Home / Forum / Mein Baby / Integrativer Kindergarten, wer hat Erfahrung?

Integrativer Kindergarten, wer hat Erfahrung?

12. Juli 2009 um 20:50

Hallo,
auch wenn das hier das Babyforum ist... vielleicht hat eine von Euch Erfahrung mit einer Integrativen Kindertagesstätte gemacht.
Ich könnte meine Tochter ab Herbst in einen Kindergarten mit 7 behinderten und 7 nicht behinderten Kindern pro Gruppe (5 Betreuer) geben.
Würde mich über Eure Meinung oder Erfahrungen freuen. Bin mir unsicher...
Danke
hundebub

Mehr lesen

12. Juli 2009 um 21:50

Absolut Top!
Ich arbeite in einer integrativen Gruppe in einer integrativen KITA!

Schon allein weil das doppelte an Betreuern nur auf die Hälfte der Kinder kommt.

Wir sind mit 15 Kinder, davon 5 integrativ und 10 Regelplätzen zu 6 Leuten.. 2 Erzieherinnen Vollzeit. Eine Anerkennungspraktikantin Vollzeit. Eine Einzelfallhilfe 25 Wochenstunden. 1 Motopädin Vollzeit und eine Sprachtherapeutin. (Auf eine Regelgruppe mit 25 Kinder kommen nur 2 Erz. mit ner 39 St. Woche)
In unserer Gruppe sind 4 integrative Plätze besetzt mit Kinder die unter Entwicklungsstörungen bzw. Verzögerungen leiden. Das 5 Kind hat diese Defizite auch, jedoch ist es zusätzlich körperlich Behindert.

Integrativ heißt also nicht direkt auch "Ballaballa!" und selbst wenn.... Jedenfalls gibt es bei uns 2 dieser integrativen Gruppen, in der andere Gruppe gibt es Kinder mit körperlichen und geistigen Behinderungen.

Jedoch ist es Einerlei. Wenn du das Gefühl hast dass die Personen die dort Arbeiten gut organisiert sind und von ihrer Arbeit begeistert scheinen ist es das Beste was du tun kannst. Bei uns kloppen sich die Eltern von Regelkindern regelrecht um Regelplätze in einer integrativen Gruppe.

Ich könnte dir hier 1000 Dinge aufzählen wovon dein Kind profitieren kann, nicht nur die kleinere Gruppenstärke und die sozialen Aspekte wären ein Grund. Auch eventuelle kleine Aufälligkeiten oder spezieller Förderbedarf kann so schnell nachgekommen werden. Zumindest ist es bei uns so, dass die Kinder die an diversen Therapien im Rahmen ihres integrativen Platzes teilnehmen sich ein anderes Kind mitnehmen dürfen, dieses erhält somit eine zusätzlich Förderung einer Fachkraft. Auch wenn wir Auffälligkeiten bei Regelkindern sehen, haben wir die Möglichkeit durch unsere Therapeuten dieses schneller aufzugreifen.
Häufig ist es so, dass bei einigen Kinder so ein Platz notwendig wäre, die Eltern sich aber leider gleich querstellen wenn sie das Wort integrativ hören. Dabei wollen wir ja nur helfen, dem Kind das Bestmögliche zu entlocken. Bei manchen Kindern würde ein SPZ Verfahren die Notwendigkeit eines integrativen Platzes nicht stützen, solche Kinder können aber durchaus in einer integrativen Gruppe mitgetragen werden.

Wenn ich mit meinem Sohn die Chance auf einen Regelplatz in einer integrativen Gruppe haben werde, werde ich diese auf jedenfall wahrnehmen!!!

Ist jetzt alles ein bissl durcheinander... aber ich wusste gar nicht wo ich anfangen sollte!
Nimm den Platz, wenn du dich dort mit den Erziehern wohl fühlst! Für deine Tochter wird es das normalste auf der Welt sein!

Liebe Grüße Lin

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

12. Juli 2009 um 22:27

Danke,
für die schnellen Antworten.
Ich hatte noch Bedenken wegen der Anzahl der behinderten Kinder. Also halbe/halbe, sonst kenne ich nur Gruppen, in denen die Regelkinder deutlich überwiegen. Viele, denen ich davon erzählt habe, meinen die Regelkínder würden nicht ausreichend gefördert werden, was aber ja eher andersrum der Fall ist, also dass die Regelkinder evtl. sogar besser gefödert werden als in einem normalen Regelkiga.
Meine Entscheidung für den Platz haben Eure Argumente nur noch bestärkt. Vielen Dank dafür.
hundebub

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Diskussionen dieses Nutzers
Du willst nichts mehr verpassen?
facebook