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Ich weiß nicht was ich machen soll

24. März 2015 um 11:42

Hallo,

mal kurz zur Vorgeschichte... ich bin seit Beginn meiner ungeplanten Schwangerschaft alleinerziehend. Mein Baby ist jetzt 7 Monate alt.
Mein Ex hat mich damals, weil er kein Kind wollte, nach 3 Jahren Beziehung verlassen, also ich habe mich nicht von irgendwem einfach so schwängern lassen Wir hatten damals große Pläne, er hatte seinen ersten richtigen Job nach dem Studium angetreten, wir waren gerade zusammen gezogen, ich stand kurz vor meinem Abschluss... naja, mit der Trennung war das von heute auf morgen vorbei und ich stand mit nichts da. Bis heute zahlt er keinen Unterhalt (aber ich bin mit Hilfe des Jugendamts dran) und hat auch sonst keinen Kontakt zu uns, obwohl wir nicht weit auseinander wohnen.
Ich habe kurz vor der Geburt mein Studium abgeschlossen, seitdem erhalte ich ALG 2. Aber ich komme damit gar nicht klar. Diese Abhängigkeit vom Jobcenter und die ständigen Geldsorgen machen mich fertig. Ich könnte jetzt natürlich noch weitere Jahre so daheim bleiben, aber es geht so nicht weiter. Das ist vielleicht in gewissem Sinne dumm und egoistisch, aber ich fühle mich derzeit echt schrecklich. Ich wohne in einer teuren Stadt und alleinerziehend ist das echt kein Spaß... möchte hier aber auch nicht weg, weil meine Familie hier wohnt und diese Unterstützung möchte ich nicht missen. Außerdem wollte ich nach Studienende nicht ewig nichts machen, einfach weil es so schwer ist, dann wieder reinzukommen. Also stand für mich fest, dass ich nach einem Jahr Elternzeit Arbeit suchen möchte. Ich habe sogar schon einen Kitaplatz gefunden

Jetzt ist es aber so, dass ich nur Vollzeitjobs finde. Min. 39 Stunden die Woche, meist sogar mehr. Teilzeitjobs finde ich kaum, und wenn, sind die entweder schlecht bezahlt oder meine Bewerbung fliegt gleich in der ersten Runde wg "Überqualifizierung" raus
Ich suche nicht mal mehr auf meinen Bereich beschränkt, aber trotzdem kommt nicht mehr dabei rum.

Meine Kleine müsste also mit einem Jahr schon Vollzeit, min 9-10h, in die Kita. Ich weiß echt nicht, ob das so gut ist und ob ich das Richtige mache Was meint ihr? Soll ich doch lieber ein Jahr das Jobcenter bemühen oder es doch durchziehen, so nach dem Motto "Wenn man es mal anfängt, ist es nicht mehr so schlimm"?

LG Bumblebeee

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24. März 2015 um 14:58

Ich bin auch keine Deutsch
Meine Familie kommt aus dem Ausland und meine Mutter war eigentlich immer arbeiten bzw weg. Ich war auch ein Schlüsselkind. Aber man hört so viel schlechtes über frühe und lange Fremdbetreuung hier in D., das verunsichert mich einfach ein wenig.

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24. März 2015 um 15:02

Hab ich mir auch schon überlegt
Aber das ist nur in begrenztem Umfang möglich. Meine Eltern arbeiten beide noch, aber meine Schwester hat selbst 2 Kinder. Vielleicht könnte sie meine Kleine zumindest einmal in der Woche nehmen, das müsste ich sie fragen...

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24. März 2015 um 15:05

Ganz ehrlich,
Mach den Job. Du musst ja nicht bis in alle Ewigkeit dort bleiben. Aber so hast du erst mal Ruhe.
Ihr habt mehr Geld und somit eine sorge weniger.
Und du kannst ja neben bei noch nach einer anderen Perspektive gucken.

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24. März 2015 um 15:05

Die Kita
fängt ab 01.08. an, ich suche derzeit nach Jobs die am 01.09./01.10. anfangen, gerade deswegen und auch wg der Eingewöhnung.
Ich denke auch, dass es dann in der Schule wichtiger wird... da hoffe ich dann auch in 6 Jahren auf die entsprechenden Möglichkeiten. Aber das ist noch ne Weile hin

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24. März 2015 um 15:17

Wenn du ein Angebot
für einen unbefristeten Vollzeitjob in einem relativ großen Unternehmen hast, dann schlag zu.
klar, dass wird erstmal für eich beide hart. Aber vielleicht kannst du nach einer gewissen Zeit etwas reduzieren. Wenn deine Familie auch mal einspringen kann ist das super.
Das wirst du sicher auch mal nutzen müssen. Die erste KiTa Zeit ist oft mit sämtlichen Krankheiten versehen. da ist es schön wenn deine Eltern vielleicht den ein oder anderen Tag frei nehmen können.
Mach dir keine Sorgen ob du deinem Kind schadest. Ein HarzIV Leben ist auch nichts, was man einem Kind absichtlich anerzieht und jetzt hast du noch gute Chancen da wieder raus zu kommen.
es wird eine umstellung und nicht immer leicht, aber unterm Strich wird es sich lohnen.

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24. März 2015 um 15:19

Kann dich verstehen...
Ich habe auch studiert und weiß wird ist nach dem Studium, aus welchem Grund auch immer nicht arbeiten zu können...

Zu deiner Situation: Ich habe 2 Jahre in einer krippe gearbeitet und viele viele Kinder jeden Alters eingewöhnt. Die Kinder die mit 12-14 Monaten zu uns kamen, haben sich schneller wohl gefühlt, sind in die Gruppe gewachsen und die Bindung zu uns als Erzieher, als auch zur Einrichtung war super! Bei Kindern ab 18 Monaten kann dir Eingewöhnung echt lange dauern und hart sein.
Mein Sohn wird mit 13 Monaten in die Krippe gehen und ich freue mich total drauf. Das was den Kids bei einer guten Betreuung dort geboten wird, kann man ihnen zu Hause nicht geben.

Das Knackpunkt ist eine gute Balance. Mein Sohn wird anfangs nicht länger als max 15 Uhr dort sein und dann eben ganz unsere Aufmerksamkeit haben.
Meine Erfahrung hat gezeigt, dass es fast egal wie früh die Kids kommen, ausschlaggebend ist wie lange sie nachmittags da sind. In meiner Gruppe war's so, dass nach dem 15 Uhr snack bei den kleinen unter 2 Jahren die Luft raus war.

Meine Tipps: nimm dir Zeit eine gute krippe zu finden. Eventuell findest du einen Job mit betriebskita?! Das wäre super, denn dort ist man flexibel und an deine Zeiten angepasst. Falls du es durchziehst und voll arbeitst, wäre Gleitzeit super.

Ich kann dir nur raten es zu probieren, sonst bereust du es eventuell es nicht getan zu haben. Ich hatte allein erziehende mit vollzeit Stelle, es ist möglich, aber stressig. Eine 30 Std stelle wäre ideal.
Liebe grüsse

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24. März 2015 um 15:26

Noch was
Eventuell kannst du die Family und Freunde einbinden. So, dass deine Tochter an ein,zwei, drei Tagen früher abgeholt wird. So was wie "Montag ist Oma tag" ist super für die Kids!!!

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24. März 2015 um 15:35

Um die Karriere gehts kir gar nicht
Die kann ich sowieso vergessen, dafür müsste ich noch promovieren, ich suche also einen reinen Broterwerbsjob um überhaupt mal einen Fuß in die Berufswelt zu setzen. Ob ich Karriere mache ist erstmal unwichtig, hauptsache ich verdiene genug für unseren Lebensunterhalt.

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24. März 2015 um 19:26

Danke Mandel
da sind ein paar gute Denkanstöße drin. Im Grund ist es auch so, dass ich Angst habe, einfach raus zu sein und dann gar keinen Fuß mehr zu fassen. Ich habe nicht umsonst ein paar Jahre studiert, Engagement reingesteckt und mich angestrengt. Das wäre echt schade, wenn das einfach alles nichts mehr wert wäre. So ist es schon schwer und mit Kind noch mehr.
Ich habe derzeit einen Job in Aussicht, der Vollzeit wäre und genau meinem Profil entspricht. Die Bezahlung ist okay und es wäre eine ganz gute Einstiegsstelle. Aber eben 39 Stunden/Woche Das ist schon eine Menge, deshalb bin ich mir nicht ganz sicher. Aber ich könnte nach einem Jahr die Stunden reduzieren... also wäre es im Zweifelsfalle für eine überschaubare Zeit. Dann habe ich noch eine andere vielversprechende Werbung, das wären "nur" 32h, aber entsprechend weniger Geld. Damuss ich noch abwarten.

Über die Randzeitbetreuung muss ich mich mal informieren. Vielleicht ist das eine Alternative. Einen Ganztages-Kitaplatz habe ich aber schon, direkt nebenan.

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24. März 2015 um 19:28

Wie gesagt
über die Randzeitenbetreuung werde ich mich informieren, evtl findet sich familiär auch eine Lösung. Das mit dem Nachmittag leuchtet mir sehr ein, so wie meine Kleine derzeit schläft, würde sie den Morgen in der Krippe sowieso verpennen Vielleicht findet sich da eine Lösung. Das müsste ich dann sehen wenn ich endgültig was habe.

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24. März 2015 um 20:13

Vielleicht wäre bei Vollzeitbetreuung
Ja auch bei Tagesmutter was? Stelle ich mir für so Kleine am besten vor. Es sind andere Kinder da, aber es ist nicht so laut und turbulent wie in einer Krippe. Die Idee mit dem Oma Tag ist auch super und für dein Kind sicher toll.
Lass dir von anderen nicht so viel erzählen. Du bist die Mutter und wirst eine gute Entscheidung treffen. Halte dir doch alles offen und schau wie es sich entwickelt. Wenn du arbeitest, kannst du jederzeit kündigen und wenn du doch nicht arbeiten willst, dann schaffst du auch noch ein weiteres Jahr.

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25. März 2015 um 8:38

Nee, danke
Auf Männer habe ich derzeit gar keinen Bock. Habe weder Zeit noch Muße dafür und zugegebenermaßen sitzt das mit meinem Ex noch sehr tief. Ich wundere mich immer, wie andere Alleinerziehende in meiner Situation teilweise schon nach wenigen Wochen einen neuen haben

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25. März 2015 um 15:27

Wie ist denn das Kind drauf?
Wenn es ein eher offenes Kind ist, wird das mit der Kita wahrscheinlich gut klappen.

Der Tipp mit dem Einbinden der Verwandtschaft und dem Teleworking ist auch gut.

Bedenke, dass es in manchen Berufsfeldern schwierig ist, am Ball zu bleiben. Da ist es langfristig gesehen sinnvoller, mal 1 - 2 Jahre in den sauren Apfel zu beißen und Vollzeit zu arbeiten um so den beruflichen Einstieg zu sichern, dann ggf. Stunden zu reduzieren.

Dein Kind wird es Dir auch nicht danken, wenn Du Dich beruflich ins Abseits schiesst und in 20, 30 Jahren dann das Geld zu knapp ist. Wer weiß ob dann die bestehenden sozialen Sicherungssysteme (Rente, Arbeitslosigkeit) oder Bafög für Studium / Ausbildung noch existieren?

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25. März 2015 um 20:09

Hm....
.....ich verstehe dich....

Ich bin ebenfalls alleinerziehend, mein Sohn ist dreieinhalb und ich bin schwanger in der 28. Woche....komplizierte Geschichte, beide Kinder haben den gleichen papa, der aber aufgrund psychischer Probleme nicht so belastbar ist....wir waren 7jahre ein paar, ich bin erst nach der Trennung schwanger geworden....wir waren, nunja sehr konsequent... ich wuppe auch viel allein und weiß wie du dich fühlst....

Ich gehe 35h die Woche arbeiten, das ist zwar noch Teilzeit.... Aber durch meinen Arbeitsweg ist mein kind auch von etwa 7:30-16:45 in der kita....also auch so 9-9:30h.... Für ihn ist das ok, er ist ja schon etwas älter... Aber ich merke doc, das ihn due kitawoche schlaucht, es ist schon sehr anstrengend.... Und das obwohl er ja schon älter ist.

Er kam mit einem jahr in die kita, und ich war bis er zwei war nur 6h arbeiten, das war sehr gut muss ich zugeben.... Tja, der kleine wird mit 15 Monaten gehen müssen, länger Elternzeit kann ich mir nicht leisten.... Und auch das mit den 6h wird schwierig... Es würde eine zeitlang gehen, aber keiner garantiert mir, das ich die stunden wieder hochsetzen kann...

So geht mir dieser Gedanke auch immer wieder jetzt schon im Kopf herum....wirklich helfen kann ich dir also nicht....

Könnte dann die oma oder so öfter mal abholen? Bei uns ist die oma wahnsinnig engagiert, mein Sohn ist öfter auch mal zwei Bus drei tage da, ob sie allerdings zwei Zwergen gewachsen ist, das weiß ich auch nicht....und kann und will ich nicht von ihr verlangen...

Ach, schwieriges Thema...

LG

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26. März 2015 um 12:18

News!!
Danke erstmal fürbdie ganzen Beiträge und Denkanstöße...
also, nächste Woche habe ich ein Vorstellungsgespräch für einen guten VZ-Job (39h) bei einem (also zumindest laut kununu und firmeneigener Homepage ) familienfreundlichen Unternehmen. Ich werde da auf jeden Fall nachfragen wie es mit Telearbeit aussieht, weil der Job selbst wäre gut geeignet dafür und ich mein, Fragen kostet doch nix, oder?

Bei einer anderen Stelle bin ich derzeit auch noch im Rennen, das wäre ein 32-39h-Job, Bezahlung ginge noch, allerdings ist der nicht so flexibel und Telearbeit wäre auch schlecht, weil der Job u. a. Vortragstätigkeiten enthält. Da muss ich jetzt noch ein paar Unterlagen nachreichen und dann schauen wir mal.

Beide Stellen wären ca. 10-15 Minuten Fahrzeit (U-Bahn, habe kein Auto) entfernt.

Mal schauen, vielleicht ergibt sich da was?!

Und das BESTE zum Schluss, ich habe mit meiner Mutter gesprochen, sie wäre bereit ihre Arbeitszeit zu reduzieren und zumindest erstmal fürs erste Jahr dann mittags zu uns kommen, um die Kleine früher abzuholen - also nicht um 16/17 Uhr, sondern auch mal um 14/15 Uhr. Das wäre doch toll und praktisch, oder?

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26. März 2015 um 13:36
In Antwort auf bumblebeeex

News!!
Danke erstmal fürbdie ganzen Beiträge und Denkanstöße...
also, nächste Woche habe ich ein Vorstellungsgespräch für einen guten VZ-Job (39h) bei einem (also zumindest laut kununu und firmeneigener Homepage ) familienfreundlichen Unternehmen. Ich werde da auf jeden Fall nachfragen wie es mit Telearbeit aussieht, weil der Job selbst wäre gut geeignet dafür und ich mein, Fragen kostet doch nix, oder?

Bei einer anderen Stelle bin ich derzeit auch noch im Rennen, das wäre ein 32-39h-Job, Bezahlung ginge noch, allerdings ist der nicht so flexibel und Telearbeit wäre auch schlecht, weil der Job u. a. Vortragstätigkeiten enthält. Da muss ich jetzt noch ein paar Unterlagen nachreichen und dann schauen wir mal.

Beide Stellen wären ca. 10-15 Minuten Fahrzeit (U-Bahn, habe kein Auto) entfernt.

Mal schauen, vielleicht ergibt sich da was?!

Und das BESTE zum Schluss, ich habe mit meiner Mutter gesprochen, sie wäre bereit ihre Arbeitszeit zu reduzieren und zumindest erstmal fürs erste Jahr dann mittags zu uns kommen, um die Kleine früher abzuholen - also nicht um 16/17 Uhr, sondern auch mal um 14/15 Uhr. Das wäre doch toll und praktisch, oder?

Das klingt toll!
Ich meine gelesen zu haben, dass Großeltern unter Umständen auch elterngeldberechtigt sind. Erkundigt Euch mal bei pro familiäre o.ä. Vielleicht kann deine Mutter auch Elternteilzeit beantragen?

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26. März 2015 um 14:02

Oh gut
Da muss ich mal nachfragen. Ich bin sowieso wegen meinem Ex dauernd beim Jugendamt, da spreche ich das auf jeden Fall mal an.

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