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Kennt sich wer aus mit Krankenkassen, Reha, Krankengeld?

14. November 2014 um 20:06

Meine Schwester hat ein Problem...
Sie liegt seit Mitte August mit einem Bandscheibenvorfall flach. Wurde erst als Hüftgelenksentzündung diagnostiziert und behandelt, bis es dann Ende September hieß "Wohl doch ein Bandscheibenvorfall". Übliche Dinge wie Krankengymnastik, etc. brachten keinen Erfolg. Sie arbeitet Teilzeit als Erzieherin, aber daran war natürlich nicht zu denken. Sie kann echt kaum laufen und kriegt auch zu Hause lange nicht alles gebacken und ist langsam am Durchdrehen.
Jedenfalls soll sie nun in Reha. Das ist alles schön und gut, hat sich dann sogar nach gutem Zureden der Hausärztin für eine stationäre Reha entschieden, obwohl sie das mit 3 Kindern zu Hause erst nicht wollte, aber die Erfolgsaussichten doch besser sind und paar andere Nebenbaustellen auch ganz gut mitbehandelt werden könnten.
Nun schickt man sie aber als Ruhrgebietlerin für Ende diesen Monats in eine Klinik im Ruhrgebiet und sie meinte dann: "Sorry, aber da brauch ich nicht in Kur gehen, dann mach ich's ambulant!"
Die von der Rentenversicherung verstand das Argument, vor allem weil eben von der Ärztin auch Reizklima empfohlen wurde. Die KKH stimmte zu und es wurde ihr nun ein Platz in KW50 im Allgäu angeboten. KW 50 als 3-fache Mutter....
Die spinnen, oder?

Von deren Standpunkt aus ist das natürlich egal, der Mensch soll so schnell wie möglich wieder arbeiten gehen, aber das kann man doch nicht machen!

Sie sagte dann wiederum, dass sie dann eine amulante Kur macht. Die bekam sie nun, aber in der nächstgelegenen, in die sie bequem gelangen könnte, ist erst ein Platz ab Mitte Dezember frei. Wäre für meine Schwester ok und wohlgemerkt nicht später als die bewilligte stationäre Kur in KW 50.
Aber sie soll einen Platz annehmen, wo sie über 1,5h unterwegs ist bis sie in der Klinik ist, nur weil dieser schon ab 01.12. geht.
Ihr wird nun mit der Streichung des Krankengelds gedroht, etc.
Beschwerde bei der Versicherung brachte nichts bzw. durch den Sachbearbeiterwechsel wurde es nur schlimmer. Sie wird als Schmarotzer dargestellt, etc.
Am liebsten würde sie einfach wieder arbeiten gehen, aber sie kann keine Kleinkinder betreuen, weil sie einfach nichts heben kann und sich auch nicht bücken kann. Ihre Chefin will auch partout nicht, dass sie einen Arbeitsversuch startet, weil ihr sonst die Vertretung gestrichen wird und das dann für alle Beteiligten viel blöder ist.

Was kann sie nun tun? Bzw. besteht eine Aussicht auf Erfolg?
Das ist echt offensichtlich reine Schikane oder Bürokratismus. Es geht doch nicht darum, dass sie nicht gewillt ist, eine Kur anzutreten, aber ein bißchen Mitspracherecht sollte man doch dem Menschen noch lassen. Sie arbeitet seit über 20 Jahren in diesem Beruf und zahlt ihre Beiträge immer in ein- und diesselbe KKH, war noch nie länger krank und dann ist man direkt ein Schmarotzer.
Haltet ihr Ihre Gründe auch für nicht triftig genug?
Weil es ja schon so ist, dass es Leute gibt, die nicht mitarbeiten und für alles eine Ausrede suchen? Aber gibt es niemand in dieser KKH, der für ihre Geschichte Verständnis hat und sagen kann: "Ok, das ist doof gelaufen, aber wir finden eine Lösung?"
Klar, hätte sie gewusst was jetzt abgeht, hätte sie den Platz im Ruhrgebiet genommen, den bekommt sie jetzt aber nicht mehr!

Kennt sich von euch jemand aus? Weil nun die von der Beschwerdestelle wiederum meinte, dass sie die Androhung der Krankengeldstreichung eigentlich schriftlich bekommen müsste und das am Telefon nicht ausreicht. Da scheint also vielleicht auch nur Drohgehabe dahinter zu stecken?

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14. November 2014 um 21:21

Ja,
zuerst dachte sie "stationär?-Hilfe, wie soll das alles gehen, die verhungern in der Zeit und rennen in ungewaschenen Klamotten durch die Gegend!", aber dann ließ sie sich darauf ein, weil die Positiv-Argumente einfach überwiegen.
Aber dann eben nicht irgendwo im Ruhrpott, sondern dann schon weg davon.... naja, damit ging die Misere los...

Sie hat eben Angst, dass die ihr dann direkt mit dem Schriftstück das Krankengeld streichen und ihr Einspruch dann lange liegen gelassen wird. Dabei sind sie schon auch auf das Geld angewiesen, vor allem jetzt wo's auf Weihnachten zugeht. Klar, würden sie überleben, das nicht einmal schlecht, aber wenn man ja so seinen normalen Standard hat, merkt man ja dennoch einen extremem Einschnitt...

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14. November 2014 um 22:09

Ich...
... kenn mich mit dem Thema leider überhaupt nicht aus.

Aber als ich das gelesen hab, kam mir spontan ne Idee, keine Ahnung ob das machbar ist...
Deine Schwester müsste doch einen schriftlichen Bescheid bekommen haben was den Platz angeht, oder?
Kann sie nicht irgendwie versuchen Zeit zu schinden, d.h. bis zum letzten "Anmeldetag" warten, dann schriftlich per Einschreiben Beschwerde einlegen, um Prüfung bitten, vielleicht auf einen Termin beim MdK bitten, der prüfen soll, ob die lange Fahrtzeit vielleicht aufgrund ihres Gesundheitszustandes unzumutbar wäre? (Grad auf Termine beim MdK wartet man in der Regel eeeeeeeewig!!!)
Also die KK so lang beschäftigen, bis der Platz in der weiter entfernten Klinik weg ist, weil es so lange dauert, ihre Beschwerde zu bearbeiten?
Man hört doch so oft, dass Dinge von den KKs ewig in die Länge gezogen werden, vielleicht gehts auch mal andersrum?
Und gibts vielleicht ne Beratungsstelle, die ihr da weiterhelfen könnte?

Tiri

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