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Ich kann mein Kind nicht lieben...

25. Mai 2011 um 17:15


Hallo.

Ich bin seit 11 Monaten Mutter eines Sohnes. Ich wusste von Anfang an, dass ich allein erziehend sein werde, weil die Beziehung 2 Wo vor Feststellung auseinander ging und der Vater bis heute nichts von dem Kind wissen will.

Obwohl er wollte, dass ich abtreibe, habe ich es doch bekommen, weil ich dachte, dass ich es schaffe....schaffen andere ja schliesslich auch.
Nun ist der Zwergi 11 Monate alt und ich hangel mich nur noch von Stunde zu Stunde bis dass er mal schläft. Wenn er nicht schläft beginnt der Tag pünktlich um 5 Uhr - egal wann ich ihn zu Bett bringe (meist gegen 20Uhr). Dann bekommt er seine Milch und ist ab da nicht mehr zu bremsen. Krabbeln, schreien sobald er nicht seinen Willen bekommt, er will sich nicht sauber machen lassen, er will nicht an oder ausgezogen werden, er will nur Theater machen, sich steif machen sobald ich ihn in den Buggy setze, schreit auch direkt wieder los und bekommt mitlerweile auch Wutanfälle.

Ich gehe sowas von auf dem Zahnfleisch mit meinen Nerven und wenn er dann aus Trotz heult kommt mir nur noch ein höhnisches: "Stell Dich nicht so an" über die Lippen. Ich empfinde weder Mitleid, noch Sorge, geschweige denn tiefe Mutterliebe. Es nervt mich nur noch alles und wenn ich mein altes Leben wieder haben könnte, würde ich es sofort nehmen. 12 Std. arbeiten sind für mich ein Klacks gegen dieses Kind. Ich fühle auch keine Verbundenheit oder ähnliches....
Kennt ihr das?

Ich will ihn lieben, aber ich schaffe es einfach nicht.
Anfangs habe ich ihm Bilderbücher gezeigt, Geschichten gelesen, gesungen und am liebsten waren mir die Fütterzeiten, wenn wir dicht an dicht nebeneinander lagen....heute arbeite ich darauf hin, weil ich sonst nichts mehr möchte.

Was kann ich tun?
Ich dachte an eine Mutter-kind Kur um sich anzunähern, aber ich vermute sie würde abgelehnt werden.

Ich kann dieses Kind einfach nicht lieben....warum nicht?

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25. Mai 2011 um 22:54

Du bist einfach überfordert
Ich glaube nicht das du dein Kind generell nicht lieben kannst, aber ich denke du bist einfach enorm überfordert und diese Überforderung führt dann zu Erschöpfung und dazu das du nervlich am Ende bist und du fühlst deshalb dem Kind gegenüber keine positiven Gefühle mehr. Du verbindest mit dem Kind nur noch Gedanken wie er ist so anstrengend, ich kann nicht mehr, ich will mein altes Leben zurück, er macht immer nur Theater und hört nicht...usw. Ich weiß nicht wie dein Alltag so läuft, aber vielleicht solltest du ihn in eine Kita geben und wieder Teilezeit arbeiten gehen damit du wieder einen Teil deines alten Lebens zurück haben kannst und auch ein wenig Luft von deinem Sohn hast. Damit du ihn nicht ständig bei dir hast und ihn dann als so anstrengend empfindest. Dann kannst du wieder einen Teil deines Lebens für dich leben und freust dich vielleicht dann auch auf deinen Sohn.

Ich weiß es ist ein anstrengendes Alter. Meine Tochter ist ein Jahr alt und ich liebe sie eigentlich sehr. ABER es gibt auch Tage da würd ich am liebsten weglaufen. Wir hatten eigentlich immer eine gute Bindung zueinander und uns gut verstanden, es lief eigentlich immer sehr gut. Aber sie hat jetzt auch manchmal Tage da kann ich einfach nicht mehr und an diesen Tagen empfinde ich auch keine Mutterliebe mehr und bin einfach nur noch genervt und ich versorge sie nur noch, habe aber keinerlei Freude am Umgang mit ihr. Ich denke aber so Tage hat jede alleinerziehende Mutter. Wir sind auch nur Menschen. Meine Kleine ist zur Zeit sehr sehr trotzig und alles was du schreibst kenn ich auch. Sie hat häuftig Wutanfälle, sie will sich nicht anziehen oder ausziehen lassen, sie will nicht baden, sie will nicht ruhig sitzen bleiben beim Essen, wenn ich ihr ein Bussi geben möchte stößt sie mich oft weg. Es gibt Tage da ist sie ganz lieb und dann wieder Tage wo sie einfach nur nervt und trotzig und schlimm ist. Sie wird jetzt bald zwei Jahre alt und ich habe sie seit Geburt an immer nur bei mir gehabt. Keine Stunde für mich nie. Ich kann sie nie abgeben und wenn die Kleinen dann so trotzig und anstrengend sind dann kann man einfach nicht mehr. Meine Kleine ist zum Glück meistens nur tageweise so und dazwischen meistens ganz lieb. Wäre sie immer nur so trotzig würde ich wohl auch so fühlen wie du. Ich glaube das einzige was dir helfen kann ist wenn du mehr Freiraum von deinem Sohn hast. Wenn er vormittags ein paar Stunden in eine Kita oder zu einer Tagesmutter kommt und du mehr Zeit und Raum für dich selbst hast. Ich weiß ganz genau was du meinst, wenn ich lese du hast in solchen Situationen keinerlei Mitleid oder Sorge. Mir geht es zwar nicht immer, aber an manchen Tagen schon so. Wenn sie schon den ganzen Tag so anstrengend und schlimm war und dann in ihrem Wutanfall sogar noch auf mich hertritt, dann hab ich an so einem Tag irgendwann auch kein Mitleid mehr, schon gar nicht wenn sie so grundlos weint. Sie weint manchmal echt ständig wenn beim spielen etwas nicht klappt, einfach aus Ärger. Das nervt mich so sehr wenn sie den halben Tag am weinen ist nur weil sie sich ständig über irgendetwas ärgert, da fehlt mir dann auch jegliches Mitleid und ich bin einfach nur noch genervt.

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29. Mai 2011 um 21:55
In Antwort auf lily_12323553

Du bist einfach überfordert
Ich glaube nicht das du dein Kind generell nicht lieben kannst, aber ich denke du bist einfach enorm überfordert und diese Überforderung führt dann zu Erschöpfung und dazu das du nervlich am Ende bist und du fühlst deshalb dem Kind gegenüber keine positiven Gefühle mehr. Du verbindest mit dem Kind nur noch Gedanken wie er ist so anstrengend, ich kann nicht mehr, ich will mein altes Leben zurück, er macht immer nur Theater und hört nicht...usw. Ich weiß nicht wie dein Alltag so läuft, aber vielleicht solltest du ihn in eine Kita geben und wieder Teilezeit arbeiten gehen damit du wieder einen Teil deines alten Lebens zurück haben kannst und auch ein wenig Luft von deinem Sohn hast. Damit du ihn nicht ständig bei dir hast und ihn dann als so anstrengend empfindest. Dann kannst du wieder einen Teil deines Lebens für dich leben und freust dich vielleicht dann auch auf deinen Sohn.

Ich weiß es ist ein anstrengendes Alter. Meine Tochter ist ein Jahr alt und ich liebe sie eigentlich sehr. ABER es gibt auch Tage da würd ich am liebsten weglaufen. Wir hatten eigentlich immer eine gute Bindung zueinander und uns gut verstanden, es lief eigentlich immer sehr gut. Aber sie hat jetzt auch manchmal Tage da kann ich einfach nicht mehr und an diesen Tagen empfinde ich auch keine Mutterliebe mehr und bin einfach nur noch genervt und ich versorge sie nur noch, habe aber keinerlei Freude am Umgang mit ihr. Ich denke aber so Tage hat jede alleinerziehende Mutter. Wir sind auch nur Menschen. Meine Kleine ist zur Zeit sehr sehr trotzig und alles was du schreibst kenn ich auch. Sie hat häuftig Wutanfälle, sie will sich nicht anziehen oder ausziehen lassen, sie will nicht baden, sie will nicht ruhig sitzen bleiben beim Essen, wenn ich ihr ein Bussi geben möchte stößt sie mich oft weg. Es gibt Tage da ist sie ganz lieb und dann wieder Tage wo sie einfach nur nervt und trotzig und schlimm ist. Sie wird jetzt bald zwei Jahre alt und ich habe sie seit Geburt an immer nur bei mir gehabt. Keine Stunde für mich nie. Ich kann sie nie abgeben und wenn die Kleinen dann so trotzig und anstrengend sind dann kann man einfach nicht mehr. Meine Kleine ist zum Glück meistens nur tageweise so und dazwischen meistens ganz lieb. Wäre sie immer nur so trotzig würde ich wohl auch so fühlen wie du. Ich glaube das einzige was dir helfen kann ist wenn du mehr Freiraum von deinem Sohn hast. Wenn er vormittags ein paar Stunden in eine Kita oder zu einer Tagesmutter kommt und du mehr Zeit und Raum für dich selbst hast. Ich weiß ganz genau was du meinst, wenn ich lese du hast in solchen Situationen keinerlei Mitleid oder Sorge. Mir geht es zwar nicht immer, aber an manchen Tagen schon so. Wenn sie schon den ganzen Tag so anstrengend und schlimm war und dann in ihrem Wutanfall sogar noch auf mich hertritt, dann hab ich an so einem Tag irgendwann auch kein Mitleid mehr, schon gar nicht wenn sie so grundlos weint. Sie weint manchmal echt ständig wenn beim spielen etwas nicht klappt, einfach aus Ärger. Das nervt mich so sehr wenn sie den halben Tag am weinen ist nur weil sie sich ständig über irgendetwas ärgert, da fehlt mir dann auch jegliches Mitleid und ich bin einfach nur noch genervt.

Überfordert?
Also ich fühle mich auch oft überfordert.
Ich bin alleinerziehend,gehe vollzeit arbeiten und mein Sohn ist sehr anstrengend. Er ist sehr aktiv und Wutanfälle kenne ich genügend.
Aber trotzdem habe ich mein Kind IMMER geliebt.
Sicher reagiere ich auch öfters gereizt und handele nicht unbedingt immer so wie es die Supernanny empfehlen würde.Aber solche Gefühle wie die Treadstellerin äussert kenne ich nicht.
Ich würde ihr unbedingt raten,dass sie sich Hilfe holt. Da ist die Idee mit einer MutterKind Kur gar nicht so abwegig.
Da gibt es Programme für gestörte Mutter -Kindbeziehungen.
Liebe Grüsse

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