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Ich wollte mal an einen Zusammenhang erinnern - Gemütslage und Kinder

Letzte Nachricht: 26. Oktober 2012 um 17:08
26.10.12 um 13:49

Manche Menschen sind wirklich unglücklich und unzufrieden.
Bei mir nahestehenden Personen zumindest kann ich die Quelle dieser Gemütslage recht gut ausmachen.
Es sind die Eltern.

Die Eltern die selbst von Jugend an bis ins hohe Alter sich darüber beklagen wie belastet sie sind, wie ungerecht die Welt ihnen gegenüber ist, dass es andere immer besser haben, dass sie ja immer so viel zu tun haben und belastet bis überlastet sind.
Es ist nie eine positive Beschäftigung vorhanden über die sich nicht beklagt wird. Selbst selbstbestimmt ausgesuchte Hobbies werden so dargestellt als sei es eine Bürde, sie haben nie Zeit und müssen nur ackern.

Diese Gemütslage übernehmen viele Kinder einfach so für sich und wachsen so als von grundauf unzufriedene Menschen auf.
So sind sie nicht in der Lage die schönen und positiven Anteile ihres Lebens zu schätzen und zu genießen.

Dieser Zusammenhang ist sicher vielen klar. Ich wollte es nur in diesem Thread noch einmal in Erinnerung holen, denn im Alltag vergisst man solche Weisheiten vielleicht manchmal oder verliert sie aus den Augen.

Ich selbst muss mich bei dem Thema kontrollieren, mich nicht hier und da als alleingelassenes armes Hascherl, das alle Last der Welt auf ihren Schultern trägt darzustellen.
Oft beiße ich mir dabei auf die Zunge.
Denn ich denke dass meine Kinder dieses Lebensgefühl sonst für sich übernehmen könnten und sich dessen bewusst werden, dass sie eigentlich nicht wirklich viele Menschen haben auf die sie zählen können. Ok sie haben mich und vor allem haben sie sich selbst. Ich will nicht dass sie es als Bürde empfinden, sondern auch die positiven Seiten zu schätzen lernen. Denn es bedeutet auch viel Unabhängigkeit.

Wichtig finde ich auch ehrlich die positiven Anteile des Lebens darzustellen und zu zeigen wenn man glücklich ist oder sich über etwas freut. Denn auch das können Kinder übernehmen und es ist ein Geschenk es weiter zu geben.

Wichtig ist wie ich finde auch das Gefühl, dass sie Hilfe haben bzw. sich überall ohne Not auch HIlfe holen können. Dass man diese Fähigkeit auch vermittelt.

Gestern fiel mir spontan noch ein, dass ich es wichtig finde, den Kindern nicht nur direkte Liebe in Form von Zärtlichkeiten, Kuscheln und Umarmungen zu geben, sondern die Liebe auch in seinen Handlungen zu zeigen.
Sich Zeit zu nehmen ein Buch vorzulesen, mit Bauklötzen zu spielen, Puzzle zu kaufen und sie zusammen zu vervollständigen, Lieder zu singen, Ausflüge zu machen die die Kinder toll finden würden, all das ist auch Ausdruck von Liebe.
Mir fiel ein, dass ich die direkte Liebe in Form von Zärtlichkeit von der Elternseite her ablehnte. Heute wird mir bewusst wieso. Mir fehlte die indirekte Liebe, dass sie einfach auch dadurch gezeigt wird, dass für mich als Kind genug getan wurde.

Jedenfalls will ich nicht dass meine Kinder irgendwann meine körperliche Nähe ablehnen, weil ich auf der anderen Seite nicht genug Interesse zeige und somit die Liebe in den Taten fehlt.

So, ich höre schon auf ...

LG

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26.10.12 um 17:08


Schöner Beitrag!
Das muss ich mir auch immer bewusstmachen...Vorbild ist die halbe Erziehung.
Unser Große ist jetzt auch in dem Alter, wo sie uns mit ihren Verhaltensweisen den Spiegel vorhält...wo man sich manchmal wiedererkennt. Es ist nicht immer schön

Die These mit der fehlenden indirekten Liebe finde ich sehr interessant! Leider fehlt aber auch die direkte körperliche Zuneigung oft. Ich habe schon oft beobachtet, dass die von den Eltern nur bis zum Kleinkindalter gegeben wird und dann hört es auf.

Ich merke auch, dass ich da aufpassen muss....denn bei uns war es teilweise auch so und wenn man es nicht anders kennt, übernimmt man es fast automatisch Damit will ich aber nicht sagen, dass unsere Eltern sich keine Zeit für uns genommen haben, das schon, aber das andere hat halt schon gefehlt. Das habe ich zum ersten Mal gemerkt, als mein Bruder geboren wurde....

Ich finde es auch wichtig, nicht nur überschwenglich zu schimpfen, sondern auch überschwänglich zu loben
Ich würd gern weiterschreiben, aber auf mir wird grad rumgeturnt..deswegen hör ich besser mal auf

LG

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