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Ist dieses Verhalten Erziehungssache?

3. Dezember 2016 um 20:40

Ich kenne jemanden, Anfang 40, Einzelkind, gebildet, studiert, aus gutem Elternhaus, der wahnsinnig unangenehme Charakterzüge bzw. Verhaltensweisen hat:

Er ist völlig konfliktunfähig. Er wird wahnsinnig schnell sauer - aber NICHT cholerisch - und vorallem auch bockig und trotzig wie ein kleines Kind, wenn es einen Konflikt gibt. Es ist extrem anstrengend, weil Konflikte eigentlich nie geklärt werden können und immer im Streit enden, wobei das letzte Wort dieser Person dann generell ein trotziges "Ich bin eben ein schlechter Mensch!" oder "Ja, ich bin halt schei**!" ist. So kommt man nicht weiter, ein Zwist muss mehr oder weniger ruhen und unter den Teppich gekehrt werden, weil eine Lösung durch Gespräche absolut unmöglich ist. Dabei ist es recht egal worum es geht, was das Thema ist. Jeder Konflikt endet so. Weiterhin ist diese Person null dazu in der Lage sein Verhalten zu reflektieren. Man kann ja Mal ungehalten reagieren, aber dann auch später mal darüber nachdenken, ob das Gegenüber nicht Recht mit der Kritik hatte oder das eigene Verhalten unangemessen war. Stichwort: Selbstreflektion. Auch das ist anstrengend, weil eigene Fehler oder ein Zutun werden nicht gesehen, nicht verstanden und natürlich immer wieder gemacht. Alles in allem extrem anstrengend und unangenehm, man fühlt sich, als diskutiere man mit einem 5 Jährigen.

Mich interessiert nun: Ist solch ein Verhalten angeboren oder anerzogen? Machen die Eltern ein Kind erst dazu oder kommt ein Kind schon mit solchen Charakterzügen auf die Welt, die man durch Erziehung auch nicht oder nur schwer beeinflussen kann?
 

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3. Dezember 2016 um 21:13

Ich vermute, es ist grundsätzlich schon angeboren. Aber wie das Kind bzw der Erwachsene gelernt hat damit umzugehen, ist anerzogen. 
 

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3. Dezember 2016 um 21:18

Ich glaube das ist angeboren... Natürlich bildet sich der Charakter im Lauf des Lebens weiter und manches kann auch noch anerzogen sein, aber ich glaube dass der Hauptteil/Grundcharakter schon vorhanden ist und sich immer weiter ausprägt je nach Lebenserfahrungen...

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3. Dezember 2016 um 21:23

Kannte auch so eine Person, die ständig wegen Kleinigkeiten eingeschnappt war und man rätseln musste was man nun wieder "verbrochen" hat . Sie sah auch nie eigene Fehler ein, war immer überzeugt davon sie sei im Recht... Höchst anstrengend !!!!! Irgendwann war bei mir auch das Maß voll und ich brach jeglichen Kontakt ab.
Solche Menschen sind Energieräuber und sowas brauche ich nicht in meinem Leben...

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3. Dezember 2016 um 21:59

Kenne das auch...nicht ganz so krass aber es ist auch häufig schwierig. Ich glaube es ist eine Mischung aus Charakter und Erziehung. Die Mutter hat eben oft nachgegeben, Recht gegeben ect. Sie selbst mag eben keine Konflikte. Ich vermute, dass die Kinder daher oft davon ausgegangen sind, sie seien im Recht. Nur ne Vermutung. Meine große ist ähnlich, sieht vieles gleich als Angriff und ich versuche ihr ebfn beizubringen, dass man Kritik und ähnliches auch mal aushalten muss und sich selbst reflektieren muss. Nicht einfach

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3. Dezember 2016 um 22:15

Angeboren, denke ich.
Allerdings denke ich auch, dass der Umgang mit den eigenen Charakterzügen, sowie Selbstreflexion gelernt werden können.
Mein Mann neigt auch zu solchen Verhaltensweisen, wie du sie oben beschreibst. Ebenso sein Vater, in der Jugend.
Allerdings mussten beide lernen, damit umzugehen, da solche Marotten nicht grade kompatibel mit Familienleben sind.
Der Zahn wurde ihm also schon in der Jugend weitgehend gezogen und er weiß dass es nicht zielführend ist, zu trotzen wie ein Kleinkind.
Als wir nach Deutschland kamen, fing mein Mann wieder damit an. Aber nach ein paar Schüssen vor den Bug legte sich das auch weitgehend wieder.
Manchmal braucht es ne Stunde, bis er in der Lage ist, Sachverhalte vernünftig zu klären, aber die Zeit verbringt er dann eher in sich gekehrt und verkneift sich den Kindergarten größtmöglich. 
Erstmal, weil er weiß, dass ich ihn dann teer und feder und dann auch, weil im Bewusst ist, dass er diese Eigenschaften hat und die nicht angemessen sind.

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3. Dezember 2016 um 22:55
In Antwort auf adenin

Angeboren, denke ich.
Allerdings denke ich auch, dass der Umgang mit den eigenen Charakterzügen, sowie Selbstreflexion gelernt werden können.
Mein Mann neigt auch zu solchen Verhaltensweisen, wie du sie oben beschreibst. Ebenso sein Vater, in der Jugend.
Allerdings mussten beide lernen, damit umzugehen, da solche Marotten nicht grade kompatibel mit Familienleben sind.
Der Zahn wurde ihm also schon in der Jugend weitgehend gezogen und er weiß dass es nicht zielführend ist, zu trotzen wie ein Kleinkind.
Als wir nach Deutschland kamen, fing mein Mann wieder damit an. Aber nach ein paar Schüssen vor den Bug legte sich das auch weitgehend wieder.
Manchmal braucht es ne Stunde, bis er in der Lage ist, Sachverhalte vernünftig zu klären, aber die Zeit verbringt er dann eher in sich gekehrt und verkneift sich den Kindergarten größtmöglich. 
Erstmal, weil er weiß, dass ich ihn dann teer und feder und dann auch, weil im Bewusst ist, dass er diese Eigenschaften hat und die nicht angemessen sind.

PS: jetzt wurde schon das ganze Forum umgebaut, aber seine Fehler kann man  immer noch nicht editieren. 

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4. Dezember 2016 um 1:27
In Antwort auf fusselbine1

Ich kenne jemanden, Anfang 40, Einzelkind, gebildet, studiert, aus gutem Elternhaus, der wahnsinnig unangenehme Charakterzüge bzw. Verhaltensweisen hat:

Er ist völlig konfliktunfähig. Er wird wahnsinnig schnell sauer - aber NICHT cholerisch - und vorallem auch bockig und trotzig wie ein kleines Kind, wenn es einen Konflikt gibt. Es ist extrem anstrengend, weil Konflikte eigentlich nie geklärt werden können und immer im Streit enden, wobei das letzte Wort dieser Person dann generell ein trotziges "Ich bin eben ein schlechter Mensch!" oder "Ja, ich bin halt schei**!" ist. So kommt man nicht weiter, ein Zwist muss mehr oder weniger ruhen und unter den Teppich gekehrt werden, weil eine Lösung durch Gespräche absolut unmöglich ist. Dabei ist es recht egal worum es geht, was das Thema ist. Jeder Konflikt endet so. Weiterhin ist diese Person null dazu in der Lage sein Verhalten zu reflektieren. Man kann ja Mal ungehalten reagieren, aber dann auch später mal darüber nachdenken, ob das Gegenüber nicht Recht mit der Kritik hatte oder das eigene Verhalten unangemessen war. Stichwort: Selbstreflektion. Auch das ist anstrengend, weil eigene Fehler oder ein Zutun werden nicht gesehen, nicht verstanden und natürlich immer wieder gemacht. Alles in allem extrem anstrengend und unangenehm, man fühlt sich, als diskutiere man mit einem 5 Jährigen.

Mich interessiert nun: Ist solch ein Verhalten angeboren oder anerzogen? Machen die Eltern ein Kind erst dazu oder kommt ein Kind schon mit solchen Charakterzügen auf die Welt, die man durch Erziehung auch nicht oder nur schwer beeinflussen kann?
 

Ist es nicht egal, ob es nun angeboren oder Folge der Sozialisation ist? Irgendwann sind wie alle groß und alt genug und bekommen das, was wir ganz schlicht und einfach verdienen.

Für mich sieht das hier nach einem schlechten Selbstwertgefühl aus. Er ist konfliktscheu, weil er Kritik als Ablehnung seiner Person nimmt und da er sich selbst ohnehin nicht mag und ablehnt,dient ihm das auch noch als Bestätigung für seine eigene Denke.

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4. Dezember 2016 um 9:28
In Antwort auf fusselbine1

Ich kenne jemanden, Anfang 40, Einzelkind, gebildet, studiert, aus gutem Elternhaus, der wahnsinnig unangenehme Charakterzüge bzw. Verhaltensweisen hat:

Er ist völlig konfliktunfähig. Er wird wahnsinnig schnell sauer - aber NICHT cholerisch - und vorallem auch bockig und trotzig wie ein kleines Kind, wenn es einen Konflikt gibt. Es ist extrem anstrengend, weil Konflikte eigentlich nie geklärt werden können und immer im Streit enden, wobei das letzte Wort dieser Person dann generell ein trotziges "Ich bin eben ein schlechter Mensch!" oder "Ja, ich bin halt schei**!" ist. So kommt man nicht weiter, ein Zwist muss mehr oder weniger ruhen und unter den Teppich gekehrt werden, weil eine Lösung durch Gespräche absolut unmöglich ist. Dabei ist es recht egal worum es geht, was das Thema ist. Jeder Konflikt endet so. Weiterhin ist diese Person null dazu in der Lage sein Verhalten zu reflektieren. Man kann ja Mal ungehalten reagieren, aber dann auch später mal darüber nachdenken, ob das Gegenüber nicht Recht mit der Kritik hatte oder das eigene Verhalten unangemessen war. Stichwort: Selbstreflektion. Auch das ist anstrengend, weil eigene Fehler oder ein Zutun werden nicht gesehen, nicht verstanden und natürlich immer wieder gemacht. Alles in allem extrem anstrengend und unangenehm, man fühlt sich, als diskutiere man mit einem 5 Jährigen.

Mich interessiert nun: Ist solch ein Verhalten angeboren oder anerzogen? Machen die Eltern ein Kind erst dazu oder kommt ein Kind schon mit solchen Charakterzügen auf die Welt, die man durch Erziehung auch nicht oder nur schwer beeinflussen kann?
 

Anerzogen glaub ich nicht. Vielleicht aber hat eine nahe bezugsperson auch bei streitigikeiten so reagiert u es wurde so "erlernt"...grundsätzlich würd ich aber auch sagen es ist angeborene charaktersache 

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