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Juristen anwesend oder Leute mit Erfahrung?

5. April 2011 um 15:10

Hallo, ich schildere mal kurz, denn uns geht es echt schrecklich deswegen, vielleicht hat ja jemand Erfahrung:

Also, wir waren im letzten Juli von Wohnungslosigkeit bedroht, da wir unsere alte Wohnung gekündigt hatten, allerdings kurzfristig sich ergab, dass die Neue nicht rechtzeitig fertig wurde.

Also suchten wir nach einer Lösung, da wir auch schon Nachmieter für die alte Wohnung hatten, die ebenfalls dann keine Wohnung gehabt hätten.

So suchten wir in einer sozial nicht so guten Gegend eine Bleibe, da es dort viel Leerstand gab - wurden auch schnell fündig. Die Verwalterin stimmte zu, uns die Wohnung ür 3Monate zu vermieten. Als wir den Vertrag unterschrieben, stand da nichts von einer Mindeslaufzeit o.ä.

Als der Vertrag aus der Hauptgeschäfsstelle zurückkam, waren auf einmal 2 JAhre eingetragen, wogegen wir sofort Widerspruch einlegten und gleichzeitig kündigten, um sicher zu gehen. Angeblich hat die Verwalterin diesen Brief nie erhalten, also kündigten wir nochmal mit Einschreiben/Rückschein und zogen am 1.11. wie vereinbart aus.

Wir haben die Wohnung am 01.11. unter Zeugen übergeben, was aber die Verwaltung bestreitet und uns verklagt hat. Keine Kommunikation ist möglich mit denen, sattdessen sollen wir jetzt 10 000 zahlen, da wir erstmals zum Dez.11 küngigen könnten?!

Wir sind 2 Monate nachdem wir ausgezogen sind, "gekündigt" worden, seitens der Verwaltung, sind ausgezogen, haben die Wohnung übergeben und werden nun wg Räumung verklagt?

Wir sind am Ende unserer Kräfte...wir können uns auch keinen Anwalt leisten

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5. April 2011 um 15:18


entschuldige, mein lachen nicht missverstehen... aber das ist ja reiner dummfang!

erst einmal das wichtigste: ihr braucht euch keine sorgen zu machen!

im privaten bereich gilt immer die gesetzliche kündigungsfrist von 3 monaten, zeitverträge sind meines wissens nach ungültig. ausnahme gibt es nur, wenn das mietverhältnis sehr lange besteht, nd dann auch nur zu gunsten des mieters.

über den mieterschutzbund könnt ihr euch für wirklich wenig geld rechtlich beraten lassen.

was heißt hier, die verwaltung hat euch verklagt? was habt ihr für schriftstücke erhalten, und vor allem von wem? von der verwaltung selber oder von öffentlicher stelle?

gruß, kopf hoch,

mausala

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5. April 2011 um 15:19

Was habt ihr denn genau unterschrieben
..habt Ihr denn von dem Originalvertrag, den Ihr unterschrieben habt, keine Kopie? Warum kommt denn nach Eurer Unterschrift nochmal ein Vertrag aus der Geschäftsstelle? Der kann ja dann gar nicht Eure Unterschrift tragen und ist demnach nicht gültig...

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5. April 2011 um 15:21

Habt
ihr von der übergabe ein übergabeprotokoll?

fragen über fragen...

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5. April 2011 um 15:36
In Antwort auf bennet_12080622


entschuldige, mein lachen nicht missverstehen... aber das ist ja reiner dummfang!

erst einmal das wichtigste: ihr braucht euch keine sorgen zu machen!

im privaten bereich gilt immer die gesetzliche kündigungsfrist von 3 monaten, zeitverträge sind meines wissens nach ungültig. ausnahme gibt es nur, wenn das mietverhältnis sehr lange besteht, nd dann auch nur zu gunsten des mieters.

über den mieterschutzbund könnt ihr euch für wirklich wenig geld rechtlich beraten lassen.

was heißt hier, die verwaltung hat euch verklagt? was habt ihr für schriftstücke erhalten, und vor allem von wem? von der verwaltung selber oder von öffentlicher stelle?

gruß, kopf hoch,

mausala

Kein problem
als Außenstehende fänd ich das auch lustig

Also, wir haben den Vetrag unterschrieben, dieser ging dann an die oberste Geschäftsstelle zur Unterschrift und wurde dann an uns zurück gesendet - DA standen ja dann auf einmal die 2 Jahre drin!
Wir haben sogar versucht, während dieser Wohnzeit das mit denen zu klären, aber die Deppen haben nicht mal "Miete abbuchen" ohne unsere Aufforderung geschafft.

Wir sind dann ausgezogen und haben die Wohnung übergeben, unter Zeugen, das war am 01.11.
Dann waren wir am 06.11 mit der Verwalterin verabredet um die Zählerstände noch anzulesen, woraufhin sie ja nicht kam und die Schösser der Wohnung ausgetauscht waren. NIEMAND in dieser Firma sprach mehr mit uns - dann kam die "fristlose kündigung2 , die ein Witz ist, weil wir ja schon lange ausgezoogen waren. Dies teilten wir auch dem RA der Generseite mit, welcher uns auslachte und sagte, er würde uns um unsere Existenz bringen wenn nötig.
Anschließend kam die Klage im Jauar aug "Räumung" und Zahlung der Mieten vom 01.11. bis Ende diesen Jahres, aufgrund der Klausel mit den 2 Jahren...was wir ja nie wollten!

LG

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5. April 2011 um 15:41

Ja schon
aber die beraten erst nach 3 Monaten soviel wie ich weiß :/

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5. April 2011 um 15:50

Haben wir ja nicht!
als wir den unterschrieben haben, war das ein stinknormaler Mietvertrag - der wurde dann an die Geschäftsstelle zur Unterschrift des Chefs geschickt und erst als er zurückkam, standen dort 2 Jahre drin!

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5. April 2011 um 15:55

Hmmm
also ich fasse mal zusammen, wenn ich richtig verstanden habe:

eure aussagen (3 monate mieten vereinbart, 1. kündigung ohne einschreiben geschickt, übergabe) sind alle nicht schriftlich fixiert.

der verwalter hingegen scheint schriftliche dokumente gefälscht bzw. im nachhinein geändert zu haben (wie gesagt, meines wissens nach sind fristmietverträge im privaten bereich nicht erlaubt).

so, also folgendes: mietrschutzbund anrufen und fragen, ob sie helfen können (mit den 3 monaten wie du geschrieben hast kenn ich mich jetzt nicht aus). in zukunft nur noch schriftlich und per einschreiben mit der gegenpartei kommunizieren, bei evtl. treffen immer neutrale zeugen mitnehmen. letzteres würde ich aber vermeiden ohne anwalt.

habt ihr eine abbuchungserlaubnis erteilt?! nie wieder machen! mit der bank reden und rückgängig machen wenn möglich.

wichtig ist vor allem zu wissen, ob eure kündigung rechtzeitig und damit gültig war (die per einschreiben). der anwalt soll euch hier beraten, evtl. muss man um schlimmeres zu vermeiden, noch einmal kündigen.

das wird schon, keine bange! und wenn das mit dem mietrschutzbund nicht klappt, redet mal mit einem anwalt. da kann man auch über preise verhandeln, nicht alle rechnen stur nach vorschirft ab. und wie ich die sache einschätze, reicht da ein beratungsgespräch und ein brief und der fall ist durch.

gruß,

mausala

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5. April 2011 um 16:05

Naja
der Mietvertrag ist ja ohne unser Zutun auf 2 Jahre "erweitert" worden und darauf beruft sich der RA der Gegnerseite jetzt und HAT ja Klage eingereicht.

Das kann doch nicht sein, dass die damit durchkommen...

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5. April 2011 um 16:28

Nein
eben nicht...es ist nur zusätzlich eingetippt worden!

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5. April 2011 um 20:57

@ mandelaugen
Bullshit. Bitte lieber keinen Rat geben, als Halbwahrheiten aus dem I-Net zu kopieren.


Wird ein Kündigungsausschluss vereinbart, schließen Mieter und Vermieter rechtlich gesehen einen unbefristeten Mietvertrag ab. Es gelten grundsätzlich die gesetzlichen Kündigungsfristen. Ausgeschlossen wird allerdings für einen bestimmten Zeitraum das Recht, überhaupt kündigen zu dürfen (BGH VIII ZR 2/04; BGH VIII ZR 179/03 und BGH VIII ZR 294/03).
Beiderseitige Kündigungsverzichte, das heißt der Kündigungsverzicht von Mieter und Vermieter, in Formularmietverträgen sind für längstens vier Jahr wirksam (BGH VIII ZR 27/04).
Nach Ansicht des Bundesgerichtshofs (VIII ZR 81/03) soll mit Hilfe einer Individualvereinbarung sogar ein einseitiger Kündigungsverzicht des Mieters für fünf Jahr möglich sein.


@ TE lass die anwaltlich beraten.
Ruf einen Fachanwalt für Mietrecht an und frage nach was die Beratungstundew kosten. Vielleicht kannst du auch einen Pauschalbetrag für die Beratung und für ein bis zwei anwaltliche Schreiben raushandeln.
Wenn es vor Gericht geht wird es teuer.

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5. April 2011 um 21:00

ebenfalls Blödsinn
Man muss 6 Monate Mitglied im Mieterschutzbund sein, damit die sich dem Problem annehmen und tätig werden bzw. werden i.d.R. Altlasten (vor Mitgliedsbeginn)nicht vertreten.

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5. April 2011 um 21:03
In Antwort auf jinx0409

Haben wir ja nicht!
als wir den unterschrieben haben, war das ein stinknormaler Mietvertrag - der wurde dann an die Geschäftsstelle zur Unterschrift des Chefs geschickt und erst als er zurückkam, standen dort 2 Jahre drin!

Mit
den Aussagen unterstellt ihr der Verwaltung Betrug.
Sollte dies so sein hättet ihr umgehend Anzeige bzw den Vertrag anfechten sollen.
Dann wären eure Chancen vor Gericht besser.

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5. April 2011 um 22:58


Eigentlich dürfen sie in einem bestehenden Fall nicht eintreten. Es gilt eine Wartefrist, wie bei der Rechtsschutzversicherung.
Rein rechtlich darf der Mieterbund nur für seine Mitglieder tätig werden. Besonders wenn es um juristische Ratschläge geht, ist die Anwaltskammer ganz schnell mit Abmahnungen wegen unerlaubeter Rechtsberatung da. Das Gesetz dazu ist übrigens 1935 !!! erlassen worden um jüdische Rechtsanwälte als Konkurrenz auszuschalten

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5. April 2011 um 23:19

Hier liegt kein MV vor
also woher will man den wissen, das es sich hier um einen Formularmv gehandelt hat.
Diesen betraf die Änderung in dem Fall Benachteiligung des Mieters. und ein Verallgemeinerung hier in den Raum zu stellen ist schon leichtsinnig.
Die TE sollte mit Ihren Unterlagen sich schnellstmöglich beraten lassen, denn Recht haben und Recht bekommen ist nicht immer leicht.

Zitat:
In der Entscheidung vom 06.04.2005 setzen die Karlsruher Richter zum Schutz der Mieter gewisse Grenzen.
Ein beidseitiger, zeitlich begrenzter Kündigungsausschluss in einem Formularmietvertrag ist dann nicht mehr zulässig, wenn der Kündigungsausschluss mehr als vier Jahre beträgt. In diesem Fall ist von einer unangemessenen Benachteiligung des Mieters auszugehen (Urteil des BGH vom 06.04.2005 - VIII ZR 27/04).
MEHR ALS JAHRE!!!
Mit dem Urteil des BGH vom 8.12.2010 - VIII ZR 86/10 ist auch die Frage zum Beginn der Frist für den Ausschluss des Kündigungsrechts beantwortet worden. Diese Frist berechnet sich vom Beginn bis zur möglichen Beendigung des Mietverhältnisses. So heißt es im Leitsatz: "Ein formularmäßiger Kündigungsausschluss ist wegen unangemessener Benachteiligung des Mieters unwirksam, wenn er einen Zeitraum von vier Jahren - gerechnet vom Zeitpunkt des Vertragsschlusses bis zu dem Zeitpunkt, zu dem der Mieter den Vertrag erstmals beenden kann - überschreitet".

Einfach mal die aktuelle Rechtssprechung im Auge behalten und nicht immer nur die Sonderfälle.

So ich werd ins Bett, denn ich muss morgen wieder die Vielzahl der unbescholtenen Mieter ärgern

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5. April 2011 um 23:26

Unser "Mieter"
kriegen den MV auch mit, unterzeichnen beide Exemplare immer zuerst und dann zeichnet die Geschäftsführung erst gegen.
Also ist es schon möglich das dort im Nachgang eine "Änderung" eingetragen wurden.
Allerdings liegt die Beweislast doch beim Mieter .

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5. April 2011 um 23:42

Natürlich in einem Ballungsgebiet
kann der Vermieter dies sicherlich verlangen.
Wenn du nicht unterschreibst, dann warten da 10 andere auf die Whg. (Siehe München)
Auch in mieterfreundlichen Gegenden wie B regelt der Wohnungsmarkt Angebot und Nachfrage. Wenn mein Bestand toll ist dann laufen die Mieter einem die Türen ein.
Und ich habe es seit meinem 5 Jahren in diesem Unternehmen noch nie erlebt, dass ein Mieter nicht zuerst unterschrieben hat.

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5. April 2011 um 23:58

Genau und der Mieter
der kann im Nachgang nichts streichen oder unter Sonstige Vereinbarungen hinzufügen

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6. April 2011 um 9:20

...
ich lasse mich gerne eines besseren belehren, bin keine juristin aber sehr aktiv im hausverwaltungs- und immobilienbereich.

und so wie ich es gelernt habe, sind befristungen im privaten bereich unzulässig. es sei denn, es wurde explizit ein grund für die befristung angegeben, also vertraglich festgehalten. das ist hier ja denke ich ausgeschlossen, da der vertrag ja augenscheinlich im nachgang geändert wurde.

liege ich da denn falsch? wie gesagt, diese aussage stammt von einer professionellen hausverwaltung, bei denen ich davon ausgehe, dass die sowas wissen. falls nicht, werde ich denen aber mal auf den zahn fühlen!

gruß,

mausala

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6. April 2011 um 10:18

Erstmal Danke für alle Antworten
Ich habe jetzt einen guten Anwalt gefunden, der uns erstmal den Schriftsatz etc. für 200 macht und auch zur Güteverhandlung uns vertreten wird.
Polizeilich habe ich die HV jetzt auch angezeigt, sowie den Mitarbeiter, der mich auch bedrohte mit Worten wie "erst bekommen wir die Miete, ansonsten erleben Sie ihr blaues Wunder"...

Zum Vertrag: Ja den Vertrag hab ich in nicht verneinbarter Form zurück erhalten...hier ist es eigentlich immer so üblich, dass man unterschreibt und ihn dann nach Gegenzeichnung zurückerhält, weil man hier zumindest nur noch über HV mietet und den eigentlichen Eigentürmer nie kennenlernt.
ABER, ich habe SOFORT schriftlich widersprochen und gekündigt, ausserdem nur 3 Monate dort gewohnt...was vor Gericht mit 3 kleinen Kindern auch für sich spricht.

Wir werden sehen was passiert, aber so einfach kommt die HV mir nicht davon.

Danke nochmal an Alle und liebe Grüße!

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6. April 2011 um 10:31

Mandell,
ja haben wir gemacht, jedoch wird die nur erstattet, wenn Aussicht auf Erfolg vorhanden ist - hierzu müssen wir die Güteverhandlung abwarten.

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