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Ich überlege mein Pflegekind wieder abzugeben...

10. Oktober 2011 um 13:49

Hallo Leute,

ich betreue seit 3 Jahren einen Jungen als Pflegekind bei mir. Er wird bald 5 Jahre alt. Vor ca. 2 Jahren hat er sich total verändert. Er wurde launisch, zickig, hat alles Ignoriert was ich gesagt habe usw. Ich dachte erst das es vllt nur eine Phase ist. Jedoch wurde es immer schlimmer, vor allem im Kindergarten, dort hat er andere Kinder massiv verprügelt, beleidigt, angespuckt (bei den Erzieherinnen übrigens auch), mit Gegenständen beschmissen und egal was die Erzieherinnen sagten, er hat nicht gehört. Zuhause ging es kurz danach auch los, er bekam ständig "Anfälle" wo er mich auch versucht hat zu Schlagen, Treten, Spucken usw. Zeit im freien mit ihm zu verbringen ist gar nicht mehr möglich, er haut wirklich immer ab, belästigt andere Leute (quatscht die voll usw) und wenn die Leute nicht auf Ihn reagieren beleidigt er die ebenfalls oder wirft denen auch Sachen hinterher (Steine, Dreck). Er pinkelt mit Absicht in die Hose oder einfach so in sein Bett.
Ich habe das Gefühl, er nimmt mich als "Mutter" nicht mehr an. Er "arbeitet" immer gegen mich, er ist grundsätzlich gegen alles was ich sage, mache & möchte.

Zum Einkaufen kann ich ihn auch nicht mit nehmen, da schreit er nur rum, schmeißt alles um,... Wirklich schrecklich!

Er bekam dann 1x die Woche von der Lebenshilfe eine Frühförderung. Inzwischen geht er in einen Heilpädagogischen Kindergarten und geht nebenbei noch zur Kinderpsycholoin.
Jedoch alles bis heute ohne Erfolg. Das Jugendamt weis über das ganze natürlich auch Bescheid und hat mir selber schon vorgeschlagen ob es für Ihm in einem Heim nicht besser wäre.
Seine leibliche Mutter befürwortet dies auch.

Ich persönlich bin hin und her gerissen. Auf der einen Seite möchte Ich ihn behalten, auf der anderen Seite bin ich einfach fertig mit den Nerven. Ich habe seit Monaten schon Stressbedingte Magen-Darm Probleme, fühle mich in meinem eigenen Leben einfach eingesperrt (da ich ja nicht raus gehen kann mit ihm) & bin oft schlecht gelaunt.
Früher hat meine Mutter Ihn oft am Wochenende über Ncht genommen, aber Sie kommt mit Ihm und seinem Verhalten garnicht mehr zurecht.

Vielleicht kann mir einer helfen bzw schreiben wie er die Sache sieht??
Wäre es für Ihn, seine Entwicklung & seine Zukunft vllt doch besser, wenn er in ein Heim kommt, wo ausgebildete Leute sind, die Ihn einfach besser erziehen können?

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11. Oktober 2011 um 7:12

Nach den Gründen suchen
Hallo Fluffypuffy,

ich bin selbst eine Pflegemutter, mein Kind ist jedoch noch ganz klein und ich habe solche Probleme nicht. Ich weiß nicht, wie lange Dein Pflegesohn die Unterstützung von Psychologen bekommt, möglicherweise setzt sich die Wirkung doch noch ein. Auf jeden Fall brauchst Du Unterstützung von Außen, und wenn die Unterstützung, die Du jetzt hast, zu wenig ist, dann soll es noch mehr werden. Versuche es vor allem mit Psychologen zu klären, was der Grund für sein Verhalten ist (einen Grund gibt es bestimmt). Sollte sich kein Lösungsweg finden, bleibt nicht viel über, als Pflegeverhältnis zu lösen. Mit der Situation, die ihr heute erlebt, werdet ihr beide nicht glücklich. Das ist aber nur meine Meinung.

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11. Oktober 2011 um 9:04
In Antwort auf raven_12254007

Nach den Gründen suchen
Hallo Fluffypuffy,

ich bin selbst eine Pflegemutter, mein Kind ist jedoch noch ganz klein und ich habe solche Probleme nicht. Ich weiß nicht, wie lange Dein Pflegesohn die Unterstützung von Psychologen bekommt, möglicherweise setzt sich die Wirkung doch noch ein. Auf jeden Fall brauchst Du Unterstützung von Außen, und wenn die Unterstützung, die Du jetzt hast, zu wenig ist, dann soll es noch mehr werden. Versuche es vor allem mit Psychologen zu klären, was der Grund für sein Verhalten ist (einen Grund gibt es bestimmt). Sollte sich kein Lösungsweg finden, bleibt nicht viel über, als Pflegeverhältnis zu lösen. Mit der Situation, die ihr heute erlebt, werdet ihr beide nicht glücklich. Das ist aber nur meine Meinung.

Die Gründe...
Er ist schon länger in Psychologischer behandlung. Die Psychologin meinte das es wohl daran liegen könnte, das er vor mir bereits bei 2 anderen Familien gelebt hat und dort immer wieder raus gekommen ist. Sie vermutet Bindungsschwierigkeiten (Er hat auch kein Sozialverhalten).
Zudem meinte Sie, das es wohl zu ADHS tendiert (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung). Das kann man aber erst frühstens ab dem 6 Lebensjahr feststellen und behandeln.
Ich weis ja auch wie ich mit Ihm und seinem Verhalten umgehen muss, dass wurde mir schon alles ausführlich erklährt und ich setze das im Alltag auch um, es bringt nur nichts. Meine Betreuerin vom Jugendamt weis selber keine weitere Maßnahme mehr, außer ihn für ca. 2 Monate in eine richtige Kinderpsychiatrie-Anstalt zu geben, die Psychologin leht dies aber ab weil es wohl in seinem Fall nichts bringen wird.

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12. Oktober 2011 um 7:35

Die Situation muss sich verändern
Hallo Fluffypuffy,

gut, nach den Gründen habt ihr also schon gesucht, Fachleute teilen deine Meinung, dass es vielleicht besser ist, das Pflegschaftsverhältnis zu lösen. Versteh mich bitte nicht falsch, aber ich glaube, dass du hier im Forum nicht fragen wolltest, was fürs Kind besser wäre, sondern eine Legitimation für die Kündigung der Vereinbarung gesucht hast. Es ist nichts schlimmes daran und kommt daher, dass du in deiner Situation wirklich verzweifelt bist. Ich glaube, wenn es so ist, ist es für alle besser, die Vereinbarung tatsächlich zu kündigen. Das Kind kann nicht glücklich aufwachsen, wenn die Eltern unglücklich sind. Das trifft auch auf die Pflegekinder zu.

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12. Oktober 2011 um 20:20
In Antwort auf raven_12254007

Die Situation muss sich verändern
Hallo Fluffypuffy,

gut, nach den Gründen habt ihr also schon gesucht, Fachleute teilen deine Meinung, dass es vielleicht besser ist, das Pflegschaftsverhältnis zu lösen. Versteh mich bitte nicht falsch, aber ich glaube, dass du hier im Forum nicht fragen wolltest, was fürs Kind besser wäre, sondern eine Legitimation für die Kündigung der Vereinbarung gesucht hast. Es ist nichts schlimmes daran und kommt daher, dass du in deiner Situation wirklich verzweifelt bist. Ich glaube, wenn es so ist, ist es für alle besser, die Vereinbarung tatsächlich zu kündigen. Das Kind kann nicht glücklich aufwachsen, wenn die Eltern unglücklich sind. Das trifft auch auf die Pflegekinder zu.

.......
Ich suche im Grunde die beste Lösung für mich & das Kind. Natürlich hab ich ein schlechtes Gewissen und mache mir irgendwo auch Vorwürfe. Auch wenn es nicht mein eigenes Kind ist, für Ihn bin ich aber die Mutter und ich bin ja dann wieder jemand, der Ihn abgibt.
Auf der anderen Seite muss ich aber auch an mich denken.

Aber du hast in dem Punkt: "Das Kind kann nicht glücklich aufwachsen, wenn die Eltern unglücklich sind" vollkommen recht.

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13. Oktober 2011 um 2:02
In Antwort auf fluffypuffy

Die Gründe...
Er ist schon länger in Psychologischer behandlung. Die Psychologin meinte das es wohl daran liegen könnte, das er vor mir bereits bei 2 anderen Familien gelebt hat und dort immer wieder raus gekommen ist. Sie vermutet Bindungsschwierigkeiten (Er hat auch kein Sozialverhalten).
Zudem meinte Sie, das es wohl zu ADHS tendiert (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung). Das kann man aber erst frühstens ab dem 6 Lebensjahr feststellen und behandeln.
Ich weis ja auch wie ich mit Ihm und seinem Verhalten umgehen muss, dass wurde mir schon alles ausführlich erklährt und ich setze das im Alltag auch um, es bringt nur nichts. Meine Betreuerin vom Jugendamt weis selber keine weitere Maßnahme mehr, außer ihn für ca. 2 Monate in eine richtige Kinderpsychiatrie-Anstalt zu geben, die Psychologin leht dies aber ab weil es wohl in seinem Fall nichts bringen wird.

Schwere Entscheidung
<<< Zitat: fluffypuffy am 11/10/11 um 09:04
Er ist schon länger in Psychologischer behandlung. Die Psychologin meinte das es wohl daran liegen könnte, das er vor mir bereits bei 2 anderen Familien gelebt hat und dort immer wieder raus gekommen ist. Sie vermutet Bindungsschwierigkeiten (Er hat auch kein Sozialverhalten).
Zudem meinte Sie, das es wohl zu ADHS tendiert (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung). Das kann man aber erst frühstens ab dem 6 Lebensjahr feststellen und behandeln. >>>

Mal eine Frage, wenn es euer eigen Kind wäre, würdet ihr es abgegeben? Aufgrund von Empfehlungen, Vermutungen was es sein könnte. Mal eben in die Kinderpsychiatrie für 12 Monate !!! zur Diagnostikfindung ? ( es sind in der Regel 12 Monate !, keine 2 Monate).

Ich kann dir nur eine Empfehlung geben, sich mit diesem möglichem Krankheitsbild (Umweltkrankheit) auseinander zu setzen. Es gibt viele Infos im WWW, Selbsthilfegruppen und schon genügend ambulante Therapiemöglichkeiten. Hierzu bedarf es aber Ärzte und Psychologen, die sich mit ADHS/ADS auf den neusten Stand wirklich auskennen.

Eine Diagnostizierung erst ab 6 Jahren, nein, ich lache jetzt nicht. Früherkennung ist weit vorab gegeben, auch ambulant, nur durch beobachten auch schon in der Frühförderung. 1x in der Woche reicht dazu aber nicht. Richtig ist, behandeln mit Betäubungsmitteln, kann man erst ab 6 Jahren, teilweise ers ab 7Jahren, mit Medikamenten zur Ruhigstellung !!!. Sehr umstritten, ich schreibe nur Ritalin!

Und noch etwas, solche Kinder sind nicht frech oder unerzogen, ADHS/ADS ist eine Krankheit, Umweltkrankheit, wofür die Kinder nichts können. Auch die Eltern sind nicht Schuld, auch Pflegeeltern nicht.
Genauso sollte man auf die Aggressionen, nicht mit Gegenaggression antworten und die Kinder nicht überfordern.
Genauso brauchen diese Kinder feste Bezugspersonen.

Vielleicht hilft dir das ja weiter:

http://www.adhs-deutschland.de/content.php?abt_ID=1&site_ID=33

Es gibt zahlreiche Seiten dazu und wenn du fit in englisch bist, gibt noch genügend amerikanische Seiten dazu, die schon viel weiter in den Therapien sind.

Mit Heim, würde ich überdenken, denn ob in Heimen wirklich geholfen werden kann, ob überhaupt die Möglichkeit dazu besteht, muss du dir selbst beantworten. Gibt aber auch spezielle ADHS Tageskliniken, die mit Sicherheit jedem Heim vorzuziehen sind. Wie es eben auch das Ambulante gibt.

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13. Oktober 2011 um 20:53

Danke für eure Beiträge...
Ich weis nicht wie ich entscheiden würde wenn es mein eigenes Kind wäre. Ich habe keine eigenen Kinder und weis nicht ob es "gefühlsmäßig" etwas anderes ist.

Mit dem Krankheitsbild habe ich mich schon auseinander gestzt, allein schon weil mein Cousin auch ADHS hat. Mein Pflegesohn hat relativ die gleichen Symptome wie mein Cousin sie damals als Kind hatte.
Ich weis auch wie ich mit der Krankheit umgehen muss, ich weis auch das keiner etwas dafür kann, weder Er, noch Ich oder sonstwer.
Alle Tipps im Umgang die ich bekommen habe von der Frühförderung usw setze ich um, schon seit ca. 1 Jahr, aber es ändert sich einfach nichts an seinem Verhalten. Im Gegenteil, an manchen Tagen dreht er so auf das ich nicht mehr dagegen ankomme.
Das macht mich einfach fertig, psychisch wie körperlich. Vielleicht bin ich einfach nicht so stark & einem kranken Kind gewachsen.

Dadurch das ich auch nicht mit Ihm raus gehen kann ohne das es wieder eskaliert, fühle ich mich in meinem ganzen Leben einfach total eingeschränkt.
Morgens bringe ich Ihn zum Bus, dann gehe ich zur Arbeit, Nachmittags hole ich Ihn vom Bus wieder ab und dann verbringe ich den ganzen Tag in der Wohnung. Am Wochenende bin ich nur zuhause, oder evtl. mal bei meiner Mutter.

Das ich ihn nicht richtig annehmen konnte stimmt nicht. Im gegenteil, ich war damals überglücklich und stolz ein Kind zu haben. Und er ist mir auch nicht egal, ich möchte Ihn im grunde auch behalten, jedoch weis ich einfach nicht ob ich es schaffe, ihm die Erziehung zu bieten, die er braucht. Ob ich ihm genug Liebe gebe kann ich nicht sagen, je nach dem wie man "genug" definiert. Für meinen Begriff ist es genug.
Ich schrei ihn ja nicht den ganzen Tag zusammen oder ignoriere ihn, er kann nunmal nichts für sein Verhalten.

Meine Rolle als Mutter fand ich immer gut, ich habe mich immer gerne um Ihn gekümmert, mit Ihm gespielt, fand es toll wenn er neue Sachen entdeckt hat, wenn er Wörter lustig ausgesprochen hat, mit ihm "Kindersachen" zu machen (Spielplatz, Schwimmen, Zoo, Kindergeburtstage, usw) einfach dieses Kinderlachen im Haus zu haben....

Nächste Woche habe ich einen Termin beim Jugendamt (mit seiner leiblichen Mutter), dann werde ich mit denen sprechen wie die sich die Zukunft von Ihm vorstellen.

Ob er in ein Heim oder in eine andere Familie kommt, liegt am Jugendamt und an seiner leiblichen Mutter, die hat das Sorgerecht für Ihn und kann viel mit entscheiden. Jedoch habe ich mich mit Ihr schon unterhalten und Ihr wäre es auch lieber wenn er in eine neue Famile kommt.

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13. Oktober 2011 um 22:26
In Antwort auf fluffypuffy

Danke für eure Beiträge...
Ich weis nicht wie ich entscheiden würde wenn es mein eigenes Kind wäre. Ich habe keine eigenen Kinder und weis nicht ob es "gefühlsmäßig" etwas anderes ist.

Mit dem Krankheitsbild habe ich mich schon auseinander gestzt, allein schon weil mein Cousin auch ADHS hat. Mein Pflegesohn hat relativ die gleichen Symptome wie mein Cousin sie damals als Kind hatte.
Ich weis auch wie ich mit der Krankheit umgehen muss, ich weis auch das keiner etwas dafür kann, weder Er, noch Ich oder sonstwer.
Alle Tipps im Umgang die ich bekommen habe von der Frühförderung usw setze ich um, schon seit ca. 1 Jahr, aber es ändert sich einfach nichts an seinem Verhalten. Im Gegenteil, an manchen Tagen dreht er so auf das ich nicht mehr dagegen ankomme.
Das macht mich einfach fertig, psychisch wie körperlich. Vielleicht bin ich einfach nicht so stark & einem kranken Kind gewachsen.

Dadurch das ich auch nicht mit Ihm raus gehen kann ohne das es wieder eskaliert, fühle ich mich in meinem ganzen Leben einfach total eingeschränkt.
Morgens bringe ich Ihn zum Bus, dann gehe ich zur Arbeit, Nachmittags hole ich Ihn vom Bus wieder ab und dann verbringe ich den ganzen Tag in der Wohnung. Am Wochenende bin ich nur zuhause, oder evtl. mal bei meiner Mutter.

Das ich ihn nicht richtig annehmen konnte stimmt nicht. Im gegenteil, ich war damals überglücklich und stolz ein Kind zu haben. Und er ist mir auch nicht egal, ich möchte Ihn im grunde auch behalten, jedoch weis ich einfach nicht ob ich es schaffe, ihm die Erziehung zu bieten, die er braucht. Ob ich ihm genug Liebe gebe kann ich nicht sagen, je nach dem wie man "genug" definiert. Für meinen Begriff ist es genug.
Ich schrei ihn ja nicht den ganzen Tag zusammen oder ignoriere ihn, er kann nunmal nichts für sein Verhalten.

Meine Rolle als Mutter fand ich immer gut, ich habe mich immer gerne um Ihn gekümmert, mit Ihm gespielt, fand es toll wenn er neue Sachen entdeckt hat, wenn er Wörter lustig ausgesprochen hat, mit ihm "Kindersachen" zu machen (Spielplatz, Schwimmen, Zoo, Kindergeburtstage, usw) einfach dieses Kinderlachen im Haus zu haben....

Nächste Woche habe ich einen Termin beim Jugendamt (mit seiner leiblichen Mutter), dann werde ich mit denen sprechen wie die sich die Zukunft von Ihm vorstellen.

Ob er in ein Heim oder in eine andere Familie kommt, liegt am Jugendamt und an seiner leiblichen Mutter, die hat das Sorgerecht für Ihn und kann viel mit entscheiden. Jedoch habe ich mich mit Ihr schon unterhalten und Ihr wäre es auch lieber wenn er in eine neue Famile kommt.

Nachschlag
<<< fluffypuffy am 13/10/11 um 20:53
Alle Tipps im Umgang die ich bekommen habe von der Frühförderung usw setze ich um, schon seit ca. 1 Jahr, aber es ändert sich einfach nichts an seinem Verhalten. Im Gegenteil, an manchen Tagen dreht er so auf das ich nicht mehr dagegen ankomme. >>>

Zum einen, 1 Jahr ist gar nichts. Ob nun ADHS/ADS/Autismus/Rett usw., alles vermutlich neurobiologische Umwelterkrankungen, begründet alle auf Fehler im Stoffwechsel im Gehirn, alles nicht heilbar. Nur die Symptome sind behandelbar. Soweit solltest du auch schon recherchiert haben. Also, nichts mit ein Jahr und besser. Die Kinder müssen mit diesen Einschränkungen leben, ebenso die Eltern, wie auch die Umwelt. Es spielt da sehr viel von Akzeptanz rein, das Kind so akzeptieren, wie es ist.
Dazu noch die richtige Therapie und, sei mir nicht böse, Psychotherapie bei einem 4jährigen ist Nonsens. Neben jeglicher Realität, schon bei einem gesunden Kind. In dem Alter begreift das nicht einmal ein gesundes Kind.
Aber ich schätze mal, diese Therapie wurde dir aufgedrückt!?

<<< fluffypuffy am 13/10/11 um 20:53
Dadurch das ich auch nicht mit Ihm raus gehen kann ohne das es wieder eskaliert, fühle ich mich in meinem ganzen Leben einfach total eingeschränkt.
Morgens bringe ich Ihn zum Bus, dann gehe ich zur Arbeit, Nachmittags hole ich Ihn vom Bus wieder ab und dann verbringe ich den ganzen Tag in der Wohnung. Am Wochenende bin ich nur zuhause, oder evtl. mal bei meiner Mutter. >>>

Dazukommend, mit Randale in der Wohnung, wenn der Kleine richtig loslegt. Ist aber auch normal, nehme die Empfehlungen zu ADHS an, in den Wald gehen, oder z.B. Spielplatz erst abends, wenn dort weniger Kinder sind.
Durchstreiche einfach die Empfehlungen des Jugendamtes, der Betreuer, denn hier kommt immer wieder der Ratschlag, die Vorgabe, raus mit dem Kind unter anderen Kinder. Nur sie kennen nicht das Krankheitsbild!

<<< fluffypuffy am 13/10/11 um 20:53
Ob er in ein Heim oder in eine andere Familie kommt, liegt am Jugendamt und an seiner leiblichen Mutter, die hat das Sorgerecht für Ihn und kann viel mit entscheiden. Jedoch habe ich mich mit Ihr schon unterhalten und Ihr wäre es auch lieber wenn er in eine neue Famile kommt. >>>

Es liegt nicht am Jugendamt, es liegt an dir und der Mutter, da eine vernünftige Regelung zu schaffen. Jugendamt macht einfach, Heim, Punkt. Vorher Kinderpsychiatrie zur Diagnostikfindung, wie gesagt, 12 Monate. Und wie schon deine Psychotherapeuten sagte, gar nicht angezeigt bei so einem Kind, da hat sie absolut Recht. Da therapeutisch kontraproduktiv, erstrecht das Heim. Diese Kinder werden da hauptsächlich ruhig gestellt.

Ihr müsst jetzt zusammen eine Lösung finden, wenn ihr nicht mehr könnt. Wie hier auch schon vorgeschlagen, therapeutisch ausgebildete Familie suchen, muss das Jugendamt machen. Und ihr könnt das regeln, mit dem JA zusammenarbeiten, für das Kind.

Ach ja, nur mal so nebenbei, Heim, Psychiatrie, die Kosten haben die Sorgeberechtigten zu tragen.
Tagesklinik z.B. nicht, trägt die KK. Nur um etwas aufzuzeigen, wie man es sich auch einfach machen kann, wenn du mich verstehst, von welcher Seite aus.

Dazu habe ich berechtigt ein Kloß im Hals, Kinder kann man sich nicht aussuchen, ob leiblich oder Pflegschaft. Sie entwickeln ihr Problematiken, ihre Störungen, oder eben auch nicht und sind pflegeleicht, sind aber sehr sehr sehr selten. Nur wenn sie Problematiken entwickeln, übrigens bei ADS/ADHS, Asperger usw. ab 3 Jahren, hat man sie weiterhin zu akzeptieren und nicht abzuschieben. Ich weiß die Umwelt macht es einem schwer, dazu auch dümmliche Sprüche, auch seitens JA, es liegt nur an der Erziehung, Ja ja.

Ab 3 Jahren, müsste dich jetzt hellhörig machen, mich machte alleinig deine Schilderung hellhörig, ab wann es losging.
Ich kann dir jetzt nur empfehlen, setzt euch mit der Mutter zusammen, Gesundheitsamt aufsuchen, ist nicht das verkehrteste und Verdacht ansprechen, auch die zeigen Möglichkeiten auf. Alternativ Facharzt für ADHS/Autismus suchen und Therapie überdenken.

Vielleicht habt ihr dann eine Möglichkeit für euch selbst, den Kleinen zu behalten. Denn solche Kinder sind verdammt lieb und in der Regel hochbegabt. Sind kleine Ausnahmen in unseren heutigen Zeit.

Und, wenn du halt den Kleinen abschiebst, immer dran denken, das nächste Pflegekind könnte die gleichen Problematiken aufzeigen. Das Risiko steht normal bei 1 : 10, bei Pflegekindern noch viel höher, denn da kamen ja schon die leiblichen Eltern nicht mit klar. Bzw. das hat dann so ein JA beurteilt. Oder anders gesagt, es liegt in der Natur der Dinge, dass du einfache Kinder nicht bekommst. Aber auch das, hätte dir von vornherein klar sein müssen, ist kein Spaziergang. Nicht mal für leibliche Eltern.
(der Kloß im Halse, war wohl verständlich)

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14. Oktober 2011 um 0:07

Mh...
....es tut mir leid, aber nun wird doch noch deutlicher, dass Du den Kleinen nicht richtig annehmen konntest. Du sprichst so distanziert von ihm.
Das ist eigentlich das Schlimme, dass es viele Pflegeeltern gibt, die glauben sie könnten so ein Kind aufnehmen und es wäre genug, wenn sie es betreuen, dafür sorgen, dass es ihm gut geht, mit ihm spielen, schöne Dinge unternehmen usw. Doch das ist es nicht

Auch diese Kinder, oder gerade diese Kinder wollen und müssen bedingungslos geliebt werden. Alleine die Tatsache, das Du ihn immer Pflegesohn nennst und so Dinge sagst wie: "ich weiß nicht, ob ich mein leibliches Kind mehr lieben würde" zeigt, dass das leider bei Dir nicht der Fall ist .
Nur das versteht doch der Junge nicht. Der will doch einfach nur Eltern die ihn genauso lieben, wie die anderen Eltern ihre Kinder lieben ...... und bei leiblichen Kindern denkt niemand drüber nach sie abzugeben, wenn es schwierig wird und er ist doch erst fünf, mensch. Da ist noch alles offen!
Ich finde das so schlimm, dass Pfleeltern tatsächlich häufig vorgemacht wird, dass so ein distanziertes Verhältnis zwischen Pflegeeltern und Pflegekind klappt. Manchmal geht es denen tatsächlich sogar nur um das Geld
Je nach Alter natürlich, aber wenn man ein zweijähriges Kind aufnimmt, braucht es einfach nur Eltern und keine Pflegeeltern. Allein schon diese Bezeichnung finde ich eine Katastrophe!
Mein Sohn fragte mich mal ob er nur zur Pflege bei uns sei, weil er ja ein Pflegekind ist, da ein Kind aus der Nachbarschaft ihm soetwas in der Art erzählt hat. Das war die schlimmste Krise die wir, bzw. er, je hatten. Er war total verunsichert und bekam irsinnige Verlustängste, Alpträume und Panikatacken. Wir haben dann mit Hilfe eines Psychologen über mehrere Sitzungen ein Ritual durchgeführt und ihn offiziell von diesem Titel " Pflegekind" befreit und ihn (obwohl für uns eh schon klar) mit Hilfe eines geheimen Zaubers zu "unserem Kind" gemacht. Da war er fünf. Seit dem waren die Probleme wieder so gut wie vorbei.
Trotzdem muss ich ihm immer wieder sagen, wie sehr ich ihn liebe. Wenn wir streiten fragt er manchmal, ob er sich eine neue Familie suchen muss, weil ich jetzt so böse auf ihn bin, obwohl das nie Thema war. Ich bin dann immer geschockt, aber diese Angst sitzt bei solchen Kinder enfach zu tief und wird nie ganz weg sein. Unter Anleitung unserer Betreuerin, wurde uns beigebracht, wie wir da reagieren sollen. Ich sage ihm dann immer , egal was er angestellt hat, dass er machen kann was er will, er bleibt bei uns, sogar im Gegenteil, ich dramatisiere das ganze sogar noch und sage ihm, dass er keine Wahl mehr hat , denn wir sind nd bleiben seine Eltern und er wird uns nicht mehr los, da wir ohne ihn nicht mehr leben könnten. Es ist bekloppt, aber das beruhigt ihn dann immer ungemein.
Kinder brauchen Eltern und zwar richtige, mit Pflegeeltern können sie nichts anfangen, woher auch und darüber sollte sich jeder, der ein so kleines Kind aufnimmt klar sein!!!
Ich erzähle Dir das alles, damit Du verstehst, was in so einem Kind vorgeht und was da bei Euch alles fasch läuft!

Und glaub mir, wir sind auch total eingeschrängt in unerem Leben, um ehrlich zu sein haben wir gar kein richtiges eigenes Leben mehr, aber das nehme ich für meine Kinder gerne in kauf. Es ist ja nur für ein paar Jahre.

Noch mal möchte ich mich für die harten Worte entschuldigen, aber mir tut der Junge so leid und ich weiß leider auf Grund meiner beruflichen Erfahrung, was aus Kindern wird, die soetwas erleben und eben nicht über alles geliebt aufwachsen. Und glaub mir, das sind wirklich gestörte Persöhnichkeiten, die ihr ganzes Leben unter dem was sie nie bekommen haben leiden werden, mal mehr und mal weniger. Das Schlimme ist, sie können nichts dafür und ihr ganzes Leben wird durch eine Jagt nach Liebe bestimmt sein. Das klingt alles sehr dramatisch, doch so ist es nunmal!

Und noch mal. Auch wenn Du immer betonst, das die leibliche Mutter das Sorgerecht hat und daher sie und das Jugendamt dafür zuständig sind, was mit ihm geschieht. Da bekomme auch ich einen Kloß im Hals!!! Du bist seit drei Jahren seine Mutter! Nun übernimm bitte wenigstens hier die Verantwortung und sorge dafür, dass es ihm in der Zukunft gut geht!!!! Er ist kein Hund oder so und Du hast Dich damals für ein Pflegekind entschieden! Es ist Deine Pflicht nun für ihn da zu sein und Dich für ihn einzusetzten, auch wenn er bei Euch vielleicht nicht mehr leben kann!

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14. Oktober 2011 um 21:19


Guten Abend,

ich habe mir grade eure Beiträge durchgelesen und möchte auch meinen Senf dazu geben

Ich Arbeite seit über 30 Jahren als Pflegemutter fürs Jugendamt. Selber habe ich 3 Kinder zur Welt gebracht und 3 Pflegekinder groß gezogen. Seid ca. 10 Jahren nehme ich jedoch nur noch Kinder in kurzzeit-Pflege auf.

Viele Kinder die bei mir lebten sind danach zur langzeit-Pflege in andere Pflegefamilien gekommen.
Mit diesen Eltern hatte ich durch die Besuchskontakte und der Eingewöhnungsphase viel Kontakt.

Was ich sagen möchte ist: Einige von diesen Pflegeltern haben ihr Kind nach einigen Jahren wieder abgegeben weil sie damit einfach nicht zurecht gekommen sind. Der Hauptgrund war jedoch, dass das Kind einfach Psychische auffälligkeiten hatten, teilweise auch sehr extreme Geschichten.

Durch meine langjährige Arbeit weis ich, dass es wirklich Kinder gibt, die einfach für eine "normale" Familie nicht tragbar sind. Die Kinder haben daran genau so wenig Schuld wie die Eltern.
Wenn es einfach nicht klappt, dann sollte man versuchen eine gute Lösung für Kind & Eltern zu finden. Das Kind auf Teufel komm Raus zu behalten, nur weil man sonst von der Gesellschaft verachtet wird, hilft auf dauer niemandem. Die Eltern sind überfordert, können ihrem Kind keine, auf seine Bedürfnisse abgestimmte, Erziehung bieten und das Kind wird sein Leben lang darunter leiden. In dem Fall ist es für das Wohl des Kindes allemale sinnvoler in eine Familie mit psychologischer Ausbildung oder in eine Art "Heim" für auffällige Kinder zu kommen.Die gleiche ansicht habe ich auch bei leiblichen Kindern!!!

In euren Beiträgen ist von "Abschiebung" die rede. Totaler schwachsinn!! Grade Eltern die keine eigenen Kinder bekommen können, sind heilfroh wenn sie ein Pflegekind aufnehmen dürfen. Schleißlich haben diese Eltern sich bewusst für ein Kind entschieden. Wenn sie dann das Kind wieder abgeben, machen sie sich selber genug Vorwürfe und haben das Gefühl versagt zu haben.

Egal ob Pflegekind oder leibliches Kind; die mehrzahl der Mütter die Ihre (Pflege)Kinder abgeben, tun dies weil sie einfach fertig mit der Welt sind und nicht einfach nur weil das Kind ein bischen nervt.
Ich persönlich find es besser, man gesteht sich ein das man es nicht schafft und gibt das Kind ab, als wenn man es nicht vernünftig erzieht und einfach nur nebenbei groß werden lässt.

Falls das Kind, um das es hier geht, wirklich ADHS hat, dann muss ich sagen; Eltern die gesunde Kinder, oder Kinder mit leichten auffälligkeiten haben, können hier gar nicht mitreden. Ich selber habe ADHS Kinder in der Pflege gehabt. Diese Kinder (wenn ADHS stark ausgeprägt ist) sind im Alltag kaum zu bändigen. Da bin ich mit meiner Ausbildung und regelmäßigen Schulungen schon an meine Grenzen gestoßen.

Für ein Kind ist ein Familienwechsel schwer, keine Frage, es fühlt sich abgeschoben und weis garnicht was los ist. Wenn man das ganze jedoch mit einer guten psychologischen Begleitung macht, ist es zu schaffen.

Aus meiner Sicht kann ich nur sagen: Wenn du dich nicht in der Lage fühlst dein Kind weiterhin zu betreuen, dann sprich mit dem Jugendamt und finde mit denen eine geeignete Lösung. Das Kind kann nicht unbeschwert und glücklich aufwachsen wenn du selber total überfordert und abgestresst bist. In dem Fall wäre ein Neustart für das Kind in jedem Fall die beste Lösung.

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18. März 2017 um 9:08
In Antwort auf fluffypuffy

Hallo Leute,

ich betreue seit 3 Jahren einen Jungen als Pflegekind bei mir. Er wird bald 5 Jahre alt. Vor ca. 2 Jahren hat er sich total verändert. Er wurde launisch, zickig, hat alles Ignoriert was ich gesagt habe usw. Ich dachte erst das es vllt nur eine Phase ist. Jedoch wurde es immer schlimmer, vor allem im Kindergarten, dort hat er andere Kinder massiv verprügelt, beleidigt, angespuckt (bei den Erzieherinnen übrigens auch), mit Gegenständen beschmissen und egal was die Erzieherinnen sagten, er hat nicht gehört. Zuhause ging es kurz danach auch los, er bekam ständig "Anfälle" wo er mich auch versucht hat zu Schlagen, Treten, Spucken usw. Zeit im freien mit ihm zu verbringen ist gar nicht mehr möglich, er haut wirklich immer ab, belästigt andere Leute (quatscht die voll usw) und wenn die Leute nicht auf Ihn reagieren beleidigt er die ebenfalls oder wirft denen auch Sachen hinterher (Steine, Dreck). Er pinkelt mit Absicht in die Hose oder einfach so in sein Bett.
Ich habe das Gefühl, er nimmt mich als "Mutter" nicht mehr an. Er "arbeitet" immer gegen mich, er ist grundsätzlich gegen alles was ich sage, mache & möchte.

Zum Einkaufen kann ich ihn auch nicht mit nehmen, da schreit er nur rum, schmeißt alles um,... Wirklich schrecklich!

Er bekam dann 1x die Woche von der Lebenshilfe eine Frühförderung. Inzwischen geht er in einen Heilpädagogischen Kindergarten und geht nebenbei noch zur Kinderpsycholoin.
Jedoch alles bis heute ohne Erfolg. Das Jugendamt weis über das ganze natürlich auch Bescheid und hat mir selber schon vorgeschlagen ob es für Ihm in einem Heim nicht besser wäre.
Seine leibliche Mutter befürwortet dies auch.

Ich persönlich bin hin und her gerissen. Auf der einen Seite möchte Ich ihn behalten, auf der anderen Seite bin ich einfach fertig mit den Nerven. Ich habe seit Monaten schon Stressbedingte Magen-Darm Probleme, fühle mich in meinem eigenen Leben einfach eingesperrt (da ich ja nicht raus gehen kann mit ihm) & bin oft schlecht gelaunt.
Früher hat meine Mutter Ihn oft am Wochenende über Ncht genommen, aber Sie kommt mit Ihm und seinem Verhalten garnicht mehr zurecht.

Vielleicht kann mir einer helfen bzw schreiben wie er die Sache sieht??
Wäre es für Ihn, seine Entwicklung & seine Zukunft vllt doch besser, wenn er in ein Heim kommt, wo ausgebildete Leute sind, die Ihn einfach besser erziehen können?

Ich weiß wie du dich fühlst , ich habe 11 Jahre alles gegeben bis ich mein Pflegekind nicht mehr halten und steuern könnte ... nun ist er im Jugendhaus was mir sehr schwer viel nun stehe ich vor der Tatsache ihm klarzumachen das wir kein Kontakt mehr haben werden 😔 Als ob er nie existierte ... ich weiß nicht wie ich es ihm sagen soll aber für ihn ist es das beste 

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18. März 2017 um 14:33

Wenn man jahrelang keinen gemeinsamen Weg findet, kann es sinnvoll sein,  das Pflegeverhältnis zu beenden. 
Dann verändert sich sicher die Beziehung. Der Abstand eröffnet dann neue Möglichkeiten aufeinander zuzugehen. Es fällt mir aber schwer, nachzuvollziehen, wie nan einen kompletten Abbruch pädagogisch sinvoll begründet. Noch weniger kann ich glauben, dass das emotional erträglich ist

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18. März 2017 um 16:42
In Antwort auf olivia20132

Ich weiß wie du dich fühlst , ich habe 11 Jahre alles gegeben bis ich mein Pflegekind nicht mehr halten und steuern könnte ... nun ist er im Jugendhaus was mir sehr schwer viel nun stehe ich vor der Tatsache ihm klarzumachen das wir kein Kontakt mehr haben werden 😔 Als ob er nie existierte ... ich weiß nicht wie ich es ihm sagen soll aber für ihn ist es das beste 

Der Thread ist über fünf Jahre alt. Ich vermute, die TE hat mittlerweile eine Lösung gefunden.

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20. März 2017 um 7:41

Das Jugendamt meinte das wir kein Kontakt mehr haben sollten weil er für immer im Jugendhaus bleibt 😢 Für ihn sei es am besten ... aber ich muss es am Mittwoch ihm sagen 😢Aber mir fällt es do. schwer weil ich weiß wie er reagiert und verstehe es such 

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20. März 2017 um 7:45
In Antwort auf ani19671

Wenn man jahrelang keinen gemeinsamen Weg findet, kann es sinnvoll sein,  das Pflegeverhältnis zu beenden. 
Dann verändert sich sicher die Beziehung. Der Abstand eröffnet dann neue Möglichkeiten aufeinander zuzugehen. Es fällt mir aber schwer, nachzuvollziehen, wie nan einen kompletten Abbruch pädagogisch sinvoll begründet. Noch weniger kann ich glauben, dass das emotional erträglich ist

Da hast du recht ... pädagogisch kann ich es auch nicht vertreten und ich weiß auch nicht wie ich es ihm sagen soll 😢... es wird hart werden aber das Jugendamt sagte wenn es kein zurück mehr gibt wäre es das beste ... aber er hat nur uns und dann niemanden mehr 

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20. März 2017 um 8:21

Nein ! Das was das Jugendamt sagt, ist doch nicht das Evangelium. Pflegekinder müssen immer sowieso schon Beziehungsabbrüche verkraften. Jetzt noch einen ?
Er kann lernen, dass sich Beziehungen verändern und dennoch erhalten bleiben. Das finde ich wichtig und was anderes würde ich dem Kind auch nicht erzählen. Als ehemalige Pflegeeltern seid ihr wichtige Bezugspersonen und habt ein Umgangsrecht.
Du kannst dem Kind nicht so eine Hamnerbotschaft übermitteln wenn du nicht dahinter stehst. Dazu kannst du auch nicht genötigt werden. Du musst authentisch bleiben können.
Es sei denn. ........du bist im tiefsten Inneren doch dankbar, wenn dir jemand die Entscheidung abnimmt und du dich zurückziehen darfst.....weil das  Jugendamt es ja wollte.
Ich kann gut nachvollziehen, dass Pflegekinder in Familien irgendwann nicht tragbar sind. Trotzdem bleibt man doch verbunden wenn man sie jahrelang begleitet hat

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20. März 2017 um 9:07

Nein ganz sicher nicht ... aber ich hatte ein Schlaganfall und habe nicht mehr die Kraft ihn in der Not festzuhalten ... er wird hochgradig aggressiv wenn es nicht nach ihm geht ... er nimmt zwar Tabletten für seine ADHS , aber die Ausbrecher kommen immer wieder 

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20. März 2017 um 12:34

Vielleicht sollte man nicht vergessen, dass ein Pflegekind nun mal nicht aus einer heilen Welt zu einem kommt. 
Oft sind diese Kinder durch ihre Erfahrungen in frühester Kindheit und/oder durch Drogenkonsum der Mutter während der Schwangerschaft so schwer geschädigt, dass eine lebenslange Beeinträchtigung vorliegt. 
Wenn sich dies nun durch Aggressionen und unkontrollierbares Verhalten äußert,dann kommt man im privaten Umfeld schnell an Grenzen.
Pflegeeltern wollen einem Kind ein normales Aufwachsen ermöglichen. Aber um jeden Preis? 
Was wenn das 12jährige Pflegekind bei Konflikten auf die Pflegemutter losgeht,die Einrichtung zerstört und durch sein Verhalten die Pflegefamilie in die soziale Isolation treibt? 
Es gibt Situationen, die man als nicht speziell geschulte Person einfach nicht dauerhaft in den Griff bekommen kann. 
Für mich sind Pflegeeltern, die ein unkontrollierbares Kind in die Obhut einer Einrichtung geben keine schlechten Menschen, sondern Menschen mit sehr viel Mut. 
 

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20. März 2017 um 16:45

Für mich hört sich das nicht so an, als ob die Entscheidung mal eben ganz locker gefällt wurde.
EINFACH macht es sich da niemand.  Pflegekinder sind durch das Päckchen das sie tragen ,  eine besondere Herausforderung.  Natürlich weiß nan das vorher und wird vorbereitet. Dennoch geht man so ein Pflegeverhältnis mit viel Idealismus an. Viele merken dann schnell,  dass man eben nicht alles heile lieben kann. Nach vielen Jahren  kann man an Grenzen stoßen.  Das soziale Umfeld zieht sich zurück....die Gesundheit ist angegriffen und große Selbstzweifel kommen dazu. Therapeuten versuchen zu helfen.....aber die Situation eskaliert. Einige Neunmalkluge wissen dann, was man alles noch machen kann.....dabei kriechen die Pflegeeltern auf dem Zahnfleisch und eigene Kinder kommen zu kurz weil das Pflegekind alle Aufmerksamkeit braucht.......wem ist dann geholfen ?
Ein Schlaganfall ist ein deutliches Zeichen. Wenn man dann sagt, dass man einen anderen Weg geht und sich räumlich distanziert dann haben Pflegeeltern es nicht nötig sich zu rechtfertigen sondern nur zu erklären. Und sie dürfen sich auf die Schulter klopfen. Denn jedes Jahr in einer Familie ist eines weniger im Heim.

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7. November 2017 um 18:27
In Antwort auf fluffypuffy

Hallo Leute,

ich betreue seit 3 Jahren einen Jungen als Pflegekind bei mir. Er wird bald 5 Jahre alt. Vor ca. 2 Jahren hat er sich total verändert. Er wurde launisch, zickig, hat alles Ignoriert was ich gesagt habe usw. Ich dachte erst das es vllt nur eine Phase ist. Jedoch wurde es immer schlimmer, vor allem im Kindergarten, dort hat er andere Kinder massiv verprügelt, beleidigt, angespuckt (bei den Erzieherinnen übrigens auch), mit Gegenständen beschmissen und egal was die Erzieherinnen sagten, er hat nicht gehört. Zuhause ging es kurz danach auch los, er bekam ständig "Anfälle" wo er mich auch versucht hat zu Schlagen, Treten, Spucken usw. Zeit im freien mit ihm zu verbringen ist gar nicht mehr möglich, er haut wirklich immer ab, belästigt andere Leute (quatscht die voll usw) und wenn die Leute nicht auf Ihn reagieren beleidigt er die ebenfalls oder wirft denen auch Sachen hinterher (Steine, Dreck). Er pinkelt mit Absicht in die Hose oder einfach so in sein Bett.
Ich habe das Gefühl, er nimmt mich als "Mutter" nicht mehr an. Er "arbeitet" immer gegen mich, er ist grundsätzlich gegen alles was ich sage, mache & möchte.

Zum Einkaufen kann ich ihn auch nicht mit nehmen, da schreit er nur rum, schmeißt alles um,... Wirklich schrecklich!

Er bekam dann 1x die Woche von der Lebenshilfe eine Frühförderung. Inzwischen geht er in einen Heilpädagogischen Kindergarten und geht nebenbei noch zur Kinderpsycholoin.
Jedoch alles bis heute ohne Erfolg. Das Jugendamt weis über das ganze natürlich auch Bescheid und hat mir selber schon vorgeschlagen ob es für Ihm in einem Heim nicht besser wäre.
Seine leibliche Mutter befürwortet dies auch.

Ich persönlich bin hin und her gerissen. Auf der einen Seite möchte Ich ihn behalten, auf der anderen Seite bin ich einfach fertig mit den Nerven. Ich habe seit Monaten schon Stressbedingte Magen-Darm Probleme, fühle mich in meinem eigenen Leben einfach eingesperrt (da ich ja nicht raus gehen kann mit ihm) & bin oft schlecht gelaunt.
Früher hat meine Mutter Ihn oft am Wochenende über Ncht genommen, aber Sie kommt mit Ihm und seinem Verhalten garnicht mehr zurecht.

Vielleicht kann mir einer helfen bzw schreiben wie er die Sache sieht??
Wäre es für Ihn, seine Entwicklung & seine Zukunft vllt doch besser, wenn er in ein Heim kommt, wo ausgebildete Leute sind, die Ihn einfach besser erziehen können?

Sorry aber du übergibst dich deinem Selbstmitleid. Warum hast du ein Pflegekind genommen? Weil die Nachbarn auch eines haben? Was ist mit dir denn los?
Er hat bereits eine traumatische Erfahrung hinter sich und du bist dabei die nächste zu verursachen. Ein Pflegekind braucht wesentlich mehr Zuneigung und Liebe als ein leibliches Kind eben wegen seiner zu bewältigenden Erfahrungen.
Du heulst herum, dass deine Mutter ihn nicht mehr über Nacht nehmen will.
Ja Hallooooo!!! Warum gibst du ihn überhaupt über Nacht weg. Damit gibst du ihm sicher nicht die Sicherheit die er braucht. Er versteht ja gar nicht warum er nicht "zuhause" schlafen kann. Dass sein Verhalten einfach eine Provokation ist um zu sehen wie du dich verhältst, ob er wirklich sicher ist und geliebt wird auch unter widrigen Umständen, verstehst du wohl nicht.
Das arme Kind... Ändere sofort deine Einstellung und überlege ob du zu lieben bereit bist oder lieber dich weiter in deinem Selbstmitleid wälzt
Solche Leute wie du, die sich nur gut darstellen, sollte man echt kein Kind anvertrauen.

 

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7. November 2017 um 20:46
In Antwort auf flaviadl

Sorry aber du übergibst dich deinem Selbstmitleid. Warum hast du ein Pflegekind genommen? Weil die Nachbarn auch eines haben? Was ist mit dir denn los?
Er hat bereits eine traumatische Erfahrung hinter sich und du bist dabei die nächste zu verursachen. Ein Pflegekind braucht wesentlich mehr Zuneigung und Liebe als ein leibliches Kind eben wegen seiner zu bewältigenden Erfahrungen.
Du heulst herum, dass deine Mutter ihn nicht mehr über Nacht nehmen will.
Ja Hallooooo!!! Warum gibst du ihn überhaupt über Nacht weg. Damit gibst du ihm sicher nicht die Sicherheit die er braucht. Er versteht ja gar nicht warum er nicht "zuhause" schlafen kann. Dass sein Verhalten einfach eine Provokation ist um zu sehen wie du dich verhältst, ob er wirklich sicher ist und geliebt wird auch unter widrigen Umständen, verstehst du wohl nicht.
Das arme Kind... Ändere sofort deine Einstellung und überlege ob du zu lieben bereit bist oder lieber dich weiter in deinem Selbstmitleid wälzt
Solche Leute wie du, die sich nur gut darstellen, sollte man echt kein Kind anvertrauen.

 

Ein Pflegekind braucht wesentlich mehr Zuneigung und Liebe als ein leibliches Kind????? 
Hörst du dich eigentlich selbst reden, was du da für ein Müll erzählst? Ich bin fassungslos.

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10. November 2017 um 6:29
In Antwort auf flaviadl

Sorry aber du übergibst dich deinem Selbstmitleid. Warum hast du ein Pflegekind genommen? Weil die Nachbarn auch eines haben? Was ist mit dir denn los?
Er hat bereits eine traumatische Erfahrung hinter sich und du bist dabei die nächste zu verursachen. Ein Pflegekind braucht wesentlich mehr Zuneigung und Liebe als ein leibliches Kind eben wegen seiner zu bewältigenden Erfahrungen.
Du heulst herum, dass deine Mutter ihn nicht mehr über Nacht nehmen will.
Ja Hallooooo!!! Warum gibst du ihn überhaupt über Nacht weg. Damit gibst du ihm sicher nicht die Sicherheit die er braucht. Er versteht ja gar nicht warum er nicht "zuhause" schlafen kann. Dass sein Verhalten einfach eine Provokation ist um zu sehen wie du dich verhältst, ob er wirklich sicher ist und geliebt wird auch unter widrigen Umständen, verstehst du wohl nicht.
Das arme Kind... Ändere sofort deine Einstellung und überlege ob du zu lieben bereit bist oder lieber dich weiter in deinem Selbstmitleid wälzt
Solche Leute wie du, die sich nur gut darstellen, sollte man echt kein Kind anvertrauen.

 

Hallooooo
so empathielos wie du dich äuserst , hilfst du niemandem. Falls du Kinder hast, hoffe ich dass dein Feldwebelton unterbleibt. Ich wünsche dir, dass du solche Grenzsituationen nicht erleben musst, und ein bißchen Verstand und noch mehr Herz.

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