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Kind schlägt Mutter - Mutter reagiert nicht. Was sagt ihr dazu?

30. August 2011 um 13:04

Hallo ihr!

Eine Kollegin von mir hat einen Sohn, der 3,5 Jahre alt ist. Sie möchte sehr gerne weitere Kinder, aber da ihr Typ schon aus einer anderen Beziehung einen älteren Sohn hat, ist für ihn no more Baby in Planung. So. Sie sagt nun selber, dass sie ihren EINZIGEN Sohn nun halt verwöhne und blablubb, sie macht ALLES für ihn, obwohl er ihr auf der Nase rumtanzt.
Sie ist auch überängstlich und muttiert echt zur Oberglucke. Der Vater, ihr Partner, nimmt sich alle Freiheit raus, Wochenende um Wochenende mit seinen Freunden durchzufeiern oder verreist mit dem Fahrrad ins Ausland und sie ist IMMER IMMER IMMER um den Jungen rum. Meist "alleine". Sie gibt ihn auch nie ab. Er hat noch nie auswärts geschlafen. Nie. Er spricht auch nicht mit andern Läuten; er ist superscheuh.

so. Mal zur Vorgeschicht.

Nun waren wir gestern mit ihr und ihrem Sohn im Park.
Meine Töchter haben sich mit andern Kinder zusammen in einem "Kreis" ( ) an Boden gesetzt und assen ne Salznüsse.
Der Junge "konnte" sich (weil er nicht wollte) nicht dazusetzen und verlangte von seiner Mutter, dass sie sich mit in den Kreis setzt.
Sie aber sagte nein, weil wir mit anderen Müttern auf der Bank sassen und mal endlich quatschten und ... blablubb. Sagte einfach nein.

Daraufhin hat er sie unglaublich doll und langanhaltend geschlagen, getreten, sie angebrüllt, noch weiter geschlagen ... und ich war so baff, ich sass nur so da. Die anderen Mütter ebenfalls so .

Sie, meine Kollegin, liess es über sich ergehen!

Ist das normal?
Ist das die "neue" Erziehung?
So quasi, wenn ich ihm nicht das Gefühl gebe, dass es mich kratzt, dann nimmt es an Reiz ab?

Ich hab sonst echt Courage und "mische" mich bald mal ein, wenn ich nicht "zuschauen" kann. Aber da war ich wie gelähmt.

Der Knabe hat auch bei jeder nächsten sich anbietenden Situation einfach die Mutter geschlagen. Immer wieder.
Sie sagte nur immer in ganz liebem Ton: "Don't hit me" oder "Don't do that to me" (sie spricht englisch mit ihm).

Sagt, bitte, was hättet ihr (an meiner Stelle) gemacht?
Sagt, bitte, wie würdet ihr reagieren, täte euer Kind euch schlagen?
Sagt, bitte, ist das normal?

Sorry, Romanalarm.

Mache mir echt Gedanken, wie weit das in gutem Sinne ist...

LG
Jaami

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30. August 2011 um 13:06


Shit, Fehleralarm-Fehleralarm.

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30. August 2011 um 13:24

Ach weisst,
bei meinen dicke-dicke-Freundinnen, die ihre Kinder in etwa ähnlich erziehen wie ich, da kann ich ohne Hemmungen dazwischen gehen und/oder auch mal erzieherische Massnahmen an Tag legen, wenn z.B. eine Mutter "es" nicht mitbekommen hat. Andersrum können auch andere Mütter meinen Töchtern sagen, wo's langgeht, wenn ich mal den Schuss nicht gehört hab. So in etwa.

Bei ihr ist das so anders.
Sie erträgt absolut keine Kritik. Wenn man in Puncto "Erziehung" nicht gleicher Meinung ist wie sie, dann macht sie nen riesen Mutsch und der Seelenfrieden hängt schief.
Wenn sie um Rat frägt, und man nicht DIE gewünschte Antwort gibt, fährt man ebenfalls ganz schlecht.
Ergo: Bei ihr ist "Einmischen" so eine Sache. Klar hab ich es auch schon gemacht, aber dann eher, wenn sie bei uns im Garten sind und der Junge sich Dinge rausnimmt, die ich "in meinem Reich" nicht dulde..

... weisst, wie ich mein?

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30. August 2011 um 13:30

Bin ich froh,
dass das nicht "new-age-Erziehung" ist ... ich dachte erst, vielleicht hab ich was verpasst

Ja, es ist in der Tat die Kombi der verschiedenen Punkte.
Ich hab auch keine Schlägerbräute zuhause und war nie wirklich so in einer Situation (auch noch in einem Park).

Ich täte aber intuitiv wohl entweder:
a) des Kindes Arm im Schlag abfangen, mich auf dessen Höhe mich knien, es so anschauen und ruhig sagen: "So nicht"! oder so ähnlich
b) aus der Situation laufen.
c) mit einmaliger Vorwarnung danach mitsamt Kind und Kegel den Park verlassen. Schnurstracks heim ??? haha. Keine Ahnung!

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30. August 2011 um 13:43

Au wei,
ich glaube, sie ist in dem Moment völlig überfordert mit der Situation und denkt, wenn sie sein Schlagen ignoriert, verliert er irgendwann die Lust zu schlagen. Vermutlich verliert er aber eher den Respekt und das Gefühl dafür, wie man grundsätzlich mit anderen Menschen interagiert, wenn es nicht so läuft, wie man es selbst möchte. Das hat nichts mit "Erziehung von heute zu tun". Es hätte dem Kind und der Mutter mehr geholfen, wenn sie ihm Ratschläge gegeben hätte, wie er sich alleine zu dem Kreis gesellen könnte. Es muss auch drin sein, dass man als Mutter sagt "ich möchte jetzt nicht mitkommen". Würde mein Kind mich dann schlagen, würde ich das nicht unkommentiert über mich ergehen lassen. Die normale Reaktion ist in dem Moment, dass man dagegen protestiert und seinen Unmut auch rüberbringt. Also dem Kind sagt, dass dies gar nicht geht und wenn er sich dafür nicht umgehend bei mir entschuldigt hätte (mit 3,5 setze ich das voraus), wäre ich sofort mit ihm nach Hause gegangen. Halt irgendwas, damit das Kind lernt, dass gewisse Aktionen auch Reaktionen hervorrufen und dass es bestimmte Konsequenzen nach sich zieht.

Ich befürchte, dass Ignoranz eher bewirkt, dass in ein paar Jahren zu den Schlägen noch fiese Schimpfwörter o.ä. der Mutter gegenüber dazu kommen. Ich sehe also eher die Gefahr, dass sich dieses Missverhalten eher noch mehr zum Negativen ausbreitet, als dass es sich von alleine positiv "verwächst".

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30. August 2011 um 13:44


haha.. er nimmt keine Pflanzen raus - das wäre ja noch was hihi...

nein, wenn er bei uns zuhause wen Piesakt, dann rede ich dann schon mal Tacheles.

Sie ist aus Südamerika aber englischsprachig aufgewachsen.

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30. August 2011 um 13:46

"vielleicht steht sie ja drauf ..."


nöööö, tragisch ist es ja nicht, dass er noch nie woanders geschlafen hat. Ich wollte nur die Grundrisse der 3,5-Jahres-Geschichte aufzeigen
und jäääääh, ich glaub, dass das schon auch damit zu tun haben "könnte", dass die Abnabelung nicht stattfinden DARF... und so eine so enge-ultimativ-enge Beziehung herrscht, die eben auch verletzlich sein kann. Auf Dauer nur schmerzhafter.

ne?

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30. August 2011 um 13:55
In Antwort auf loreto_12740097

Au wei,
ich glaube, sie ist in dem Moment völlig überfordert mit der Situation und denkt, wenn sie sein Schlagen ignoriert, verliert er irgendwann die Lust zu schlagen. Vermutlich verliert er aber eher den Respekt und das Gefühl dafür, wie man grundsätzlich mit anderen Menschen interagiert, wenn es nicht so läuft, wie man es selbst möchte. Das hat nichts mit "Erziehung von heute zu tun". Es hätte dem Kind und der Mutter mehr geholfen, wenn sie ihm Ratschläge gegeben hätte, wie er sich alleine zu dem Kreis gesellen könnte. Es muss auch drin sein, dass man als Mutter sagt "ich möchte jetzt nicht mitkommen". Würde mein Kind mich dann schlagen, würde ich das nicht unkommentiert über mich ergehen lassen. Die normale Reaktion ist in dem Moment, dass man dagegen protestiert und seinen Unmut auch rüberbringt. Also dem Kind sagt, dass dies gar nicht geht und wenn er sich dafür nicht umgehend bei mir entschuldigt hätte (mit 3,5 setze ich das voraus), wäre ich sofort mit ihm nach Hause gegangen. Halt irgendwas, damit das Kind lernt, dass gewisse Aktionen auch Reaktionen hervorrufen und dass es bestimmte Konsequenzen nach sich zieht.

Ich befürchte, dass Ignoranz eher bewirkt, dass in ein paar Jahren zu den Schlägen noch fiese Schimpfwörter o.ä. der Mutter gegenüber dazu kommen. Ich sehe also eher die Gefahr, dass sich dieses Missverhalten eher noch mehr zum Negativen ausbreitet, als dass es sich von alleine positiv "verwächst".


yes. Danke!

da habe ich eben genau auch solche Bedenken.

Hmpf, es ist eben noch so, dass sie einen Hund haben, den sie so erziehen (und es klappt perfekt), dass sie ihm (den Hund) keine "Bestätigung" geben, wenn er z.B. Rumbellt.

Wenn der Hund also am Bellen ist (und das war in der Puppyzeit so gegen 10min. am Stück), dann darf man jaaaaaa nicht "Fertig" sagen, sonst fühlt sich der Hund bestätigt und fängt es zu geniessen an.

So ziehe ich die Paralelle, dass sie das gleiche Ding beim Kind auch durchziehen wollen

Der Hund ist nun erwachsen und ist wirklich uuuuunglaublich gut erzogen. Wirklich. Ich hab die Methode für sehr fragwürdig und entwürdigend gefunden (auch z.B. den Hund nicht begrüssen und nicht anschauen, erst nach 10 Min. zu ihm gehen und dann ihn begrüssen.. oder ihn nicht flattieren, wenn er zu einem kommt. Ihn ignorieren oder wieder an Platz schicken und ihn nur dann streicheln, wenn Mensch dies verlangt).
was hab ich diese Erziehung schlimm gefunden. Heute ist er aber ein echt toller Stadt-Hund und wahnsinnig brav. Da fragt sich nur, ob der Hund in seinem Verhalten einfach "gebrochen" wurde und iiiiirgendwann zu seinem Instinkt ausbricht?

Ich schweife ab.
Aber so ähnliche Verhaltensmuster sehe ich.

Kind schlägt - ich reagiere nicht, bestätige demfall sein Handeln nicht - er läuft ins Leere.

Aber hey, da ist doch eine Handlung, die nicht tolleriert werden darf. Da wächst ein Mensch her, der Regeln braucht..

*roman*

sehr schwierig.

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30. August 2011 um 13:56


er kennt all die Kinder.
Mit den meisten davon ist er im Waldkindergarten ...

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30. August 2011 um 13:57

Hm,
sie will mit ihm in ihrer Muttersprache sprechen.

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30. August 2011 um 14:00

Ob ein Kind
in Tränen ausbricht, einen Wutanfall bekommt, rumschreit oder gar schlägt... in allen Situation ist es Aufgabe der Mutter darauf zu reagieren, Hilfestellung zu leisten etc., was in dem Fall aber nicht gemacht wurde. Klar, die Schuld liegt letzenendes in der Erziehung, weil die Mutter ihrem Kind bis heute nicht beibringen konnte, wie man mit bestimmten Konfliktsituationen umgeht und weil sie ihn grundsätzlich wie Graf Koks behandelt bzw. zu viel durchgehen lässt.

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30. August 2011 um 14:03

'Ihr würde das niemals einfallen'
Naja, die meisten Kinder in dem Alter hauen ja nicht, um sich bei dir unbeliebt zu machen, sondern weil es aus sie herausbricht. Natürlich bringt man bei, dass man nicht haut..aber Schimpfen bringt da auch nicht immer viel, weil man ja dann selber kaum besser vorlebt, wie man geduldiger reagieren kann, wenn man eine Handlung abglehnt.

Trotzen muss gar nichts mit Erziehungsfehler direkt zu tun haben...Wenn deine das echt nur einmal hatte, dann ist sie entweder immer voll zufrieden mit dem was ist oder sie kann schon sehr gut sich zurückstecken und sich regulieren (was viel mit Reife zu tun hat und das wäre mit 2 Jahren stark zu beglückwünschen) oder ihre Willensentwicklung ist einfach noch nicht so stark.

Liebe Grüße

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30. August 2011 um 14:09

Naja,
Du weisst aber schon, dass man nur in der Muttersprache absolut authentisch redet?
Hm, das ist so eine Sache, die überlass ich lieber den Bilingualerziehenden

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30. August 2011 um 14:11

Ja klar!
das weiss ich auch von meiner Tochter (4), dass sie solche Dinge schon sehr früh kapierte. Sie machte ihren Aggressionen dann auch lieber mit ihrem Stimmorgan Luft. *tinitusgefahr

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30. August 2011 um 14:13
In Antwort auf adonia_12515783


yes. Danke!

da habe ich eben genau auch solche Bedenken.

Hmpf, es ist eben noch so, dass sie einen Hund haben, den sie so erziehen (und es klappt perfekt), dass sie ihm (den Hund) keine "Bestätigung" geben, wenn er z.B. Rumbellt.

Wenn der Hund also am Bellen ist (und das war in der Puppyzeit so gegen 10min. am Stück), dann darf man jaaaaaa nicht "Fertig" sagen, sonst fühlt sich der Hund bestätigt und fängt es zu geniessen an.

So ziehe ich die Paralelle, dass sie das gleiche Ding beim Kind auch durchziehen wollen

Der Hund ist nun erwachsen und ist wirklich uuuuunglaublich gut erzogen. Wirklich. Ich hab die Methode für sehr fragwürdig und entwürdigend gefunden (auch z.B. den Hund nicht begrüssen und nicht anschauen, erst nach 10 Min. zu ihm gehen und dann ihn begrüssen.. oder ihn nicht flattieren, wenn er zu einem kommt. Ihn ignorieren oder wieder an Platz schicken und ihn nur dann streicheln, wenn Mensch dies verlangt).
was hab ich diese Erziehung schlimm gefunden. Heute ist er aber ein echt toller Stadt-Hund und wahnsinnig brav. Da fragt sich nur, ob der Hund in seinem Verhalten einfach "gebrochen" wurde und iiiiirgendwann zu seinem Instinkt ausbricht?

Ich schweife ab.
Aber so ähnliche Verhaltensmuster sehe ich.

Kind schlägt - ich reagiere nicht, bestätige demfall sein Handeln nicht - er läuft ins Leere.

Aber hey, da ist doch eine Handlung, die nicht tolleriert werden darf. Da wächst ein Mensch her, der Regeln braucht..

*roman*

sehr schwierig.

Ich kenne mich mit Hundeerziehung nicht wirklich aus,
aber bei einem Hund geht es vermutlich in erster Linie darum, ihm klarzumachen, wer der Rudelführer ist bzw. dass der Hund seinem Herrchen devot gegenüber stehen sollte.

Ich möchte aber nicht, dass mein Kind sich (ängstlich?) vor mir auf den Rücken wirft und mir seine Gliedmaße bzw. seinen Bauch unterwürfig zeigt.

Ignoranz bezogen aufs Hunde-Bellen mag vielleicht schlüssig sein - keine Ahnung. Das würde ich eher mit Kreischen eines Kindes vergleichen. Mein Sohn hat eine zeitlang immer ganz laut gekreischt, wenn er seinen Willen nicht bekam. Ich habe irgendwann angefangen, das Kreischen einfach zu ignorieren. Also weder ihm dann seinen Willen gegeben, damit er aufhört zu kreischen, noch mit ihm geschimpft. Er sollte lernen, dass er damit keine Aufmerksamkeit bekommt. Stattdessen habe ich ihm aber erklärt, dass er statt zu kreischen, mich an die Hand nehmen oder mir Dinge zeigen soll (sprechen konnte er da noch nicht). Also letzten Endes war es so gesehen keine komplete Ignoranz, weil ich ihm Alternativen gegeben habe.

Komplette Ignoranz dem Kind gegenüber bewirkt aber doch, dass das Kind nicht als gleichwertiger Mensch betrachtet wird, welches dadurch auch an Selbstwertgefühl verlieren kann, weil ihm suggiert wird, dass es weder gesehen noch respektiert wird bzw. ihm niemand suggeriert, dass es selbst oder seine Gefühle verstanden werden. Wenn ein Kind also traurig ist, weil es sich von alleine nicht traut, sich zu den anderen Kindern zu gesellen, die Mutter nichts macht und ihm auch nicht hilft, er dann vor Wut die Mutter schlägt und noch nicht einmal DAS dann Reaktionen hervorruft (denn das Schlagen bedeutet ja auch "beachte mich JETZT!"), kann das für die spätere Entwicklung keinen positiven Aspekt nach sich ziehen.

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30. August 2011 um 14:14

Hey Arosa - toller Ort!
da hab ich eine Wintersaison gearbeitet

Also, ich hab die Angaben der Familienverhältnisse nur so detailiert ausformuliert, damit man eventuell poooootentielle Problemfaktoren bereits weiss...

weiter unten steht, dass er die Kinder (fast) alle aus dem WaldKiGa kennt; die anderen sind seit eh und jeh auch in dem Park und verkehren mit unsern Kinder. Also nichts neues in seinem Leben.

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30. August 2011 um 14:14

Also
dass der Junge so schüchtern ist, ist fpr ihn schade, aber das muss nicht daran liegen, dass die Mama irgendwas falsch gemacht hat, vielleicht hat sie ihn ja noch nicht abgegeben, WEIL er noch nicht reif genug ist?

Wenn bei und nicht der Papa wäre, bei dem der JUnge schlafen könnte, würde ich auch sonst niemanden haben, bei dem er alleine bleiben dürfte!!

Nur dadurch, dass ich schon länger regelmäßig mit ihm auf den Spielplatz bin und ich es so gemacht habe, dass ich immer mit ihm zusammen, z.B auch zu so einen Kreis gegangen wäre, konnte er dort schon so auftauen, dass er viel mit den anderen Kindern spielt.

Ich kann mir bald vorstellen, dass die Mutti Nein gesagt hat, weil der gesellshcaftliche Erwartungsdruck, ihn alleine dort zu lassen, zu stark geworden ist..Und dann mit der Reaktion einfach überfordert war. Ich hatte das einmal, dass meiner einen anderen Jungen plötzlich gebissen hat, da war ich selbet auch völlig perplex, weil ich ihn so nicht kannte..er wurde selbst gebissen und vielleicht musste er das dann auch mal verarbeiten..keine Ahnung was das fürs Quatsch war, weil er in DEM Moment noch nicht mal wütend was Ich hatte da ein eingefleischtes Gefühl zu, wie ich reagiere..Natürlich hatte ich ihn von dem Kind weggenommen und gesagt, dass man nicht beißt.

Aber mal davon ab: Das kann jedem Kind mal so gehen, dass es mehr oder weniger trotzt, haut, beißt. Wut ist ein sehr ausbrechendes Gefühl, dass die Kleinen noch nicht so gut unterdrücken können...Besonders, wenn sie noch nicht gelernt haben, mit den anderes zu sprechen..was ja bei diesem Jungen der Fall ist. Und dann noch der doppelte Frust, dass er sich nicht integreieren konnte, die Mama ihn nicht helfen wollte (in dem Moment)

Wenn sie ihm ruhig sagt, dass er das nicht soll, ist das ja schon die Halbe Miete, nur wäre es bestimmt sinnvoller, ihn auch festzuhalten und davon abzubringen.

Aber Schimpfen bringt da oft nicht viel, weil man damit 1. ja das Gefühl vom Kind ausschimpft, dass hier sichtbar wird und 2. Man ja selber nicht besser vorlebt, wie man geduldiger reagiert, wenn man etwas ablehnt.

Liebe Grüße

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30. August 2011 um 14:16
In Antwort auf dumdummn

Also
dass der Junge so schüchtern ist, ist fpr ihn schade, aber das muss nicht daran liegen, dass die Mama irgendwas falsch gemacht hat, vielleicht hat sie ihn ja noch nicht abgegeben, WEIL er noch nicht reif genug ist?

Wenn bei und nicht der Papa wäre, bei dem der JUnge schlafen könnte, würde ich auch sonst niemanden haben, bei dem er alleine bleiben dürfte!!

Nur dadurch, dass ich schon länger regelmäßig mit ihm auf den Spielplatz bin und ich es so gemacht habe, dass ich immer mit ihm zusammen, z.B auch zu so einen Kreis gegangen wäre, konnte er dort schon so auftauen, dass er viel mit den anderen Kindern spielt.

Ich kann mir bald vorstellen, dass die Mutti Nein gesagt hat, weil der gesellshcaftliche Erwartungsdruck, ihn alleine dort zu lassen, zu stark geworden ist..Und dann mit der Reaktion einfach überfordert war. Ich hatte das einmal, dass meiner einen anderen Jungen plötzlich gebissen hat, da war ich selbet auch völlig perplex, weil ich ihn so nicht kannte..er wurde selbst gebissen und vielleicht musste er das dann auch mal verarbeiten..keine Ahnung was das fürs Quatsch war, weil er in DEM Moment noch nicht mal wütend was Ich hatte da ein eingefleischtes Gefühl zu, wie ich reagiere..Natürlich hatte ich ihn von dem Kind weggenommen und gesagt, dass man nicht beißt.

Aber mal davon ab: Das kann jedem Kind mal so gehen, dass es mehr oder weniger trotzt, haut, beißt. Wut ist ein sehr ausbrechendes Gefühl, dass die Kleinen noch nicht so gut unterdrücken können...Besonders, wenn sie noch nicht gelernt haben, mit den anderes zu sprechen..was ja bei diesem Jungen der Fall ist. Und dann noch der doppelte Frust, dass er sich nicht integreieren konnte, die Mama ihn nicht helfen wollte (in dem Moment)

Wenn sie ihm ruhig sagt, dass er das nicht soll, ist das ja schon die Halbe Miete, nur wäre es bestimmt sinnvoller, ihn auch festzuhalten und davon abzubringen.

Aber Schimpfen bringt da oft nicht viel, weil man damit 1. ja das Gefühl vom Kind ausschimpft, dass hier sichtbar wird und 2. Man ja selber nicht besser vorlebt, wie man geduldiger reagiert, wenn man etwas ablehnt.

Liebe Grüße

'Kein' statt 'ein'
bei dem Gefühl zu reagieren

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30. August 2011 um 14:18

Ich kenne mich mit Hundeerziehung nicht wirklich aus,
aber bei einem Hund geht es vermutlich in erster Linie darum, ihm klarzumachen, wer der Rudelführer ist bzw. dass der Hund seinem Herrchen devot gegenüber stehen sollte.

Ich möchte aber nicht, dass mein Kind sich (ängstlich?) vor mir auf den Rücken wirft und mir seine Gliedmaße bzw. seinen Bauch unterwürfig zeigt.

Ignoranz bezogen aufs Hunde-Bellen mag vielleicht schlüssig sein - keine Ahnung. Das würde ich eher mit Kreischen eines Kindes vergleichen. Mein Sohn hat eine zeitlang immer ganz laut gekreischt, wenn er seinen Willen nicht bekam. Ich habe irgendwann angefangen, das Kreischen einfach zu ignorieren. Also weder ihm dann seinen Willen gegeben, damit er aufhört zu kreischen, noch mit ihm geschimpft. Er sollte lernen, dass er damit keine Aufmerksamkeit bekommt. Stattdessen habe ich ihm aber erklärt, dass er statt zu kreischen, mich an die Hand nehmen oder mir Dinge zeigen soll (sprechen konnte er da noch nicht). Also letzten Endes war es so gesehen keine komplete Ignoranz, weil ich ihm Alternativen gegeben habe.

Komplette Ignoranz dem Kind gegenüber bewirkt aber doch, dass das Kind nicht als gleichwertiger Mensch betrachtet wird, welches dadurch auch an Selbstwertgefühl verlieren kann, weil ihm suggiert wird, dass es weder gesehen noch respektiert wird bzw. ihm niemand suggeriert, dass es selbst oder seine Gefühle verstanden werden. Wenn ein Kind also traurig ist, weil es sich von alleine nicht traut, sich zu den anderen Kindern zu gesellen, die Mutter nichts macht und ihm auch nicht hilft, er dann vor Wut die Mutter schlägt und noch nicht einmal DAS dann Reaktionen hervorruft (denn das Schlagen bedeutet ja auch "beachte mich JETZT!"), kann das für die spätere Entwicklung keinen positiven Aspekt nach sich ziehen.

***

Hab meinen Roman nomma hier oben hin kopiert *g*

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30. August 2011 um 14:22

Ich Danke...
.. für die verschiedenen Ansichten.. da geh ich doch gleich mal weiterüberlegen, was da alles so aufeinanderkommt.

Gehe nun an die Sonne und wünsche euch einen guten Nachmittag

es ist da bei der Familie wirklich eine schwierige Situation/Konstellation und eigentlich gar nicht so einfach zu erklären.
Der Junge spricht schon CH-Deutsch und Deutsch (Vater ist aus D). Vielleicht auch ZU viele Sprachen. Und vom Wesen her eher scheuh. Und die Mami, die nicht viel Vertrauen in die Aussenwelt hat. Und und und...

aber Danke für die Anregungen. Ich treffe mich morgen mit ihr und werde mal mit ihr darüber reden. Wenn die Situation mit etwas Distanz betrachtet erforscht wird, wird sie vielleicht auch etwas darüber reden können...

Habt Dank!
LG
Jaami

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30. August 2011 um 14:27

Wir sind
aus der Schweiz.

Er spricht Deutsch (mit seinem Vater und dem Hund ) und CH-Deutsch mit mir. Er kann es "eigentlich" sprechen und verstehen sowieso. Ist aber introvertiert und blüht erst nach Stunden auf. Wenn man aufblühen überhaupt nennen kann...

Manchmal wäre ich froh, hätte mich meine französisch-Muttersprach-Mutter Bilingual erzogen. Was ich Mühe hatte im Französisch Es ist eigentlich ein Geschenk, wenn man von Klein auf mehrere Sprachen kann.. Die Sprache kommt einfach eher verzögert, da sie ein "Durcheinander" der verschiedenen Sprachschubladen im Kopf haben aber das wird ganz gut werden. So denke ich. Sprachbezüglich meine ich.

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30. August 2011 um 17:07
In Antwort auf loreto_12740097

Ich kenne mich mit Hundeerziehung nicht wirklich aus,
aber bei einem Hund geht es vermutlich in erster Linie darum, ihm klarzumachen, wer der Rudelführer ist bzw. dass der Hund seinem Herrchen devot gegenüber stehen sollte.

Ich möchte aber nicht, dass mein Kind sich (ängstlich?) vor mir auf den Rücken wirft und mir seine Gliedmaße bzw. seinen Bauch unterwürfig zeigt.

Ignoranz bezogen aufs Hunde-Bellen mag vielleicht schlüssig sein - keine Ahnung. Das würde ich eher mit Kreischen eines Kindes vergleichen. Mein Sohn hat eine zeitlang immer ganz laut gekreischt, wenn er seinen Willen nicht bekam. Ich habe irgendwann angefangen, das Kreischen einfach zu ignorieren. Also weder ihm dann seinen Willen gegeben, damit er aufhört zu kreischen, noch mit ihm geschimpft. Er sollte lernen, dass er damit keine Aufmerksamkeit bekommt. Stattdessen habe ich ihm aber erklärt, dass er statt zu kreischen, mich an die Hand nehmen oder mir Dinge zeigen soll (sprechen konnte er da noch nicht). Also letzten Endes war es so gesehen keine komplete Ignoranz, weil ich ihm Alternativen gegeben habe.

Komplette Ignoranz dem Kind gegenüber bewirkt aber doch, dass das Kind nicht als gleichwertiger Mensch betrachtet wird, welches dadurch auch an Selbstwertgefühl verlieren kann, weil ihm suggiert wird, dass es weder gesehen noch respektiert wird bzw. ihm niemand suggeriert, dass es selbst oder seine Gefühle verstanden werden. Wenn ein Kind also traurig ist, weil es sich von alleine nicht traut, sich zu den anderen Kindern zu gesellen, die Mutter nichts macht und ihm auch nicht hilft, er dann vor Wut die Mutter schlägt und noch nicht einmal DAS dann Reaktionen hervorruft (denn das Schlagen bedeutet ja auch "beachte mich JETZT!"), kann das für die spätere Entwicklung keinen positiven Aspekt nach sich ziehen.

***

Hab meinen Roman nomma hier oben hin kopiert *g*


So sehe ich das auch! Ich finde, du hast es schön beschreiben können!

Man möchte ja schließlich auch nicht, dass die Kinder dann mit schimpfen reagieren oder einen einfach ignorieren, wenn man eine schwierige Frage stellt. Man möchte von seinem Kind auch ernst genommen werden.
Und das Kind ja erst recht von den Eltern, es braucht ja noch so viele Vorgaben und Schutz..Die Gefühle, die grade erst entdeckt werden, zu ignorieren oder zu tadeln, würde auch kein Erwachsener sich wünschen! Warum wird von den Kindern immer so viel verlangt?


Naja, eigentlich wollte ich weniger ausschwefend nur sagen, ich hatte es auch so gemacht: Das Verbot oder wie auch immer stand fest und konnte nicht aufgelöst werden, aber ich hab' dann versucht, ihn wieder in 'den Altag' einzulenken. Hab' erzählt, was ich mache oder ihm fragen gestellt..Je nach Alter eben auch nur was angeguckt ect..Das Leben geht dann weiter.

Wenn man schimpft, ist das eigentlich dem Kind gegenüber auch nur eine vorm von Agression, die dem Kind ja dann direkt vorgelebt wird!
Ist eigentlich nicht(je nach dem, was man unter schimpfen versteht) sehr viel besser, wie der Spruch 'Haust du noch mal, hau ich zurück '

Klar sagt man, was nicht geht oder kann siene eigenen Gefühle auch nicht verbergen, aber ein Kind ist eben kein Hund, dass dressiert wird, sondern, dass einfach mit eingebunden wird.

Mal so zu meine SIcht der Dinge

Liebe Grüße

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