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Kaninchen tot - wie erklär ichs dem Kind?

13. Mai 2015 um 8:59

War abzusehen. Unser Kaninchenbock hat die letzten 2-3 Tage sichtbar abgebaut, ich hab schon vermutet das er nicht mehr lange lebt und meinen Mann gebeten jeden Morgen in den Käfig zu sehen und ihn in ein Handtuch zu wickeln und rauszunehmen sollte er nicht mehr leben - damit nicht gerade unser fast 4-jähriger Sohn ihn morgens findet.
Mein schlimmer Verdacht: Die berühmte Kaninchenseuche die oft ganze Züchterbestände dahinrafft. Wäre eine ziemliche Katastrophe wo wir doch gerade 2 Hasenkinder + Mama + "Tante" haben.

Heute wars dann also soweit. Jetzt hab ich nicht viel Zeit mir zu überlegen, was genau ich mache. Mein Sohn weiß was tot bedeutet, wir haben es ihm schon öfter erklärt. Nachher werde ich ihm dann auch sagen, das Benny nicht mehr lebt. Das Tier dann einfach verschwinden zu lassen halte ich für keine gute Idee. Ich dachte daran, ihn gemeinsam mit meinem Sohn zu beerdigen, mit "Tschüss" sagen und Blümchen pflücken und so. Ich denke, das hilft meinem Kind das ganze wirklich zu verstehen. Danach wird er bestimmt einige Fragen haben, ich hoffe sie gehen nicht in die Richtung "Der Hasenpapa ist tot, muss mein Papa auch bald sterben?" Solche Gedanken soll er nicht haben!

Achso, den Hasen wollte ich in eine Pappschachtel legen, aber was mache ich, wenn mein Kind in die Schachtel schaun möchte? Soll ich ihn lassen?

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13. Mai 2015 um 9:18

Definitiv
wir haben immer die toten Tiere gemeinsam in eine Pappschachtel gelegt, diese ausgeschmückt (heu, Stroh, Blümchen) und zugedeckt mit einem Küchentuch. Dann Schachtel zu und beerdigen. Unsere Kinder haben kein Trauma davongetragen. Eigentlich kamen die Fragen auch nicht direkt danch, sondern wirklich nur bezogen auf das Tier, wo es jetzt wohl ist, etc. (Hasenhimmel).

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13. Mai 2015 um 9:29
In Antwort auf flyingkat

Definitiv
wir haben immer die toten Tiere gemeinsam in eine Pappschachtel gelegt, diese ausgeschmückt (heu, Stroh, Blümchen) und zugedeckt mit einem Küchentuch. Dann Schachtel zu und beerdigen. Unsere Kinder haben kein Trauma davongetragen. Eigentlich kamen die Fragen auch nicht direkt danch, sondern wirklich nur bezogen auf das Tier, wo es jetzt wohl ist, etc. (Hasenhimmel).

Mein Vierjähriger
durfte auch schauen. Er fand es nicht schlimm. Wir haben ihm erzählt, dass die Hasenseele jetzt im Himmel ist und der Körper begraben wird. Ich hatte das Gefühl, dass er das verstehen kann. Haben ihm gesagt, dass der Hase im Himmel einen neuen Körper bekommt, da der alte ja krank war. Das fand er gut.

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13. Mai 2015 um 9:34


Als ich Kind war, und Meerschweinchen/ Kaninchen hatten, haben wir die immer in eine Pappschachtel gelegt und ein bisschen Lieblingsfutter (Gänseblümchen ) und Heu rein. Dann im Garten beerdigt und Blümchen aufs Grab gestellt.
Da müsstet ihr nur aufpassen, dass ihr das Loch tief genug grabt, nicht dass der Fuchs eueren Benny wieder ausgräbt.

Ich fand es gut, so konnte ich mich noch mal verabschieden und fand es in keinster Weise traumatisierend. Frag ihn und lass ihn so machen, wie er möchte. Kinder haben einen recht natürlichen Zugang zum Thema Tod.

Die Kaninchen meiner Tochter hat leider der Fuchs erwischt, dass sie einfach so plötzlich weg waren war viel schwieriger zu erklären!

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13. Mai 2015 um 12:40

...
Meine Tochter findet das Thema Tod sehr interessant, immer wenn sie ein totes Tier sieht muss sie es genau betrachten.
Ich erkläre ihr das der Käfer, Vogel oder das Mäuschen tot ist und das Herzchen z.b. vom Käfer nun hoch zun Himmel zu den Engeln fliegt, weil man mit dem Herzen liebt.
Sie versteht es so ganz gut und weiß das es nicht verschwunden ist sondern einfach jetzt im Himmel lebt.

Vielleicht bemalt ihr einen Karton und sucht euch ein Plätzchen im Wald aus. So kann er "richtig" Abschied nehmen von Hasen.
Wenn er ihn nochmal sehen möchte oder streicheln würde ich ihn lassen.

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14. Mai 2015 um 1:31

Danke
Der Tag ist dann auch rum... ich bin ganz froh drum
Ich habs ihm heute Morgen erklärt das der Hase jetzt nicht mehr lebt weil er ganz dolles Aua hatte und jetzt im Hasenhimmelt ist wo es ihm wieder richtig gut geht und er mit anderen Hasen spielen kann etc. und auch, dass wir seinen Körper dann noch begraben müssen.

Er hat ziemlich geweint mein armer Spatz.
Er hat auch oft gemeint, dass er das nicht möchte und das der Benny dann eben wieder vom Himmel runterfallen soll... war nicht einfach, aber letztlich hat er es dann doch verstanden.

Beerdigen konnten wir leider erst gegen Abend weil die Erde hier so hart ist und ich bei der Hitze schwanger nicht auch noch das Loch buddeln hinbekommen hab, das musste dann mein Mann machen. Er hat ihm dann noch Blumen gepflückt und nochmal geweint und tschüss gesagt, aber zum Glück wollte er ihn nicht nochmal anschaun. Heute wars so schwül-warm und das Kaninchen hatte die Augen offen, das sah Abends nicht mehr ganz so gut aus.

Naja, bleibt nur zu hoffen das es wirklich nicht die Kaninchenseuche war, wenn die anderen, besonderst "seine" Babys, auch noch sterben sollten, dann wäre das bestimmt nur schwer zu verkraften für ihn. Ich glaub dann würd ich mir sogar überlegen auch zu erzählen die Hasis wären im Urlaub oder so... aber so war es jetzt schon okay, ich würds jedenfalls wieder so machen.

Achso und meine befürchtung, er könnte assoziieren das auch seine Mama oder sein Papa bald sterben kam leider auch kurz auf, aber das konnten wir ihm zum glück schnell wieder ausreden.

LG

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