Home / Forum / Mein Baby / Integrativer Kiga? Problematisch oder nur Vorurteile?

Integrativer Kiga? Problematisch oder nur Vorurteile?

2. September 2014 um 15:04

Hallo zusammen. Ich hoffe, dass mich hier keiner falsch versteht. ich versuche es mal zu erklären. Ich habe meine Tochter nach der Geburt in 4 Kiga angemeldet. Das ist bei uns so üblich. U.a. ist ein integrativer Kiga dabei. Ich fand den soweit eigentlich sehr nett, daher auch die Anmeldung. Nun lese ich immer häufiger im Netz, dass das nicht zu empfehlen sei. Je nachdem, welche Kinder gerade da seien, ginge es dort angeblich schon mal rüppiger zu. Dh. gerade Kinder mit Einschränkungen, insbesondere, wenn sie sich nicht ausdrücken können, hauen und schubsen gerne. So heißt es da. Ich habe mal eine Bekannte einer Bekannten gefragt, da sie selbst mal Lehrerin einer integrativen Waldorfschule mit Kiga war und jetzt in einem anderen Kiga arbeitet. Sie bestätigte mir das dann auch noch. Ich solle mir das überlegen. Auch in den Kigä wären zu viele Kinder auf zu wenige Erzieher, so dass sie sowas nicht immer vermeiden lässt. Eine schrieb mal im Internet, dass sie nicht gerne an ihre Kindergartenzeit zurückdenke. Ein geistig behindertes Kind habe immer ohne Grund plötzlich aufgeschrien oder ein komisches Verhalten gezeigt. Sie habe das damals nicht verstanden und habe häufig Angst gehabt und sogar schlecht geschlafen. Oh man. Ich überlege, ob ich meine Anmeldung dort belassen soll. Ich möchte meine Tochter natürlich auch realitätsnah und sozial erziehen. Ich selbst wäre nie darauf gekommen, da nicht hinzugehen. Ich frage mich jetzt plötzlich aber, ob ich meine kleine Tochter damit schon im Kiga konfrontieren muss. Ich möchte nur alles richtig machen.Wir haben auch einen anderen Kigaplatz in Aussicht, so dass ich aussuchen könnte. Bitte seid mal ehrlich. Hat sich jemand bewusst gegen einen integrativen entschieden? Oder habt ihr gute Erfahrungen gemacht und könnt mich da beruhigen? LG

Mehr lesen

2. September 2014 um 15:11

Unsere Tochter
Ist auch in einem integrativen kiga. Und es ist dort sehr schön. Von den 15 Kindern haben 2 down syndrom und eins hat Hörgeräte. Der Rest hat nix. Dafür ist immer 1 Erzieherin und eine Praktikantin zusätzlich da.
Ich finde es dadurch besser und übersichtlich.
Also 10 kinder mit Behinderung und 5 gesunde, würde ich kritisch finden. Aber ich vermute, dass wird nicht gemacht.

Vielleicht kannst du ja mal zu dem kiga gehen und es dir vor Ort anschauen?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

2. September 2014 um 15:29

Ich persönlich
Bevorzuge den integrativen Kindergarten. Mein Sohn geht in einen. In seiner Gruppe leidet ein Kind an diabetis, eines ist sehr stark entwicklungsverzögert und eins hat das down-Syndrom. Insgesamt sind noch nicht mal 20 Kinder in der Gruppe. Dafür haben wir 4 Erzieherinnen und eine Praktikantin.
Besonders gut finde ich, das die Kinder gleich lernen, das alle gleich sind und es Menschen mit besonderen Bedürfnissen gibt. Trotzdem kommt in der Gruppe kein einziges Kind zu kurz.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

2. September 2014 um 15:34

Sorry ot
Ich hab gelesen "Interaktiver Kiga"
Und dachte nur " WTF? Was es alles schon gibt!"

Tut mir leid, kann sonst leider nicht zum Thema beitragen, aber ich wollte Euch an meinem Lacher teilhaben lassen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

2. September 2014 um 17:29

Die Qualität....
eines Kiga hängt von den Erzieherinnen ab!
Du kannst in einem I-Kiga eine überforderte haben und aber auch in einem Regelkindergarten.
Mein Sohn war in einem katholischen Kindergarten und hatte dort keine schöne Zeit.
Danach war er in einer heilpädagogischen Tagesstätte und dort ist er aufgblüht und hat viel gelernt.
Bei meiner Schwester in einem ländliche Kindergarten war ein Kind mit Down-Syndrom. Dieses Kind wurde toll integriert und die anderen Kinder hatten nie Probleme damit.
Ich persönlich finde es nicht schlimm, wenn Kinder mit Behinderung konfrontiert werden. Sie lernen es als Teil Natur und der Menschen kennen. Ich hatte auch schon von Kindheit Kontakt zu einer behinderten Tante, und s war für mich ganz normal dass sie im Rolli sitzt, nicht laufen kann, und nicht deutlich spricht.
Und wer sagt denn, dass immer nur schwerstbehinderte Kinder einen I-Platz bekommen? Es kann ja auch eine andere Einschränkung sein, die man kaum bemerkt.
Wie gesagt, du kannst überall Pech mit den Erzieherinnen haben.
LG

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

2. September 2014 um 21:26


Meine Tochter ist 4 Jahre alt, geht seit 2 Jahren in die Kita, in der Kita gibt es eine Integrative Gruppe, meine Tochter ist in einer anderen Gruppe hat keinen Integrative Platz
Ich muss sagen, dass auch in einer "normalen" Kitagruppe geschubst etc wird.
Meine Tochter hatte ein Mädchen in der Gruppe, die nun in der integrativen Gruppe ist, ja es gab mit dem Mädchen Probleme, aber die gibt es auch immer wieder mit anderen Kindern.


Wenn dir die Kita gefiel als du sie dir angeschaut hast, hör auf dein Bauchgefühl.

Probleme kann es in jeder Kita geben.

Ich muss ganz klar sagen, dass mein Mann und ich die Entscheidung für diese Kita nicht bereut haben.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

2. September 2014 um 21:58

Ich
werde dir wahrscheinlich mit meiner Antwort nicht grossartig weiterhelfen.Trotzdem.
Ich sehe es von der anderen Seite.Ich bin schon eine Weile auf einer Suche nach einem I-Kindergarten.Meine Tochter geht noch in einen Regelkindergarten.Und dort muss ich sagen,sind es die 'gesunden' Kinder,die eher grob sind und nicht aufpassen.Da wird geschubst und gebissen etc.Also wie hier schon oft geschrieben wurde,solche Kinder gibt es in jeder Kita.
Ich versuche wirklich,deinen Thread nicht zu persönlich zu nehmen,ich versteh auch,wie du das meinst.Trotzdem fand ich einige Saetze schon etwas bedenklich.Diese Kindergaerten gibt es doch dazu,dass gesunde und behinderte Kinder zusammen lernen,spielen etc.Und auch dass den gesunden Kindern schon vor Augen geführt wird,dass es auch 'andere' Menschen gibt und trotzdem ein Miteinander möglich ist.
Auch wenn meine Tochter 'gesund'waere,ich faende es schön,wenn ich ihr die Möglichkeit bieten könnte in einen I-Kindergarten zu gehen und sie dort das soziale Miteinander lernen könnte.
Ich hoffe doch sehr,dass,wenn ich endlich einen Platz finde,dort etwas tolerantere Eltern von gesunden Kindern sind.
Wenn man das nicht abkann,ok,aber dann faende ich es aber fair,das du jemand anderem den Platz in dieser Kita überlaesst.
Gruss

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

2. September 2014 um 21:59


.....

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

3. September 2014 um 7:45
In Antwort auf motte2012

Ich
werde dir wahrscheinlich mit meiner Antwort nicht grossartig weiterhelfen.Trotzdem.
Ich sehe es von der anderen Seite.Ich bin schon eine Weile auf einer Suche nach einem I-Kindergarten.Meine Tochter geht noch in einen Regelkindergarten.Und dort muss ich sagen,sind es die 'gesunden' Kinder,die eher grob sind und nicht aufpassen.Da wird geschubst und gebissen etc.Also wie hier schon oft geschrieben wurde,solche Kinder gibt es in jeder Kita.
Ich versuche wirklich,deinen Thread nicht zu persönlich zu nehmen,ich versteh auch,wie du das meinst.Trotzdem fand ich einige Saetze schon etwas bedenklich.Diese Kindergaerten gibt es doch dazu,dass gesunde und behinderte Kinder zusammen lernen,spielen etc.Und auch dass den gesunden Kindern schon vor Augen geführt wird,dass es auch 'andere' Menschen gibt und trotzdem ein Miteinander möglich ist.
Auch wenn meine Tochter 'gesund'waere,ich faende es schön,wenn ich ihr die Möglichkeit bieten könnte in einen I-Kindergarten zu gehen und sie dort das soziale Miteinander lernen könnte.
Ich hoffe doch sehr,dass,wenn ich endlich einen Platz finde,dort etwas tolerantere Eltern von gesunden Kindern sind.
Wenn man das nicht abkann,ok,aber dann faende ich es aber fair,das du jemand anderem den Platz in dieser Kita überlaesst.
Gruss

stimme voll zu
und muss noch hinterher setzen, dass die groben Kinder im "normalen" Kindergarten meist Eltern haben, die meinen, ihr Kind sei das liebst auf der ganzen Welt und sind überhaupt nicht kooperativ, wenn Hilfe angetragen wird. Das ist in intergrativen Kindergärten anders, denn sonst wären diese Kinder nicht dort. Außerdem gibt es dort MEHR Personal, spezieller ausgebildetes Personal.
Mal davon abgesehen finde ich es gut, dass "normale" Kinder auch mit "behinderten" Kindern zusammen sind, da bauen sich Berührungsängste am besten ab.
Das nächste ist, auch Dein Kind könnte in irgeneiner Art und Weise besonders sein. Da kann auch das geschulte Personal gleich ein Auge drauf haben. Unser Kind musste mal vorübergehend in die I-Gruppe (ein paar Tage) Da wurde ich drauf angesprochen, ob er evtl. Hochbegabt sein könnte

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

3. September 2014 um 8:14

Da fällt mir noch was ein
was die Erzieherin in der heilpäd. Tagesstätte sagte.
Es gibt dort eine gemischte Gruppe mit 22 Kindern, in der nur 2-4 I-Plätze sind und die kleinen I-Gruppen mit 9 integrativen Kindern.
Die Erzieherin meinte, dass die Kinder in der Kleingruppe sich akzeptieren, da jedes Kind dort seine Probleme hat. Das wäre in der Kiga-Gruppe anders. Da würde es schon ruppiger zugehen.
Und ich kann es bestätigen. Das Sommerfest war zwar sehr laut, aber so friedlich und schön. Obwohl 9 Integrarivkinder aufeinander mit Eltern und Geschwister im kleinen Gruppenraum gefeiert haben.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Diskussionen dieses Nutzers
OT:Hallo, heißt
Von: miyako_12556652
neu
21. März 2015 um 21:54
Hilfe beim Zehnagel
Von: miyako_12556652
neu
24. Februar 2015 um 21:56
Lust auf mehr Farbe in deinem Leben?
wallpaper

Das könnte dir auch gefallen