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Kennt sich jemand mit Wachkoma aus?

28. August 2012 um 10:41 Letzte Antwort: 28. August 2012 um 19:26

Hallo,

mein papa liegt seit märz im koma bzw. mittlerweile im wachkoma.

das pflegepersonal dort kann uns keine richtige auskunft geben.

aber vielleicht hat von euch jemand erfahrung damit... (im famielienkreis oder so)

mich würde mal interessieren was wachkomapatienten überhaupt mitbekommen?

und gibt es eine chance das er jemals wieder erwacht

und falls er erwacht kann er sich dann erinnern das wir da waren und mit ihm gesprochen haben?


vielen danke im vorraus schonmal

LG

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28. August 2012 um 10:53

Ganz heikel,
es gibt solche und solche Fälle. Richtig erwiesen ist es nicht, ob und was die Patienten mitbekommen.

Meine Ex-Schwiegermutter war 12 Jahre lang Wachkomapatientin. Sie wurde jeden Tag in den Rollstuhl gesetzt. Wenn wir sie besucht haben, haben wir ganz normal erzählt, mit ihr geredet usw. Sie hat einem manchmal in die Augen geschaut, aber ohne Reaktion oder "erkennen". Sie hat auch manchmal gelächelt, passend zu irgendwas. Die Chance dass sie aufwachte war sehr gering (es war ein Autounfall bzw. Selbstmordversuch) und sie ist dann gestorben.

Tut mir sehr leid für Dich und Deinen Vater! Aber ich persönlich bin der Auffassung, dass man nie die Hoffnung aufgeben sollte!

Alles Gute für Euch!

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28. August 2012 um 12:39


vielen dank für eure antworten.

ich weis ja nicht ob es einen unterschied zwischen wachkomapatienten gibt.
also ich meine wenn man jetzt einen unfall hatte und dadurch im wachkoma liegt oder weil man hirnblutungen hatte

mein papa leidet an einer seeeehr selten krankheit. also in europa is das sehr selten. das nennt sich "Moya Moya"- Syndrom und dadurch hatte er hirnbluten. Einfach so von heute auf morgen. Er hatte nie irgendwelche anzeichen das was nicht stimmt. Kein Bluthochdruck keine Kopfschmerzen nichts.
Damals im Krankehaus wurden wir gefragt ob sie die maschinen abstellen dürfen. wir waren dagegen und sind froh drüber das wir es nicht machen lassen haben.

er hat sich schon ein ganzes stück aufgerafft und auch schon vor zwei monaten kurze sätze gesprochen. doch dann ging alles wieder von vorne los er ist nun halbseitig gelähmt obwohl er ab und zu die gelähmte seite bewegt aber hab im netz nachgelesen das dass auch spastik sein kann

naja ich gebe die hoffnung nicht auf und werde stark für ihn und meine familie sein. haben dieses jahr schon genug schicksalsschläge hinter uns und einer muss ja stark bleiben



@schimanski: wäre schönwenn du mir noch bissel was schrieben könntest

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28. August 2012 um 13:09

Hallo
ich bin krankenschwester und pflegeexpertin für menschen in wachkoma..hab auch die letzten 6 jahren mit wachkoma-patienten gearbeitet
man muss sagen dass keiner von den wachkoma-menschen wieder "erwachen" wird..wie schimanski schon geschrieben hat, es ist ein langer prozess mit einer menge geduld und therapiestunden um (vielleicht) einige funktionen wieder zu erlangen...die meisten menschen mit wachkoma haben eine vorgeschichte (nach eine hirnblutung, unfall etc) die ein normales leben (wie davor) einfach unmöglich macht...das gehirn regeneriert sich zwar aber nie zu 100%..zerstörte regione werden nie so wie zuvor
man kann NIE mit sicherheit sagen was so ein mensch wirklich mitbekommt..ich hab schon patienten erlebt die mittels pulserhöhung (wirklich zuverlässig) mit der welt kommuniziert haben...oder mit händedruck...für einen außerstehenden hört sich das unmöglich an und wenn man so einen menschen sieht auch unvorstellbar...
dieses erwachen von dem du schreibst gibts eher bei locked-in-syndrom, was aber sehr selten ist und im falle deines vaters auch nicht zutrifft
es gibt ein schönes buch, das meiner meinung nach auch für angehörige super ist
http://www.amazon.de/Wachkoma-Betreuung-Pflege-F%C3%B6rderung-Menschen/dp/343727080X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1346152078&sr=8-1

falls du noch fragen hast kannst mich gerne anschreiben

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28. August 2012 um 13:22

Ja
ähm wasmöchtest du denn noch wissen?

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28. August 2012 um 19:26

...
vielen dank für eure antworten.

ich weiß das es nie mehr so wird wie vorher aber ich bzw wir werden unser bestmögliches tun das es ihm soweit gut geht.

mir zerreißt es das Herz das er nie sein überalles geliebtes Enkelchen aufwachsen sieht. :'-(
er konnte sie nur die ersten acht Lebensmonate begleiten und hat sie über alles geliebt.

Naja mal schauen was bei den nächsten Arztterminen mal wieder raus kommt

vielen dank nochmal

LG

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