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Kind (3) weint "heimlich" bzw. für sich im Bett

29. September 2014 um 20:58 Letzte Antwort: 29. September 2014 um 22:54

Ich weiß gar nicht was ich denken soll. Wir hatten heute einen minder tollen Abend miteinander, er schmiss eine sehr teure Schale vom Tisch. Ich habe geschimpft, was er überhaupt an dem Tisch zu suchen hatte, habe die Scherben aufgesammelt und ging mit ihm nach oben. Da war alles wieder in Ordnung, er spielte noch kurz, dann haben wir Bücher angeshaut. Danach sollte er Zähne putzen und da ließ er sich immer wieder in meine Arme fallen wie ein nasser Sack, da habe ich ihn wieder ermahnt, aber nicht geschimpft. Beim umziehen hampelte er so rum, dass er sich seine Schlafanzughose wieder ausgestrampelt hat. Ich habe geschimpft ert solle still sitzen und das wir nun wieder von vorne beginnen müssen. Naja angezogen, hingelegt und die üblichen Rituale. Er wollte noch etwas trinken, dazu musste ich runter um neues Wasser zu holen. In der Zeit schmiss er seinen Trinkbecher mit Restinhalt auf den Boden. Hab mich natürlich geärgert. Hatte aber nichts weiter dazu gesagt. Neues Wasser eingeschenkt, wieder gute Nacht gesagt und dann bin ich raus. Nach ein paar Minuten hörte ich ihn schluchzen. Er wollte aber nicht sagen warum er weint. Hab ihn dann versucht aufzumuntern und meinte, dann kommt jetzt das Kitzelmonster. Das klappte auch, aber ich wollte natürlich trotzdem wissen, warum genau er weint. Irgendwann zeigte er auf ein Foto von ihm und seinem Papa (wohnen seit fast 2 Jahren getrennnt), sagte aber nichts weiter. Nun fragte ich ihn ob er Papa so sehr vermisst. Ja. Ich fragte, ob es ihm jeden Tag so ginge oder weil wir heute so einen blöden Abend hatten. Mal war es dies, dann das, dann beides. Ich hab gesagt, dass er seinen Papa anrufen kann. Aber er sagte ihm nur hallo und legter wieder auf. Ja was soll ich denn da denken bzw machen?

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29. September 2014 um 21:40

Er ist doch gerade mal
3 jahre alt.
Schimpf ihn einfach nicht so viel, teure sachen würde ich noch nicht in Reichweite haben, er scheint einfach viel Nähe zu benötigen...
LG

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29. September 2014 um 21:43

Ich glaube,
da kannst du nicht viel machen. Du bist für ihn da. Das ist das wichtigste. Dass er seinen Papa anrufen konnte, war genau richtig.
Er war wahrscheinlich traurig, aber das bisschen half ihm schon. Manchmal reicht einem ja auch das Wissen um etwas. Wie in deinem Fall, dass Mama da ist und ihm den Zugang zum Papa ohne Probleme ermöglicht.

Liebe Grüße!

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29. September 2014 um 21:50


hey,

bei meinen sohn ist es auch so, er weint zwar nicht heimlich im bett, aber wenn ich schimpfe oder wenn es schwierig zwischen uns ist, dann will er immer zum papa, vermisst den papa so, ruft den papa an und sagt ihm, dass er ihn abholen soll, usw...

ich denke nicht, dass es in dieser situation darum geht, dass sie das andere elternteil so wahnsinnig vermissen, sondern dass sie in dem moment einfach glauben, dass der andere nicht so schimpft.

ich erkläre meinen sohn dann immer, dass der papa jetzt auch schimpfen würde oder er macht das per telefon

lg

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29. September 2014 um 22:54

Manchmal hat man eben schlechte Tage
und dann läuft auch noch alles schief, was schief laufen kann.
Geht doch uns Erwachsenen oft genauso, warum dann Kindern nicht?
Und dann ist man eben irgendwo nah am Wasser, weil man irgendwo traurig und wütend zugleich ist. Die Welt nervt, alles ist doof und der Frust muss dann irgendwie raus.
Wenn dann noch jemand kommt und Erklärungen will, dann wird es schwierig und es wird alles herzitiert, worüber man traurig sein könnte. Für Kinder ist Weltschmerz ja ein Begriff, den sie noch nicht kennen....

Hatte kürzlich eine ähnliche Situation. Mein Jüngster war tiefsttraurig, weil er im Kiga aus Versehen beim Spielen mit Stöcken jemanden getroffen hat und daher seinen Stock abgeben musste. D.h. sie dürfen dort mit Stöcken "kämpfen", aber es herrschen klare Regeln. Er ist echt jemand, der sich absolut daran hält und es war keine Absicht (bestätigten mir die Erzieherinnen mehrfach) und er war einfach nur todtraurig darüber, dass er als Regelverletzer dastand bzw. den Stock abgeben musste. Er verstand es ja sogar, aber es war sooooo hart für ihn.
Auch wenn ihm alle gut zuredeten, dass es nicht schlimm ist und sie wissen, dass es keine Absicht war, aber sie eben keine Ausnahme machen können, weil sonst die, die immer draufhauen, das als Ausrede nehmen, etc.
Jedenfalls war er echt verzweifelt, so dass mich beim Abholen gleich zwei Erzieherinnen über den Vorfall informierten. Er brach auch regelrecht zusammen als wir dann zum Auto liefen. Ich hab ihn dann einfach fest gedrückt, hab mich mit ihm auf einen Stein auf dem Weg gesetzt und ihn weinen lassen. Und dann hab ich auch ganz doof gefragt, was los ist und er meinte: "Ich will auch auf den Spielplatz!"
"Hääääääääääääääääääääääääääää äääääääää????"
Wie kam er denn darauf? Hatten die alle seine Traurigkeit missverstanden?
Es kamen noch zwei andere Mütter vorbei, die dann auch nachfragten, was los ist und die wussten gar nichts von Spielplatzgehplänen für den Nachmittag, obwohl er mir erklärte, er wolle mit X und Y (also genau den Kindern, der Mütter) auf den Spielplatz nach dem Kindergarten. Also eine rein vorgeschobene Ausrede, weil er einfach das andere nicht verbalisieren konnte. Es ging ihm ja nicht darum, dass er den Stock nicht mehr haben durfte. Es ging ihm ja darum, dass eben alles schief gelaufen war, er zwar die Konsequenz akzeptiert hat und verstanden hatte, aber sie dennoch ihm wehtat.
Und er griff zum naheliegendsten Problem, das wir öfter haben... Wir wohnen etwas außerhalb und ich bin auch mit Abholen der beiden anderen Kinder u. ä. eingespannt. So ein gemütliches "Wir gehen nach dem Kindergarten noch eine Stunde auf den daneben gelegenen Spielplatz" ist bei mir nicht immer drin. War schon öfter Grund für Tränen, weil es einfach nicht immer passte, wenn die anderen dorthin gingen und er auch wollte. Er wusste also, dass ich da anfällig bin bzw. ihn verstehe und ihm die Traurigkeit zugestehe. Anders konnte er sein Problem noch nicht ausdrücken.
Wie Jaspina schreibt: Einfach trösten und nicht auf Erklärungen drängen. Meist weiß man doch, worum es geht, oder?


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