich sah nur den Fuß von ihr. Sie schrie nicht und ich dachte im ersten Moment sie ist tot.
Sie hatte auch die Nabelschnur um den Hals und das Fruchtwasser war schon stark grün.

Bis der Arzt kam vergingen qualvolle Minuten.
Dann war sie für über 1,5 Std bei den Kinderärzten die sie untersuchten und absaugten. Sie war auch recht geschwächt.
Es war eine natürliche Geburt.


Bei meinem 3 jährigen Sohn hatte ich einen KS und ihn bekam ich sofort auf die Brust und er war auch im Aufwachraum dabei.


Wie du siehst 2 unterschiedliche Geburten in unterschiedlichen Krankenhäusern.

Aber ich kann dich gut verstehen. An mir nagt es auch noch dass ich nicht wenigstens einen Blick auf sie werfen konnte

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14. Dezember 2013 um 22:37

Kurze zwischenfrage:
Warum wird das denn so unterschiedlich gehandhabt mit dem Aufwachraum? Mit Spinale bekommt man doch sein Baby sofort. So wird es in unseren Khs gehandhabt. Da gibt es doch gar keinen Grund, dass man vom Baby getrennt wird
Bei Vollnarkose leuchtet mir das schon ein aber bei örtlicher Betäubung?

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15. Dezember 2013 um 0:45

Wo war denn dein freund mit dem baby
denn die ganze zeit???
also ich wurde nach dem ks genäht, in der zeit wurde meine tochter versorgt, mein mann war die ganze zeit bei ihr. da ihr blutzucker sehr niedrig war, bekam sie eine flasche mit glucose, die ihr mein mann geben durfte. ich wurde an dem raum wo die beiden waren vorbeigeschoben in ein zimmer, wahrscheinlich der "aufwachraum". nachdem er ihr die flasche gegeben hat, kamen die beiden zu mir und blieben auch mit im "aufwachraum". 1-2 h später glaub ich, weiss echt nicht wie lange wir in diesem raum waren, kam ich dann auf mein zimmer. mann und baby folgten...
ich denke mal das es bei euch einfach ein missverständnis war... aber du hättest auch nach der schwester klingeln können...hab ich im aufwachraum auch gemacht, weil ich geblutet hab und keine binde hatte... die ist natürlich dann auch sofort gekommen.
du solltest dir echt nicht so viele gedanken machen wie das damals gelaufen ist... es waren nur 3h, ihr habt noch soviel gemeinsame zeit ... wichtig ist doch letzlich nur das es deinem kind gut geht.
überleg mal vor einigen jahren wurden ks nur in vollnarkose gemacht, wenn das wirklich so nötig wäre mit mit dem bonding , hätten all diese ks babys und mütter eine schlechte bindung.
seh ich ja bei uns , meine tochter war ja die erste zeit bei meinem mann auf dem arm...sicher ne halbe stunde, vielleicht auch was länger....trotzdem liebt sie mich mehr und unsere bindung ist sehr eng.
das wird heutzutage alles überbewertet...sei einfach für dein kind da und liebe es , dann wird das auch ohne diese angeblich wichtigen ersten stunden...

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15. Dezember 2013 um 13:32

Danke!!!
Ihr seid toll!!



Es hilft mir echt zu wissen das ich nicht die einzige bin die daran zu knabbern hat

Und natürlich liebe ich meinen sohn trotzdem über alles !! <3

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15. Dezember 2013 um 13:38

...
Hallo,

Meine kleinste hab ich auch erst 2 Stunden nach der Geburt gesehen. Kaiserschnitt und es mussten verschiedene Untersuchungen durchgeführt werden, unmittelbar nach der Geburt.

Mein Mann durfte da jedoch anwesend sein. Trotzdem ist es komisch und auch der KS war nicht zwingend nötig. Es war meine Entscheidung, ich bereue sie nicht, aber ich frag mich manchmal wie es gewesen wäre, es natürlich zu versuchen. Bin mir sicher, sie war bereit, denn auf dem letzten CTG vorm KS hatte ich 3 deutliche Wehen...

LG

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15. Dezember 2013 um 13:50

.
versteh nicht, wieso du dich da abstellen lassen hast?

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15. Dezember 2013 um 13:54

Hey
Meine kleine war ein Frühchen und da ich nach dem Notkaiserschnitt mit Vollnarkose 2 Tage im Koma lag habe ich sie erst sehen dürfen als sie 2 Tage alt war. Ich habe auch bis heute noch daran zu knabbern, aber denke mir in solchen Momenten wo ich richtig down bin, seih doch einfach froh und dankbar, dass alles gut gegangen ist und ich jetzt so viel Zeit mit ihr verbringen kann.
Mach dir keine Vorwürfe, du hast so entschieden, weils das beste für deinen kleinen war. Dein Baby war die 3 Stunden ja nicht alleine, dein Partner war ja bei ihm ( so wie ich das verstanden habe!?)

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15. Dezember 2013 um 16:41
In Antwort auf honigbiene91

.
versteh nicht, wieso du dich da abstellen lassen hast?

...
Ich habe dem krankenhaus blind vertraut und vor allem kam mir das in dem augenblick alles so richtig vor .. Das gefühl das da etwas falsch gelaufen sein könnte bzw. das ich damit unglücklich bin kam erst später auf. Als ich mich an die geburt erinnert hab und mir nach den ersten augenblicken wo er auf mir lag einfach was fehlt - weil er eben nicht bei mir war

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