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Ich schäme mich so

21. März 2015 um 21:01 Letzte Antwort: 23. März 2015 um 22:04

Bitte verurteilt mich nicht direkt. Ich schäme mich dafür und schreibe daher auch in einem anonymen Forum.

Ich bin eifersüchtig auf meine Tochter.

versteht mich bitte nicht falsch. Ich liebe sie aus ganzem Herzen! Aber manchmal macht es mich eifersüchtig, wenn ich sie und meinen Mann zusammen sehe. Er ist so stolz Papa zu sein und liebt sie abgöttisch. Ich sollte mich darüber freuen anstatt mich wie eine kindische Göre zu verhalten, aber während der Schwangerschaft und auch früher war ich immer sein ganzer Stolz. Gerade während der Schwangerschaft war er so aufmerksam und liebevoll zu mir.

Wie ist es möglich, dass ich trotz meiner sehr ausgeprägten Muttergefühle so negative Gefühle empfinde?
Was kann ich nur dagegen tun?

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21. März 2015 um 21:14

Hallo Nutella
er beachtet mich und zeigt mir auch sonst noch seine Liebe. Dennoch habe ich das Gefühl nicht mehr die Nummer 1 für ihn zu sein.

Hmm das Verhältnis zu meinem Vater ist eher schlecht. Mit meinem Schwiegerpapa verstehe ich mich beispielsweise besser als mit meinem eigenen.

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21. März 2015 um 21:23

Das absurde ist ja, dass meine Tochter für mich
auch an erster stelle steht!
Von daher sollte ich es ja verstehen, wenn es meinem Mann auch so geht und vom Verstand her, finde ich es auch richtig so wie es bei meinem Mann ist. Ich bin diejenige bei der etwas falsch läuft glaube ich
Ich bin in den letzten Monaten innerlich so besitzergreifend geworden. Insgesamt hat mein Mann sich nicht so groß verändert. Ok im Vergleich zur Schwangerschaft, da war er schon so der übertriebene Beschützer und besonders liebevoll und aufmerksam zu mir.
Ich habe Angst, dass er mich verurteilen wird. Da ich mich selber für meine Gefühle verurteile. So sollte man als Mutter und erwachsene Frau einfach nicht denken

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21. März 2015 um 21:29

Hmmm
ja darüber war ich schon immer traurig und ich habe mir schon früh vorgenommen, dass es bei meinen Kindern anders sein wird. Das habe ich ja auch geschafft
Nein aber dieses Gefühl hatte ich ganz schlimm, als ich damals die Familie von meinem Mann kennen lernte. Ich habe mich sofort wohl gefühlt aber am Anfang immer wenn ich seinen Papa mit seiner Schwester gesehen habe, hab ich mich gefragt, warum mein Vater nicht so war und war auch eifersüchtig. Aber jetzt ist es irgendwie noch etwas anderes. Ich will meinen Mann irgendwie nicht teilen

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21. März 2015 um 21:56

Sie ist 11 Monate alt
ja das ist fast von Anfang an so gewesen.

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22. März 2015 um 21:03

Sie ist 11 Monate alt
wäre sie gerade erst zur Welt gekommen, dann hätte ich ja noch die Hoffnung, dass sich das schnell legen wird. aber so...
Zwischendurch unternehmen wir auch etwas nur zu zweit.
Es ist nicht so als wenn wir vollkommen aufgehört hätten als Paar zu existieren. Daher weiß ich auch nicht was mit mir los ist. Und oh doch ich fühle mich einfach mies, dass ich überhaupt dazu in der Lage bin so zu empfinden.
Weißt du, ich will etwas von ihm, er sagt er ist sooo müde und nicht jetzt usw. nur 5 minuten später beispielsweise fängt unsere Tochter zuschreien und auf einmal ist er hellwach und kümmert sich drum. Versteh mich bitte nicht falsch, ich bin wirklich zu 1000% froh, dass er so ein guter Papa ist. Und ich weiß, dass unsere Kleine viel hilfsbedürftiger ist als ich. Ich meine ich bin eine erwachsene Frau, hey. Aber es versetzt mir trotzdem irgendwo ein Stich, zurück gewiesen zu werden. Ich weiß, dass alles ist nicht seine Schuld, sondern das ich das Problem bin. Nur wieso ich mich so blöd verhalte weiß ich nicht. Eifersüchtig auf seine Tochter zu sein, schlimmer gehts nimmer mehr!
Aber immer wenn er so übersprudelt vor Stolz wegen ihr und auch vor anderer Leute ganz der stolze Papa ist, dann steh ich irgendwie immer daneben und denke mir, ich bin nur die Frau die er im Moment liebt, aber sie ist sein Fleisch und Blut für die er alles tun würde.

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22. März 2015 um 21:06

"Aber bald wieder.."
Nein ich glaube nicht, dass ich bald wieder seine Nummer 1 sein werde. Und vielleicht wäre es auch falsch wenn es so wäre. Meine Gedanken sind ja auch falsch. Ich weiß es. Aber ich kann sie nicht abstellen.

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23. März 2015 um 20:59

Mhmm...ob ich die Frage
wirklich objektiv und damit ehrlich beantworten kann weiß ich gar nicht.
Es gibt einiges anderes, was mich auch glücklich macht im Leben und mir wichtig ist. Ich lebe nicht nur für und durch meinen Mann, wenn du das meinst.
Aber er ist für mich der wichtigste Mann in meinem Leben, klar ist ja auch mein Mann. Er hat mir zum ersten Mal so richtig, dass Gefühl von Geborgenheit und beschützt zu sein vermittelt.

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23. März 2015 um 21:11

Ist denn dein Mann noch Nr. 1 bei Dir?
Oder geht da auch ganz natürlich deine Tochter vor?
Bzw. ist es doch die Liebe zum Kind eine andere als zum Partner. Mein Mann ist die Nr. 1 der Männer, aber die Kinder kommen im Endeffekt immer vor ihm und dennoch brauch ich ihn, will ich ihn, etc. Das eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun. Und ich erwarte von ihm die gleiche Haltung. Also dass die Kinder eben über allem stehen und unsere Partnerschaft dennoch wichtig für uns beide ist.

Wäre schlimm für mich, wenn meine Kinder nur mein Anhängsel wären und er sie nicht eigenständig liebt...

Aber das geht mir so, die ich aus einer relativ "intakten" Familie komme, in der das ähnlich gelagert war, keine anderen traumatischen emotionalen Erfahrungen machen musste, etc. Ich kann verstehen, wenn es anders ist und mein Text oben soll niemand verurteilen. Aber vielleicht hilft es ein bißchen, die Strukturen zu hinterfragen, vielleicht kann man dann besser einen Frieden schließen mit den Gefühlen, die einen so umtreiben?

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23. März 2015 um 21:45

Krankhafte Liebe?
klingt das so für dich?

Nein gestiegen nicht. Eher konstant gleich wobei ich das nicht durchgängig habe sondern nur ab und zu. Trotzdem fühle ich mich wie die mieseste Mutter auf dieser Erde.

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23. März 2015 um 21:51
In Antwort auf paditax

Ist denn dein Mann noch Nr. 1 bei Dir?
Oder geht da auch ganz natürlich deine Tochter vor?
Bzw. ist es doch die Liebe zum Kind eine andere als zum Partner. Mein Mann ist die Nr. 1 der Männer, aber die Kinder kommen im Endeffekt immer vor ihm und dennoch brauch ich ihn, will ich ihn, etc. Das eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun. Und ich erwarte von ihm die gleiche Haltung. Also dass die Kinder eben über allem stehen und unsere Partnerschaft dennoch wichtig für uns beide ist.

Wäre schlimm für mich, wenn meine Kinder nur mein Anhängsel wären und er sie nicht eigenständig liebt...

Aber das geht mir so, die ich aus einer relativ "intakten" Familie komme, in der das ähnlich gelagert war, keine anderen traumatischen emotionalen Erfahrungen machen musste, etc. Ich kann verstehen, wenn es anders ist und mein Text oben soll niemand verurteilen. Aber vielleicht hilft es ein bißchen, die Strukturen zu hinterfragen, vielleicht kann man dann besser einen Frieden schließen mit den Gefühlen, die einen so umtreiben?

Ja es ist eine andere Liebe!
Und ja meine Tochter ist mir selber auch das allerwichtigste. (gerade weil ich selber so empfinde verstehe ich mich ja noch weniger). Aber ich glaube, dass ist auch normal für Mütter?
Sie ist ja schließlich mein Kind und selbst wenn ich irgendwann von meinem Mann nicht mehr die Frau bin, werde ich ja immer ihre Mama sein und sie meine Tochter. Also das ist irgendwie ja ein ganz anderes Band und es wäre schlimm, wenn sie bei mir nicht an erster Stelle stehen würde.

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23. März 2015 um 22:04


und wie hast du das bewältigt?
Ich war sonst nie so wirklich eifersüchtig bei ihm, sehr selten nur. Gab es auch sonst nie ein Grund für, weil er mich immer hat spüren lassen, dass ich seine Frau bin und die Einzige die er will.

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