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Ich komme mit meinem neuen Leben nicht zurecht.

8. Februar 2015 um 18:33

Hallo ihr Lieben ,

um das gleich am Anfang klarzustellen:
Ich brauche paar gut gemeinte Ratschläge
und keine gehässigen, klugscheißer Kommentare.

Da ich wirklich einen ehrlichen Rat brauche, muss ich wohl selber gnadenlos ehrlich sein.
Damit Ihr euch vielleicht etwas hineinversetzen könnt, erzähle ich die Geschichte von Anfang an- probiere sie auch kurz zu halten.

Jeder hat wohl seine Vorstellung vom Leben,
meine war circa diese: Nach dem Genuss der "Freiheit" und einer kleinen Weltreise mit frühstens 25 Mama zu werden. Erst einen Jungen, dann ein Mädchen. Das hat sich jedoch geändert.. Nachdem mein Frauenarzt mir sagte, dass ich wahrscheinlich keine Kinder mehr haben werden kann, musste ich meine Vorstellung vom Leben ändern..
Die Zeit verging....

und ich lernte vor 2 Jahren den Vater meines Kindes kennen. Ich war sehr verliebt. Wir verbrachten schöne sowie auch schlechte Tage miteinander.. Und sehr bald fing ich an diesen Mann zu lieben. Plötzlich wurde ich Schwanger (trotz Verhütungsmittel- ich nahm die Pille zur "Verhütung" und zur regulierung meiner Periode) .. Mit (da noch) 20...Als wir davon erfahren haben, hat er sich sehr gefreut.. Ich hatte gemischte Gefühle.. Schließlich sagte mir mein Arzt, dass es nicht möglich sei.. Und jetzt war es soweit.. Und die Frage war natürlich auch, ob alles gut verlaufen würde.. Ich denke jeder hat so seine Meinung zum Thema abtreibung- ich halte davon nicht viel. Natürlich habe ich überlegt ob es der richtige Zeitpunkt ist.. Letztendlich entschieden wir uns dafür. Ich war mir bewusst, dass ich viel von mir aufgeben werden muss. Kaum Zeit für mich haben werde und eigentlich war ich so darauf eingestellt, dass ich niewieder weggehen kann... Etwas übertrieben, aber besser so, als andersrum.
Tage, Wochen und Monate vergingen.. Die Beziehung lief immer schlechter... Und mein Bauch wurde immer größer.. Ich fing an langsam in eine Art Vorstadium von Depression zu verfallen.. Es ist sehr bekannt durch welche Faktoren sowas folgen kann.. Es wurde alles immer schlimmer. Die Aussicht nach jeglicher Art von einem Familienleben verblasste immer mehr. und langsam fing ich an, an mir selbst zu zweifeln..Es gab eine heftige Kontroverse in meinem Kopf. "Der Kleine kann doch nichts dafür.. Er hat das nicht verdient.", "Er hat was besseres verdient", "Vielleicht könnte ein Paar was sich so sehr nach einem Kind sehnt, aber keins bekommen kann, meinem Sohn ein besseres Leben bieten, als ich es kann" und weitere Gedanken diverser Art.. Ich hoffte, dass es vergeht.. Der Tag der Geburt stand an. Trotz der nicht leichten Geburt war alles gut. Dann der sogenannte Babyblues... Mein Beziehungspartner verstand das nicht.. Ich bin am Tag der entlassung sehr ungern aus dem Krankenhaus raus...
Der Kleine sieht ganz wie der Papa aus.
Als ich dann zuhause war, wurde es nicht besser mit meinem Partner.. Ich fühlte mich ebenfalls sehr im Stich gelassen.. Er zeigte kaum "interesse" an unserem Sohn.. Jetzt ist er weg. Wie ich vermute auch bei einer anderen Frau. Und ich bin allein mit meinem 6 Wochen altem Knirbs. Kann nicht schlafen, kann mich nicht konzentrieren.. Kriege Heulkrämpfe.. Habe Angst dass ich das nicht gebacken kriege.. Weine, weil ich meine Pläne nicht mehr realisieren kann.. Er ist ein Teil von mir.. Trotzdem.. Kommen mir oft selbst dann die Tränen, wenn ich ihn anschaue.. Weil es mir leid tut.. Ganz abgesehen von meinen Magenproblem und den ständigen Kopfschmerzen...
Jetzt sind wir ziemlich oft bei meiner Familie, weil ich nicht alleine sein mag.. Abgesehen davon erinnert mich jede Ecke der Wohnung an meinen ehmaligen Partner. Ich komme aus dem seelischen Zustand in den ich geraten bin einfach nicht mehr raus.. Und die Gedanken wollen auch nicht verschwinden...

Am liebsten würde ich vom Erdboden verschluckt werden.
Nur um nicht mehr in dieser Situation zu sein, in der ich bin.

Immerhin verlässt er sich voll und ganz auf mich.. Darauf, dass ich alles richtig mache...

War jemand in solch einer ähnlichen Situation?
Hat jemand einen Ratschlag für mich?
Was soll ich machen!? Ich weiß einfach nicht mehr weiter..

Herzlichen Gruß an euch da draußen und vielen Danke im Voraus.

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8. Februar 2015 um 22:53

:/
du hast doch sicherlich noch eine nachsorgehebamme, an die du dich wenden kannst?

ansonsten dein frauenarzt oder ein neurologe / psychiater. je schneller du dir hilfe suchst, desto besser ist es für dich & dein kind.

alles gute!!

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9. Februar 2015 um 16:50

Es gibt Zeiten wo man einfach nur weg will...
Hallo!!!......ich kann dich ein bißchen verstehen. Ich selber bin 30 Jahre, habe schon einen 12 jährigen Sohn und ich liebe ihn mehr als alles andere auf dieser Welt. Mit seinem Papa bin ich seit 5 Jahren nicht mehr zusammen wobei wir fast 10 Jahre gemeinsam verbracht haben. Jetzt bin ich seit 4 Jahren in einer Beziehung und seit 2013 verheiratet. Um das Glück perfekt zu machen wollten wir ein gemeinsames Baby haben. Doch ich erfuhr nach einer Bachspiegelun das ich keine Kinder mehr bekommen kann. Daraufhin wurde mein Mann gleich über eine künstl. Befruchtung informiert. Er war sofort dafür....ich dagegen. Ich wollte einfach nicht, hatte Angst startete aber letztes Jahr im August mit der künstl. Befruchtung. Es war die Hölle.....echt. Meine Hormone drehten durch!!! Ich hab nur mehr geweint, hasste meinen Mann und wollte nicht mehr obwohl ich bei ersten Versuch schwanger wurde. Ich denke ich habe seither 1000Euro für Energetiker, Heilpraktiker und Fachärzte ausgegeben damit es mir wieder besser geht. Jetzt bin ich in der 30 Sw und freue mich zwar auf mein Baby, aber meine Ehe ist im Keller.....wir haben alles was uns glücklich machen würde, (Haus, Garten,Gesundheit usw.) aber dennoch hasse ich meinen Mann . Er war total überfordert mit mir und dachte es wär alles locker leicht. Ich bin gespannt wie es wird wenn der Kleine da ist. Wenn er dann nicht endlich mal in der Realität ankommt dann muss ich mir etwas einfallen lassen. Den ich weiß was auf mich zukommen wird....schlaflose Nächte...unzählige Kinderarztbesuche und die Freiheit und Sorglosigkeit ist vorbei. Ich sorge mich sehr um meinen Großen und kann heute noch nicht abschalten wenn er einmal bei seinem Papa ist. Ich bin überfürsorglich und wurde die letzten Jahre immer ngstlicher was mein Kind betrifft und im April geht dann das Ganze wieder von vorne los......ich weiß das ein Kind sehr viel geben kann, es ist wunderschön zu wissen das du mit diesem Menschen für immer verbunden sein wirst aber oft ist es auch eine Plage das muss ich ganz ehrlich sagen.......Ich kann dir nur eines sagen...wenn du die ersten 12 Wochen geschafft hast wird es leichter werden. Fahre viel zu deiner Familie und bitte sie um Hilfe, es muss weitergehen das ist einfach so. Alles Gute und viel Kraft!!

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