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Ich verzweifel am Stillen

17. Juni 2015 um 18:04 Letzte Antwort: 19. Juni 2015 um 22:49

Hallo,
meine Kleine ist erst 11 Tage alt, aber in manchen Momenten würde ich am liebsten jetzt schon abstillen.
Ich weiß wie wichtig es für Babys ist gestillt zu werden und bin ein absoluter Befürworter. Bei meiner 1.Tochter habe ich drei Monate gestillt, allerdings auch mit viel Quälerei.
Diesmal war ich mir sicher, dass es besser funktioniert. Ich habe eine gute Hebamme, die auch Stillberatin ist, genug Milch ist auch da. Aber die Kleine hat mir die Brustwarzen so wund gebissen, dass ich jedes mal angst habe sie anzulegen. Es tut einfach nur weh.
Was hat euch in so einer Situation geholfen durchzuhalten?

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17. Juni 2015 um 18:11

Oh, ich kenn das!
Und ich kann deine Situation so gut nachempfinden. Wie oft hab ich mit zusammengebissenen Zähnen und Tränen auf den Wangen mein Kind gestillt.

Hast du diese Salbe? Betupfst du deine Brustwarzen regelmäßig mit Muttermilch?
Machst du Quarkwickel zum Kühlen oder Kohlwickel in deinen Still-bh?
Legst du dein Kind auch in anderen Positionen an? Fussballergriff, auf der Seite im Liegen und so weiter?

Wie wären Stillhütchen, damit sich deine Brustwarzen mal erholen können?

Nimmt dein Kind einen Schnuller? Auch um deine Brustwarzen als Nuckel zu entlasten?

Gut ist auch im Halbschlaf stillen, oder direkt nach dem Aufwachen. Nachts.

Heilwolle soll auch gut helfen.

Puh, das ist alles, was mir einfällt gerade.

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17. Juni 2015 um 18:17

Bei wunden Brustwarzen
ist das korrekte Anlegen sehr wichtig. D.h. der Mund muss ganz weit offen sei, die Lippen nach außen gestülpt und die Zunge sollte über der Kauleiste liegen. Aber das hat sich deine Hebamme ja sicher schon angeschaut.

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17. Juni 2015 um 19:10

Ein guter Tipp von Christkind
Ich wusste damals anfangs nicht, das das "ganze Paket" in den Mund des Kindes muss.
Als nicht nur an der Brustwarze zuzeln, sondern der Vorhof muss auch in den Mund (so viel wie eben geht).

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17. Juni 2015 um 19:32


Ach Mensch, kein schöner Einstieg in die Stillbeziehung

Wie sieht es denn mit der vorrübergehenden Benutzung von Stillhütchen aus?

Notfalls kannst du dir vom Arzt auch eine Milchpumpe (gut ist die Medela Synphonie) verschreiben lassen. Da kannst du die Saugstärke regulieren, bis die Brustwarzen verheilt sind. Brustwarzensalbe und Seide-Woll-Stilleinlagen wirken auch wahre Wunder.

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17. Juni 2015 um 19:33

Oh ja
davor habe ich jetzt schon wieder Panik, wenn es in knapp drei Monaten wieder soweit ist Bei mir haben die Multimam Kompressen wahre Wunder bewirkt. Und als alles nichts half und meine Brustwarzen sich schon teilweise vom Vorhof lösten, gab mir meine Hebamme Stillhütchen. Damit sich das ganze überhaupt erst einmal beruhigt. Es war die Hölle, aber mit den Hütchen und den Kompressen, war es rasch wieder gut.

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17. Juni 2015 um 19:39

Habe zwar
nach 5 Wochen aus anderen Gründen abgestillt, hatte das bis dahin aber auch durch. Noch im KH haben meine Bruswarzen zu bluten begonnen und waren bereits entzündet. Ich bekam dann in der Klinik eine Lasertherapie (Kaltlaser). Die hat Wunder bewirkt. Vielleicht kannst du deine Hebi mal darauf ansprechen?! Zu Hause hab ich dann, wenns wieder soweit war, hin und wieder mit Stillhütchen gestillt, bis die Brust abgeheilt war.
Gescheitert hats bei mir dann letzendlich leider an zu wenig Milch und zu wenig Nerven. Hab zum Füttern an die 2h gebraucht - Stillen, Flasche, Abpumpen - und dann gings schon wieder von vorne los. Wollte mein Kind schon gar nicht mehr bei mir haben und da war dann der Punkt gekommen, an dem ich abgestillt habe.

Wünsch dir jedenfalls, dass du das ganz schnell in Griff bekommst!

Glg Plici

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17. Juni 2015 um 20:20

Hol dir in der
Apotheke Multi Mam Kompressen.
Legst du richtig an? BZW lass es dir bitte nochmal zeigen.
Die KOmpressen heilen gut ab.
LG

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17. Juni 2015 um 21:02

Gute tipps dabei...
...aber wenn du weiterstillen magst heißt es durchhalten,durchhalten,durchh alten!Ich hatte auch ganz arg am Anfang zu kämpfen...wunde BW,falsches anlegen,Brustentzündung,Soor,e tc.!Geholfen am besten eine Mischung aus viel die Brust an der Luft (zu Hause kein Problem),MultiMam Kompressen und due dm Brustwarzensalbe.Ganz viel Glück lg

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17. Juni 2015 um 21:46

Lass auch noch mal
das Zungenbändchen von deinem Baby überprüfen, ist dies zu kurz, kann es auch zu entzündeten Brustwarzen kommen.

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18. Juni 2015 um 7:52

Danke
Ich danke euch sehr für die lieben Worte und die Tipps. Ich werde heute Vormittag gleich mal zu DM und in die Apotheke fahren. Von den Stillhütchen ist meine Hebamme nicht begeistert, aber ich werde sie zumindest auf der schlimmeren Seite ausprobieren, bevor es gar nicht mehr geht.
Viele Dinge mache ich schon, was dann umso frustrierender ist.
Das Anlegen klappt manchmal super und manchmal gar nicht, weil sie ihren Mund nicht richtig auf macht.

Ihr habt mir auf jeden Fall wieder Mut gemacht und ich werde ein paar eurer Tipps ausprobieren.

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18. Juni 2015 um 7:59

Nur Mut!
Du schaffst das!

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18. Juni 2015 um 9:25

Lass dich nochmal beraten
Eine Stillberaterin wäre bestimmt hilfreich. Die beraten kostenlos und sind am Besten qualifiziert. Sie kann schauen, ob du gut anlegst. Es gibt ja auch noch Tipps und Tricks. Ist das Zungenbändchen schon kontrolliert worden?
Ich wünsch dir noch viel Erfolg

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18. Juni 2015 um 9:43
In Antwort auf elisabennet

Lass dich nochmal beraten
Eine Stillberaterin wäre bestimmt hilfreich. Die beraten kostenlos und sind am Besten qualifiziert. Sie kann schauen, ob du gut anlegst. Es gibt ja auch noch Tipps und Tricks. Ist das Zungenbändchen schon kontrolliert worden?
Ich wünsch dir noch viel Erfolg

...
Ja, das Zungenbändchen wurde angeschaut.
Meine Hebamme ist Stillberaterin und schaut regelmäßig, allerdings müssen wir das Anlegen einfach noch üben, weil es eben nicht immer gut klappt.

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18. Juni 2015 um 9:56

Richtig anlegen
Hallo,
ich stille ja zum zweiten Mal, nur dieses Mal Zwillinge und meine Brustwarzen waren anfangs auch alles andere als begeistert
Im Krankenhaus habe ich auch Stillhütchen bekommen, weil meine Kleinen die Brustwarze nicht richtig ansaugen konnten. Mit der Zeit konnte ich den Einsatz der Hütchen reduzieren und komme inzwischen komplett ohne aus. Sie haben mir aber super geholfen als die Brustwarzen anfingen wund zu werden.
Ohne Stillhütchen hatte vor allem meine Tochter immer noch Probleme richtig anzudocken und hat mir immer mal wieder gereizte bis wunde Brustwarzen beschert. Die Multi-Mam-Kompressen sind echt Gold wert, am Besten bewahrt man die gleich im Kühlschrank auf...
Und dann habe ich mich noch einmal belesen, wie ich besser anlegen kann und hab folgende Beschreibung gefunden:
http://www.stillkinder.de/anlegen-ohne-schmerzen/
Seitdem ich das so mache, klappt es viel besser. Vielelicht ist das ja auch einen Versuch bei Euch wert (vorausgesetzt du machst es bisher anders )

Ich drück Dir die Daumen!

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18. Juni 2015 um 11:07

Das sind doch schon mal gute Voraussetzungen
Ich hatte selbst beim 3. Kind wunde blutige Brustwarzen und ich bin selber Stillberaterin. Der junge Mann hat sich saublöd angestellt, aber das Wissen, dass es schon zweimal super geklappt hat, hat mir geholfen, obwohl ich jedes Mal beim Anlgen geheult habe.

Kurzzeitig habe ich an einer Seite ein Hütchen benutzen müssen, weil die Wunde sonst gar nicht verheilt wäre. Aber von einem Tag auf den anderen ging es plötzlich.

Alles Gute für Euch!

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18. Juni 2015 um 13:52

Schoko
Frag wirklich auch nochmal nach dem Kaltlaser! Ich hab das 2x gemacht an einem Tag und da haben sich dann schon die Krusten gebildet zum heilen und ich konnte gleich am nächsten Tag weiterstillen. Viell. kannst du dir das ja in der Nähe machen lassen oder bei euch im KH machen lassen?!

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19. Juni 2015 um 7:20

Hi
Das hatte ich auch am anfang.das stillen tat so weh. Erst nach 3 Wochen hab ich gelesen,dass Wasser mit Salz(auf halbes Liter 1 Löffel Satz) helfen soll.hab es für 3-4 Tage gemacht.einfach nach dem duschen die Brustwarzen mit den Wasser abwaschen.seit dem hab ich keine Probleme mehr.

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19. Juni 2015 um 7:27

.
Multi MAM kompressen aus dem Kühlschrank...

Und korrektes Anlegen haben mir geholfen... Hatte ein Video gefunden das mir sehr half... Die Brustwarze von unten nach oben in den Mund rollen, damit wirklich kein Stück Brustwarze erwischt wird.

Nach paar Tagen war es vorbei und seither keine Probleme mehr. Hatte vorher alles blutig und wund und jetzt weiß ich erst, dass Kind 1 nicht richtig getrunken hat. Hatte 18 Monate mit schmerzen gestillt.
Jetzt stille ich schmerzfrei.

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19. Juni 2015 um 20:43

Du schaffst das bestimmt!
Bei meiner zweiten Tochter hatte ich auch besonders schlimme Brustwarzen. Sie war sehr klein und zierlich und hatte große Probleme, die Brust überhaupt zu fassen. Geholfen haben mir zwei Dinge: Erstens die Einstellung, dass ein Abstillen für mich nie in Frage käme, ich hatte sozusagen keine Wahl. Augen zu und durch quasi, wie während der Geburt, da kann man auch nicht einfach nachhause gehen. Das Kind muss da raus, ob man will oder nicht Und da Aufhören überhaupt keine Option war, habe ich bei jedem Anlegen die Zähne zusammengebissen. Nach etwa drei Wochen wurde es besser. Und Zweitens hat mir geholfen eine andere Anlegetechnik: Der sogenannte Fußballgriff, bei dem Du das Baby seitlich neben Dich legst, Du sitzt, und dann greifst Du mit dem Arm unter das Kind, schiebst es Dir auf den UNterarm und hälst mit der Hand das Köpfchen und schiebst es zur Brust. Das zeigt Dir bestimmt Deine Stillberaterin. Das entlastet die Brustwarze sehr.

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19. Juni 2015 um 21:02

Hey
oh Mann, dass ist echt belastend, wenn das Stillen nur Schmerzen bereitet.

Legst du sie auch richtig an? So dass möglichst viel vom Brustwarzenhof im Mund ist?

Nimmt sie nebenher den Schnuller oder trinkt sie nebenher aus der Flasche? Falls ja könnte das "Beißen" ein Zeichen für eine Saugverwirrung sein.

Selbst wenn auch Stillhütchen zu einer Saugverwirrung führen können und deshalb von Stillberaterinnen schlecht geredet werden, habe ich damit in den ersten Wochen sehr gute Erfahrungen gemacht. Ich habe flache Warzen und mein Sohn hatte in den ersten Wochen große Schwierigkeiten die Brust weit genug in den Mund zu bekommen. Anfangs habe ich ausschließlich mit Hütchen gestillt. Das hat meine Warzen sehr entlastet. War zwar manchmal eine riesen Sauerei, aber ich konnte stellenweise das Stillen sogar damit genießen, weil es nicht mehr weh tat. Als mein Sohn dann etwa acht/neun Wochen alt war übte ich mit ihm tagsüber das Stillen ohne Hütchen. Und nach zwei Tagen konnten wir sie dann sogar ganz weg lassen. Zwar litten dann meine Brustwarzen wieder ein bisschen unter der direkten Belastung, aber nicht mehr ganz so sehr wie am Anfang und nach paar Tagen war das dann auch wieder ok. Einen Versuch wäre es wert.

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19. Juni 2015 um 22:49

Wenn
Du gerne weiterstillen magst, dann lass dir unbedingt zeigen, wie das mit dem Anlegen besser klappen kann. Wenn du schreibst, sie macht den Mund nicht richtig auf, dann dürfte genau das die Schmerzen verursachen. Ich habe das auch durch und die ersten 2 Wochen waren echt schlimm.

Sobald ich das mit dem Anlegen raus hatte, war das Thema nach 2 Tagen vorbei und jetzt stillen wir bereits 12,5 Monate. Was ich vorher nie gedacht hätte, denn ich habe immer gesagt, dass ich nach ein paar Monaten abstille.

Meine Ratschläge:

- versuch eine entdpannte Position zu finden und die Schultern locker zu lassen. Durch die Angst vor den Schmerzen verkrampft man schon vorher.
Stillkissen mit Baby so vor dich legen, dass es genau mit dem Mund auf Brustwarzenhöhe liegt und ebenfalls entspannt trinken kann und den Kopg nivht drehen muss.

- Brust mit Daumen oben und Zeigefinger unten (C-Griff nicht ZigRettengriff mit Zeige und Mittelfinger) zusammendrücken und dann vor den Lippen etwas anstupsen, bis das Kind den Mund weit öffnet. Genau in dem Moment das Kind etwas an dich ziehen (wichtig!) und versuchen so viel wie möglich vom Vorhof in den Mund zu bekommen. Wenn es zu wenig oder nur die Brust erwischt das Vacuum mit dem Finger lösen, andocken, erneut andocken. Nach 2 Tagen habt ihr das bestimmt raus.

Zum Lindern habe ich Tagsüber etwas Milch nach dem Stillen an der Brust trocknen lassen. Und zwischendurch Lanisoh geschmiert. Nachts habe ich die MultiMam-Kompressen genutzt (eine zur Hälfte geschnitten reicht für Beide Seiten).

Seitdem läuft es bis auf ein paar Tage beißen zwischendurch wirklich super und sie stillt jetzt nur noch abends und nachts. Ich habe mich so intensiv damit beschäftigt, da meine kleine Tochter keinen Schnuller, Flasche oder gar Stillhütchen akzeptiert hat - sie hat daran einfach nicht gesaugt. Mittlerweile bin ich echt froh, dass ich durchgehalten habe wobei ich meine Große damals abgestillt habe, da sie immer mehr abgenommen hat. Ist auch kein Weltuntergang

Also falls du weiterstillen möchtest, sich Dir eine gute Beraterin und lass es Dir nich einmal zeigen. Das klappt bestimmt.

Lg

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