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Kind in eine Pflegefamilie

15. März 2007 um 20:09

Hallo

meine Situation ist etwas verworren. Ich habe mich vor ca. einem Jahr von meinem Noch Ehemann getrennt, der auch der Vater von meinen 3 Kindern ist, wir haben aber ein gutes Verhältniss.

So aber nun zu meiner Problematik und da hoffe ich auf sinnvolle und konstruktive Antworten. Ich hatte einen neuen Freund und bin nun schwanger - allerdings auch in meinem Alter ist man scheinbar nicht vor Dummheit geschützt weiss ich nicht wer der Vater ist - da ich diesen einmal betrogen habe.

Nun hab ich mir Gedanken über Abtreibung gemacht dies ist aber nicht meins. Da ich aber wie gesagt 3 Kinder (8,7 und 3) habe und im Moment auch erstmal einiges für mich regeln muss habe ich mir überlegt das Kind - sollte es bis dahin nicht alles geklärt sein - in eine Pflegefamilie zu geben. Denn ich halte auch nichts davon ein Kind in eine ungewissen Zukunft zu setzen oder es von a nach b zu schieben.

Die Frage ist allerdings wie sieht es Kontaktmässig aus,bekomme ich das Kind ohne Probleme wieder, wo wendet man sich am besten hin, wer hat Erfahrungen wie so etwas abläuft btw zu so einer Situation oder kann allgemein Tipps geben?

Danke und Gruß

miva79

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15. März 2007 um 20:36

Sehr schwer!
Liebe Miva,

ich finde es gut, wie verantwortungsvoll du mit dir und deinem Baby im Bauch umgehst! Das eigene Kind in eine Pflegefamilie zu geben, ist bestimmt total hart, aber ich kann dich in deiner Situation gut verstehen. Und ich denke, du weißt genau, was du tust, spürst da ziemlich gut in dich hinein. Deshalb habe ich vollsten Respekt dafür, dass du dein Kind eventuell in eine Pflegefamilie geben willst, so hart das sicher für dich wird, aber ich denke, alle Entscheidungen, die du triffst, triffst du für dein Kind und du triffst bestimmt die richtige Entscheidung!
Auf deine Fragen kann ich dir nur sagen, dass ich mal einen Film über Pflegefamilien gemacht habe und da war es so, dass die Mutter, die ihr Kind abgegeben hat, sich ans Jugendamt wendete, schon in der Schwangerschaft. Dort gibt es neben einer Adoptionsstelle auch eine Pflegefamilienstelle. Allerdings haben die Mitarbeiter dort immer gesagt, sie entscheiden zum Wohl des Kindes, was heißt, wenn das Kind über Jahre in einer Familie ist, dann halten sie es für besser, das es dort bleibt, wo es seine feste Bindung aufgebaut hat. Aber es gibt ja auch die Möglichkeit der Bereitschaftspflege, d.h., dass dein Kind erst einmal nur übergangsweise irgendwo unterkommt. Das Besuchsrecht war bei meinen Protagonisten so geregelt, dass die leiblichen Eltern ihre Kinder einmal im Monat getroffen haben. Allerdings waren da die Familienverhältnisse schwierig. Und das ist bei dir ja nicht der Fall, vielleicht dürftest du dein Kind dann öfter treffen. Ich würde wirklich mal zum Jugendamt gehen, in die Stelle für Pflegefamilien.

Alles Liebe,
Katrin

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19. März 2007 um 15:37
In Antwort auf radena1

Sehr schwer!
Liebe Miva,

ich finde es gut, wie verantwortungsvoll du mit dir und deinem Baby im Bauch umgehst! Das eigene Kind in eine Pflegefamilie zu geben, ist bestimmt total hart, aber ich kann dich in deiner Situation gut verstehen. Und ich denke, du weißt genau, was du tust, spürst da ziemlich gut in dich hinein. Deshalb habe ich vollsten Respekt dafür, dass du dein Kind eventuell in eine Pflegefamilie geben willst, so hart das sicher für dich wird, aber ich denke, alle Entscheidungen, die du triffst, triffst du für dein Kind und du triffst bestimmt die richtige Entscheidung!
Auf deine Fragen kann ich dir nur sagen, dass ich mal einen Film über Pflegefamilien gemacht habe und da war es so, dass die Mutter, die ihr Kind abgegeben hat, sich ans Jugendamt wendete, schon in der Schwangerschaft. Dort gibt es neben einer Adoptionsstelle auch eine Pflegefamilienstelle. Allerdings haben die Mitarbeiter dort immer gesagt, sie entscheiden zum Wohl des Kindes, was heißt, wenn das Kind über Jahre in einer Familie ist, dann halten sie es für besser, das es dort bleibt, wo es seine feste Bindung aufgebaut hat. Aber es gibt ja auch die Möglichkeit der Bereitschaftspflege, d.h., dass dein Kind erst einmal nur übergangsweise irgendwo unterkommt. Das Besuchsrecht war bei meinen Protagonisten so geregelt, dass die leiblichen Eltern ihre Kinder einmal im Monat getroffen haben. Allerdings waren da die Familienverhältnisse schwierig. Und das ist bei dir ja nicht der Fall, vielleicht dürftest du dein Kind dann öfter treffen. Ich würde wirklich mal zum Jugendamt gehen, in die Stelle für Pflegefamilien.

Alles Liebe,
Katrin

Veröffentlichen!!!
Liebe Miva,

wie wäre es, wenn du dich mal an die Presse wendest? Muss ja nicht das Privatfernsehen oder die Bildzeitung sein, es gibt ja auch sehr sensible, seriöse Berichterstattung. Die könnten deinen Fall begleiten und vielleicht hast du ja dann mehr Glück, weil durch die Öffentlichkeit der Druck auf das Jugendamt erhöht wird! Ich würde an deiner Stelle alles ausprobieren!

Alles Gute,
Nathalie

PS: Ich kenne eine nette Journalistin, wenn du willst, schreib mir einfach eine PM, ich könnte den Kontakt herstellen!

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19. März 2007 um 20:52
In Antwort auf zsuzsi_12346893

Veröffentlichen!!!
Liebe Miva,

wie wäre es, wenn du dich mal an die Presse wendest? Muss ja nicht das Privatfernsehen oder die Bildzeitung sein, es gibt ja auch sehr sensible, seriöse Berichterstattung. Die könnten deinen Fall begleiten und vielleicht hast du ja dann mehr Glück, weil durch die Öffentlichkeit der Druck auf das Jugendamt erhöht wird! Ich würde an deiner Stelle alles ausprobieren!

Alles Gute,
Nathalie

PS: Ich kenne eine nette Journalistin, wenn du willst, schreib mir einfach eine PM, ich könnte den Kontakt herstellen!

Danke
@ Karin

Danke für deinen Beitrag das hat mir doch sehr weitergeholfen und auch Mut gemacht. Werde mich wirklich mal an diese Pflegestelle wenden und schauen was die sagen.
Im Moment habe ich auch an eine Kurzzeitpflegestelle gedacht bis alles geregelt ist und das Kind einen wirklichen Platz in meiner Familie hat, sollte es allerdings auch welchen Gründen auch immer nicht möglich sein es zu mir zu nehmen oder die Zeit zu lange dauern, bin auch ich der Meinung das es dann in der anderen Familie besser aufgehoben ist denn wieder rausreissen nach einer gewissen Zeit ist Schwachsinn und für alle Seiten nicht sinnvoll. Natürlich möchte ich aber auch dann trotzdem den Kontakt halten - daher auch keine Adoption.

@ Nathalie

ich weiss im Moment ehrlich gesagt nicht was ich mit der Presse soll, bestimmt geht es einigen Frauen genauso und wären für Tipps dankbar allerdings suche ich die ja selber noch um wirklich die beste Möglichkeit zu wählen und alles erdenkbare in Erwägung gezogen zu haben. Schwierigkeiten mit dem Jugendamt habe ich auch nicht da ich wie gesagt aus freien Stücken und zum Wohle des Kindes an diese Möglichkeit denke - nicht weil mich jemand zwingt. Aber trotzdem danke.

@ alle anderen Leser

Natürlich freue ich mich über weiter Erfahrungen und/oder Tipps.

Grüße miva79

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