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Kind (9) hat grosse angst vor tod

27. April 2016 um 13:04 Letzte Antwort: 28. April 2016 um 18:19

Hallo Mädels, meinen Sohn plagen seit einer Woche grosse Ängste vor dem Tod. Er weint täglich und ist ganz verzweifelt. Er möchte diese bösen Gedanken nicht mehr haben sagt er. Auslöser war anscheinend ein Zeitungsartikel mit einem Foto von einem zerstörten Auto und dem Text darunter dass bei dem Unfall jemand verstorben ist. Vor 3 Jahren ist sein Opa verstorben, was sehr schlimm für ihn war. Er musste also schon Erfahrungen mit dem Tod machen. Jetzt hat er ständig grosse Ängste er oder einer von uns könnte sterben . Er ist nicht mehr so fröhlich und sagt am liebsten würde er schlafen weil er dann diese Gedanken nicht hat. Hat von euch jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Auch so krass? Alles reden und erklären hat bis jetzt nix gebracht LG Jenny

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27. April 2016 um 13:42

Re
Bei meiner Tochter hat es schon mit 5 angefangen. Ich denke sie ist durch Fernsehen und Bücher drauf gekommen. Ganz oft stirbt die Mama. Siehe Meerjungfrau Ariel, Schneewittchen, Aschenputtel usw. Dann hat sie Angst bekommen das mir was passieren könnte. Und ich darf nicht altern. Und sie will immer ein Kind bleiben, das alles so bleibt wie es ist. Und auch ganz oft geweint. Beruhigt habe ich sie etwas mit Glauben. Das alles schön in den Wolken ist, das man wieder geboren werden kann, das man sich dann oben trifft usw. Ich glaube, das müssen alle durchmachen.Einem geht es halt näher als anderen, je sensibler die Kinder eben sind. Habe als Kind selber sehr geweint deswegen.

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27. April 2016 um 14:27

Hallo
Meine Große hat , seit sie 8 ist regelmäßig Angst ( und immer abends vor dem Schlafen) vor Erdbeben oder Meteoriten oder Vulkanausbrüchen, Überschwemmungen- alles solche Sachen, bei denen man machtlos ist.
Ich hab mal gelesen, dass das typisch für dieses Alter ist, weil die anfangen die Welt in einem anderen Licht zu sehen , sie stehen an einem großen Wendepunkt in der Entwicklung, manche sagen auch " kleine Pupertät" . Es ist also wichtig für die Entwicklung, diese Angst zu erleben.
Ich weiß noch, dass ich sehr lange Angst vor dem Tod hatte und mich vor dem NICHTS gefürchtet habe, was danach kommt. Es war mir unbegreiflich, einmal nicht mehr zu sein, nicht mehr zu fühlen, zu sehen, zu hören, einfach nichts. Irgendwann hat das aufgehört.
Bei meiner Tochter ( jetzt 9,5 Jahre) ist die Angst in den letzten Monaten seltener und weniger stark ausgeprägt.
Wir haben ihr in diesen Momenten immer viel Nähe gegeben und von unseren Ängsten in der Kindheit erzählt und wie wir damit umgegangen sind.
Ich denke, dass es wichtig ist, die Angst nicht abzulehnen oder runter zu spielen. Als Erwachsener hat man ja auch viele Ängste, die nicht unbedingt ganz realistisch und übertrieben sind .
Angst ist ein wesentliches Gefühl im Leben und bringt einen dazu besonders aufmerksam zu sein. Angst immer "wegmachen" zu wollen schadet . Vor vielen Dingen MUSS man einfach Angst haben, das ist gut und wichtig.
Ich würde mir nicht so große Sorgen machen und das auch nicht dramatisieren- sei einfach für ihn da

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27. April 2016 um 15:18

Lieben dank
für eure antworten. Ja ich bin natürlich für ihn da und rede viel mit ihm. Gestern war er hat richtig panisch, machte mir echt angst. arbeite heute und vorhin hat er mir am Telefon erzählt dass er in der schule viel weinen musste weil er Heimweh hatte. Er tut mir soooo leid. In Behandlung sind wir ja schon weil er generell schon mehr Angst hat als andere kinder. Aber das im Moment schockt mich richtig. Leider bekomme ich ja nicht sofort einen Termin. LG

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27. April 2016 um 20:20
In Antwort auf jowita_11989164

Lieben dank
für eure antworten. Ja ich bin natürlich für ihn da und rede viel mit ihm. Gestern war er hat richtig panisch, machte mir echt angst. arbeite heute und vorhin hat er mir am Telefon erzählt dass er in der schule viel weinen musste weil er Heimweh hatte. Er tut mir soooo leid. In Behandlung sind wir ja schon weil er generell schon mehr Angst hat als andere kinder. Aber das im Moment schockt mich richtig. Leider bekomme ich ja nicht sofort einen Termin. LG

...
Das klingt wirklich anstrengend gerade für euch Beide. Kann ich gut verstehen, dass du dir da Sorgen machst.
Ich denke, manche Kinder (Erwachsene) sind einfach sensibler und ängstlicher. Aber das ist nicht unbedingt von Nachteil, denn diese Sensibilität ist ja auch etwas Schönes und Nützliches. Man nimmt auch andere Dinge stärker wahr. Man ist umsichtig und vorsichtig, überlegt, bevor man sich für etwas entscheidet, erkennt Gefahren. Es kommt auf den Blickwinkel an.

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27. April 2016 um 21:24

@elisabennet
Ja genau er ist einfach viel sensibler. Leider macht er sich damit das Leben echt so schwer damit. Vielen dank für deine lieben antworten! LG

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28. April 2016 um 18:19

@sophie14455
Wir gehen schon offen mit dem Thema um. Ich bin mir auch sicher dass er vor 3 Jahren ganz genau begriffen hat was es bedeutet. Es war damals ganz schlimm für ihn aber er wollte nie darüber reden. Er hat es nie irgendwie verarbeitet. Ich vermute dass es momentan alles hoch kommt. LG

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