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Forum / Mein Baby

Ich wünsche mir ein kind

Letzte Nachricht: 4. Oktober 2007 um 15:27
D
dijana_12243469
19.05.07 um 21:52

ja aber leider bin ich auf dem adoptionsmarkt schon zu alt ist das gerecht.wer schreibt vor wie alt man sein darf.
und wieso gibt es überhaupt eine altersbegrenzung? es gibt doch auch viele alte mütter oder nicht und die sind gut zu ihren kindern

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L
lyall_12038527
20.05.07 um 20:53

AdoptionsMARKT????????
Hallo Karin,

was verstehst Du denn unter "Adoptionsmarkt"?
Normalerweise (wenn es legal läuft) sucht ein Jugendamt oder eine Vermittlungsstelle eine passende Adoptivfamilie für ein verlassenes Kind oder eines, das nicht in der Ursprungsfamilie gross werden kann.
Eine Altersbegrenzung halte ich durchaus für sinnvoll. So wie sich viele Adoptivbewerber möglichst "junge Kinder" wünschen, so darf es ja umgekehrt genauso sein - dass ein Kind noch möglichst "unverbrauchte" neue Eltern bekommt, die viel aushalten und mittragen können, die aber auch ein Mindestalter haben.

Es geht um das Wohl des Kindes in erster Linie!

Lieber Gruss
Claudia, die mit 27 Jahren Ado-Antrag gestellt hat und mit 29 Jahren adoptiert hat. War das optimale Alter für uns!

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E
elva_12328824
22.05.07 um 12:06

Hallo karin!
Und warum versuchst Du Dich nicht als Pflegemutter?

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A
addie_12037508
24.05.07 um 10:24
In Antwort auf elva_12328824

Hallo karin!
Und warum versuchst Du Dich nicht als Pflegemutter?

Pflegeeltern ist nicht das gleiche wie Adoptiveltern!
Hallo, eos26,

Dein Hinweis, dass es auch die Möglichkeit gäbe, sich als Pflegemutter zu bewerben, ist korrekt, aber den Bewerbern muss klar sein, dass Pflgeeltern zu sein etwas völlig anderes ist, als Adoptiveltern zu sein. Wir hatten ein Baby in Pflge genommen mit knapp drei Monaten und es wurde vom Jugendamt wieder in seine Herkunftfamilie zurückgeführt als es 1 Jahr und 6 Monate war und die Zeit der Rückführung war fürchterlich und belastend, in erster Linie für das kleine Kind, das keine Ahnung hatte, was da mit ihm passiert. Es hatte große Bindungen zu uns allen aufgebaut und ragierte auf die Rückführung mit ganz großen gesundheitlichen Problemen, die von Depression über Gewichtsabnahmen bis hin zu Selbstverleletzungen bei dem Kind führten und dem Jugendamt und der Familienrichterin war dies sch...egal!!!! Die Trennung von unserem geliebten Pflgekind belastet unsere ganze Familie noch heute, obwohl es jetzt auch schon wieder 1,5 Jahre her ist, dass das Kind nicht mehr bei uns lebt. Bevor man sich entscheidet, Pflegeeltern zu werden, sollt eman sich im Vorfeld sehr gut informieren und auch Kurse besuchen und mit anderen Pflegefamilien reden, denn ein Pflegekind ist in keiner Weise das gleiche wie ein Adoptivkind, die Herkunftsfamilie spielt immer oder meistens eine große Rolle, da diese zumeist nicht mit einverstanden ist, dass ihr Kind aus der Familie genommen wurde, die leibliche Mutter unseres Pflegekindes hat beispielsweise mal vor unserem Haus herumgeschrien: "Ihr wollt doch nur mein Kind!" Der Kindsvater war sehr empört, als er mitbekam, dass der Kleine im Alter von knapp einem Jahr anfing uns mit Mama und Papa zu bezeichnen. Ständig gab es Besuchskontakte, es war schon sehr schwierig, dies alles unter einen Hut zu bekommen. Eigentlich wollten wir ursprünglich auch ein Kind adoptieren, ließen uns dann aber darauf ein, ein Kind in Pflege zu nehmen, doch im Nachhinein müssen wir sagen, dass die 1,5 Jahre, in denen das Kind bei uns in Pflege lebte, ein großes Wechselbad der Gefühle waren. Es ist naheliegend und liegt in der Natur, dass das Kind in diesem Alter große Bindungen zu uns aufgebaut hat und die Rückführung war so tieftraurig sowohl für das kleine Kind als auch für uns, seine Pflegefamilie. Bevor man ein Kind aufnimmt in Pflege denkt man als Pflegeeltern genauso wie das Jugendamt auf der Erwachsenenebene, aber wenn man dann sieht, was das Kind mitmacht, wenn es diese Trennung sprich Rückführung absolut nicht möchte, weil es in der Pflegefamilie bestens versorgt und heißgeliebt wurde, ist dies sehr, sehr schockierend und auch das für uns zuständige Jugendamt, das das Pflegekind nicht als Mensch sondern eigentlich nur als Akte betrachtet hat (war bei unserem JA jedenfalls so und unser Pflegekind war und ist nicht das einzige, das vom JA so behandelt wurde), hat in unseren Augen sehr schlecht und keinesfalls zum Wohl des Kindes, das in unseren Augen immer an erster Stelle stehen sollte, garbeitet.

Man kann keinen Adoptionsbewerbern empfehlen, doch anstelle des Adoptivkindes ein Pflegekind aufzunehmen, denn dieser Entschluss, sich als Pflegeeltern zu bewerben, muss ebenfalls sehr gut überlegt sein und sollte ohne Kurse im Vorfeld nicht in Angriff genommen werden. Sehr gute Vorbereitungskurse gibt es über die Pflgeeelternschule Baden-Würrtemberg (www.pflegeelternschule-bawue.de).

Gruß Laudi

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A
addie_12037508
25.05.07 um 10:46
In Antwort auf lyall_12038527

AdoptionsMARKT????????
Hallo Karin,

was verstehst Du denn unter "Adoptionsmarkt"?
Normalerweise (wenn es legal läuft) sucht ein Jugendamt oder eine Vermittlungsstelle eine passende Adoptivfamilie für ein verlassenes Kind oder eines, das nicht in der Ursprungsfamilie gross werden kann.
Eine Altersbegrenzung halte ich durchaus für sinnvoll. So wie sich viele Adoptivbewerber möglichst "junge Kinder" wünschen, so darf es ja umgekehrt genauso sein - dass ein Kind noch möglichst "unverbrauchte" neue Eltern bekommt, die viel aushalten und mittragen können, die aber auch ein Mindestalter haben.

Es geht um das Wohl des Kindes in erster Linie!

Lieber Gruss
Claudia, die mit 27 Jahren Ado-Antrag gestellt hat und mit 29 Jahren adoptiert hat. War das optimale Alter für uns!

Reifere sprich ältere Eltern können auch vieles mittragen!
Hallo, Claudia,

ich denke, dass Du für eine Adoptivmutti ziemlich jung warst, wenn Du mit 27 Jahren Deinen Ado-Antrag gestellt hast. Bei anderen läuft das nicht so "optimal" ab, denn meistens versucht man alles mögliche, um schwanger zu werden, sprich verschiedene ärztliche Therapien usw. und wartet erst einmal ab, ob diese zum ersehnten Kinderwunsch verhelfen. Die Jahre eilen dann dahin und viele Betroffene sind dann weit über 30 wenn nicht sogar schon über 40, wenn sie einen Adoptionsantrag stellen. Jungsein bedeutet nicht immer, die stärkeren Nerven zu haben. Ich bin jetzt Mitte 40 und habe viel Lebenserfahrung, welche ich bei der Erziehung meiner Kinder sehr gut anwenden kann. Ich sehe alles viel gelassener als zu der Zeit, als ich jünger war. Auch habe ich mich in den letzten Jahren bezüglich Erziehung und Kindererziehung mit verschiedenen Kursen weitergebildet, vieles was ich dort erlernt habe, kann ich sehr hiflreich anwenden. Meines Erachtens sollten auch "älteren" Adoptionsbewerbern die Möglichkeit gegeben werden, ein Kind zu adoptieren. Das Kind wird mit Sicherheit in vielen Lebenslagen sogar von der Reife profitieren. Natürlich muss man selbst auch im Herzen jung bleiben. Auch der ehemalige Bundeskanzler Schröder hat im reifen Alter Kinder adoptiert und ich denke, dass er ein guter Vater ist. Allerdings sollten nicht beide Partner meines Erachtens in Herrn Schröders Alter sein, sondern ein Partner sollte schon einige Jährchen jünger sein, so wie das Ehepaar Schröder. Deshalb hoffe ich sehr für Karin, dass sie noch ein Kind adoptieren kann.


Gruß Laudi

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addie_12037508
25.05.07 um 10:51

In einigen Ländern kann man auch im reiferen Alter adoptieren!
Hallo, Karin,

es ist nicht gesagt, dass Du schon zu alt bist, um Kinder zu adoptieren. (ich weiß aber nicht, wie alt Du bist). Wenn Du unbedingt ein Kind adoptieren möchtest und Du denkst, dass dies in Deutschland nicht mehr möglich ist aufgrund Deines Alters könntest Du auch prüfen, ob Du in einem anderen Land adoptieren könntest. Hole Dir die verschiedenen Adoptionsbedingungen bzgl. des Alters von verschiedenen Ländern ein. Vielleicht kann Dir der Internationale Sozialdienst in Frankfurt darüber einige Infos geben (habe aber die Tel.Nr. nicht, müsstest Du mal im Internet nachschauen).

Oder Du suchst im Forum gezielt nach Adoptivmuttis, die im "reiferen" Alter ein Kind adoptiert haben.

Ich drücke Dir jedenfalls die Daumen und wünsche Dir alles Gute für die Zukunft.

Gruß Laudi

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L
lyall_12038527
25.05.07 um 11:11
In Antwort auf addie_12037508

Reifere sprich ältere Eltern können auch vieles mittragen!
Hallo, Claudia,

ich denke, dass Du für eine Adoptivmutti ziemlich jung warst, wenn Du mit 27 Jahren Deinen Ado-Antrag gestellt hast. Bei anderen läuft das nicht so "optimal" ab, denn meistens versucht man alles mögliche, um schwanger zu werden, sprich verschiedene ärztliche Therapien usw. und wartet erst einmal ab, ob diese zum ersehnten Kinderwunsch verhelfen. Die Jahre eilen dann dahin und viele Betroffene sind dann weit über 30 wenn nicht sogar schon über 40, wenn sie einen Adoptionsantrag stellen. Jungsein bedeutet nicht immer, die stärkeren Nerven zu haben. Ich bin jetzt Mitte 40 und habe viel Lebenserfahrung, welche ich bei der Erziehung meiner Kinder sehr gut anwenden kann. Ich sehe alles viel gelassener als zu der Zeit, als ich jünger war. Auch habe ich mich in den letzten Jahren bezüglich Erziehung und Kindererziehung mit verschiedenen Kursen weitergebildet, vieles was ich dort erlernt habe, kann ich sehr hiflreich anwenden. Meines Erachtens sollten auch "älteren" Adoptionsbewerbern die Möglichkeit gegeben werden, ein Kind zu adoptieren. Das Kind wird mit Sicherheit in vielen Lebenslagen sogar von der Reife profitieren. Natürlich muss man selbst auch im Herzen jung bleiben. Auch der ehemalige Bundeskanzler Schröder hat im reifen Alter Kinder adoptiert und ich denke, dass er ein guter Vater ist. Allerdings sollten nicht beide Partner meines Erachtens in Herrn Schröders Alter sein, sondern ein Partner sollte schon einige Jährchen jünger sein, so wie das Ehepaar Schröder. Deshalb hoffe ich sehr für Karin, dass sie noch ein Kind adoptieren kann.


Gruß Laudi

Unser Glück war...
Hallo Laudi,

unser Glück war, dass wir nicht zermürbt waren, da wir auf die ganze Fruchtbarkeitsmedizin verzichtet haben.
Ich frage mich oft, wie es manche schaffen, diese Prozedur über Jahre auf sich zu nehmen und dann noch mit vollem Eland an eine Adoption (für die man mindestens genausoviel Kraft und auch in gewisser Weise "Unverbrauchtheit" benötigt) herangehen kann.
Wenn ich meine zwei Kinder so ansehe bin ich froh, dass wir uns in sehr jungen Jahren für den Weg entschlossen haben:
unsere Adoptivtochter (jetzt 9 Jahre alt) ist ein sehr temperamentvolles Kind, das jetzt schon pubertiert, unsere Pflegetochter (jetzt 5 Jahre alt) leidet an einer geistigen Schwerbehinderung (wir haben uns willentlich für dieses Kind entschieden, sie hätte sonst nie eine Chance gehabt, unterzukommen) und fordert auch sehr viel an Kraft und Flexibilität.
Und ich merke, wie unsere Kinder von unserer "Jugend" profitieren.

Ehrlich gesagt war mir der Altersabstand zu unserer Pflegetochter (der beträgt bei mir 31 Jahre, bei meinem Mann 29 Jahre - er ist jünger als ich) schon fast etwas grenzwertig.

Inzwischen bin ich 37 und kann mir nicht vorstellen, in dem Alter nochmal Mutter zu werden .

Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden und ich habe mit den Verfahren bei der Eignugnsüberprüfung unseres Jugendamtes (wir sind u.a. auch Kontakteltern für unser Jugendamt, dazu leite ich ehrenamtlich eine Adoptiv- und Pflegegruppe, der ich sehr gerne meine Erfahrungen weitergebe) sehr gute Erfahrungen gemacht.


Grüsse von
Claudia

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L
lyall_12038527
25.05.07 um 11:41
In Antwort auf addie_12037508

Pflegeeltern ist nicht das gleiche wie Adoptiveltern!
Hallo, eos26,

Dein Hinweis, dass es auch die Möglichkeit gäbe, sich als Pflegemutter zu bewerben, ist korrekt, aber den Bewerbern muss klar sein, dass Pflgeeltern zu sein etwas völlig anderes ist, als Adoptiveltern zu sein. Wir hatten ein Baby in Pflge genommen mit knapp drei Monaten und es wurde vom Jugendamt wieder in seine Herkunftfamilie zurückgeführt als es 1 Jahr und 6 Monate war und die Zeit der Rückführung war fürchterlich und belastend, in erster Linie für das kleine Kind, das keine Ahnung hatte, was da mit ihm passiert. Es hatte große Bindungen zu uns allen aufgebaut und ragierte auf die Rückführung mit ganz großen gesundheitlichen Problemen, die von Depression über Gewichtsabnahmen bis hin zu Selbstverleletzungen bei dem Kind führten und dem Jugendamt und der Familienrichterin war dies sch...egal!!!! Die Trennung von unserem geliebten Pflgekind belastet unsere ganze Familie noch heute, obwohl es jetzt auch schon wieder 1,5 Jahre her ist, dass das Kind nicht mehr bei uns lebt. Bevor man sich entscheidet, Pflegeeltern zu werden, sollt eman sich im Vorfeld sehr gut informieren und auch Kurse besuchen und mit anderen Pflegefamilien reden, denn ein Pflegekind ist in keiner Weise das gleiche wie ein Adoptivkind, die Herkunftsfamilie spielt immer oder meistens eine große Rolle, da diese zumeist nicht mit einverstanden ist, dass ihr Kind aus der Familie genommen wurde, die leibliche Mutter unseres Pflegekindes hat beispielsweise mal vor unserem Haus herumgeschrien: "Ihr wollt doch nur mein Kind!" Der Kindsvater war sehr empört, als er mitbekam, dass der Kleine im Alter von knapp einem Jahr anfing uns mit Mama und Papa zu bezeichnen. Ständig gab es Besuchskontakte, es war schon sehr schwierig, dies alles unter einen Hut zu bekommen. Eigentlich wollten wir ursprünglich auch ein Kind adoptieren, ließen uns dann aber darauf ein, ein Kind in Pflege zu nehmen, doch im Nachhinein müssen wir sagen, dass die 1,5 Jahre, in denen das Kind bei uns in Pflege lebte, ein großes Wechselbad der Gefühle waren. Es ist naheliegend und liegt in der Natur, dass das Kind in diesem Alter große Bindungen zu uns aufgebaut hat und die Rückführung war so tieftraurig sowohl für das kleine Kind als auch für uns, seine Pflegefamilie. Bevor man ein Kind aufnimmt in Pflege denkt man als Pflegeeltern genauso wie das Jugendamt auf der Erwachsenenebene, aber wenn man dann sieht, was das Kind mitmacht, wenn es diese Trennung sprich Rückführung absolut nicht möchte, weil es in der Pflegefamilie bestens versorgt und heißgeliebt wurde, ist dies sehr, sehr schockierend und auch das für uns zuständige Jugendamt, das das Pflegekind nicht als Mensch sondern eigentlich nur als Akte betrachtet hat (war bei unserem JA jedenfalls so und unser Pflegekind war und ist nicht das einzige, das vom JA so behandelt wurde), hat in unseren Augen sehr schlecht und keinesfalls zum Wohl des Kindes, das in unseren Augen immer an erster Stelle stehen sollte, garbeitet.

Man kann keinen Adoptionsbewerbern empfehlen, doch anstelle des Adoptivkindes ein Pflegekind aufzunehmen, denn dieser Entschluss, sich als Pflegeeltern zu bewerben, muss ebenfalls sehr gut überlegt sein und sollte ohne Kurse im Vorfeld nicht in Angriff genommen werden. Sehr gute Vorbereitungskurse gibt es über die Pflgeeelternschule Baden-Würrtemberg (www.pflegeelternschule-bawue.de).

Gruß Laudi

Da habt Ihr ganz schön was durchgemacht
Hallo Laudi,

puh, da habt Ihr je ganz schön was durchgemacht.
Wie ich unten vorhin geschrieben habe:
unser zweites Mädchen ist ebenfalls ein Pflegekind, das in Dauerpflege bei uns lebt. Das Pflegeverhältnis ist bis zur Volljährigkeit per Hilfeplan durch das Jugendamt festgelegt.
Unsere Kleine hatte drei Familien innerhalb eines Jahres, wir haben sehr viel Aufbauarbeit geleistet. Dazu hat sie eine geistige Behinderung (80%), ist auf dem Stand eines etwa dreijährigen Kindes (sie wird im Juni 6 Jahre alt).
Es besteht auch reger Kontakt zu ihrer Mutter. Die Mutter ist psychisch schwerst krank, besucht uns einmal pro Monat zuhause, um ihre Tochter zu sehen.
"Eifersuchtsdramen" gibt es nicht. Die Linie ist klar: sie ist die Mutter, wir sind die Pflegeeltern.
Und wir gehen in dieser Aufgabe voll und ganz auf, es erfüllt uns zutiefst, dass uns gerade dieses Mädchen anvertraut wurde.
Für unser Jugendamt sind weder wir, noch unsere Pflegetochter "nur eine Akte". Wir bekommen Unterstützung, wann immer wir Unterstützung brauchen. Sei es beim Antrag für einen Schwerbehindertenausweis oder in Fragen bei der Einschulung. Wir wurden noch nie im Stich gelassen, dürfen auch selbständig entscheiden (wobei ich sehr gerne auf unsere Jugendamts-Fachkräfte zurückgreife bei schwierigeren Fragen).

Ich finde es immer sehr schade, wenn so viele Pflegefamilien so negative Erfahrungen machen. Mein Mann und ich würden alles wieder so tun...eigentlich sogar "erst Recht".
Unsere Kleine wäre wohl in irgendeiner heilpädagogischen Einrichtung gelandet. Durch ihre Geschichte und ihre Behinderung stand sie schon lange auf der "Warteliste".

Lieber Gruss
Claudia

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A
addie_12037508
25.05.07 um 15:40
In Antwort auf lyall_12038527

Unser Glück war...
Hallo Laudi,

unser Glück war, dass wir nicht zermürbt waren, da wir auf die ganze Fruchtbarkeitsmedizin verzichtet haben.
Ich frage mich oft, wie es manche schaffen, diese Prozedur über Jahre auf sich zu nehmen und dann noch mit vollem Eland an eine Adoption (für die man mindestens genausoviel Kraft und auch in gewisser Weise "Unverbrauchtheit" benötigt) herangehen kann.
Wenn ich meine zwei Kinder so ansehe bin ich froh, dass wir uns in sehr jungen Jahren für den Weg entschlossen haben:
unsere Adoptivtochter (jetzt 9 Jahre alt) ist ein sehr temperamentvolles Kind, das jetzt schon pubertiert, unsere Pflegetochter (jetzt 5 Jahre alt) leidet an einer geistigen Schwerbehinderung (wir haben uns willentlich für dieses Kind entschieden, sie hätte sonst nie eine Chance gehabt, unterzukommen) und fordert auch sehr viel an Kraft und Flexibilität.
Und ich merke, wie unsere Kinder von unserer "Jugend" profitieren.

Ehrlich gesagt war mir der Altersabstand zu unserer Pflegetochter (der beträgt bei mir 31 Jahre, bei meinem Mann 29 Jahre - er ist jünger als ich) schon fast etwas grenzwertig.

Inzwischen bin ich 37 und kann mir nicht vorstellen, in dem Alter nochmal Mutter zu werden .

Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden und ich habe mit den Verfahren bei der Eignugnsüberprüfung unseres Jugendamtes (wir sind u.a. auch Kontakteltern für unser Jugendamt, dazu leite ich ehrenamtlich eine Adoptiv- und Pflegegruppe, der ich sehr gerne meine Erfahrungen weitergebe) sehr gute Erfahrungen gemacht.


Grüsse von
Claudia

Du bringst es auf den Punkt...jeder muss selbst entscheiden!
Hallo, Claudia,

genau das ist es, jeder muss selbst für sich entscheiden, ob er im fortgeschrittenen Alter Mama (sei es Pflege- oder Adoptivmama oder leibliche Mama) werden will. Ich jedenfalls habe unseren jüngsten Sohn mit 39 Jahren bekommen und wurde mit 43 Jahren Pflegemutter (ein Baby im Alter von 3 Monaten wurde an uns vermittelt) und ich kann nur positives sagen bezüglich meines Alters, denn die Erfahrung und Reife hätte ich mit Mitte 20 nicht gehabt und ich habe meine Zweifel, ob ich das alles dann unter einen Hut gebracht hätte. Auch bezüglich der Gelassenheit kann ich sagen, ich bin heute viel gelassener als in jüngeren Jahren, rege mich nicht wegen jeder Kleinigkeit auf. Deshalb finde ich es von den Ämtern nicht so gut, die älteren Mamis von vornherein auszugrenzen bezüglich ihrer Eignung. Auch kenne ich zwischenzeitlich viele Adoptiv- und Pflegemamis, die lange nicht so jung waren wie Du, als sie ein Pflege- Adoptivkind bekamen. Deshalb möchte ich an dieser Stelle allen Mut machen, die sich im fortgeschrittenen Alter diesen Schritt überlegen, denn in der Ruhe liegt die Kraft und die Ruhe kommt mit jedem fortgeschrittenen Lebensjahr! Du bist den Weg so gegangen und hast Dich in jungen Jahren zur Adoption entschieden, aber jeder Lebensweg ist anders und dies muss von Fall zu Fall berücksichtigt werden, auch von den Jugendämtern! Ich kenne übrigens viele Frauen, die im Alter von 37 Jahren Mutti, Adoptivmutti oder Pflegemutti geworden sind und sowohl die Kinder als auch die Muttis sehr glücklich sind.



Gruß Laudi

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addie_12037508
25.05.07 um 15:45

Moses-online.de
Hallo, Karin,

heute war ich auf der Internet-Seite Moses-online.de. Ich denke, da findest Du viele interessante Berichte und mehr bezüglich einer Adoption.

Gruß Laudi

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L
lyall_12038527
25.05.07 um 18:55
In Antwort auf addie_12037508

Du bringst es auf den Punkt...jeder muss selbst entscheiden!
Hallo, Claudia,

genau das ist es, jeder muss selbst für sich entscheiden, ob er im fortgeschrittenen Alter Mama (sei es Pflege- oder Adoptivmama oder leibliche Mama) werden will. Ich jedenfalls habe unseren jüngsten Sohn mit 39 Jahren bekommen und wurde mit 43 Jahren Pflegemutter (ein Baby im Alter von 3 Monaten wurde an uns vermittelt) und ich kann nur positives sagen bezüglich meines Alters, denn die Erfahrung und Reife hätte ich mit Mitte 20 nicht gehabt und ich habe meine Zweifel, ob ich das alles dann unter einen Hut gebracht hätte. Auch bezüglich der Gelassenheit kann ich sagen, ich bin heute viel gelassener als in jüngeren Jahren, rege mich nicht wegen jeder Kleinigkeit auf. Deshalb finde ich es von den Ämtern nicht so gut, die älteren Mamis von vornherein auszugrenzen bezüglich ihrer Eignung. Auch kenne ich zwischenzeitlich viele Adoptiv- und Pflegemamis, die lange nicht so jung waren wie Du, als sie ein Pflege- Adoptivkind bekamen. Deshalb möchte ich an dieser Stelle allen Mut machen, die sich im fortgeschrittenen Alter diesen Schritt überlegen, denn in der Ruhe liegt die Kraft und die Ruhe kommt mit jedem fortgeschrittenen Lebensjahr! Du bist den Weg so gegangen und hast Dich in jungen Jahren zur Adoption entschieden, aber jeder Lebensweg ist anders und dies muss von Fall zu Fall berücksichtigt werden, auch von den Jugendämtern! Ich kenne übrigens viele Frauen, die im Alter von 37 Jahren Mutti, Adoptivmutti oder Pflegemutti geworden sind und sowohl die Kinder als auch die Muttis sehr glücklich sind.



Gruß Laudi

Reife und Kraft
Hallo Laudi,

die Reife wird immer durch den Lebensweg bestimmt.
Wenn eine angehende Adoptiv- bzw. Pflegemutter Anfang 40 keinen sehr grossen Leidensweg und -Druck hinter sich hat, dann kann ich mir sehr gut vorstellen, dass noch viel Kraft für ein Kind da ist, das selbst ein "Päckchen" mit sich bringt.
Ich habe auch mit vielen erwachsenen Adoptierten zu tun, deren Lebensberichte ich immer sehr gespannt verfolge, weil ich gerne dazulerne.
Schwieriger stelle ich es mir vor, wenn ein Paar schon ganz ausgemergelt und psychisch am Ende ist auf Grund von vielen Behandlungen.
Ich habe (durch meine Gruppe die ich führe) auch Paare kennengelernt, die hatten mit Mitte 30 kaum noch Kraft, sich auf einen "neuen" Weg zu konzentrieren, zu sehr waren sie von den Behandlungen in Anspruch genommen und am Ende seelisch völlig erschöpft gewesen.
Oftmals waren sie psychisch und körperlich am Ende ihrer Kräfte.
Unzählige Behandlungen hinter sich, viele Jahre banges Hoffen und immer wieder Tiefschläge, wenn "es nicht geklappt hat".

Schlimm, was man alles an menschlichem Leiden oft mitbekommt, wenn man sich - so wie ich- über 10 Jahre mit dem Thema aktiv befasst.
Manchmal weiss man gar nicht, wie man diesen Menschen wieder auf die Beine helfen kann.
So erfreue ich mich an den Elan, den ich -trotz meiner Kinder- noch habe und begleite Menschen, die von dem Thema direkt betroffen sind .

Herzliche Grüsse von
Claudia




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P
pich_12132621
02.06.07 um 16:58
In Antwort auf lyall_12038527

Reife und Kraft
Hallo Laudi,

die Reife wird immer durch den Lebensweg bestimmt.
Wenn eine angehende Adoptiv- bzw. Pflegemutter Anfang 40 keinen sehr grossen Leidensweg und -Druck hinter sich hat, dann kann ich mir sehr gut vorstellen, dass noch viel Kraft für ein Kind da ist, das selbst ein "Päckchen" mit sich bringt.
Ich habe auch mit vielen erwachsenen Adoptierten zu tun, deren Lebensberichte ich immer sehr gespannt verfolge, weil ich gerne dazulerne.
Schwieriger stelle ich es mir vor, wenn ein Paar schon ganz ausgemergelt und psychisch am Ende ist auf Grund von vielen Behandlungen.
Ich habe (durch meine Gruppe die ich führe) auch Paare kennengelernt, die hatten mit Mitte 30 kaum noch Kraft, sich auf einen "neuen" Weg zu konzentrieren, zu sehr waren sie von den Behandlungen in Anspruch genommen und am Ende seelisch völlig erschöpft gewesen.
Oftmals waren sie psychisch und körperlich am Ende ihrer Kräfte.
Unzählige Behandlungen hinter sich, viele Jahre banges Hoffen und immer wieder Tiefschläge, wenn "es nicht geklappt hat".

Schlimm, was man alles an menschlichem Leiden oft mitbekommt, wenn man sich - so wie ich- über 10 Jahre mit dem Thema aktiv befasst.
Manchmal weiss man gar nicht, wie man diesen Menschen wieder auf die Beine helfen kann.
So erfreue ich mich an den Elan, den ich -trotz meiner Kinder- noch habe und begleite Menschen, die von dem Thema direkt betroffen sind .

Herzliche Grüsse von
Claudia




Alter und Mutterschaft
Hallo,
diese ausschweifenden Betrachtungen über das "richtige" Alter einer Mutter sind eine echte Zivilisationskrankheit. Wie passt es eigentlich zusammen, dass von uns in Deutschland nun bis 67 und vielleicht bald noch länger voller Einsatz beim Steigern des Bruttosozialprodukts gefordert, es uns aber spätestens mit 40 nicht mehr zugetraut wird, uns um ein Baby zu kümmern?
In anderen Ländern dieser Erde bekommen manche Frauen ihr erstes Kind mit 16, das letzte mit 46, und sie freuen sich über jedes und kümmern sich darum.
Da die Erwartungen an Mütter in westlichen Industrienationen aber relativ hoch sind, meine auch ich, es hängt von der Persönlichkeit jeder einzelnen Frau ab, wann sie diesen gerecht werden kann, und auch von ihrem persönlichen Umfeld. Manche ist schon mit 18 dazu bereit, eine andre mit 50 immer noch.
Abschließend möchte ich noch sagen, dass meine Mutter mich relativ früh (mit 20) bekommen hat. Sie kam mir mit dieser Mutterschaft immer völlig überfordert vor.
Grüße
Lalilu42

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V
valda_11967187
04.10.07 um 15:27

Anfrage 99pro
Liebe Karin bei auslandsadoptionen spielt Alter keine Rolle- das müsste auch in deinem Alter noch gehen-kein Problem-wir haben schon viele Menschen auf dem Weg der Adoption mit der Kamera begleitet & haben geholfen die Hürden zu überkommen-vielleicht hast du ja auch Interesse?!
ich arbeite für eine selbständige TV produktionsfirma aus leipzig und wir produzieren unteranderem *lebe deinen Traum* für Pro 7!
www.99pro.de ist unsere Homepage-und vielleicht hast du ja mal Lust reinzugucken.meld dich doch bei mir unter : [email protected]

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