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Interessantes Buch

10. Juni 2007 um 10:55

Also ich lese momentan das Buch "Kinder?" "Ja,bitte" von Schwarzkopf & Schwarzkopf und bin total begeistert
Ist vorallem auch sehr witzig geschrieben und das Lachen ist somit garantiert

Aufgeteilt ist das Buch in 1.Schwangerschaft,Geburt und erste Zeit
2.Von Trotzköpfen und Vorschulkindern
3.Kind und Karriere
4.Die Schulzeit
5.Mütter und der Rest der Welt
6.Die tägliche Herausforderung

Von Thema 1 lautet z.B.ein Kapitel: Wie soll das Kind denn heißen?

Und da das ja hier so gut hinpasst,werde ich euch das mal eben schreiben:

"Jedes Kind braucht einen Namen.Die erste große Chance im Elternleben, es so richtig zu vergeigen, Hohn und Spott auf sich zu ziehen und es niemandem recht zu machen. Hier scheiden sich die Geister. Werdende Eltern bekommen ständig die Frage gestellt: "Habt ihr euch schon einen Namen überlegt?" Egal, was man sagt, die Antwort ist falsch. Man hat z.B.in völliger Ahnungslosigkeit einen Modenamen gewählt. "Marie? So heißt doch jede! Der Name ist seit Ewigkeiten in den Top Ten ganz oben dabei." Die Schwangere hat sich nichts Böses bei dieser Namenswahl gedacht, aber sie wollte eine Tochter namens Marie, seitdem sie mit fünf ihrer gleichnamigen Puppe die Frisur verschandelt hat. Oder noch schlimmer, man wählt einen Proll-Namen. Was Proll-Namen sind, weiß keiner so genau. Wer sein Kind Kevin nennt, macht sich auf alle Fälle verdächtig. Auch wenn dem jungen Vater die Bedeutung des Namens gefällt und der Lieblingsonkel aus dem irischen Zweig der Familie ebenso heißt. Geht gar nicht. Ist ein Name weder Mode noch Proll, kennt bestimmt irgendwer einen besonders scheußlichen Träger ebenjenen Namens, den man für sein Kind gewählt hat. "Ihr wollt den Jungen doch nicht ernsthaft Marcus nennen? Ich kannte da einen Marcus in der zweiten Klasse, der hat immer so komisch gerochen. Alissa für ein Mädchen? Da muss ich gleich an die eingebildete aus meinem Tango-Kurs denken!". Manche Eltern sind völlig aufgeschmissen, was die Namenswahl angeht und warten erst mal ab, gucken sich das Baby an und grübeln dann darüber nach, wie das Kind denn heißen soll. Das kann sich bewähren, immerhin geht das alte Sprichwort, dass Kinder ihre Namen mitbringen und einer, der in der Vorauswahl abgeschlagen auf den hinteren Rängen gelandet war, ist plötzlich der richtige. Zum Glück ist nach der Geburt für Unentschlossene noch etwas Zeit und man kann gründlich überlegen, ob "Baptist-Tileon" oder "Benedetta-Louisa" wirklich das Nonplusultra ist. Aber eigentlich ist die Namenswahl ganz einfach: Der Vorname sollte zum Nachnamen passen und sich irgendwie aussprechen lassen, ohne das in der Zunge ein Knoten zurückbleibt. Eltern und vorallem das Kind sollten damit leben können - die kleine Gwenhwyvar wird ständig ihren Namen buchstabieren müssen und sich später der Einfachheit halber Jennifer nennen. Der kleine Pierré wird den Accent irgendwann stillschweigend unter den Tisch fallen lassen. Und eines Tages hört er vielleicht auch auf, sich über den Standesbeamten zu wundern, der diese Schreibweise durchgehen ließ. Nichts kann eine Mütterrunde so in Stimmung bringen, wie prickelnder Tratsch über Kindernamen. Wenn die Zeit für die Lektüre des Feuilletons nicht mehr reicht, für die Geburtsanzeigen langt sie allemal. "Baldwin und Helmar haben ein Brüderchen bekommen: Wir freuen uns über die Ankunft von Gandolf", wird dann prustend beim nächsten Mütterstammtisch zum Besten gegeben. "Sind das jetzt Kinder oder Deutsche Schäferhunde?" "Er heißt Sven-Karim. Ja,als Doppelname, Abkürzungen sind streng verboten. Und hinten dran Dombrowski, da passt doch eins nicht zum anderen. Soll das Multikulti sein oder was?" Es wird das Schicksal von ... Chastity betrauert: "Bundeskanzlerin wird die mit diesem Namen nie!" Dann muss schnell noch hemmungslos über die Nachbarin gelästert werden, die, des Französischen nur unzureichend mächtig, ihre Töchter Jacqueline und Chantal genannt hat. "Wenn ich die schon höre, wie die auf dem Spielplatz "Tschackeliene! Schanntalle! ruft", stöhnt die Mutter von Lina und Lotte. Die Mutter von Jacqueline und Chantal unterhält derweil ihren Mütterstammtisch mit Geschichten über ihre Nachbarin, deren Kinder so langweilige, altmodische Oma-Namen haben.

Hoffe,ihr hattet Spaß

LG,Kristin

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10. Juni 2007 um 11:44

Hahaha
sehr gut! mein tag scheint gerettet dank dieser lektüre! köstlich.

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10. Juni 2007 um 21:35
In Antwort auf latina_11899262

Hahaha
sehr gut! mein tag scheint gerettet dank dieser lektüre! köstlich.

Genau
da hat ja jemand den Nagel auf den Kopf getroffen! *g*

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