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Ich kann nicht mehr...

11. Oktober 2011 um 18:17

Hallo zusammen!



Keine Ahnung ob ich hier richtig bin, aber ich muss mich einfach mal ausheulen, ich kann einfach nicht mehr

Bin nun in der 12 SSW und psychisch total am Ende. Es gibt so viele Baustellen in meinem Leben, ich fühle mich einfach nur noch müde und ausgebrannt...

Bin 28 Jahre alt und befinde mich im 3 Lehrjahr zur MFA. Das Kind kommt im April und im Mai hab ich Abschlussprüfung. Mein Chef macht mir seit der SS das Leben zur Hölle, weil ich nicht mehr so viel machen darf (keine Blutentnahmen mehr, keine Betreuung hochinfektiöser Patienten etc) nun sieht es so aus, dass ich wohl ein BV bekomme. Ich bin kein Fan davon, da ich eigentlich gerne arbeite. Aber der Druck macht mich einfach fertig. Ich kann gerade noch zur Prüfung antreten, da ich nicht mehr als 6 Monate fehlen darf.

Ich brauche bis zum 30.11 eine neue Whg und auch die habe ich noch nicht. Ich kann keine Provision auftreiben und heutzutage eine Whg ohne Markler zu finden, ist fast unmöglich. Auch da habe ich großen Druck.

Das schlimmste aber ist wohl der Suizid meiner Mama. Die Trauer überrollt mich gerade wieder und sie fehlt mir so sehr
Ich habe eine Posttraumatische Belastungsstörung und eine Angststörung. Seitdem ich weiß das ich schwanger bin, nehme ich keine mEDIKAMENTE mehr. Das ist auch eine große Umstellung. Seit gestern habe ich wieder Panikattacken und heute hatte ich einen Nervenzusammenbruch. Ich kann einfach nicht mehr aufhören zu weinen...

Gestern hatte ich Blutungen, aber zum glück gehts Krümelchen gut.

Ich kann nicht mehr!!! Es wird alles zu viel
Und ich habe ein schlechtes Gewissen wegen meinen Arbeitskollegen, dass ich sie alleine lasse, aber den Druck in der Arbeit halte ich auch nicht mehr aus. Noch viel schlimmer: ICH FÜHLE MICH WIE EIN VERSAGER!!!!

Heute hatte ich auch noch einen Mahnbescheid vom Gericht in der Post. Gerade kommt alles zusammen. Ich hab nur noch Angst in mir und kann mich gar nicht mehr über Krümel freuen Das macht mich auch total fertig!!!

Ich fühle mich schrecklich allein!!

Bin bei einer Psyschiaterin und suche aktuell einen neuen Therapeuten, da mein alter umgezogen ist.

Geht es jemandem genauso? Was habt ihr gemacht? was hat euch geholfen???

ich fühle mich so einsam und alleine

Vielen Danke an alle fürs lesen!

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13. Oktober 2011 um 9:28

Ich verstehe dich
Hallo lanafee!

Mensch,du hast aber auch viel (gerade) zu bewältigen.
Es ist total nachvollziehbar,dass du dich überfordert und allein fühlst.
Nur bist du es denn? Gibt es nicht einen Menschen in deiner näheren Umgebung, mit dem du reden kannst-der dich versteht und dir helfen kann. Sprich auch praktisch??!

Dich zum Arzt begleiten?
Was sagt denn deine Gyn zu dir? Dein Hausarzt?


Erstmal zu deiner Arbeit: Du hast Rechte! Und nicht ohne Grund- um dein Leben und das deines Babies zu schützen.
Und ein Versager bist du sicherlich nicht,wenn du dich( und dein Baby) schützt!
Und eine Arbeit ist eine Arbeit-die hat sicherlich auch Bedeutung-> aber ein Baby ist ein WUNDER. Dein WUNDER!

Dann wegen der Medikamente: Ich weiß ja nicht welches du nehmen müsstest,nur müsste deine Psychiaterin wissen,dass es unfassbar gefährlich ist,diese plötzlich abzusetzen.
Ja,ich kann dich verstehen-du hast Angst deinem Baby zu schaden.
NUR: 1. Gibt es Medikamente-auch Antidepressiva- die du in der Schwangerschaft nehmen kannst. Natürlich gibt es keine wissenschaftlichen Studien zu Schwangeren -aber es gibt Erfahrungen.
Man kann es nie 100 Prozent sagen welche Auswirkung es auf dein Baby haben kann.
> Aber 2. Wenn du krank bist ( das ist keine Beleidigung=)), dann solltest du auch die nötigen Medikamente weiterhin nehmen-unter ärztlicher Aufsicht/Rücksprache.
Ein Diabetiker muss sich ja auch Insulin weiterhin spritzen -
oder würdest du diesen Menschen es verbieten Kinder zu kriegen?! Verstehst du- es ist oft lebensnotwendig.
Das scheint es bei dir auch zu sein.
Eine psychische Krankheit ist auch eine Krankheit,die behandelt werden muss.
(und wenn man böse ist,könnte man jetzt sagen,dass du im gegenteil zu vielen anderen "kranken Menschen", nicht einmal selbst Schuld bist-zB. ein jahrelang sich ungesund Ernährender,der Diabetis mellitus aufgrund dessen bekommt ...)

Dies ist die Seite des Instituts,die speziell für Frauen in der Schwangerschaft ,welche medikamentöse Behandlung benötigen,"zuständig" ist.

http://www.embryotox.de/

Natürlich solltest du dich nicht nur medikamentös behandeln lassen- du hast ja selbst geschrieben,dass du auf der Suche nach einem Therapeuten bist.
Das dauert ja meist lange. Weil die alle ausgebucht sind,und
dann noch jemand, mit dem die "Chemie" stimmt..das ist schón ohne Schwangerschaft extrem anstrengend.

Zum "Übergang" und auch sonst:

Such dir eine gute Schwangerschafts- Beratungsstelle - profamilia, caritas ,diakonie, arbeiterwohlfahrt etc.
Dort gibt es professionelle, KOSTENLOSE, ANONYME Hilfe.
Sie steht dir zu!!
Deine Gyn müsste dir auch ein Liste geben können.

Dort gibt es oft sehr sehr liebe, fähige Menschen, die dich sowohl hinsichtlich deiner Arbeit ,als auch sonst beraten können. Oder einfach nur zum reden??!!!
Aber auch dort kann man auf "unsensible" Menschen treffen. Das kostet Kraft. Aber wenn du anrufst um einen Termin mit denen zu machen,sag eventuell schon grob,dass es dir nicht so gut geht...was los ist. Falls die Frau nicht symphatisch reagiert,kannst du auch einfach auflegen...
Probier es weiter!
Ich war mal aus einem anderen Grund bei Profamilia- sie waren sehr lieb zu mir.Hatten Verständnis und konnten mir sehr gut helfen.(Informieren etc.)


Denk mal-du wärst jmd anderes-sprich du erzählst es dir selbst-deine Situation. Lies nochmal was du geschrieben hast und stell dir vor ,ich hätte das geschrieben oder jemand anderes. Was würdest du mir bzw. dem jenigen-dir raten???

Ich kann mir nur schwer vorstellen wie du das bis jetzt alleine gemeistert hast. Und ziehe den Hut vor dir =)
Das klingt jetzt vielleicht echt blöd..
Du musst unfassbar viel Kraft haben,wenn du den Tod deiner Mutter überlebt hast...! und dir anscheinend schon Hilfe gesucht hast,anstatt dich im Alkohol zu ertränken oder ähnliches =)

Aber du solltest nicht zurückschrecken und dir Hilfe und Unterstützung suchen!
Hart gesagt: Oder willst du eine Fehlgeburt riskieren?!

Selbst mit meiner sehr lieben Mama fühlte ich mich oft allein, unsicher etc.

Viel KRAFT!!! Und ich wünsche dir,dass du die Unterstützung bekommst, die du verdienst!

smilla



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