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Kinderarmut

5. Dezember 2019 um 8:03 Letzte Antwort: 8. Dezember 2019 um 22:59

Ich habe mich von der Umfrage inspirieren lassen. 

Wann fängt für euch Kinderarmut an? Sind eure Kinder arm? Oder redet man sich vieles vielleicht schön?

Würde mich echt interessieren. 

Bei mir fängt Kinderarmut bei gebrauchter Kinderkleidung an, die ich zum Kinderschutzbund gebe. 

Hier in unserem reichen Landkreis, indem ein großes Autokonzern angesiedelt ist und gefühlt die meisten dort arbeiten, stehen dann einmal wöchentlich arme Menschen an, um die gebrauchten Klamotten für ihre Kinder abzuholen. Stehen bis zur Straße hinaus, und immer ist zu wenig gebrauchtes Zeug da, um den Bedarf zu decken.

Es ist einfach erstaunlich. Man darf Winterstiefel auch bitte nur im Winter abgeben, da sonst die armen Kinder im Hochsommer Winterstiefel tragen müssten, wenn keine passenden gebrauchten Schuhe verfügbar sind.

Und ich rede hier nicht von Asylanten oder Flüchtlingen oder gar anderweitige Ausländer ohne Arbeit. Die gibt es kaum bei uns in dieser Gegend. Ich rede von Familien, die unter uns leben und mit unseren Kindern in den Kiga oder Schule gehen.

Diese Familien sind so arm, dass sie sich nicht mal die Sachen im Kinderbasar oder von Kik oder dergleichen leisten können, wo ein Teil oft nur nen Euro kostet.

Und dann kam eine Mutter, die die gebrauchten Sachen wieder zurück bringt für die nächste Generation. Sie erzählte mir, dass sie nicht nur abholt, sondern auch wieder zurück bringt.

Ich verkaufe keine Kindersachen mehr gebraucht. Ich bringe es dort hin. 

Habt ihr auch schon solche Erfahrungen gemacht?

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Beste hilfreiche Antwort

5. Dezember 2019 um 13:00
In Antwort auf lebkuacha

Ich habe mich von der Umfrage inspirieren lassen. 

Wann fängt für euch Kinderarmut an? Sind eure Kinder arm? Oder redet man sich vieles vielleicht schön?

Würde mich echt interessieren. 

Bei mir fängt Kinderarmut bei gebrauchter Kinderkleidung an, die ich zum Kinderschutzbund gebe. 

Hier in unserem reichen Landkreis, indem ein großes Autokonzern angesiedelt ist und gefühlt die meisten dort arbeiten, stehen dann einmal wöchentlich arme Menschen an, um die gebrauchten Klamotten für ihre Kinder abzuholen. Stehen bis zur Straße hinaus, und immer ist zu wenig gebrauchtes Zeug da, um den Bedarf zu decken.

Es ist einfach erstaunlich. Man darf Winterstiefel auch bitte nur im Winter abgeben, da sonst die armen Kinder im Hochsommer Winterstiefel tragen müssten, wenn keine passenden gebrauchten Schuhe verfügbar sind.

Und ich rede hier nicht von Asylanten oder Flüchtlingen oder gar anderweitige Ausländer ohne Arbeit. Die gibt es kaum bei uns in dieser Gegend. Ich rede von Familien, die unter uns leben und mit unseren Kindern in den Kiga oder Schule gehen.

Diese Familien sind so arm, dass sie sich nicht mal die Sachen im Kinderbasar oder von Kik oder dergleichen leisten können, wo ein Teil oft nur nen Euro kostet.

Und dann kam eine Mutter, die die gebrauchten Sachen wieder zurück bringt für die nächste Generation. Sie erzählte mir, dass sie nicht nur abholt, sondern auch wieder zurück bringt.

Ich verkaufe keine Kindersachen mehr gebraucht. Ich bringe es dort hin. 

Habt ihr auch schon solche Erfahrungen gemacht?

Mmmmh, da bin ich geteilter Meinung. Erstens kann ich nicht wirklich nachvollziehen, wie man als junger Mensch (und Menschen die Kinder haben sind jung, oder zumindest im besten Alter um arbeiten zu gehen) von Hartz IV leben muss. In unserem Landkreis zahlen Hartz IV Bezieher weder Kindergarten noch OGS. Die betroffenen Kinder bekommen kostenloses Frühstück und Milch in der Schule. Schulmaterial muss nur mit dem Regelsatz von 12 Euro gezahlt werde. Ich habe für 2 Schulkinder knapp 80 Euro gezahlt! Ausflüge mit der Schule finanziert der Förderverein für Bedürftige. Also da kommt niemand zu kurz. Natürlich haben diese Kinder nicht den mega modernen Scout für 350 Euro, aber sonst sehe ich keinen großen Unterschied.  Wenn ich, nachdem ich die Kinder morgens abgeladen habe zur Arbeit hetze, und die "bedürftigen" Mütter stehen rauchend mit Coffee to go und quatschen noch 2 Stunden vor der Schule, fühle ich mich vera****. Wir zahlen fast 300 Euro für Betreuung, das ganze x2. Ich zahle Steuern und finanziere den Förderverein mit. Manchmal frage ich mich wozu? Das ist sicher sehr pauschal ausgedrückt, aber in unserer Gegend durchaus mein Empfinden. Trotzdem spende ich unsere gebrauchte Kleidung an ein soziales Kaufhaus, und das nicht nur an Weihnachten 😉

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5. Dezember 2019 um 10:00

Habe ich selber noch nicht erlebt, wundert mich aber nicht. Wenn ich mir den Hartz IV Satz für Kinder anschaue, wundere ich mich ja immer wieder, was die da gerechnet haben. Kinder brauchen 2x im Jahr komplett neue Kleidung, Schuhe, Windeln, mal Spiel- und Bastelsachen, mal ein Zoobesuch oder Hobbies wären doch auch nett, Schulmaterial, Kopiergeld, Geld für Ausflüge in Kiga und Schule..... nichts davon braucht ein Erwachsener in dieser Regelmäßigkeit und trotzdem bekommen Kinder nur die Hälfte eines Erwachsenen? Wie kommen die nur auf solche Zahlen? Und Kindergeld wird ja auch noch angerechnet! Kann ich als Mutter von 2 Kleinkinder überhaupt nicht nachvollziehen!
Und wenn man mal Verkäuferinnen, Friseure etc. fragt, bekommen die wenigsten tatsächlich den Mindestlohn. Auf dem Papier schon, aber wie lange dafür gearbeitet wurde, wird ja nicht wirklich kontrolliert. Ist traurig, aber sozial ist unsere Marktwirtschaft schon lange nicht mehr. Da sind andere Bereiche wichtiger, die dann aber so richtig mit Milliarden und entsprechenden Gesetzen gepampert werden. 

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5. Dezember 2019 um 10:43
In Antwort auf mikesch07

Habe ich selber noch nicht erlebt, wundert mich aber nicht. Wenn ich mir den Hartz IV Satz für Kinder anschaue, wundere ich mich ja immer wieder, was die da gerechnet haben. Kinder brauchen 2x im Jahr komplett neue Kleidung, Schuhe, Windeln, mal Spiel- und Bastelsachen, mal ein Zoobesuch oder Hobbies wären doch auch nett, Schulmaterial, Kopiergeld, Geld für Ausflüge in Kiga und Schule..... nichts davon braucht ein Erwachsener in dieser Regelmäßigkeit und trotzdem bekommen Kinder nur die Hälfte eines Erwachsenen? Wie kommen die nur auf solche Zahlen? Und Kindergeld wird ja auch noch angerechnet! Kann ich als Mutter von 2 Kleinkinder überhaupt nicht nachvollziehen!
Und wenn man mal Verkäuferinnen, Friseure etc. fragt, bekommen die wenigsten tatsächlich den Mindestlohn. Auf dem Papier schon, aber wie lange dafür gearbeitet wurde, wird ja nicht wirklich kontrolliert. Ist traurig, aber sozial ist unsere Marktwirtschaft schon lange nicht mehr. Da sind andere Bereiche wichtiger, die dann aber so richtig mit Milliarden und entsprechenden Gesetzen gepampert werden. 

Ich habe grade mal gegoogelt, wie sich die Regelsätze zusammensetzen. 
Ich glaube nicht, dass die so Sachen wie Windeln und Schuhe berücksichtigen haben, oder. was 6 Jährige Jungs im Wachstumsschub wegspachteln. 
Wenn ich das auf uns umlege, müssten wir schon allein für Strom ganz tief in die anderen Bereiche greifen.
Und warum kriegt man in einer Bedarfsgemeinschaft fast 40€ weniger pro Person? 

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5. Dezember 2019 um 13:00
In Antwort auf lebkuacha

Ich habe mich von der Umfrage inspirieren lassen. 

Wann fängt für euch Kinderarmut an? Sind eure Kinder arm? Oder redet man sich vieles vielleicht schön?

Würde mich echt interessieren. 

Bei mir fängt Kinderarmut bei gebrauchter Kinderkleidung an, die ich zum Kinderschutzbund gebe. 

Hier in unserem reichen Landkreis, indem ein großes Autokonzern angesiedelt ist und gefühlt die meisten dort arbeiten, stehen dann einmal wöchentlich arme Menschen an, um die gebrauchten Klamotten für ihre Kinder abzuholen. Stehen bis zur Straße hinaus, und immer ist zu wenig gebrauchtes Zeug da, um den Bedarf zu decken.

Es ist einfach erstaunlich. Man darf Winterstiefel auch bitte nur im Winter abgeben, da sonst die armen Kinder im Hochsommer Winterstiefel tragen müssten, wenn keine passenden gebrauchten Schuhe verfügbar sind.

Und ich rede hier nicht von Asylanten oder Flüchtlingen oder gar anderweitige Ausländer ohne Arbeit. Die gibt es kaum bei uns in dieser Gegend. Ich rede von Familien, die unter uns leben und mit unseren Kindern in den Kiga oder Schule gehen.

Diese Familien sind so arm, dass sie sich nicht mal die Sachen im Kinderbasar oder von Kik oder dergleichen leisten können, wo ein Teil oft nur nen Euro kostet.

Und dann kam eine Mutter, die die gebrauchten Sachen wieder zurück bringt für die nächste Generation. Sie erzählte mir, dass sie nicht nur abholt, sondern auch wieder zurück bringt.

Ich verkaufe keine Kindersachen mehr gebraucht. Ich bringe es dort hin. 

Habt ihr auch schon solche Erfahrungen gemacht?

Mmmmh, da bin ich geteilter Meinung. Erstens kann ich nicht wirklich nachvollziehen, wie man als junger Mensch (und Menschen die Kinder haben sind jung, oder zumindest im besten Alter um arbeiten zu gehen) von Hartz IV leben muss. In unserem Landkreis zahlen Hartz IV Bezieher weder Kindergarten noch OGS. Die betroffenen Kinder bekommen kostenloses Frühstück und Milch in der Schule. Schulmaterial muss nur mit dem Regelsatz von 12 Euro gezahlt werde. Ich habe für 2 Schulkinder knapp 80 Euro gezahlt! Ausflüge mit der Schule finanziert der Förderverein für Bedürftige. Also da kommt niemand zu kurz. Natürlich haben diese Kinder nicht den mega modernen Scout für 350 Euro, aber sonst sehe ich keinen großen Unterschied.  Wenn ich, nachdem ich die Kinder morgens abgeladen habe zur Arbeit hetze, und die "bedürftigen" Mütter stehen rauchend mit Coffee to go und quatschen noch 2 Stunden vor der Schule, fühle ich mich vera****. Wir zahlen fast 300 Euro für Betreuung, das ganze x2. Ich zahle Steuern und finanziere den Förderverein mit. Manchmal frage ich mich wozu? Das ist sicher sehr pauschal ausgedrückt, aber in unserer Gegend durchaus mein Empfinden. Trotzdem spende ich unsere gebrauchte Kleidung an ein soziales Kaufhaus, und das nicht nur an Weihnachten 😉

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5. Dezember 2019 um 13:29
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In Antwort auf sommerkind1-1

Mmmmh, da bin ich geteilter Meinung. Erstens kann ich nicht wirklich nachvollziehen, wie man als junger Mensch (und Menschen die Kinder haben sind jung, oder zumindest im besten Alter um arbeiten zu gehen) von Hartz IV leben muss. In unserem Landkreis zahlen Hartz IV Bezieher weder Kindergarten noch OGS. Die betroffenen Kinder bekommen kostenloses Frühstück und Milch in der Schule. Schulmaterial muss nur mit dem Regelsatz von 12 Euro gezahlt werde. Ich habe für 2 Schulkinder knapp 80 Euro gezahlt! Ausflüge mit der Schule finanziert der Förderverein für Bedürftige. Also da kommt niemand zu kurz. Natürlich haben diese Kinder nicht den mega modernen Scout für 350 Euro, aber sonst sehe ich keinen großen Unterschied.  Wenn ich, nachdem ich die Kinder morgens abgeladen habe zur Arbeit hetze, und die "bedürftigen" Mütter stehen rauchend mit Coffee to go und quatschen noch 2 Stunden vor der Schule, fühle ich mich vera****. Wir zahlen fast 300 Euro für Betreuung, das ganze x2. Ich zahle Steuern und finanziere den Förderverein mit. Manchmal frage ich mich wozu? Das ist sicher sehr pauschal ausgedrückt, aber in unserer Gegend durchaus mein Empfinden. Trotzdem spende ich unsere gebrauchte Kleidung an ein soziales Kaufhaus, und das nicht nur an Weihnachten 😉

Über solche Sozialschmarotzer brauchen wir uns ja nicht unterhalten. Das ist ja weitest gehend bekannt.

Aber was ist mit denen Fällen, die eben durchs Raster fallen. Eine Mama mit zwei Kindern, deren Vater den Unterhalt nicht zahlt. Der Kindergarten nur bis 14 Uhr offen hat. Die schlicht zu wenig verdient zum Leben, wenn der Unterhalt eben nicht regelmässig kommt. 

 

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5. Dezember 2019 um 14:22
In Antwort auf lebkuacha

Über solche Sozialschmarotzer brauchen wir uns ja nicht unterhalten. Das ist ja weitest gehend bekannt.

Aber was ist mit denen Fällen, die eben durchs Raster fallen. Eine Mama mit zwei Kindern, deren Vater den Unterhalt nicht zahlt. Der Kindergarten nur bis 14 Uhr offen hat. Die schlicht zu wenig verdient zum Leben, wenn der Unterhalt eben nicht regelmässig kommt. 

 

Für solche Fälle gibt es den Unterhaltsvorschuss. Bei uns bekommen Kinder solche Familien / Konstellationen grundsätzlich einen 40 Stunden Kitaplatz, noch vor den Berufstätigen. Also kann man entsprechend mehr arbeiten gehen. Ist sicherlich nicht überall so. 

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5. Dezember 2019 um 14:23
In Antwort auf sommerkind1-1

Für solche Fälle gibt es den Unterhaltsvorschuss. Bei uns bekommen Kinder solche Familien / Konstellationen grundsätzlich einen 40 Stunden Kitaplatz, noch vor den Berufstätigen. Also kann man entsprechend mehr arbeiten gehen. Ist sicherlich nicht überall so. 

45 Stunden sind es sogar. 

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5. Dezember 2019 um 14:29

Wir würden ca 1350 Euro Hartz IV bekommen, habe ich auf die Schnelle gegoogelt. Davon kann man schon gut leben. 

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5. Dezember 2019 um 16:01

Wow, also arbeitslose, Kaffee trinkende Mütter, die sich unterhalten sind bei manchen schon Sozialschmarotzer? Und Kaffee trinkende und rauchende Kollegen sind dann was? Faule A...Kollegen oder heißt es da dann Pflege von Sozialkontakten?
Die Gründe für Arbeitslosigkeit sind nicht immer so einfach wie es für Außenstehende erscheint. Und nur weil man jung ist, bekommt man nicht automatisch eine Arbeitsstelle. Schön wärs. 
Und bei euch gibt es sogar 45 Std. Betreuungsanspruch? Da sind ja sogar 5 Extrastd für den Mindestlohn schon einkalkuliert! Super! Hier gibt es nicht einmal genügend Plätze für alle Kinder. 
1350 € findest du ausreichend! Das kommt ganz darauf an, wo du wohnst und wie dort so die Lebenshaltungskosten sind. Da gibt es ja auch gravierende Unterschiede.

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5. Dezember 2019 um 16:35
In Antwort auf mikesch07

Wow, also arbeitslose, Kaffee trinkende Mütter, die sich unterhalten sind bei manchen schon Sozialschmarotzer? Und Kaffee trinkende und rauchende Kollegen sind dann was? Faule A...Kollegen oder heißt es da dann Pflege von Sozialkontakten?
Die Gründe für Arbeitslosigkeit sind nicht immer so einfach wie es für Außenstehende erscheint. Und nur weil man jung ist, bekommt man nicht automatisch eine Arbeitsstelle. Schön wärs. 
Und bei euch gibt es sogar 45 Std. Betreuungsanspruch? Da sind ja sogar 5 Extrastd für den Mindestlohn schon einkalkuliert! Super! Hier gibt es nicht einmal genügend Plätze für alle Kinder. 
1350 € findest du ausreichend! Das kommt ganz darauf an, wo du wohnst und wie dort so die Lebenshaltungskosten sind. Da gibt es ja auch gravierende Unterschiede.

Ja, 45 Std für Arbeitssuchende. Berufstätige können sehen wo sie bleiben. Und ja, 1350 Euro finde ich mehr als ausreichend. Wenn ich davon keine Miete zahlen muss, kann man mehr als gut davon leben. 

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5. Dezember 2019 um 16:53

Aber die Nebenkosten muss man doch größtenteils selber zahlen (Thema steigende Energiekosten). Muss man eigentlich Kk selber zahlen? Und es ändert ja nichts daran, dass die berechneten knapp 300€ echt wenig sind, um damit ein Kind zu versorgen. Auch wenn es an vielen Stellen Vergünstigungen gibt. 

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5. Dezember 2019 um 17:10

Wenn es sein MUSS, kommt man mit dem Geld wunderbar aus. Man muss halt seine Ansprüche zurück drehen. Ja, zweimal im Jahr muss man ein Kind neu einkleiden, das kann man durchaus auf Basaren oder in Second Hand Läden machen. Hartz IV soll nicht dazu dienen sich darauf auszuruhen, sondern ein Ansporn sein, wieder zu arbeiten.
Und nein, KK zahlt der Staat. 

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5. Dezember 2019 um 20:54

@Sommerkind 

Super Beiträge von dir! Bin ganz bei dir!

In D, vorallem mit Kindern, muss wahrlich niemand hungern, frieren oder verwahrlosen. Wir können eigentlich froh sein, in nem Sozialstaat zu leben! In anderen Ländern auf der Welt geht's den Leuten echt besch******, aber sicherlich nicht Hier!  

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5. Dezember 2019 um 22:21

Bei dem Satz mit dem Ansporn und nicht ausruhen, hört man ja förmlich die Politiker und ihre Phrasen! Nehmen wir doch mal eine gelernte Verkäuferin im Einzelhandel, alleinerziehend, 2 Kleinkinder, regelmäßige Samstagsarbeit ist Pflicht oder eben werktags bis 20.00 Uhr. Ich kenne keine normale Kita, die solche Arbeitszeiten abdeckt 45 Std hin oder her. Was soll so jemand machen. Einfach irgendwas arbeiten, als Ungelernte noch weniger verdienen. Die allerwenigsten finden es schön arbeitslos zu sein. Aber manchmal sind eben die Rahmenbedingungen so ungünstig, dass es zeitweise nicht anders geht. Und sobald man ein Kind hat, ist man nie arbeitslos. Das ist ja bekanntlich ein 24h Job. Ich frage mich eben auch, was es mit Menschen und Kindern macht, wenn sie grundsätzlich als faule Bittsteller gesehen werden, die nur ihr Luxusleben von anderen finanziert haben wollen und aber das Gegenteil tagtäglich erleben. Eben, dass nie genug Geld da ist, das mal eben ins Schwimmbad gehen nicht drin ist etc. 

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6. Dezember 2019 um 0:43
In Antwort auf sommerkind1-1

Mmmmh, da bin ich geteilter Meinung. Erstens kann ich nicht wirklich nachvollziehen, wie man als junger Mensch (und Menschen die Kinder haben sind jung, oder zumindest im besten Alter um arbeiten zu gehen) von Hartz IV leben muss. In unserem Landkreis zahlen Hartz IV Bezieher weder Kindergarten noch OGS. Die betroffenen Kinder bekommen kostenloses Frühstück und Milch in der Schule. Schulmaterial muss nur mit dem Regelsatz von 12 Euro gezahlt werde. Ich habe für 2 Schulkinder knapp 80 Euro gezahlt! Ausflüge mit der Schule finanziert der Förderverein für Bedürftige. Also da kommt niemand zu kurz. Natürlich haben diese Kinder nicht den mega modernen Scout für 350 Euro, aber sonst sehe ich keinen großen Unterschied.  Wenn ich, nachdem ich die Kinder morgens abgeladen habe zur Arbeit hetze, und die "bedürftigen" Mütter stehen rauchend mit Coffee to go und quatschen noch 2 Stunden vor der Schule, fühle ich mich vera****. Wir zahlen fast 300 Euro für Betreuung, das ganze x2. Ich zahle Steuern und finanziere den Förderverein mit. Manchmal frage ich mich wozu? Das ist sicher sehr pauschal ausgedrückt, aber in unserer Gegend durchaus mein Empfinden. Trotzdem spende ich unsere gebrauchte Kleidung an ein soziales Kaufhaus, und das nicht nur an Weihnachten 😉

Natürlich haben diese Kinder nicht den mega modernen Scout für 350 Euro, aber sonst sehe ich keinen großen Unterschied.  Wenn ich, nachdem ich die Kinder morgens abgeladen habe zur Arbeit hetze, und die "bedürftigen" Mütter stehen rauchend mit Coffee to go und quatschen noch 2 Stunden vor der Schule, fühle ich mich vera****.

Jetzt mal ganz doof gefragt  - Welchen Unterschied willst du denn sehen bzw was passt dir nicht? Die 0,99€ für den Kaffee? Das Rauchen? Dort 2 Stunden reden?

Weisst du ob die alle Arbeitslos sind?
Warum sie arbeitslos sind?
Was sie danach machen?
Ist dir klar das einige bis aufs Kind teilweise wenig Sozialkontakte haben?
Tabak und Kaffee ggf das Einzige ist was sich selbst vom Mund abgespart wird?

Die Quasseltanten bei uns an den Schulen waren übrigens fast alle Hausfrau mit Mann der arbeitete, keine H4 Tanten.

 

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6. Dezember 2019 um 7:45
Beste Antwort
In Antwort auf sommerkind1-1

Wir würden ca 1350 Euro Hartz IV bekommen, habe ich auf die Schnelle gegoogelt. Davon kann man schon gut leben. 

Kann es vielleicht sein, dass deine Kinder auch arm sind/arm drann sind?

Dass du irgendwo zwischen H4 und Normalverdienst liegst? Und doch ist es zu wenig? Vielleicht weil die Miete so teuer ist oder du dir was auf Pump kaufen musstest, dass die Rate im Monat fehlt?

Armut zeichnet sich nicht nur in Geld aus, sondern auch in Zeit. Vielleicht ist es für deine Kinder eben nicht toll, eine abgehetzte Mutter zu haben. 

Das sind fiktive Vermutungen.

Mir gehts in dem Thread um Kinder 

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6. Dezember 2019 um 7:46
In Antwort auf mikesch07

Bei dem Satz mit dem Ansporn und nicht ausruhen, hört man ja förmlich die Politiker und ihre Phrasen! Nehmen wir doch mal eine gelernte Verkäuferin im Einzelhandel, alleinerziehend, 2 Kleinkinder, regelmäßige Samstagsarbeit ist Pflicht oder eben werktags bis 20.00 Uhr. Ich kenne keine normale Kita, die solche Arbeitszeiten abdeckt 45 Std hin oder her. Was soll so jemand machen. Einfach irgendwas arbeiten, als Ungelernte noch weniger verdienen. Die allerwenigsten finden es schön arbeitslos zu sein. Aber manchmal sind eben die Rahmenbedingungen so ungünstig, dass es zeitweise nicht anders geht. Und sobald man ein Kind hat, ist man nie arbeitslos. Das ist ja bekanntlich ein 24h Job. Ich frage mich eben auch, was es mit Menschen und Kindern macht, wenn sie grundsätzlich als faule Bittsteller gesehen werden, die nur ihr Luxusleben von anderen finanziert haben wollen und aber das Gegenteil tagtäglich erleben. Eben, dass nie genug Geld da ist, das mal eben ins Schwimmbad gehen nicht drin ist etc. 

Aber man wird doch sicherlich auch in Berufen mit ungünstigen Arbeitszeiten Kompromisse finden können, wenn man Kinder hat. Der Einzelhandel läuft ja auch morgens. Dann sieht man halt zu, dass man nur Frühschichten von montags bis freitags macht. Für die anderen Schichten werden halt die Kinderlosen eingeteilt.

Wenn man will, dann geht das auch. Und wenn es aus irgendwelchen Gründen doch nicht so funktioniert wie gewünscht und man eben doch für ne Zeit auf H4 angewiesen ist, dann verhungert man hierzulande immer noch nicht. Dafür haben wir hier einen recht guten Sozialstaat und auch ansonsten viele Beihilfen und Vergünstigungen für H4ler.

Ich finde, das ist Meckern auf hohem Niveau. Wie gesagt, es gibt ganz andere Länder auf der Welt, da verhungern Kinder tatsächlich tagtäglich, weil sie einfach nix haben! DAS sind Probleme!

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6. Dezember 2019 um 9:25
Beste Antwort
In Antwort auf nico86

Aber man wird doch sicherlich auch in Berufen mit ungünstigen Arbeitszeiten Kompromisse finden können, wenn man Kinder hat. Der Einzelhandel läuft ja auch morgens. Dann sieht man halt zu, dass man nur Frühschichten von montags bis freitags macht. Für die anderen Schichten werden halt die Kinderlosen eingeteilt.

Wenn man will, dann geht das auch. Und wenn es aus irgendwelchen Gründen doch nicht so funktioniert wie gewünscht und man eben doch für ne Zeit auf H4 angewiesen ist, dann verhungert man hierzulande immer noch nicht. Dafür haben wir hier einen recht guten Sozialstaat und auch ansonsten viele Beihilfen und Vergünstigungen für H4ler.

Ich finde, das ist Meckern auf hohem Niveau. Wie gesagt, es gibt ganz andere Länder auf der Welt, da verhungern Kinder tatsächlich tagtäglich, weil sie einfach nix haben! DAS sind Probleme!

Wir sind hier aber nicht in einem anderen Land 

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6. Dezember 2019 um 9:48
In Antwort auf nico86

Aber man wird doch sicherlich auch in Berufen mit ungünstigen Arbeitszeiten Kompromisse finden können, wenn man Kinder hat. Der Einzelhandel läuft ja auch morgens. Dann sieht man halt zu, dass man nur Frühschichten von montags bis freitags macht. Für die anderen Schichten werden halt die Kinderlosen eingeteilt.

Wenn man will, dann geht das auch. Und wenn es aus irgendwelchen Gründen doch nicht so funktioniert wie gewünscht und man eben doch für ne Zeit auf H4 angewiesen ist, dann verhungert man hierzulande immer noch nicht. Dafür haben wir hier einen recht guten Sozialstaat und auch ansonsten viele Beihilfen und Vergünstigungen für H4ler.

Ich finde, das ist Meckern auf hohem Niveau. Wie gesagt, es gibt ganz andere Länder auf der Welt, da verhungern Kinder tatsächlich tagtäglich, weil sie einfach nix haben! DAS sind Probleme!

Und weil das alles so gut klappt, wenn die Alleinerziehenden es nur genug wollen, sind eben diese auch nicht genau die Gruppe in Deutschland, mit dem höchsten Armutsrisiko... Oh, wait. 

Btw ist whataboutism immer ein doofes Argument, denn nur, weil der Poohbär in China grade steil geht heißt das auch nicht, dass die Deutschen mal lieber nichts kritisches mehr über die Politik in ihrem Land sagen. 

Natürlich ist der Sozialstaat ein wertvolles Instrument, dass uns hier eine enorme Sicherheit bietet, aber das heißt nicht, dass es nicht verbesserungswürdig ist. 
Insbesondere nachdem es jahrelang in sämtlichen Bereichen zusammengekürzt wurde. 
Die einzelnen Posten der Regelsätze sind nicht wirklich realistisch. 
Ich habe mal die KDU für unsere Stadt durch Immobilienscout gejagt und für das Geld bekommst du genau nichts, was auch nur annähernd der größe entspricht. Zahlt man da dann auch den rest drauf? 

Und ich sehe schon das Argument, wer Arbeitet, muss das auch alles bezahlen. 
Wer vollzeit arbeitet, sollte so viel verdienen, dass er davon vernünftig leben kann, ohne jeden Cent 3x umdrehen zu müssen. Da sollte man ansetzen und nicht an einer Neiddebatte unter denen, die (ob mit, oder ohne Arbeit) ohnehin am wenigsten haben. 

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6. Dezember 2019 um 11:19
In Antwort auf adenin

Und weil das alles so gut klappt, wenn die Alleinerziehenden es nur genug wollen, sind eben diese auch nicht genau die Gruppe in Deutschland, mit dem höchsten Armutsrisiko... Oh, wait. 

Btw ist whataboutism immer ein doofes Argument, denn nur, weil der Poohbär in China grade steil geht heißt das auch nicht, dass die Deutschen mal lieber nichts kritisches mehr über die Politik in ihrem Land sagen. 

Natürlich ist der Sozialstaat ein wertvolles Instrument, dass uns hier eine enorme Sicherheit bietet, aber das heißt nicht, dass es nicht verbesserungswürdig ist. 
Insbesondere nachdem es jahrelang in sämtlichen Bereichen zusammengekürzt wurde. 
Die einzelnen Posten der Regelsätze sind nicht wirklich realistisch. 
Ich habe mal die KDU für unsere Stadt durch Immobilienscout gejagt und für das Geld bekommst du genau nichts, was auch nur annähernd der größe entspricht. Zahlt man da dann auch den rest drauf? 

Und ich sehe schon das Argument, wer Arbeitet, muss das auch alles bezahlen. 
Wer vollzeit arbeitet, sollte so viel verdienen, dass er davon vernünftig leben kann, ohne jeden Cent 3x umdrehen zu müssen. Da sollte man ansetzen und nicht an einer Neiddebatte unter denen, die (ob mit, oder ohne Arbeit) ohnehin am wenigsten haben. 

Ok, der Whataboutism war fehl am Platz. Ich mag diese Vergleiche eigentlich auch nicht.

Fakt ist aber, dass in diesem Land wirklich niemand jammern braucht! Mag sein, dass es hier arme Menschen gibt. Aber hierzulande arm zu sein bedeutet trotzdem immer noch: NICHT zu verhungern, NICHT zu erfrieren und NICHT zu verdursten. Das ist nunmal ein Fakt und alles andere ist meckern auf hohem Niveau. Stattdessen sollte man hier dankbar sein, dass es überhaupt die Möglichkeit gibt, Geld von anderen Stellen zu erhalten und die Miete bezahlt zu bekommen sowie kostenlose Krankenversicherung, wenn man es sich selbst gerade nicht erwirtschaften kann!

Ich komme auch aus einer Familie mit wirklich wenig Geld, aber mit ein bisschen Engagement, Fleiß und Koordination hat meine alleinerziehende Mutter uns auch durchbekommen und großgekriegt!

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6. Dezember 2019 um 11:21

Edit: Und H4 bedeutet nunmal, gerade genug zu bekommen, um sich das Nötigste, lebensnotwendigste zu besorgen, nicht, um davon gut leben zu können!

Das hat auch nix mit Neiddebatte zu tun. Ich finde es einfach unmöglich, dass manche Menschen tatsächlich noch über den Sozialstaat schimpfen, ganz nach dem Motto, "wenn man den kleinen Finger gibt...", anstatt dankbar zu sein, dass es das überhaupt gibt!

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6. Dezember 2019 um 11:57
In Antwort auf lebkuacha

Über solche Sozialschmarotzer brauchen wir uns ja nicht unterhalten. Das ist ja weitest gehend bekannt.

Aber was ist mit denen Fällen, die eben durchs Raster fallen. Eine Mama mit zwei Kindern, deren Vater den Unterhalt nicht zahlt. Der Kindergarten nur bis 14 Uhr offen hat. Die schlicht zu wenig verdient zum Leben, wenn der Unterhalt eben nicht regelmässig kommt. 

 

Die die durchs Raster fallen dürfen dort nichtmal einkaufen.

Ich bin durchs Raster gefallen. Studentin. OHNE BAFÖG ANSPRUCH. Als Student hat man auch KEINEN ANSPRUCH auf Harz4. nur das Kind und da wurden da berücksichtigt. Aber Kindergeld und Unterhalt werden da angerechnet, sodass das Kind genug zum Leben hatte und was mit mir ist war egal, also bekam ich eine Ablehnung. die war rechtens.
Das Problem nun ...OHNE positven Bafög bescheid oder HArz4 Bescheid hat man keinen Anspruch auf all die anderen Leistungen. Weil ja dann davon ausgegangen wird, das man ja genug Geld hat. Selbst GEZ musste ich bezahlen. Ich hatte weniger als mit HArz4 und musste alles bezahlen. Auch Ausflüge in Schule etc.

Ich habe dann aufgehört zu studieren. Bekam Harz4, hatte dann 400Euro mehr in der Tasche und zusätzliche Sozialleistungen wie die 100Euro pro Schuljahr, gratis Schulbücher, Ausflüge, keine GEZ. und nun hätte ich auch in die Sozialen Einrichtungen gedurft. 

Das Studium habe ich dann später nachgeholt. Das hat  mir dann sozusagen mein  Mann finanziert.

Ich finde da muss man ansetzten und nicht bei denen, denen sowieso schon alles bezahlt wird. (das soll natürlich weiterhin so sein) Nur sollte man auch die Berücksichtigen, die auch ohne H4 oder vergleichabre Leistungen viel zu wenig zum Leben haben.

PS. Wer weniger als H4 hat ist arm.

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6. Dezember 2019 um 12:06
In Antwort auf mamavonbaby

Die die durchs Raster fallen dürfen dort nichtmal einkaufen.

Ich bin durchs Raster gefallen. Studentin. OHNE BAFÖG ANSPRUCH. Als Student hat man auch KEINEN ANSPRUCH auf Harz4. nur das Kind und da wurden da berücksichtigt. Aber Kindergeld und Unterhalt werden da angerechnet, sodass das Kind genug zum Leben hatte und was mit mir ist war egal, also bekam ich eine Ablehnung. die war rechtens.
Das Problem nun ...OHNE positven Bafög bescheid oder HArz4 Bescheid hat man keinen Anspruch auf all die anderen Leistungen. Weil ja dann davon ausgegangen wird, das man ja genug Geld hat. Selbst GEZ musste ich bezahlen. Ich hatte weniger als mit HArz4 und musste alles bezahlen. Auch Ausflüge in Schule etc.

Ich habe dann aufgehört zu studieren. Bekam Harz4, hatte dann 400Euro mehr in der Tasche und zusätzliche Sozialleistungen wie die 100Euro pro Schuljahr, gratis Schulbücher, Ausflüge, keine GEZ. und nun hätte ich auch in die Sozialen Einrichtungen gedurft. 

Das Studium habe ich dann später nachgeholt. Das hat  mir dann sozusagen mein  Mann finanziert.

Ich finde da muss man ansetzten und nicht bei denen, denen sowieso schon alles bezahlt wird. (das soll natürlich weiterhin so sein) Nur sollte man auch die Berücksichtigen, die auch ohne H4 oder vergleichabre Leistungen viel zu wenig zum Leben haben.

PS. Wer weniger als H4 hat ist arm.

Genau an dieser Stelle bemängel ich unseren Staat auch sehr. Für Arbeitslose wird reichlich geboten! H4 machts möglich. Mit diesen Leistungen darf sich niemand beschwerden.
ABER: Menschen, die studieren oder berufstätig sind (aber leider gerade mal den Mindestlohn erhalten), die leben leider schlechter als ein H4-Empfänger. Arbeit muss sich lohnen, wie unsere Staatsmutter doch immer so schön predigt! Aber in der Hinsicht hat sich bisher nicht viel getan. Traurig!

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6. Dezember 2019 um 12:42
In Antwort auf lebkuacha

Kann es vielleicht sein, dass deine Kinder auch arm sind/arm drann sind?

Dass du irgendwo zwischen H4 und Normalverdienst liegst? Und doch ist es zu wenig? Vielleicht weil die Miete so teuer ist oder du dir was auf Pump kaufen musstest, dass die Rate im Monat fehlt?

Armut zeichnet sich nicht nur in Geld aus, sondern auch in Zeit. Vielleicht ist es für deine Kinder eben nicht toll, eine abgehetzte Mutter zu haben. 

Das sind fiktive Vermutungen.

Mir gehts in dem Thread um Kinder 

Ach so, weil ich arbeiten gehe bin ich gleichzeitig abgehetzt...weil ich schrieb, dass ich zur Arbeit hetze? Da sind die Kinder nicht mehr dabei, sondern bereits in der Schule. Und nein, wir sind keine Geringverdiener mit zu teurer Miete. Wir wohnen im Eigentum, was wir uns ERARBEITET haben. So was fällt nicht vom Himmel. Und ja ich stimme dir zu, dass Zeit das höchste Gut ist, was man Kindern geben kann. Glaube mir, das tue ich. Ich hole meine Kinder direkt nach der Arbeit ab anstatt sie bis 16.30 Uhr in der OGS hocken zu lassen. Zahlen muss ich das trotzdem. Who cares? Wenn die Argumente ausgehen, wirst du persönlich...wer ist jetzt arm dran? 

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6. Dezember 2019 um 12:49
In Antwort auf nico86

Genau an dieser Stelle bemängel ich unseren Staat auch sehr. Für Arbeitslose wird reichlich geboten! H4 machts möglich. Mit diesen Leistungen darf sich niemand beschwerden.
ABER: Menschen, die studieren oder berufstätig sind (aber leider gerade mal den Mindestlohn erhalten), die leben leider schlechter als ein H4-Empfänger. Arbeit muss sich lohnen, wie unsere Staatsmutter doch immer so schön predigt! Aber in der Hinsicht hat sich bisher nicht viel getan. Traurig!

Es ist wirklich traurig. Als ich studierte galt nicht mal der Mutterschutz für Studentinnen. Wenn da eine Prüfung oder ein Pflichtseminar in die Zeit rund um die Geburt fiel sind die Frauen halt unentschuldigt durchgefallen. Die hat der Gesetzgeber nämlich einfach vergessen im Gesetz zu erwähnen. Erst seit 2018 gilt der Mutterschutz auch für Studierende.

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6. Dezember 2019 um 13:18
In Antwort auf mamavonbaby

Es ist wirklich traurig. Als ich studierte galt nicht mal der Mutterschutz für Studentinnen. Wenn da eine Prüfung oder ein Pflichtseminar in die Zeit rund um die Geburt fiel sind die Frauen halt unentschuldigt durchgefallen. Die hat der Gesetzgeber nämlich einfach vergessen im Gesetz zu erwähnen. Erst seit 2018 gilt der Mutterschutz auch für Studierende.

Ja, unfassbar! Es gibt einfach ein paar Randgruppen, die dann überall ausm Raster fallen und dann notgedrungen, so wie du, H4ler werden müssen, weils erstmal anders nicht geht. Da müsste sich definitiv ganz gewaltig was ändern!

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6. Dezember 2019 um 13:19
In Antwort auf nico86

Aber man wird doch sicherlich auch in Berufen mit ungünstigen Arbeitszeiten Kompromisse finden können, wenn man Kinder hat. Der Einzelhandel läuft ja auch morgens. Dann sieht man halt zu, dass man nur Frühschichten von montags bis freitags macht. Für die anderen Schichten werden halt die Kinderlosen eingeteilt.

Wenn man will, dann geht das auch. Und wenn es aus irgendwelchen Gründen doch nicht so funktioniert wie gewünscht und man eben doch für ne Zeit auf H4 angewiesen ist, dann verhungert man hierzulande immer noch nicht. Dafür haben wir hier einen recht guten Sozialstaat und auch ansonsten viele Beihilfen und Vergünstigungen für H4ler.

Ich finde, das ist Meckern auf hohem Niveau. Wie gesagt, es gibt ganz andere Länder auf der Welt, da verhungern Kinder tatsächlich tagtäglich, weil sie einfach nix haben! DAS sind Probleme!

"Dann sieht man halt zu, dass man nur Mo-Fr am Vormittag arbeitet."

Ja klar, weil als Arbeitnehmer im Einzelhandel kann man sichs ja aussuchen! Schließlich ist man da in einem Gewerbe, wo man schwer ersetzbar ist und Flexibilität ist bei den kurzen Öffnungszeiten sowieso nicht gefragt. Die Kollegen werden auch begeistert sein, wenn sie jeden Samstag und jeden Abend ackern dürfen damit die mit Kind um 14 Uhr zuhause sein können, weil kinderlose haben doch sowieso kein Privatleben!

Jetzt mal Spaß beiseite, das ist ein schöner Traum den du da hast aber der ist mindestens 1 Million Kilometer von der Realität entfernt.

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6. Dezember 2019 um 13:24
Beste Antwort
In Antwort auf sommerkind1-1

Ach so, weil ich arbeiten gehe bin ich gleichzeitig abgehetzt...weil ich schrieb, dass ich zur Arbeit hetze? Da sind die Kinder nicht mehr dabei, sondern bereits in der Schule. Und nein, wir sind keine Geringverdiener mit zu teurer Miete. Wir wohnen im Eigentum, was wir uns ERARBEITET haben. So was fällt nicht vom Himmel. Und ja ich stimme dir zu, dass Zeit das höchste Gut ist, was man Kindern geben kann. Glaube mir, das tue ich. Ich hole meine Kinder direkt nach der Arbeit ab anstatt sie bis 16.30 Uhr in der OGS hocken zu lassen. Zahlen muss ich das trotzdem. Who cares? Wenn die Argumente ausgehen, wirst du persönlich...wer ist jetzt arm dran? 

Wieso bist du dann die ganze Zeit so zickig? Das lässt darauf schließen.

Ich sprach explizit von Kinderarmut. Und nicht von H4-Empfängern, die du nicht gut findest.

Und du erläuterst mit einer Hingabe wieder so eine Hetze, die will ich in meinem Thread nicht haben!

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6. Dezember 2019 um 13:35
In Antwort auf elise_18724877

"Dann sieht man halt zu, dass man nur Mo-Fr am Vormittag arbeitet."

Ja klar, weil als Arbeitnehmer im Einzelhandel kann man sichs ja aussuchen! Schließlich ist man da in einem Gewerbe, wo man schwer ersetzbar ist und Flexibilität ist bei den kurzen Öffnungszeiten sowieso nicht gefragt. Die Kollegen werden auch begeistert sein, wenn sie jeden Samstag und jeden Abend ackern dürfen damit die mit Kind um 14 Uhr zuhause sein können, weil kinderlose haben doch sowieso kein Privatleben!

Jetzt mal Spaß beiseite, das ist ein schöner Traum den du da hast aber der ist mindestens 1 Million Kilometer von der Realität entfernt.

Ich hab einige Freundinnen, die im Einzelhandel tätig sind, oder in der Pflege, und obendrein noch alleinerziehend.
Die gehen schon zum Vorstellungsgespräch und sagen, dass sie nur von 8-14 Uhr arbeiten können/wollen, am Wochenende gar nicht, keine Spätdienste oder sonst was oder nur wenn der Ex die Kinder auch tatsächlich nimmt.
Und nun kommt das Beste, die haben alle einen Job mit ihren Bedingungen gefunden. In der Pflege wird so doll gesucht, da nehmen sie die trotzdem mit Kusshand.
Und auch die im Einzelhandel hat einen Job in der Nähe.
Und was die Kollegen davon halten, kann doch egal sein, die hätten das ja genauso in ihren Arbeitsvertrag schreiben lassen können.

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6. Dezember 2019 um 13:47
In Antwort auf elise_18724877

"Dann sieht man halt zu, dass man nur Mo-Fr am Vormittag arbeitet."

Ja klar, weil als Arbeitnehmer im Einzelhandel kann man sichs ja aussuchen! Schließlich ist man da in einem Gewerbe, wo man schwer ersetzbar ist und Flexibilität ist bei den kurzen Öffnungszeiten sowieso nicht gefragt. Die Kollegen werden auch begeistert sein, wenn sie jeden Samstag und jeden Abend ackern dürfen damit die mit Kind um 14 Uhr zuhause sein können, weil kinderlose haben doch sowieso kein Privatleben!

Jetzt mal Spaß beiseite, das ist ein schöner Traum den du da hast aber der ist mindestens 1 Million Kilometer von der Realität entfernt.

Ach, klar ist das möglich, wenn das von vorneherein so abgesprochen wird! Ich habe einige Bekannte, bei denen das gut klappt. Nicht nur im Einzelhandel, auch im Krankenhaus. Auch bei uns auf der Arbeit (allerdings Büro, aber wurscht) wird das so geregelt, dass die Kolleginnen mit kleinen Kindern arbeitszeittechnisch bevorzugt werden. Kann mir doch keiner erzählen, dass das immer alles ach so unmöglich und unhändelbar ist!

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6. Dezember 2019 um 13:48
In Antwort auf mamavonbaby

Ich hab einige Freundinnen, die im Einzelhandel tätig sind, oder in der Pflege, und obendrein noch alleinerziehend.
Die gehen schon zum Vorstellungsgespräch und sagen, dass sie nur von 8-14 Uhr arbeiten können/wollen, am Wochenende gar nicht, keine Spätdienste oder sonst was oder nur wenn der Ex die Kinder auch tatsächlich nimmt.
Und nun kommt das Beste, die haben alle einen Job mit ihren Bedingungen gefunden. In der Pflege wird so doll gesucht, da nehmen sie die trotzdem mit Kusshand.
Und auch die im Einzelhandel hat einen Job in der Nähe.
Und was die Kollegen davon halten, kann doch egal sein, die hätten das ja genauso in ihren Arbeitsvertrag schreiben lassen können.

Absolut richtig!!!

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6. Dezember 2019 um 14:23
In Antwort auf lebkuacha

Wieso bist du dann die ganze Zeit so zickig? Das lässt darauf schließen.

Ich sprach explizit von Kinderarmut. Und nicht von H4-Empfängern, die du nicht gut findest.

Und du erläuterst mit einer Hingabe wieder so eine Hetze, die will ich in meinem Thread nicht haben!

Ich wüsste nicht, wo ich zickig bin/war. Ich schildere nur meine Eindrücke aus unserem schulischen Umfeld.
Arbeitslosigkeit und Kinderarmut ist in meinen Augen ein Thema, das zusammen gehört. Wir sprechen ja hier von Geld und nicht von Zeit. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es in Familien, wo beide Partner arbeiten gehen zu Kinderarmut kommt. Und bevor sich Betroffene den Tabak und Kaffee vom Mund absparen, sollte man das ins Kind investieren. Ich schließe mich an, dass das alles ein Jammern auf hohem Niveau ist. Auch zum Thema Job. Ja, auch im EH und in der Pflege gibt es am Vormittag bzw. zu Betreuungszeiten Arbeit. Meinem Empfinden nach hat sich in der Welt der Arbeitgeber in den letzten Jahren viel getan. Man kann sich auch alles schlecht reden. 

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6. Dezember 2019 um 14:24
In Antwort auf lebkuacha

Wieso bist du dann die ganze Zeit so zickig? Das lässt darauf schließen.

Ich sprach explizit von Kinderarmut. Und nicht von H4-Empfängern, die du nicht gut findest.

Und du erläuterst mit einer Hingabe wieder so eine Hetze, die will ich in meinem Thread nicht haben!

Ach so, und wenn du keine andere Meinung als deiner eigenen in DEINEM Thread haben möchtest, dann solltest du vielleicht nichts in einem öffentlichen Forum veröffentlichen 🙃

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6. Dezember 2019 um 14:35

Im Übrigen organisiere ich in unserem Ort 2mal im Jahr einen großen Kinderbasar. Wir haben erstmalig angeboten, die nicht verkauften Sachen (Kleidung und Spielzeug) zu sammeln und in ein Kaufhaus für Bedürftige zu bringen. Ich habe alle Sachen durchgesehen und nach Vereinbarung dort hin gebracht. Und dann? Es war den Herrschaften zu viel Arbeit mir beim Ausladen zu helfen, und ausserdem hätten sie keinen Bedarf daran. Dort arbeiten Langzeitarbeitslose, die sich bestimmt die letzten Jahre nicht müde gearbeitet haben. Ich habe die gesamte Ladung (einen VW Bus voll) auf die Müllkippe gebracht. Sooo Arm können die Kinder in Deutschland also nicht sein... 

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6. Dezember 2019 um 14:43

@Sommerkind1-1

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6. Dezember 2019 um 15:12
In Antwort auf sommerkind1-1

Ich wüsste nicht, wo ich zickig bin/war. Ich schildere nur meine Eindrücke aus unserem schulischen Umfeld.
Arbeitslosigkeit und Kinderarmut ist in meinen Augen ein Thema, das zusammen gehört. Wir sprechen ja hier von Geld und nicht von Zeit. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es in Familien, wo beide Partner arbeiten gehen zu Kinderarmut kommt. Und bevor sich Betroffene den Tabak und Kaffee vom Mund absparen, sollte man das ins Kind investieren. Ich schließe mich an, dass das alles ein Jammern auf hohem Niveau ist. Auch zum Thema Job. Ja, auch im EH und in der Pflege gibt es am Vormittag bzw. zu Betreuungszeiten Arbeit. Meinem Empfinden nach hat sich in der Welt der Arbeitgeber in den letzten Jahren viel getan. Man kann sich auch alles schlecht reden. 

Ganz genau.
Aber muss halt auch arbeiten wollen. Dann findet man auch einen Job, der sich mit den Betreuungszeiten vereinaren lässt.
Und dann gäbe es auch noch die Möglichkeit, sich komplett anderweitig umzusehen. Grade Langzeitarbeitslosen werden Umschulungen gerne angeboten, bzw können die sich auch selbst was raussuchen bei dem sie meinen sie hätten dann mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt. aber wenn sie nicht wollen, kann man sie eben auch nicht zwingen.

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6. Dezember 2019 um 15:58
In Antwort auf sommerkind1-1

Ich wüsste nicht, wo ich zickig bin/war. Ich schildere nur meine Eindrücke aus unserem schulischen Umfeld.
Arbeitslosigkeit und Kinderarmut ist in meinen Augen ein Thema, das zusammen gehört. Wir sprechen ja hier von Geld und nicht von Zeit. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es in Familien, wo beide Partner arbeiten gehen zu Kinderarmut kommt. Und bevor sich Betroffene den Tabak und Kaffee vom Mund absparen, sollte man das ins Kind investieren. Ich schließe mich an, dass das alles ein Jammern auf hohem Niveau ist. Auch zum Thema Job. Ja, auch im EH und in der Pflege gibt es am Vormittag bzw. zu Betreuungszeiten Arbeit. Meinem Empfinden nach hat sich in der Welt der Arbeitgeber in den letzten Jahren viel getan. Man kann sich auch alles schlecht reden. 

Wer sagt denn das sie nicht investieren? Du siejst ein paar Leute irgendwo stehen, urteilst und denkst du weisst komplett über ihr Leben und die Umstände bescheid O-o

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6. Dezember 2019 um 16:11
Beste Antwort
In Antwort auf sommerkind1-1

Im Übrigen organisiere ich in unserem Ort 2mal im Jahr einen großen Kinderbasar. Wir haben erstmalig angeboten, die nicht verkauften Sachen (Kleidung und Spielzeug) zu sammeln und in ein Kaufhaus für Bedürftige zu bringen. Ich habe alle Sachen durchgesehen und nach Vereinbarung dort hin gebracht. Und dann? Es war den Herrschaften zu viel Arbeit mir beim Ausladen zu helfen, und ausserdem hätten sie keinen Bedarf daran. Dort arbeiten Langzeitarbeitslose, die sich bestimmt die letzten Jahre nicht müde gearbeitet haben. Ich habe die gesamte Ladung (einen VW Bus voll) auf die Müllkippe gebracht. Sooo Arm können die Kinder in Deutschland also nicht sein... 

Du bringst gespendete (!!!) Kindersachen zur Müllhalde?

Kann ich gar nicht glauben! Du hättest sie doch auch zur Caritas, Kleiderkammer oder Kinderschutzbund bringen können?

Also nur weil dir keiner dein Auto ausgeräumt hat, nimmst du es lieber selber wieder mit und räumst es zum Sperrmüll oder wie? Hat sich da dein Auto von selbst entladen?

Wie kann man nur so kleinlich sein. Wie abwertend du über bedürftige Kinder sprichst und deren Eltern ist absolut unterirdisch!

Tu mir bitte den Gefallen und geh woanders deinen braunen Dreck verbreiten. Bäh!

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6. Dezember 2019 um 16:46
In Antwort auf lebkuacha

Du bringst gespendete (!!!) Kindersachen zur Müllhalde?

Kann ich gar nicht glauben! Du hättest sie doch auch zur Caritas, Kleiderkammer oder Kinderschutzbund bringen können?

Also nur weil dir keiner dein Auto ausgeräumt hat, nimmst du es lieber selber wieder mit und räumst es zum Sperrmüll oder wie? Hat sich da dein Auto von selbst entladen?

Wie kann man nur so kleinlich sein. Wie abwertend du über bedürftige Kinder sprichst und deren Eltern ist absolut unterirdisch!

Tu mir bitte den Gefallen und geh woanders deinen braunen Dreck verbreiten. Bäh!

Wie du von meinen Aussagen jetzt auf braun kommst....man sollte nicht von sich auf andere schließen. In deinem Ausgangspost hast du klar differenziert, das es nicht die Ausländer und Asylanten sind von denen du berichtest. Das lässt mich darauf schließen, dass in deinem Kopf die Meinung zu Migranten ist, dass sie arm und auf Spenden angewiesen sind. Also wer ist hier der Braune 

Auf der Müllkippe haben die Müllmänner angepackt. Jetzt stell dir mal vor, ich wäre mit der Ladung noch von Pontius zu Pilatus gefahren, was hätten meine emotional verarmten Kinder denn in dieser wertvollen Zeit gemacht? 

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6. Dezember 2019 um 17:03

Ich habe auch nirgends abwertend gesprochen. Wäre mir zumindest nicht klar. Ich bin nur grundsätzlich der Meinung, dass es viele, besonders junge Familien gibt, die auch gerne auf die Tränendrüse drücken. Oder kennst du jede  der deine gebrauchten Sachen bekommt persönlich? Und zur Weihnachtszeit fällt allen Gutmenschen plötzlich ein, dass sie ja mal was tun können. Das nenne ich Heuchelei 

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6. Dezember 2019 um 18:03
In Antwort auf sommerkind1-1

Im Übrigen organisiere ich in unserem Ort 2mal im Jahr einen großen Kinderbasar. Wir haben erstmalig angeboten, die nicht verkauften Sachen (Kleidung und Spielzeug) zu sammeln und in ein Kaufhaus für Bedürftige zu bringen. Ich habe alle Sachen durchgesehen und nach Vereinbarung dort hin gebracht. Und dann? Es war den Herrschaften zu viel Arbeit mir beim Ausladen zu helfen, und ausserdem hätten sie keinen Bedarf daran. Dort arbeiten Langzeitarbeitslose, die sich bestimmt die letzten Jahre nicht müde gearbeitet haben. Ich habe die gesamte Ladung (einen VW Bus voll) auf die Müllkippe gebracht. Sooo Arm können die Kinder in Deutschland also nicht sein... 

Und dann? Es war den Herrschaften zu viel Arbeit mir beim Ausladen zu helfen, und ausserdem hätten sie keinen Bedarf daran. Dort arbeiten Langzeitarbeitslose, die sich bestimmt die letzten Jahre nicht müde gearbeitet haben.

Wenn die Leute dort arbeiten sind sie ja schonmal nicht mehr arbeitslos, ob du mit genau denen dort auch an der Abgabe zutun hattest den tag ist auch nicht klar, ob die selbst Kinder haben auch nicht und von einer doofen Anlaufstelle/Einer Hand voll random Arbeitsloser auf alle schließen ist nicht ok.

Es gibt bemühte und dankbare Menschen und A...löcher in allen Kreisen.

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6. Dezember 2019 um 18:43
In Antwort auf mamavonbaby

Ich hab einige Freundinnen, die im Einzelhandel tätig sind, oder in der Pflege, und obendrein noch alleinerziehend.
Die gehen schon zum Vorstellungsgespräch und sagen, dass sie nur von 8-14 Uhr arbeiten können/wollen, am Wochenende gar nicht, keine Spätdienste oder sonst was oder nur wenn der Ex die Kinder auch tatsächlich nimmt.
Und nun kommt das Beste, die haben alle einen Job mit ihren Bedingungen gefunden. In der Pflege wird so doll gesucht, da nehmen sie die trotzdem mit Kusshand.
Und auch die im Einzelhandel hat einen Job in der Nähe.
Und was die Kollegen davon halten, kann doch egal sein, die hätten das ja genauso in ihren Arbeitsvertrag schreiben lassen können.

Ich habe selbst über 10 Jahre im Einzelhandel gearbeitet und ich kann nur berichten was ich da erfahren habe. Mütter, vor allem mit kleineren Kindern, wurden oft schon gar nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen weil, ich zitiere "die fallen dann ja ständig aus wenn die Kleinen krank sind". Gab ja immer genug andere Bewerbungen, da konnte man sich immer die Rosinen picken. Geschweige denn das es für Mamis Extrawürste bei den Arbeitszeiten gegeben hätte. Ja, zu Weihnachten würde den Müttern an den Feiertagen frei gegeben, das wars dann aber schon. 

Also was ich da alles an Diskriminierungen gesehen habe, war wirklich schlimm. Das war aber muss ich dazu sagen auch im ländlichen Bereich und nur bei Großkonzerne, bei kleineren Unternehmen wird es möglicherweise sozialer zugehen. 

Nicht falsch verstehen, ich verurteile das zutiefst aber das ist nun mal leider die bittere Realität, einen Konzern interessiert zum Schluss immer nur der Gewinn, Arbeitskräfte gerade in dieser Branche sind jederzeit ersetzbar. 

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6. Dezember 2019 um 18:45
In Antwort auf nico86

Ach, klar ist das möglich, wenn das von vorneherein so abgesprochen wird! Ich habe einige Bekannte, bei denen das gut klappt. Nicht nur im Einzelhandel, auch im Krankenhaus. Auch bei uns auf der Arbeit (allerdings Büro, aber wurscht) wird das so geregelt, dass die Kolleginnen mit kleinen Kindern arbeitszeittechnisch bevorzugt werden. Kann mir doch keiner erzählen, dass das immer alles ach so unmöglich und unhändelbar ist!

Büro und Krankenhaus ist nicht Einzelhandel, das sind zwei grundverschiedene Dinge. Wäre das Krankenhaus auch vom Sklaventreiber Rewe betrieben, würde es dort nicht anders laufen. 

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6. Dezember 2019 um 19:21
In Antwort auf elise_18724877

Büro und Krankenhaus ist nicht Einzelhandel, das sind zwei grundverschiedene Dinge. Wäre das Krankenhaus auch vom Sklaventreiber Rewe betrieben, würde es dort nicht anders laufen. 

Es gibt überall schwarze Schafe! 

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6. Dezember 2019 um 19:31
In Antwort auf elise_18724877

Büro und Krankenhaus ist nicht Einzelhandel, das sind zwei grundverschiedene Dinge. Wäre das Krankenhaus auch vom Sklaventreiber Rewe betrieben, würde es dort nicht anders laufen. 

Krankenhäuser SIND Sklaventreiber mit viel Einspringen, unklaren Zeiten und Schicht. Ich bin Pflegekraft und aufgrund der Personalschlüssel, dem hohen Krankenstand etc ist Planung da teilweise unmöglich. 14 Tage Dienst am Stück, Kollege fällt aus, keiner erreichbar, man hängt noch Tag 15 dran - Keine Seltenheit.

Kollege meldet sich für Spätdienst kurz vor Feierabend krank, man bekommt keinen ran und hängt dann dort fest (Die Leute sind zu beaufsichtigen/Zu behandeln, du kannst nicht ohne Übergabe einfach gehen) auch nicht. Wenn du DANN keinen hast der zb. das Kind abholen kann weil du zwangsläufig auf eine neue Kraft warten musst! bist du geliefert, egal für wen du dich entscheidest, der Kopf steckt in der Schlinge und wenn was passiert ist die Hölle los.

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6. Dezember 2019 um 20:20
In Antwort auf elise_18724877

Ich habe selbst über 10 Jahre im Einzelhandel gearbeitet und ich kann nur berichten was ich da erfahren habe. Mütter, vor allem mit kleineren Kindern, wurden oft schon gar nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen weil, ich zitiere "die fallen dann ja ständig aus wenn die Kleinen krank sind". Gab ja immer genug andere Bewerbungen, da konnte man sich immer die Rosinen picken. Geschweige denn das es für Mamis Extrawürste bei den Arbeitszeiten gegeben hätte. Ja, zu Weihnachten würde den Müttern an den Feiertagen frei gegeben, das wars dann aber schon. 

Also was ich da alles an Diskriminierungen gesehen habe, war wirklich schlimm. Das war aber muss ich dazu sagen auch im ländlichen Bereich und nur bei Großkonzerne, bei kleineren Unternehmen wird es möglicherweise sozialer zugehen. 

Nicht falsch verstehen, ich verurteile das zutiefst aber das ist nun mal leider die bittere Realität, einen Konzern interessiert zum Schluss immer nur der Gewinn, Arbeitskräfte gerade in dieser Branche sind jederzeit ersetzbar. 

Ach wie ich das hasse. Mütter fallen ständig aus und sowieso sind Frauen öfter krank.

Ich hatte heute Jahresgespräch und habe meine Fehlzeiten (wieder einmal) erwähnt. In 6 Jahren war ich sage und schreibe 10,25 Stunden krank und das mit 2 Kindern. Mein Vorgesetzter meinte dann, er wisse das das doch; ich auch, aber ich wollte es nur mal wieder erwähnt haben

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6. Dezember 2019 um 20:44
In Antwort auf user74306

Ach wie ich das hasse. Mütter fallen ständig aus und sowieso sind Frauen öfter krank.

Ich hatte heute Jahresgespräch und habe meine Fehlzeiten (wieder einmal) erwähnt. In 6 Jahren war ich sage und schreibe 10,25 Stunden krank und das mit 2 Kindern. Mein Vorgesetzter meinte dann, er wisse das das doch; ich auch, aber ich wollte es nur mal wieder erwähnt haben

Das kommt halt auf Einzelfälle an, ich hatte auch schon eine Kollegin die einen arbeitslosen Ehemann (!!!) + Kind zuhause hatte. Den Mann kenne ich vom sehen her im Dorf, einkaufen etc ... er ist jetzt nicht Gehbehindert oder ähnliches, könnte also auch mit dem Kind gehen wenn etwas ist.

Hatte das Kind aber Termine oder war krank etc und sie konnte "Als Mutter eines Kleinkindes" nicht frei bekommen, war sie jedes verdammte Mal genau an diesen Tagen krank, gerne auch an Wochenenden. Irgendwann ging sie dann wegen mobbing, keine feine Art aber das die Kollegen sich irgendwann aufgeregt hatten kann ich verstehen, zudem sie eben wie oben erwähnt nicht alleinerziehend war.

Das sind aber einzelfälle die wieder ALLE schlecht aussehen lassen, die anderen Mütter waren nicht so, ganz im Gegenteil.

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6. Dezember 2019 um 20:48
In Antwort auf user74306

Ach wie ich das hasse. Mütter fallen ständig aus und sowieso sind Frauen öfter krank.

Ich hatte heute Jahresgespräch und habe meine Fehlzeiten (wieder einmal) erwähnt. In 6 Jahren war ich sage und schreibe 10,25 Stunden krank und das mit 2 Kindern. Mein Vorgesetzter meinte dann, er wisse das das doch; ich auch, aber ich wollte es nur mal wieder erwähnt haben

Was noch viel perverser daran war ist, dass meine Vorgesetzt die so die Mamas aussortiert hat sogar selbst Mutter von 2 Kinder unter 10 Jahre war, komplett dumm.

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6. Dezember 2019 um 21:58
In Antwort auf rabenschwarz

Das kommt halt auf Einzelfälle an, ich hatte auch schon eine Kollegin die einen arbeitslosen Ehemann (!!!) + Kind zuhause hatte. Den Mann kenne ich vom sehen her im Dorf, einkaufen etc ... er ist jetzt nicht Gehbehindert oder ähnliches, könnte also auch mit dem Kind gehen wenn etwas ist.

Hatte das Kind aber Termine oder war krank etc und sie konnte "Als Mutter eines Kleinkindes" nicht frei bekommen, war sie jedes verdammte Mal genau an diesen Tagen krank, gerne auch an Wochenenden. Irgendwann ging sie dann wegen mobbing, keine feine Art aber das die Kollegen sich irgendwann aufgeregt hatten kann ich verstehen, zudem sie eben wie oben erwähnt nicht alleinerziehend war.

Das sind aber einzelfälle die wieder ALLE schlecht aussehen lassen, die anderen Mütter waren nicht so, ganz im Gegenteil.

Ich war anfangs die einzige Mutter mit Kleinkind in der FIrma (Teilzeit). Danach sind 2 Kolleginnen schwanger geworden und wieder Teilzeit eingestiegen. Haben es beide nicht gepackt und leider diese "Klischees" erfüllt. Mittlerweile gibt wieder eine 3-fach Mama bei uns, fehlt nie, ist supermotiviert etc.

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6. Dezember 2019 um 23:48
In Antwort auf lebkuacha

Du bringst gespendete (!!!) Kindersachen zur Müllhalde?

Kann ich gar nicht glauben! Du hättest sie doch auch zur Caritas, Kleiderkammer oder Kinderschutzbund bringen können?

Also nur weil dir keiner dein Auto ausgeräumt hat, nimmst du es lieber selber wieder mit und räumst es zum Sperrmüll oder wie? Hat sich da dein Auto von selbst entladen?

Wie kann man nur so kleinlich sein. Wie abwertend du über bedürftige Kinder sprichst und deren Eltern ist absolut unterirdisch!

Tu mir bitte den Gefallen und geh woanders deinen braunen Dreck verbreiten. Bäh!

Was ist an ihren Beiträgen braun?

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