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Junge (2) - Mit Papa super, mit Mama viel Gebrüll

19. Juni 2016 um 0:11

Hallo Gemeinde,
vielleicht kann jemand helfen und zumindest Tipps geben.
Unser Kleiner ist knapp 2 Jahre alt. Von Anfang an war/ist er sehr auf Mama fixiert. Normale Geburt, gestillt bis zum Alter von ca. 12 Monaten. Seit Anfang an wohnen wir zusammen.

Problem seit ca. 3-6 Monaten:
Wenn wir in Familie zusammen sind oder auch, wenn er mit Mama alleine ist, dreht der Kleine sehr oft frei. Gebrüll und Gebocke bei kleinsten Anlässen. Hinwerfen, das volle Programm. Abendessen in Familie? Meistens mit Gebrülle. Anziehen oder Windeln? Darf nur Mama, bei Papa mit Gebrülle. Generell ist, wenn er die "Auswahl" hat, Mama die Nummer 1. Anziehen oder ins Bett schaffen durch Papa (wenn Mama da ist) geht nur mit viel Nerven, Diskussionen und Lärm. Wenn er aber dann "die Mama hat", knietscht er bei ihr auch nur undefiniert rum. Ningeln, bocken usw.

Auch interessant:
Papa schafft ihn normalerweise in den Kindergarten. Kein Problem. Wenn Mama ihn ausnahmsweise schafft, Riesenterz, wenn Mama geht.

Oder: Mama holt ihn normalerweise aus dem Kindergarten.
Ganz oft veranstaltet er eine Riesenshow, wenn Mama kommt, um ihn abzuholen. Hinwerfen, brüllen, bocken. Außer wenn Mama ihn erstmal nicht/wenig beachtet, kommt er irgendwann und ist lieb.

Wenn er jedoch mit Papa, großer Schwester (16) oder Oma unterwegs ist (oder eine Kombination daraus, halt ohne Mama), ist er das liebste Kind. Auch im Kindergarten ist er "lieb".
Heute z.B. war er mit Papa den ganzen Tag alleine. Essen, Anziehen, Schlafen, alles super. Mit viel Spaß, Lachen und Kussis für Papa.
(Soll nicht heißen, dass mit Papa nicht auch mal ein Tränchen fließt, aber das ist eher selten.)

Das Verabschieden von Mama ist kein Problem, wenn er es mitbekommt bzw. gesagt bekommt. Mama fährt auf Arbeit, WinkeWinke und das Thema ist für ihn ok. Wenn aber Mama einfach mal so verschwindet (in die Dusche etc.), dann wird gerufen und gebrüllt.
Auch nachts, wenn er gelegentlich "wach" wird, braucht er lediglich Rückmeldung, dass jemand da ist. Sobald er die Stimme von einem von uns hört ("Mama ist da..."), schläft er weiter, er wird gar nicht richtig wach.

Wenn er früh oder nachm Mittagsschlaf wach wird und es ist erstmal "nur" Papa zu sehen, wirft er sich "enttäuscht" und bockig wieder ins Bett, lässt sich nicht anfassen und wird erst nach einer Weile "normal". Und ist dann meistens lieb.
Wenn Mama und Papa da sind, darf selbstverständlich nur die Mama ihn anziehen.

Andererseits, wenn er die Mama für sich alleine hat, ist er sehr anstrengend. Knietschig, hängt immer an Mama, kaum selbstständige Beschäftigung (spielen usw.). Mama muss ihn ständig bespaßen, sonst wird geningelt. Er ist dann sehr anstrengend.

Generell stellen wir fest, dass Papa und Schwester etwas konsequenter mit ihm waren und sind. Mama lässt etwas mehr durchgehen, aber die Unterschiede sind nicht riesig.
Er hat jedoch gelernt, dass er mit Gebrülle bei Mama irgendwann das bekommt, was er will (z.B. nach dem Essen noch bei Mama auf den Schoß, noch bissel weiteressen. Das gibts bei Papa nicht (und will er bei ihm auch gar nicht). Oder nach dem aufstehen muss ihn Mama anziehen. Wenn er lang genug brüllt und sich steif macht, geben die Alten meistens nach und Mama zieht ihn an, des reinen Friedens willen).

Wenn er krank ist, ist er meistens recht knietschig und dann lässt er nur Mama an sich ran (was mir jedoch einigermaßen normal oder zumindest verständlich vorkommt).

Die Beschreibung ist sicher nur ein kurzer Abriss, vielleicht haben wir auch relevante Details vergessen.

Es heisst ja, dass Kinder immer dann die Sau rauslassen, wenn sie sich "sicher" fühlen. Das scheint aber nicht der Grund bei uns zu sein, schließlich hat er auch mit Papa und Schwester Spaß und ist unbeschwert, kennt sie von Anfang an und hat mit keinem negative Erfahrungen gemacht.
Sichtbar unsicher ist er in unbekannten Umgebungen oder mit Leuten, die er nicht so oft sieht. Dann fremdelt er sehr stark: Kopf runter, hinter Mama/Papa verstecken und böses Gesicht ziehen.

Jedenfalls leidet das gesamte Familienleben darunter.

Über Anregungen und Tipps freuen wir uns.














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