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Kind würd gerne auf den Po "gehauen"

18. Januar 2017 um 22:34

Hallo mein Thema ist wahrscheinlich etwas seltsam aber da ich keine eigenen Kinder habe bin ich etwas überfordert und wollte fragen ob das Verhalten normal ist oder ich die Eltern darauf ansprechen soll. 

Also ich bin Kindermädchen und passe auf einen drei Jährigen Jungen auf. Er fragt nich regelmäßig ob ich ihm auf den Popo hauen kann. Es ist auch schon vorgekomen dass er mit heruntergelassener Hose zu mir gekommen ist, sich umgedreht hat und "hau mich" gesagt hat. Ich fand das immer schräg habe es aber nicht weiter kommentiert und ihm gesagt dass ich das niemals machen würde und er sich wieder anziehen soll. 

Gestern aber haben wir gespielt und er wollte "raufen" also kitzelen und einfach spaß haben und ich habe dabei aus versehen auch seinen Po berührt. Er hat sofort aufgehört und meinte "Nochmal" und als ich gehen wollte kam er wieder mit dem "Hau mich". 

Ich bin echt überfordert und fürchte auch dass ich vielleicht zu viel reininterpretier. 

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19. Januar 2017 um 8:11

So sehr ich auch gegen Gewalt bin und mich immer wieder dagegen ausspreche, möchte ich auch anmerken, dass man die Kirche im Dorf lassen sollte.
Das könnte mein Sohn sein von dem du berichtest. 
Bei uns in der Erziehung gibt es keine Gewalt. Bei uns wird das "auf den Popo hauen" nicht mit Gewalt assoziiert. Auf den Popo hauen assoziiert bei uns Spaß...man neckt sich, tollt miteinander rum und tätschelt sich auf den Popo. Es wird nicht mit Kraft ausgeübt. Mein Sohn macht das bei mir und meinen Mann auch, wenn wir miteinander raufen. Ich kenne das aus meiner Kindheit so und mein Mann auch und wir wurden nie geschlagen.

Ich denke nicht, dass man hinter jedem Verhalten bei Kindern, die etwas mit "auf den Popo hauen" zutun hat, gleich Gewalt vermuten muss. Ich denke nicht, dass der Junge masochistisch veranlagt ist und er dich dazu auffordert, weil ihm Gewalt Spaß macht. Ich denke, dass es bei ihm ähnlich läuft wie bei uns daheim. Da wird nicht geklapst und geschlagen...es ist eine Neckerei, die aus Zuneigung und Spaß entsteht. 
Mein Sohn kommt auch ab und zu an und sagt "Komm Mama, ich mag dir auf den Pops hauen!". Dahinter versteckt sich eine Aufgorderung zum Toben. 

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19. Januar 2017 um 9:59
In Antwort auf carpe3punkt0

So sehr ich auch gegen Gewalt bin und mich immer wieder dagegen ausspreche, möchte ich auch anmerken, dass man die Kirche im Dorf lassen sollte.
Das könnte mein Sohn sein von dem du berichtest. 
Bei uns in der Erziehung gibt es keine Gewalt. Bei uns wird das "auf den Popo hauen" nicht mit Gewalt assoziiert. Auf den Popo hauen assoziiert bei uns Spaß...man neckt sich, tollt miteinander rum und tätschelt sich auf den Popo. Es wird nicht mit Kraft ausgeübt. Mein Sohn macht das bei mir und meinen Mann auch, wenn wir miteinander raufen. Ich kenne das aus meiner Kindheit so und mein Mann auch und wir wurden nie geschlagen.

Ich denke nicht, dass man hinter jedem Verhalten bei Kindern, die etwas mit "auf den Popo hauen" zutun hat, gleich Gewalt vermuten muss. Ich denke nicht, dass der Junge masochistisch veranlagt ist und er dich dazu auffordert, weil ihm Gewalt Spaß macht. Ich denke, dass es bei ihm ähnlich läuft wie bei uns daheim. Da wird nicht geklapst und geschlagen...es ist eine Neckerei, die aus Zuneigung und Spaß entsteht. 
Mein Sohn kommt auch ab und zu an und sagt "Komm Mama, ich mag dir auf den Pops hauen!". Dahinter versteckt sich eine Aufgorderung zum Toben. 

Danke für deine Antwort! Hast du vllt ein Tipp wie ich darauf reagieren kann? Momentan ignoriere ich es einfach aber er soll ja auch nicht das Gefühl bekommen dass er etwas falsch macht und sich im schlimmstenfall dann dafür schämt... 

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19. Januar 2017 um 14:04
In Antwort auf jinjil

Danke für deine Antwort! Hast du vllt ein Tipp wie ich darauf reagieren kann? Momentan ignoriere ich es einfach aber er soll ja auch nicht das Gefühl bekommen dass er etwas falsch macht und sich im schlimmstenfall dann dafür schämt... 

Du sollst dich wohlfühlen und nicht über deine Grenzen hinaus gehen. Wenn du das nicht möchtest, dann sage es ihm so. Er ist 3 und er ist damit in einem Alter, wo er auch lernt, dass andere Menschen auch ihre Grenzen haben  und er lernen muss das zu akzeptieren, Empathie etc.
Unsere Erzieher sagen auch zu den Kindern "Ich mache das nicht, weil ich das nicht möchte.". Die Kinder unter sich machen das und wir als Eltern machen das und da ist es vollkommen okay, dass die Erzieherin das nicht möchte und das wird auch klar ausgesprochen, weil die Kinder die Grenzen der Erzieher respektieren müssen. Jeder hat seine Grenzen und darf das auch sagen und Kinder müssen es lernen das zu akzeptieren. Ignorieren wäre da halb Fisch und halb Fleisch. Das können sie nicht so gut einordnen. Klare Ansagen und Begründungen, weil du es einfach nicht möchtest, bringen da mehr.

Wenn du dir total unsicher bist und Angst hast, dass er es falsch versteht, dann rede mit den Eltern. Erkläre es ihnen und sage, dass du das nicht möchtest. Vielleicht erklären sie es dann ihrem Sohn so, dass er es versteht ohne sich vor den Kopf gestoßen zu fühlen.
Mein Sohn versteht heute noch nicht jedes Verhalten und kommt deswegen zu mir und fragt nach warum und wieso. Ich erkläre es ihm, manchmal ist er dann kurz geknickt, weil es ihm ja Spaß macht und dann ist auch wieder gut.

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20. Januar 2017 um 15:56

Danke für deine Antwort ich werde es nächste Woch mal ansprechen

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20. Januar 2017 um 16:00
In Antwort auf carpe3punkt0

Du sollst dich wohlfühlen und nicht über deine Grenzen hinaus gehen. Wenn du das nicht möchtest, dann sage es ihm so. Er ist 3 und er ist damit in einem Alter, wo er auch lernt, dass andere Menschen auch ihre Grenzen haben  und er lernen muss das zu akzeptieren, Empathie etc.
Unsere Erzieher sagen auch zu den Kindern "Ich mache das nicht, weil ich das nicht möchte.". Die Kinder unter sich machen das und wir als Eltern machen das und da ist es vollkommen okay, dass die Erzieherin das nicht möchte und das wird auch klar ausgesprochen, weil die Kinder die Grenzen der Erzieher respektieren müssen. Jeder hat seine Grenzen und darf das auch sagen und Kinder müssen es lernen das zu akzeptieren. Ignorieren wäre da halb Fisch und halb Fleisch. Das können sie nicht so gut einordnen. Klare Ansagen und Begründungen, weil du es einfach nicht möchtest, bringen da mehr.

Wenn du dir total unsicher bist und Angst hast, dass er es falsch versteht, dann rede mit den Eltern. Erkläre es ihnen und sage, dass du das nicht möchtest. Vielleicht erklären sie es dann ihrem Sohn so, dass er es versteht ohne sich vor den Kopf gestoßen zu fühlen.
Mein Sohn versteht heute noch nicht jedes Verhalten und kommt deswegen zu mir und fragt nach warum und wieso. Ich erkläre es ihm, manchmal ist er dann kurz geknickt, weil es ihm ja Spaß macht und dann ist auch wieder gut.

danke! 
Das mit der persönlichen Grenze war mir noch garnicht so bewusst aber du hast vollkommen recht. Ich muss auch ihm verständlich machen dass er nichts falsches tut aber ich das einfach nicht mag. 
Und ich glaube das was du schreibst, also die Unterscheidung Erzieher / Eltern ist auch ganz wichtig. 

Aufjedenfall danke für eure Hilfe! Mir ist jetzt einiges klarer und dieses Gefühl der Unbeholfenheit ist erstmal weg  

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