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Kennt das wer? Kleinkind stößt Papa weg

1. Dezember 2013 um 19:42 Letzte Antwort: 1. Dezember 2013 um 22:26

Hallo,

unsere Tochter (1,5) ist schon immer eher ein Mamakind. Erst recht, wenn es ihr nicht so gut geht oder sie sich weh tut etc...
Doch momentan, besonders heute, stößt sie ihren Papa sehr oft weg. Sie guckt ihn dann richtig böse an, fängt an zu weinen und drückt ihn mit aller Macht weg . Normalerweise geht er dann auch, weil sie sich ja dann sofort beruhigt. Da es aber heute den ganzen Tag so war und so schlimm wie noch nie, hat er mich dann am Ende richtig verzweifelt angeschaut und gefragt warum das so ist . Ich weiß es aber auch nicht. Seit ich mit etwas über einem Jahr abgestillt habe, ist sie öfters mal mit ihm allein. Aber nur einige Stunden wie z.B. beim Friseurbesuch.
Da hat sie überhaupt keine Probleme mit ihm. Sie sagt mir ordentlich tschüss und geht zu ihm spielen. Genauso, wenn er mit ihr raus geht, schwupps ist sie weg.

Ist das noch fremdeln? So unregelmäßig?

Ich war heute abend in der Badewanne und sie stand davor und spielte mit dem Schaum. Als sie den Arm zu weit reingesteckt hat, habe ich den Papa gerufen, damit er ihr den Pullover auszieht. Als er kam, bekam sie einen Schreianfall. Keiner von uns war böse oder wütend in der Stimme. Alle waren ruhig und lieb. Sie rennt dann sofort in eine Ecke und wird wie panisch. Kann das vom fremdeln kommen?

Ihr Papa ist ein ganz lieber und eher der, der selten mal meckert oder sie in ihre Schranken weist. Man sieht ihm jedes Mal an wie traurig er ist. Er ist natürlich trotzdem lieb zu ihr. Aber mich und auch ihn interessiert wieso ihr Verhalten so sein kann.

Ich weiß nicht, ob es bei anderen Kindern auch so ist?
Kennt das wer?
Hört das wieder auf und ist nur eine Phase?

Liebe Grüße
Steffi

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1. Dezember 2013 um 20:01

Ich
Hatte das mal mit meinem Mittleren. Ich kenne aber den Grund. Zumindest glaube ich ihn zu kennen.

Er war in der totalen Papaphase. Waren wir beide zu Hause war ich abgemeldet. Bei allem. Ich durfte nicht mal sein Essen auf den Teller tun, ihn nicht wickeln, nicht trösten, nix... War das hart, ehrlich. Mir hat das Herz geblutet. Ich habe das so akzeptiert, ihn nie gedrängt zu mir zu kommen... Irgendwann kam er von allein und es wurde besser. Im Großen und Ganzen ist er immernoch ein Papakind, aber nicht mehr so extrem.

War ich mit ihm allein gab es keine Probleme, Papa war ja nicht greifbar.

Hmmm... Kein wirklicher Rat, aber es geht euch nicht allein so.

Alles Liebe

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1. Dezember 2013 um 20:53

Bindung unterschiedlich
Hallo Steffi,

zu verschiedenen Zeiten binden sich Kinder an verschiedene Menschen sehr verschieden. Es kann sein, dass sie in Stresssitutationen immer auf den sie häufiger Betreuenden zurück greifen oder generell eher eine Tendenz für ein Elternteil haben.

Das ist bei uns großen Menschen auch so.

Es kann aber auch sein, dass du und deine Tochter eine sehr enge Bindung habt, die derzeit weniger Raum für andere lässt. Nicht im bösen Sinne, sondern im erfüllten für deine Tochter.

Es kann sich auch um eine Phase handeln. Es kann sich auch schnell wieder ändern. Lass deinem Partner viel Raum auch eine gute Bindung mit deiner Tochter einzugehen und versuch dich (auch innerlich) zurück zuhalten.

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1. Dezember 2013 um 22:26

Danke!
Ich bin ja beruhigt, dass es nicht nur uns so geht, sondern ganz normal zu sein scheint.
Ich bin noch ca. 1 Jahr mit ihr zu Hause und der papa arbeitet den ganzen tag. Sie sieht ihn in der Woche nur morgens und am Wochenende, manchmal besuchen wir ihn auch kurz auf Arbeit. Dann vermute ich, dass es mit der Bindung zusammen hängt und phasenhaft ist je nach Entwickelung derzeit.

Ich bin euch sehr dankbar für eure Antworten. Bin mal gespannt was noch so kommt.

Habe dem Papa auch gesagt, dass ich dann mit 14 die böse bin und er der tolle

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