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In welchem Alter verkraftet ein Kind die Adoption wohl am Besten?

5. August 2012 um 16:11

Hallo, ich mache mir Gedanken darüber, in welchem Alter ein Kind eine Adoption am Besten verkraftet... Ich befinde mich in der Anbahnung (Überprüfung durch das Jugendamt) für eine Auslandsadoption und das Wichtigste ist doch: In welchem Alter verkraftet eine Kind eine Adoption am Besten und nicht: Was für ein Kind hätte ich am Liebsten! Ist das Alter, in dem das Kind schon "versteht" was geschieht und somit auch Fragen stellen und Antworten bekommen kann, besser, als wenn ein Baby dies durchmacht? Ich würde mich sehr freuen, wenn Eltern, die diesen Prozess bereits er- und durchlebt haben, mich an ihren Erfahrungen teilhaben lassen würden... Mit bestem Dank im Voraus..

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8. August 2012 um 20:55


Bei uns war es zwar keine Auslandsadoption sondern eine Inlandsadoption aber egal.
Wir haben unsere Tochter einen Tag nach der Geburt kennengelernt und an ihrem 4 . Lebenstag aus dem Krankenhaus mit nach Hause genommen.
Sie wächst von Anfang an bei Eltern auf. Sie wächst damit auf, mittlerweile ist sie 26 Monate alt und weiß , dass sie 2 Mamas hat und für sie soll es normal sein.

Ein Kind dass erst nach einigen Lebensjahren zu Adoptiveltern kommt , hat ja auch schon einiges erlebt, sollte man auch nie vergessen. Es ist durch das was erlebt hat, alles Gute, aber auch Schlechte, geprägt. Es hat ja seit es nicht mehr bei der leiblichen Mutter ist irgentwo gelebt. Heim? Pflegefamilie?
Es hat sicherlich alles seine Vor- und Nachteile.
Ein Kind verkraftet eine Adoption am Besten (Das ist meine persönliche Meinung) , wenn es Eltern hat das es lieben so wie es ist. Es annehmen wie das Kind ist. Dem Kind auch die Möglichkeit geben (Ohne Vorwürfe , Eifersucht etc) seine Wurzeln (leibliche Eltern) zu suchen und vielleicht auch Kontakt zu ihnen zu haben

Wir haben unsere Tochter damals so genommen wie sie ist und mit dem was sie "mitbrachte". Denn ihre leibliche Mutter (Bauchmama) hat ihr auch einen Vornamen gegeben, den haben wir als 2. Vornamen stehen lassen, denn er gehört zu ihr.

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9. August 2012 um 20:53

Egal welches alter
Wir haben unseren Sohn dieses Jahr im Januar aus Russland adoptiert. Er ist einen Tag nach der Gerichtsverhandlung drei geworden. Es ist natürlich nicht ganz einfach für uns drei gewesen, vorallem die ersten Wocheb. Aber bisher denke ich machen wir uns mehr Gedanken als unser Engele Probleme hätte. Er macht das Super, wir sprechen bei Bedarf immer wieder mit ihm darüber. Wo er geboren wurde und wie es war als wir ihn zu uns geholt haben usw. Er macht das echt toll und es uns damit bis jetzt relativ einfach. Das das auch noch anders werden kann ist uns bewusst, damit haben wir uns sehr intensiv auseinander gesetzt. Aber eins ist mir sehr wichtig zu betonen. Unser Kind (und auch die Kinder vieler anderer adoptionsfamilien, mit denen wir uns unterhalten haben) weiß es sehr zu schätzen was er hier hat. Und nachdem er Begriffen hatte das er nun für immer zu uns gehört genießt er das einfach. Sein eigenes Zimmer, seine Spielsachen und - seine Mama und Papa!!!! Und die verteidigt er gegen alle . Ich glaube es ist am wichtigsten diesem Adoptivkind in erster Linie Liebe, Geduld, zeit und Geborgenheit zu geben. Und dann spielt es eine zweitrangige Rolle wie alt das Kind ist. Denn mit dem "Umstand" an sich müssten sich alle Adoptivfamilien irgendwann auseinandersetzen, egal wie alt das Kind bei der Adoptuin war.

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10. August 2012 um 13:44

Ich wurde mit 2 Wochen adoptiert...
Liebe ashanti,

ich selber wurde mit 2 Woche adoptiert, und ich finde je früher desto besser.
Laut Psychologen, sind die ersten 2 Lebensjahre eines Kindes entscheidend für das weitere Leben.
Meine Adoptivschwester war 2 Jahre alt, und um ehrlich zu sein, sie lebt heute, mit 18 Jahren, auf der Straße. Sie kam in den ersten 2 Lebensjahren von einer Pflegefamilie in die andere und das hat sie nie verkraftet.
Wir haben unser bestes getan, als Familie, doch leider wollte und will sie sich heute einfach nicht mehr helfen lassen.
Mein Adoptivbruder wurde mit 7 Jahren adoptiert.
Bei ihm war es ähnlich. Mit 17 von Zuhause ausgerissen, ein paar Jahre auf der Straße gelebt und nun (27) hat er 3 eigene Kinder, die in anderen Pflegefamilien wohnen.

Ich spreche wirklich genug aus Erfahrung, um sagen zu können, je früher desto besser.

Das Kind bekommt das, wenn du es früh genug adoptierst, ja gar nicht mit. Es wächst bei dir auf, als wärst du seine Mutter.

Bei mir war es so, ich habe nie einen Unterschied machen können ob leiblich oder nicht leiblich. Als ich 4 war, haben meine Eltern angefangen es mir beizubringen. Und ich bin mit dem Thema aufgewachsen, als wäre es das normalste auf der Welt. Klar dass das Jugendamt dir sagen wird, es sei egal. Sie wollen ja nur dass die Kinder untergebracht sind. So war es bei meinen Geschwistern ja auch. Aber du tust dir definitiv keinen Gefallen damit. Und dem Kind schlußendlich auch nicht.

Vor 3 Wochen habe ich meine leibliche Mutter kennen gelernt, zusammen mit meinen Eltern.

Auf die ganzen Jahre gesehen, war das, im Vergleich zu meinen Adoptionsgeschwistern, die beste Entscheidung.

Hoffe ich konnte dir weiterhelfen.

LG, Sandra

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16. August 2012 um 20:22

Hey
Ich habe grade deinen beitrag gelesen.
Ich finde es sehr gut das du ein kind Adoptieren willst. Ich bin selber adoptiert wirden. Ich bin mit ein paar stunden nach der Geburt adoptiert worden. Meine eltern haben es mir von anfang an gesagt das ich es bin und das gleiche haben sie auch mit meiner schwester gemacht. Wir haben es gut verkraftet sag ich mal.
Daher glaube ich ist es besser wenn man babys adoptiert.
Ich weiß ja nicht wie oder wann ihr dem kind das sagen wollt das es adoptiert wurde... Geht mich ja auch nichts an aber ich will nur sagen das ich das echt super fand das meine Adoptievelter (sind wie meine richtigen elter und es gibt auch für mich krine anderen, da sie immer für mich da waren bzw sind) mir es von anfang an gesagt haben.
Ich drücke dir bzw euch die daumen das alles gut wird und es nicht so lange dauert bis ihr ein kind habt. Meine eltern haben 5 jahre gewarte aber das warten lohnt sich
Lg Isabell, 21 Jahre jung

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