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Kinder anschreien

3. September 2018 um 21:22

Meine Kinder bringen mich oftmals zur Weißglut. Durch ihre Zankereien, durch ihr nicht-hören-wollen, durch das Theater abends ins Bett zu gehen. Manchmal passiert es mir, dass ich sie wirklich anbrülle. Nicht mit Schimpfwörterm, sondern einfach aus Frust. Die Situation heute Abend: ich bin alleine mit den Kindern (5+8). Es wird gegessen, danach kündige ich an, dass wir in 5 Minuten nach oben gehen. Was passiert nach 5 Minuten? Nix, gar nix ausser Gemotze. Oben angekommen spritzt der Kleine in der Dusche alles voll, so dass das Bad unter Wasser steht (Kind 2 ist in einem anderen Bad und erledigt alles alleine). Ich lese nachdem alles trocken ist Kind 1 vor, dann ab ins Bett, eine Etage höher zu Kind 2. Wieder vorlesen, 20 Minuten. Kuscheln, ab ins Bett. Kind 2 darf noch bis halb 9 lesen. Währenddessen gehe ich runter und mache Hausarbeit. Kind 1 ruft und kann nicht schlafen. Also hochgehen, gut zu reden, zudecken. Weiter Hausarbeit. Kind 1 ruft und hat Durst. Nach oben, trinken geben. Wieder runter. Das Telefonat mit Oma ist innerlich schon abgehakt. Kind 2 ruft. Mir platzt der Kragen! Brüllend gehe ich die Treppe hoch (Kind 1 nun auch wieder voll dabei) und frage was los sei. Antwort: ich muss mal!!! Mir platzt jetzt nicht nur der Kragen, sondern alles! Die Toilette ist 10 m weiter! Dafür renne ich 2 Treppen hoch? Ich brülle mein Kind an, wieso es nicht in der Lage ist alleine auf den Lokus zu gehen. Resultat: Kind 2 weint und ich fühle mich schrecklich. Nochmal gekuschelt und gute Nacht gesagt. Und das alles an einem Tag, wo ich mir ein Bein ausgerissen habe um einzukaufen, Kinderschuhe umzutauschen und Kind 1 durch die ganze Stadt zum Schwimmkurs kutschiere! Ja, ich gestehe, so etwas passiert mir, und ja ich weiß das es schlimm ist für Kinder (für mich übrigens auch). Trotzdem passiert es, und ich bin sicherlich kein aggressiver Mensch. Wer sein Kind noch nie angebrüllt hat, werfe den ersten Stein.

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3. September 2018 um 22:03

weißt du ich glaube es ist weniger hilfreich bei B zu beginnen, wenn du A in den Momenten nicht aufgreifen kannst. Sprich du bist ein Mensch, du reagierst wie ein Mensch, deine Kinder tun das auch und somit ist es das Menschlichste auf der Welt wenn Mama irgendwann auch mal der Kragen platzt und sie zum HB Männchen wird.

Natürlich wissen wir Mütter dass zb Fernsehwerbungen Illusionen sind, oder die nette Mama im Bilderbuch/Kinderbuch auch meistens so eine verständnissvolle Person ist. Aber da kommt die Realität und wir begegnen anderen Müttern die irgendwie immer supertolle pflegeleichter Kinder haben die wenn sie Probleme haben, dann scheinbar nur klitzekleine bewältigen müssen, wo Sohn und Tochter mal bocken, andere wie ich aber lieber die Zeiten zusammenzählen wo sie anständig sind und davon noch mal deren Schlaf abziehen sowie die Zeiten wenn sie Halsschmerzen haben.

Spätestens dann gerät man unter Druck und der staut sich an über den Tag hinweg oder man könnte schon morgens lospoltern.
Der Wecker klingelt, Oh nein, gleich geht es los, vielleicht sollte man es doch mal mit einem Exorzismus versuchen?
Man überlegt schon sämtlichen Rettungsdiensten dieser Stadt eine Notiz zu hinterlassen, im Ernstfall lieber nicht gerettet zu werden, damit man früher seine Ruhe vor diesem Wahnsinn hat.

Man sieht sich dann also als keifende, schlecht  gelaunte Mutter, der alles leichte und lebendige abhanden gekommen ist.
Und irgendwie tun einem die Kinder hinterher doch leid, dass man nicht mehr Geduld hatte.
Dann gehts vielleicht eins zwei Tage gut und es beginnt wieder von vorne.

Um wirklich was zu ändern sollte man schon versuchen hilfreiche Mechanismen in sein Leben zu bringen.

Das kann für einen selbst ein Hobby sein, Sport, Stunden in der Woche die nur einem selbst gehören, simple 20-30 Minuten im Bad wo man ungestört aufs Klos gehen und sich duschen kann, ohne dass die Toilettenstasi schon wieder im Begriff ist die Türe einzutreten.

Immer wieder feste Absprachen, die aufschreiben, durchgehen,ggf abändern.

Ich finde Kinder können schon begreifen, dass Eltern auch nur Menschen sind, Menschen denen mal der Gaul durchgeht. Davon nehmen die keinen Schaden.
Allerdings, wenn man selbst hinterher merkt, dass man ungerecht war ist es gut wenn man noch mal überlegt wie so eine Situation entstanden ist und ob man sie vorher vielleicht hätte entschärfen können.

Hier möchte ich in der Regel zb nach 8  Uhr kein Kind mehr um mich rumhüpfen haben. Die können sich vorher noch was kleines zu essen und zu trinken mitnehmen und dann in ihre Zimmer gehen, wo sie gerne noch eine Weile lesen und spielen dürfen.
Natürlich versuchen sie auch hier und da noch sich dran vorbeizumogeln, aber nicht mit mir. Es war im Vorfeld genug Zeit und ich habe noch genug Arbeit vor mir, bis ich ins Bett gehe.

Wenns zu bunt wird, motze ich auch, schön wenn das andere Eltern nicht müssen,aber die haben ihre Kinder und ich meine. Wer es besser kann, darf es aber gerne versuchen.

Verabschiede dich bitte von dem Bild, dass du von dir hast, auch wenn du denkst es ist nicht so.
Wenn du weniger Druck und Auflagen für dich bringst, dann wird es dir auch leichter fallen gelassener zu bleiben.

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3. September 2018 um 22:07
In Antwort auf sommerkind1-1

Meine Kinder bringen mich oftmals zur Weißglut. Durch ihre Zankereien, durch ihr nicht-hören-wollen, durch das Theater abends ins Bett zu gehen. Manchmal passiert es mir, dass ich sie wirklich anbrülle. Nicht mit Schimpfwörterm, sondern einfach aus Frust. Die Situation heute Abend: ich bin alleine mit den Kindern (5+8). Es wird gegessen, danach kündige ich an, dass wir in 5 Minuten nach oben gehen. Was passiert nach 5 Minuten? Nix, gar nix ausser Gemotze. Oben angekommen spritzt der Kleine in der Dusche alles voll, so dass das Bad unter Wasser steht (Kind 2 ist in einem anderen Bad und erledigt alles alleine). Ich lese nachdem alles trocken ist Kind 1 vor, dann ab ins Bett, eine Etage höher zu Kind 2. Wieder vorlesen, 20 Minuten. Kuscheln, ab ins Bett. Kind 2 darf noch bis halb 9 lesen. Währenddessen gehe ich runter und mache Hausarbeit. Kind 1 ruft und kann nicht schlafen. Also hochgehen, gut zu reden, zudecken. Weiter Hausarbeit. Kind 1 ruft und hat Durst. Nach oben, trinken geben. Wieder runter. Das Telefonat mit Oma ist innerlich schon abgehakt. Kind 2 ruft. Mir platzt der Kragen! Brüllend gehe ich die Treppe hoch (Kind 1 nun auch wieder voll dabei) und frage was los sei. Antwort: ich muss mal!!! Mir platzt jetzt nicht nur der Kragen, sondern alles! Die Toilette ist 10 m weiter! Dafür renne ich 2 Treppen hoch? Ich brülle mein Kind an, wieso es nicht in der Lage ist alleine auf den Lokus zu gehen. Resultat: Kind 2 weint und ich fühle mich schrecklich. Nochmal gekuschelt und gute Nacht gesagt. Und das alles an einem Tag, wo ich mir ein Bein ausgerissen habe um einzukaufen, Kinderschuhe umzutauschen und Kind 1 durch die ganze Stadt zum Schwimmkurs kutschiere! Ja, ich gestehe, so etwas passiert mir, und ja ich weiß das es schlimm ist für Kinder (für mich übrigens auch). Trotzdem passiert es, und ich bin sicherlich kein aggressiver Mensch. Wer sein Kind noch nie angebrüllt hat, werfe den ersten Stein.

Du bist halt nicht immer perfekt, na und?

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3. September 2018 um 22:41
In Antwort auf curro_12727774

weißt du ich glaube es ist weniger hilfreich bei B zu beginnen, wenn du A in den Momenten nicht aufgreifen kannst. Sprich du bist ein Mensch, du reagierst wie ein Mensch, deine Kinder tun das auch und somit ist es das Menschlichste auf der Welt wenn Mama irgendwann auch mal der Kragen platzt und sie zum HB Männchen wird.

Natürlich wissen wir Mütter dass zb Fernsehwerbungen Illusionen sind, oder die nette Mama im Bilderbuch/Kinderbuch auch meistens so eine verständnissvolle Person ist. Aber da kommt die Realität und wir begegnen anderen Müttern die irgendwie immer supertolle pflegeleichter Kinder haben die wenn sie Probleme haben, dann scheinbar nur klitzekleine bewältigen müssen, wo Sohn und Tochter mal bocken, andere wie ich aber lieber die Zeiten zusammenzählen wo sie anständig sind und davon noch mal deren Schlaf abziehen sowie die Zeiten wenn sie Halsschmerzen haben.

Spätestens dann gerät man unter Druck und der staut sich an über den Tag hinweg oder man könnte schon morgens lospoltern.
Der Wecker klingelt, Oh nein, gleich geht es los, vielleicht sollte man es doch mal mit einem Exorzismus versuchen?
Man überlegt schon sämtlichen Rettungsdiensten dieser Stadt eine Notiz zu hinterlassen, im Ernstfall lieber nicht gerettet zu werden, damit man früher seine Ruhe vor diesem Wahnsinn hat.

Man sieht sich dann also als keifende, schlecht  gelaunte Mutter, der alles leichte und lebendige abhanden gekommen ist.
Und irgendwie tun einem die Kinder hinterher doch leid, dass man nicht mehr Geduld hatte.
Dann gehts vielleicht eins zwei Tage gut und es beginnt wieder von vorne.

Um wirklich was zu ändern sollte man schon versuchen hilfreiche Mechanismen in sein Leben zu bringen.

Das kann für einen selbst ein Hobby sein, Sport, Stunden in der Woche die nur einem selbst gehören, simple 20-30 Minuten im Bad wo man ungestört aufs Klos gehen und sich duschen kann, ohne dass die Toilettenstasi schon wieder im Begriff ist die Türe einzutreten.

Immer wieder feste Absprachen, die aufschreiben, durchgehen,ggf abändern.

Ich finde Kinder können schon begreifen, dass Eltern auch nur Menschen sind, Menschen denen mal der Gaul durchgeht. Davon nehmen die keinen Schaden.
Allerdings, wenn man selbst hinterher merkt, dass man ungerecht war ist es gut wenn man noch mal überlegt wie so eine Situation entstanden ist und ob man sie vorher vielleicht hätte entschärfen können.

Hier möchte ich in der Regel zb nach 8  Uhr kein Kind mehr um mich rumhüpfen haben. Die können sich vorher noch was kleines zu essen und zu trinken mitnehmen und dann in ihre Zimmer gehen, wo sie gerne noch eine Weile lesen und spielen dürfen.
Natürlich versuchen sie auch hier und da noch sich dran vorbeizumogeln, aber nicht mit mir. Es war im Vorfeld genug Zeit und ich habe noch genug Arbeit vor mir, bis ich ins Bett gehe.

Wenns zu bunt wird, motze ich auch, schön wenn das andere Eltern nicht müssen,aber die haben ihre Kinder und ich meine. Wer es besser kann, darf es aber gerne versuchen.

Verabschiede dich bitte von dem Bild, dass du von dir hast, auch wenn du denkst es ist nicht so.
Wenn du weniger Druck und Auflagen für dich bringst, dann wird es dir auch leichter fallen gelassener zu bleiben.

Deine Worte beruhigen und belustigen mich. Googel mal “Kinder anschreien“. Das dann nicht automatisch das Jugendamt kommt, und die Kinder mitnimmt, ist alles. Es gibt halt Tage, an denen alles schief läuft. Und wenn ich dann abends nicht mal für 1 Std. meine Ruhe haben kann (ich bin mittlerweile so genügsam und zähle Hausarbeit zu den entspannenden Dingen), dann explodiere ich. Ein wirkliches Hobby habe ich nicht, dazu fehlt mir schlicht die Zeit, da mein Mann im Schichtdienst ist. Trotzdem habe ich EIGENTLICH genügend Freiraum (dank Oma und Opa). Nur nach Tagen, an denen die Kinder dort waren, höre ich Dinge wie “man muss sie nur trennen, dann gibt's gar keine Probleme“ oder “wenn die Kinder da sind, beschäftigen wir uns AUSSCHLIEßLICH mit den beiden“. Zu 1: weiß ich selbst,lässt sich aber nur schwer durchsetzen, schließlich leben wir in einem Haus. Zu 2: ich kann mich aber nicht AUSSCHLIEßLICH um die Kinder kümmern, ich habe einen Job, ein Haus, einen Garten, muss einkaufen, zum Arzt, zum Frisör, die Kinder rumkutschieren, kochen, waschen etc. Ach ja, einen Mann habe ich auch noch (oder ein drittes Kind?!). Nun ja, morgen wird ein besserer Tag...bestimmt...hoffentlich...vielleicht...

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3. September 2018 um 23:40
In Antwort auf sommerkind1-1

Deine Worte beruhigen und belustigen mich. Googel mal “Kinder anschreien“. Das dann nicht automatisch das Jugendamt kommt, und die Kinder mitnimmt, ist alles. Es gibt halt Tage, an denen alles schief läuft. Und wenn ich dann abends nicht mal für 1 Std. meine Ruhe haben kann (ich bin mittlerweile so genügsam und zähle Hausarbeit zu den entspannenden Dingen), dann explodiere ich. Ein wirkliches Hobby habe ich nicht, dazu fehlt mir schlicht die Zeit, da mein Mann im Schichtdienst ist. Trotzdem habe ich EIGENTLICH genügend Freiraum (dank Oma und Opa). Nur nach Tagen, an denen die Kinder dort waren, höre ich Dinge wie “man muss sie nur trennen, dann gibt's gar keine Probleme“ oder “wenn die Kinder da sind, beschäftigen wir uns AUSSCHLIEßLICH mit den beiden“. Zu 1: weiß ich selbst,lässt sich aber nur schwer durchsetzen, schließlich leben wir in einem Haus. Zu 2: ich kann mich aber nicht AUSSCHLIEßLICH um die Kinder kümmern, ich habe einen Job, ein Haus, einen Garten, muss einkaufen, zum Arzt, zum Frisör, die Kinder rumkutschieren, kochen, waschen etc. Ach ja, einen Mann habe ich auch noch (oder ein drittes Kind?!). Nun ja, morgen wird ein besserer Tag...bestimmt...hoffentlich...vielleicht...

Ach die Sprüche sagen meine Schwiegereltern auch, dabei haben sie entweder ein Kind alleine oder wenn zwei, dann wird sich ganz nach deren Wünschen orientiert.
Aber im Grunde wissen Großeltern auch, dass sie auch nur das können, weil sie eben nicht im regulären Alltag eingebunden sind.

Wenn Kinder nur unter Schreien, schimpfen und verbalen Anfeidungen groß werden, dann ist das auch eine  Art von Misshandlung und Gewalt. Worte können sehr viel Schaden anrichten.

Und es ist gut, wenn unter den vielen Fällen wo Familien von einem Jugendamt kontaktiert werden,weil Nachbarn zu voreilig waren oder jemand ihnen eins reinwürgen will, wiederum Fälle sind, wo es berechtigt ist, dass diese Familien Auflage erhalten sich zu bessern,aber da ist das Schreien dann meist auch nur ein Stück vom Kuchen.

Wenn man schon weiß,dass man halt nicht so eine Reklame Familie ist (und das ist keine), bringt es einem zuweilen etwas sich Gedanken über das zu machen, was einen so wütend macht.
Wird man vielleicht wütend, weil man selbst es nicht geschafft noch vor dem Essen die Wäsche fertig gebügelt zu haben?

War es ein anderes unzusammenhängendes Ereignis?

Hat man von den Kindern das falsche erwartet, hat das Kind es überhaupt einhalten können,hätte man es anders rüberbringen müssen?

Wie realistischist es denn die Punkte die du genannt hast, wirklich so zu erledigen dass man abends wirklich noch entspannt ist?
Nicht sehr oder?

Da darunter aber natürlich viele Dinge sind, die einfach erledigt werden müssen, von euch wie von den Kindern, kannst du dir überlegen wie du die Dinge angehst die nicht ganz so wichtig sind.

Wenn Spielsachen rumliegen, nimm sie pack sie in einen Beutel und stell ihn deinen Kndern ins Zimmer. Dann liegt er nicht mehr im Haus verteilt rum und sie müssen eben gucken wo ihre Teile sind.

Sie haben Durst obwohl du ihnen vor 15 Minuten noch gesagt hast sie sollen noch einen Schluck trinken?
Im Klo ist ein Wasserhahn-fertig. Die Küche ist geschlossen, wenn du nach Ladenschluss  noch einkaufen möchtest, weil du was vergessen hast,  hat der auch zu. Pech gehabt.
Sie haben ein Bett sie haben geduscht, Essen gab es und eine Abendrunde auch.

Das ist nicht leicht, ich weiß und sie werden es immer wieder versuchen, ist normal.
Das wären ja auch schön blöde Kinder, wenn sie nicht versuchen würden, ihren Platz in der Welt zu finden.
Wichtig ist nur,dass sie lernen, dass Eltern auch Grenzen haben und brauchen.
Wir sind ein Leben lang Mütter aber das heißt nicht, dass wir zu allen Tag und Nacht Zeiten abrufbar sein müssen, wenn kein wirklich wichtiger Grund vorliegt.

Ich glaube es ist viel von dieser Erwartungshaltung abhängig,die wir zum einen von uns selbst haben und zum anderen von der Gesellschaft erhalten.
Und weil man als Erwachsene Person mit Enttäuschungen und Traurigkeit, über Dinge die nicht so gut geklappt haben, anders umgehen muss, zeigt sich das dann mitunter mit Unzufriedenheit und somit auch durch Schreien.

Wenn du dann bei zwei , drei Dingen zu der Erkenntnis kommst wie Beispielsweise, eigentlich hat es mich nicht wütend gemacht,dass du noch nicht schlafen konntest, ich war nur sauer weil ich schon ewig lange das Fotoalbum machen wollte- dann sind das zwei, drei Dinge mehr wo du beim nächstenmal weniger brüllst und denkst, jo schon gut, die werden erwachsen und haben irgendwann die gleichen Probleme wie ich. Alles Karma.

Bis dahin halte ich es aus und im Grunde bin ich froh dass es nur das ist und kein größeres Problem.


 

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4. September 2018 um 8:12
In Antwort auf sommerkind1-1

Meine Kinder bringen mich oftmals zur Weißglut. Durch ihre Zankereien, durch ihr nicht-hören-wollen, durch das Theater abends ins Bett zu gehen. Manchmal passiert es mir, dass ich sie wirklich anbrülle. Nicht mit Schimpfwörterm, sondern einfach aus Frust. Die Situation heute Abend: ich bin alleine mit den Kindern (5+8). Es wird gegessen, danach kündige ich an, dass wir in 5 Minuten nach oben gehen. Was passiert nach 5 Minuten? Nix, gar nix ausser Gemotze. Oben angekommen spritzt der Kleine in der Dusche alles voll, so dass das Bad unter Wasser steht (Kind 2 ist in einem anderen Bad und erledigt alles alleine). Ich lese nachdem alles trocken ist Kind 1 vor, dann ab ins Bett, eine Etage höher zu Kind 2. Wieder vorlesen, 20 Minuten. Kuscheln, ab ins Bett. Kind 2 darf noch bis halb 9 lesen. Währenddessen gehe ich runter und mache Hausarbeit. Kind 1 ruft und kann nicht schlafen. Also hochgehen, gut zu reden, zudecken. Weiter Hausarbeit. Kind 1 ruft und hat Durst. Nach oben, trinken geben. Wieder runter. Das Telefonat mit Oma ist innerlich schon abgehakt. Kind 2 ruft. Mir platzt der Kragen! Brüllend gehe ich die Treppe hoch (Kind 1 nun auch wieder voll dabei) und frage was los sei. Antwort: ich muss mal!!! Mir platzt jetzt nicht nur der Kragen, sondern alles! Die Toilette ist 10 m weiter! Dafür renne ich 2 Treppen hoch? Ich brülle mein Kind an, wieso es nicht in der Lage ist alleine auf den Lokus zu gehen. Resultat: Kind 2 weint und ich fühle mich schrecklich. Nochmal gekuschelt und gute Nacht gesagt. Und das alles an einem Tag, wo ich mir ein Bein ausgerissen habe um einzukaufen, Kinderschuhe umzutauschen und Kind 1 durch die ganze Stadt zum Schwimmkurs kutschiere! Ja, ich gestehe, so etwas passiert mir, und ja ich weiß das es schlimm ist für Kinder (für mich übrigens auch). Trotzdem passiert es, und ich bin sicherlich kein aggressiver Mensch. Wer sein Kind noch nie angebrüllt hat, werfe den ersten Stein.

Ich kenne keine Mutter der das nicht auch hin und wieder passiert! 
Selbst die nach außen ruhigen Vertreterinnen "geben zu", dass manchmal die Hutschnur platzt.
Kommt bei mir leider auch ab und zu vor, wenn Söhnchen super piesackig unterwegs ist und absolut nicht hören will. Ich habe aber häufig festgestellt, dass es eigentlich nicht das Verhalten des Kindes ist was mich in dem Moment sauer macht. Mehr ist das der innere Stress den man sich macht "so, wenn das Kind im Bett ist, dann noch Wäsche zusammenlegen und Papierkram erledigen usw.". Gerade dann trödelt das Kind rum oder wie auch immer, man sieht den "Feierabend" schwinden und die Zeit zieht sich nach hinten. 
Ich versuche mir da häufig noch in der Situation zu sagen "es liegt nicht am Kind, sondern xy", die Wut verraucht dann und ich kann gelassener reagieren.
Klappt leider nicht immer. 
Merke ich, dass ich ungerecht war, entschuldige ich mich und sage ihm, dass das nicht ok war und es nicht seine Schuld war, ich erklär es ihm.
Wichtig ist das Familienleben außerhalb solcher Situationen, das es dennoch gut läuft und man sich auf einander verlassen kann und man schafft ein "wir gehören zusammen und du bist ein wertvoller Teil von uns" zu transportieren, dann empfinde ich solche Situationen als nicht schön, aber sie können vorkommen, wenn die Batterien leer sind. 

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4. September 2018 um 10:56

Toilettenstasi 

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4. September 2018 um 11:28

Ich bin ein emotionaler Mensch und mir verlangen die Kinder, daher sehr viel Selbstbeherrschung ab.

Die Kinder anschreien ist nicht schön, aber es passiert und ist menschlich.

Wobei unter uns: Ich habe mir viele der Trotzstrategien, die ich mit meinem Sohn so besprochen und geübt habe, schon auch an mir selbst angwendet. Seither sage ich öfter: "Ich bin jetzt soooo wütend, weil du...." (ich weiß gewaltfreie Kommunikation wäre anders rum, aber das ist mir in dem Moment echt herzlich egal ), statt dass ich gleich losbrülle. Und ich bin schon stolz, dass auch ich meine innere Dreijährige schon etwas erzogen habe.


Dennoch, ich schimpfe noch immer manchmal wie ein Rohrspatz und mir platzt auch regelmäßig der Kragen. Aber das ist authentisch. Immer nur ruhig bleiben und eine Schlaftablette wie "Mama auf Valium" wäre ja auch nichts.

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5. September 2018 um 12:32

Wegen Zeit:
Entweder Sanduhren zulegen: Da gibt es auch Sets, wo z.B. 1min, 3min, 5min, 10min enthalten sind. Aber es reicht auch eine 5min und eine 10min Uhr evt.
Oder einen Timer. Die Luxusversion gibt es bei Jakoo. Ich habe eine güstigere Variante einfach "Zeitdauer-Uhr" googeln. Die kostet max. 10Euro.

So sehen die Kinder gut, wie es um die Zeit steht und bekommen gleichzeitig ein besseres Zeitgefühl.

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5. September 2018 um 22:05

Also bei uns läuft das so: ich sage, dass es in 5 min ins Bett geht (dann sind sie vorgewarnt). Dann dass es jetzt noch 1 min ist. Und dann dass es jetzt Zeit.
ob das jetzt wirklich 5 min waren ist situationsabhängig. Sie können noch keine Uhr und haben auch kein Zeitgefühl. Aber so haben sie Anhaltspunkte.

es wird immer vor dem Bett noch mal aufs Klo gegangen und sie bekommen jeder eine Wasserflasche mit ans Bett. Dann rufen sie deswegen schon mal nicht nach mir.

dass sie eventuell noch mal pullern müssen damit rechne ich..wenn es kommt ist es kein Stress und wenn es nicht kommt ist es für mich positiv.

dein älterer Sohn hat einfach die a-Karte gezogen , weil du durch deinen kleinen schon so genervt warst, dass du bei ihm explodiert bist. Ist unfair, aber nachvollziehbar. Kenne ich auch. Versuch das aber zu trennen. Denn im Grunde hat dein großer nur einmal gerufen und das ist doch echt legitim

auch mit 8 sind es noch Kinder und nicht oft rational.

und ganz ehrlich, jede wird mal lauter. Wir sind nur Menschen und auch unsere Grenzen sind erreicht irgendwann. Unsere Kinder explodieren doch auch regelmäßig ab der trotzphase mit 2 Jahren

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6. September 2018 um 9:47
In Antwort auf sommerkind1-1

Meine Kinder bringen mich oftmals zur Weißglut. Durch ihre Zankereien, durch ihr nicht-hören-wollen, durch das Theater abends ins Bett zu gehen. Manchmal passiert es mir, dass ich sie wirklich anbrülle. Nicht mit Schimpfwörterm, sondern einfach aus Frust. Die Situation heute Abend: ich bin alleine mit den Kindern (5+8). Es wird gegessen, danach kündige ich an, dass wir in 5 Minuten nach oben gehen. Was passiert nach 5 Minuten? Nix, gar nix ausser Gemotze. Oben angekommen spritzt der Kleine in der Dusche alles voll, so dass das Bad unter Wasser steht (Kind 2 ist in einem anderen Bad und erledigt alles alleine). Ich lese nachdem alles trocken ist Kind 1 vor, dann ab ins Bett, eine Etage höher zu Kind 2. Wieder vorlesen, 20 Minuten. Kuscheln, ab ins Bett. Kind 2 darf noch bis halb 9 lesen. Währenddessen gehe ich runter und mache Hausarbeit. Kind 1 ruft und kann nicht schlafen. Also hochgehen, gut zu reden, zudecken. Weiter Hausarbeit. Kind 1 ruft und hat Durst. Nach oben, trinken geben. Wieder runter. Das Telefonat mit Oma ist innerlich schon abgehakt. Kind 2 ruft. Mir platzt der Kragen! Brüllend gehe ich die Treppe hoch (Kind 1 nun auch wieder voll dabei) und frage was los sei. Antwort: ich muss mal!!! Mir platzt jetzt nicht nur der Kragen, sondern alles! Die Toilette ist 10 m weiter! Dafür renne ich 2 Treppen hoch? Ich brülle mein Kind an, wieso es nicht in der Lage ist alleine auf den Lokus zu gehen. Resultat: Kind 2 weint und ich fühle mich schrecklich. Nochmal gekuschelt und gute Nacht gesagt. Und das alles an einem Tag, wo ich mir ein Bein ausgerissen habe um einzukaufen, Kinderschuhe umzutauschen und Kind 1 durch die ganze Stadt zum Schwimmkurs kutschiere! Ja, ich gestehe, so etwas passiert mir, und ja ich weiß das es schlimm ist für Kinder (für mich übrigens auch). Trotzdem passiert es, und ich bin sicherlich kein aggressiver Mensch. Wer sein Kind noch nie angebrüllt hat, werfe den ersten Stein.

Ich danke euch allen für die Antworten und pns! Es ist immer wieder beruhigend zu lesen, dass es woanders auch so ist Die letzten Abende lief es besser. Ich bemühe mich ruhiger zu werden und bereite viel vor. Wenn ich nachmittags Zeit habe, koche ich das Essen vor usw. Vor dem Schlafen gehen gibt's kein Fernsehn mehr. Das die Kinder auf einer Etage schlafen ist leider nicht möglich. Die Große hat ganz oben ihr eigenes Reich. Anfangs hatte sie Angst alleine ganz oben, das haben wir gelöst, indem die ganze Nacht eine kleine Lampe im Flur leuchtet. Beide Kinder haben auch immer trinken am Bett stehen, aber der Kleine ruft mich trotzdem deswegen. Er hat mal alleine getrunken und hat die Falsche nicht weggestellt. So war dann alles naß. Grundsätzlich macht mir das alles auch nichts aus, aber an schlechten Tagen explodiert es dann. Am nächsten Morgen habe ich mich dafür entschuldigt, das war mir wichtig. Eltern sind eben auch nicht perfekt

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8. September 2018 um 17:03
In Antwort auf sommerkind1-1

Ich danke euch allen für die Antworten und pns! Es ist immer wieder beruhigend zu lesen, dass es woanders auch so ist Die letzten Abende lief es besser. Ich bemühe mich ruhiger zu werden und bereite viel vor. Wenn ich nachmittags Zeit habe, koche ich das Essen vor usw. Vor dem Schlafen gehen gibt's kein Fernsehn mehr. Das die Kinder auf einer Etage schlafen ist leider nicht möglich. Die Große hat ganz oben ihr eigenes Reich. Anfangs hatte sie Angst alleine ganz oben, das haben wir gelöst, indem die ganze Nacht eine kleine Lampe im Flur leuchtet. Beide Kinder haben auch immer trinken am Bett stehen, aber der Kleine ruft mich trotzdem deswegen. Er hat mal alleine getrunken und hat die Falsche nicht weggestellt. So war dann alles naß. Grundsätzlich macht mir das alles auch nichts aus, aber an schlechten Tagen explodiert es dann. Am nächsten Morgen habe ich mich dafür entschuldigt, das war mir wichtig. Eltern sind eben auch nicht perfekt

Ich selbst bin manchmal echt ein wandelndes feuerfass mein Sohn er macht immer das was er nicht tun soll. Naja, da werde ich auch ganzschön laut.... aber laut werde ich nur wenn er meint seine 10 mon. Alte Schwester weh zu tun -.- das er anscheind lustig findet mittlerweile naja mache ich ja sport und nehme die Vitamine (B-Komplex) habe weniger Kopf weh bin nicht mehr so müde dadurch. Aber was noch wichtiger ist ich Schrei viel viel weniger. Wenn er jetzt meint seine Schwester zu quälen schick ich ihn in sein Zimmer zum Nachdenken er sagt nein und uch bringe ihn dahin und Frage ihn ob er das lustig findet seiner Schwester weh zu tun. Mittlerweile realisiert er dann das das falsch war und geht von alleine in sein Zimmer wenn ich ihn erwische. Es wird auch weniger was ist man muss konsequent sein was zum trinken? Wenn die Kinder fertig sind mit Zähne putzen und bereit fürs Bett sind direkt fragen ob sie vorher was trinken möchten und das wars dann. Konsequent danach bleiben und direkt sagen das sie aufs Klo müssen ob sie denn Drang haben oder nicht am Ende müssen sie immer aufs Klo. Wenn das dann alles durch Ist zusammen eine Geschichte vor lesen also 2 mal beiden was vorlesen naja das ist ziemlich umständlich... da sie anscheind sowieso noch wach werden danach und dann direkt ins Bett schicken am besten villt sogar vor dem Klo Gang und trinken vor lesen so das sie direkt nach dem Klo schlafen können. Fals die Kinder dann rufen ab dann konsequent dran bleiben entweder rufst du Schlaf bitte weiter oder du gehst hoch und sagst es ihnen das machst du solange und irgendwann merken die Kinder das sie ab dem letzten Klo Gang schlafen sollen. 

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12. September 2018 um 11:01

Ich war früher eigentlich ein eher ruhiger und konfliktscheuer Mensch. Aber meine eigenen Kinder haben es geschafft, dass ich schon so oft aus der Haut gefahren bin. Ja auch ich habe meine Kinder schon angeschrien und tu es teilweise auch heute noch. Aber es braucht schon eine Weile, um das Fass zum überlaufen zu bringen. 

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12. September 2018 um 23:42
In Antwort auf sommerkind1-1

Meine Kinder bringen mich oftmals zur Weißglut. Durch ihre Zankereien, durch ihr nicht-hören-wollen, durch das Theater abends ins Bett zu gehen. Manchmal passiert es mir, dass ich sie wirklich anbrülle. Nicht mit Schimpfwörterm, sondern einfach aus Frust. Die Situation heute Abend: ich bin alleine mit den Kindern (5+8). Es wird gegessen, danach kündige ich an, dass wir in 5 Minuten nach oben gehen. Was passiert nach 5 Minuten? Nix, gar nix ausser Gemotze. Oben angekommen spritzt der Kleine in der Dusche alles voll, so dass das Bad unter Wasser steht (Kind 2 ist in einem anderen Bad und erledigt alles alleine). Ich lese nachdem alles trocken ist Kind 1 vor, dann ab ins Bett, eine Etage höher zu Kind 2. Wieder vorlesen, 20 Minuten. Kuscheln, ab ins Bett. Kind 2 darf noch bis halb 9 lesen. Währenddessen gehe ich runter und mache Hausarbeit. Kind 1 ruft und kann nicht schlafen. Also hochgehen, gut zu reden, zudecken. Weiter Hausarbeit. Kind 1 ruft und hat Durst. Nach oben, trinken geben. Wieder runter. Das Telefonat mit Oma ist innerlich schon abgehakt. Kind 2 ruft. Mir platzt der Kragen! Brüllend gehe ich die Treppe hoch (Kind 1 nun auch wieder voll dabei) und frage was los sei. Antwort: ich muss mal!!! Mir platzt jetzt nicht nur der Kragen, sondern alles! Die Toilette ist 10 m weiter! Dafür renne ich 2 Treppen hoch? Ich brülle mein Kind an, wieso es nicht in der Lage ist alleine auf den Lokus zu gehen. Resultat: Kind 2 weint und ich fühle mich schrecklich. Nochmal gekuschelt und gute Nacht gesagt. Und das alles an einem Tag, wo ich mir ein Bein ausgerissen habe um einzukaufen, Kinderschuhe umzutauschen und Kind 1 durch die ganze Stadt zum Schwimmkurs kutschiere! Ja, ich gestehe, so etwas passiert mir, und ja ich weiß das es schlimm ist für Kinder (für mich übrigens auch). Trotzdem passiert es, und ich bin sicherlich kein aggressiver Mensch. Wer sein Kind noch nie angebrüllt hat, werfe den ersten Stein.

Just kick the baby!

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13. September 2018 um 12:24

Das habe ich mich auch gefragt

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