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Inwieweit prägt eine wohlbehütete kindheit ?

13. Oktober 2014 um 6:49

Guten Morgen ,

Leider ist es ja so (denk ich jedenfalls) das wir meisten Scheidungskinder sind ... Ich gehöre auch dazu , meine Mutter wurde beim 1. Mal mit 17 schwanger , Papa 21 .... Ergebnis bin ich .... Sie mussten dann heiraten , aber geliebt haben sie sich nie ! Natürlich folgte knapp 4 jahre später Scheidung ..... Meine Mutter heiratete noch 2 x mit jeweils einem Kind was daraus entstand .....
Friede, freude , Eierkuchen sieht anderst aus .....
Ich bin schon fast krankhaft davon besessen , ALLES anderst zumachen wie meine Mutter !
Ich wurde irgendie negativ geprägt dadurch ....

Mich würde aber mal die andere Seite interessieren , wie wurdet ihr geprägt bei einer intakten Kindheit ?

Bin gespannt !

Lg

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13. Oktober 2014 um 7:02

Hallo
Also meine Eltern sind auch getrennt,da war ich allerdings schon 15j alt. ich hatte eine sehr schöne Kindheit. ich habe noch eine Schwester die nur 2einhalb Jahre jünger ist als ich und meine Eltern haben uns immer alles gegeben was wir gebraucht haben (ich rede natürlich von Emotionalität,Erziehung usw) wieso war denn bei dir kein "Friede,Freude,Eierkuchen"? Nur weil Eltern sind trennen,muss das ja nicht zwangsläufig so sein. oder weil man ohne Vater aufwächst? auch Menschen mit einer intakten Kindheit haben mal zwischendurch Probleme im Alltag oder mit sich selbst und auch "perfekte" Eltern machen Fehler

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13. Oktober 2014 um 7:12
In Antwort auf ninal0301

Hallo
Also meine Eltern sind auch getrennt,da war ich allerdings schon 15j alt. ich hatte eine sehr schöne Kindheit. ich habe noch eine Schwester die nur 2einhalb Jahre jünger ist als ich und meine Eltern haben uns immer alles gegeben was wir gebraucht haben (ich rede natürlich von Emotionalität,Erziehung usw) wieso war denn bei dir kein "Friede,Freude,Eierkuchen"? Nur weil Eltern sind trennen,muss das ja nicht zwangsläufig so sein. oder weil man ohne Vater aufwächst? auch Menschen mit einer intakten Kindheit haben mal zwischendurch Probleme im Alltag oder mit sich selbst und auch "perfekte" Eltern machen Fehler

Bei
Uns war es nicht nur Scheidung , sondern mit den jeweiligen Partnern kam auch die Gewalt .... Bei uns lag schon vieles im argen .......
Bin aber perfekt therapiert , mir gehts prima !

Mich interessiert halt mal die andere Seite .....

Lg

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13. Oktober 2014 um 7:24
In Antwort auf erdbeermargeritha

Bei
Uns war es nicht nur Scheidung , sondern mit den jeweiligen Partnern kam auch die Gewalt .... Bei uns lag schon vieles im argen .......
Bin aber perfekt therapiert , mir gehts prima !

Mich interessiert halt mal die andere Seite .....

Lg

Das
Ist schön dass du eine Therapie gemacht hast,das war auch das beste was du machen konntest, denn du bist ja nicht schuld daran. auch ich stehe öfter mit meinen Eltern,besonders mutter, im Disput und möchte Sachen anders machen,meine Kinder anders erziehen. ich bin da eher lockerer als meine Eltern es damals waren.

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13. Oktober 2014 um 7:43

Meine eltern
Sind zwar noch zusammen, die ehe lief aber immer schlecht- ständig streit, meine mutter wurde gemein und handgreiflich zu meinem vater...außerdem waren beide viel arbeiten, wir waren entweder allein zuhause oder bei unserer kindergärtnerin...
Ergebnis davon ist, das ich mir nicht vorstellen kann zu heiraten, es mir schwer fällt tiefgründige beziehungen einzugehen..ich würde gerne an die liebe glauben, aber irgendwie klappt das nicht

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13. Oktober 2014 um 17:54

Wohlbehütet
muss man ja erstmal definieren. ich verstehe darunter, dass man sich vertraut, dass man sich daheim sicher und geliebt fühlt und dass das auch gezeigt wird.

ich hatte nicht viel davon. sowas wie "ich hab dich lieb" habe ich nie gehört und habe es auch vermisst. auch sowas wie in den arm nehmen, zusammen schmusen, gemeinsam was unternehmen fehlte bei mir. ich bin mir dessen bewusst und versuche es besser zu machen. mein freund hat mir vieles gegeben, das mir in meiner kindheit gefehlt hat und erst durch ihn wurde mir auch bewusst, dass mir das alles gefehlt hat.

wobei ich sagen muss, ich bin eine starke gefrau geworden, die weiß, was sie will und das mag ich an mir. das aber habe ich mir alles quasi selbst erarbeitet. mit meinen eltern habe ich ein sehr angespanntes verhältnis, wir verstehen uns gar nicht, weil wir so krass unterschiedlich sind. ich habe meine prinzipien und nach denen lebe ich und das kann meine mutter nicht akzeptieren. sie hätte mich gern so, wie selbst ist/war und ich will das auf gar keinen fall. ergo, wir haben keinen kontakt zu einander, was ich aber nicht so wild finde. mir bleibt stress und ärger und frust erspart, dafür hat mein kind mehr von mama und papa.

dadurch, dass es bei mir daheim immer viel frust gab, will es aber auch besser machen. mein sohn kann noch nicht viel sagen aber dennoch zeige ich ihm, dass ich interesse an ihm und seinem leben habe. ich frag ihn immer, wie es bei der TM war, ob ihm dies oder das gefallen hat oder andere sachen. bei mir gab es das nicht, mich fragte keiner, warum ich denn traurig aus der schule komme. sowas finde ich wichtig, das sind so kleinigkeiten, die dem anderen zeigen, man hat interesse.

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13. Oktober 2014 um 18:21

Hmm...
Zunächst mal finde ich den Ausdruck wohlbehütet im Zusammenhang mit Eltern die verheiratet sind schwierig. Meine Mutter war psychisch krank,mein Vater nur am arbeiten. Aber sie waren verheiratet und sind es noch. Eine zwischenmenschliche Beziehung habe ich erst mit meinem Vater seit dem mein Sohn da ist. Davor war es sehr schwierig.
Allerdings muss ich sagen,dass die Beziehung meiner Eltern mich durchaus geprägt hat. Sie standen mal kurz vor der Scheidung haben sich aber zusammen gerauft. Sie haben mir auch in den Jahren danach gezeigt dass eine Beziehung Arbeit heißt. Wenn man den Partner vernachlässigt,eigene Bedürfnisse gar nicht äußert oder sich nie auf Kompromisse einlässt wird es schwer. Ich versuche das für meine Beziehung ebenfalls zu beachten und es klappt
Viele scheidungskinder die ich kenne sind entweder sehr riguros im Sinne von Die macke passt mir nicht und tschüss oder eher lax im Bezug auf treue.
Mein Freund jedoch ist scheidungskind unter erschwerten Bedingungen und ihm ist eine Beziehung quasi heilig. Er redet,trifft Kompromisse etc.
Pauschal alle über einen Kamm scheren geht deshalb glaube ich nicht

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13. Oktober 2014 um 20:49

Jede Kindheit
und jede Familie prägt!

Ob gut oder schlecht, aber selbst die "heile Familie" ist nicht immer heil und hat so ihre Tücken.
Manchmal ist es vielleicht sogar besser eine katastrophale Ehe von den Eltern vorgelebt bekommen zu haben, bei der man ganz klar sieht, wo die Probleme sind.
Denn wie viele nach außen scheinbar heile Welten sind dennoch so latent gefährlich, dass man gar nicht merkt, was schief lief und trägt dann auch ein Päckchen rum, von dessen Existenz man gar nichts weiß und es ist dann manchmal sogar schwieriger das loszuwerden.

Mhm, hab ich jetzt kompliziert ausgedrückt....
Jedenfalls ist es doch einfach wichtig zu wissen, was einen geprägt hat und auch wenn alles schlecht war, so ist es besser dies zu akzeptieren und für sich selbst dann zu ändern, als nachher einen anderen Mist zu glorifizieren, der vielleicht nicht offensichtlich schlecht war, aber auch seine tücken hatte...

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