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Kinderarmut

12. September 2016 um 12:14

Was haltet ihr davon, dass kinderarmut "angeblich" schlechtere Noten hervorruft, die Kinder ehr gefährdet sind, selbst arm zu werden.
Habt ihr selbst Erfahrungen gemacht? Seid selbst arm aufgewachsen?

Mein Mann und ich verdienen beide Mindestlohn. Und ja, laut Definition gelten wir als arm. Ich habe bisher aber nicht das Gefühl, dass meine Kinder zu sehr darunter leiden. Meine große geht in die musikschule und in den tanzverein.
Ja, wir können nicht jedes Jahr in den Urlaub. Große Anschaffungen sind schwierig und müssen gut überlegt werden. Wir haben jetzt 6 Monate auf unsere neue spülmaschine gespart.
Es ist nicht immer schön, aber ich habe nicht das Gefühl, dass meine Kinder etwas verpassen.

LG

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12. September 2016 um 12:31

Wo fängt Kinderarmut an und wo hört sie auf?
Ist ein Kind arm, nur weil es nicht jedes Jahr in den Urlaub kann?? Ich denke nicht!!!

Nach meinem Gefühl sind Kinder arm, wenn sie nicht ausreichend mit Grundbedürfnissen ausgestattet sind.

Viele Vereine bieten mittlerweile auch günstigere Mitgliedsbeiträge an, oder man bekommt es vom Amt bezahlt.
Dadurch müssen die Kinder nicht auf solche Aktivitäten verzichten.

Arm kann aber auch ein reiches Kind sein....arm an Liebe und Familie....

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12. September 2016 um 12:35

Armut
Die Frage ist doch wie man Armut definiert.

Für mich bedeutet echte Armut, dass Menschen in Bretterbuden oder Slums hausen, nichts gesundes zu essen haben, sich keine anständige, passende Kleidung leisten können und diese auch noch mangels einer Waschmaschine mit der Hand waschen müssen. DAS ist Armut. Nur, weil man nicht zwei Mal die Woche in den Zoo gehen, jedes Jahr ein neues Smartphone, die neueste Spielkonsole oder Markenklamotten haben kann, ist man nicht arm. Ich verdiene selbst nicht die Welt, bekomme keinen Unterhalt und bin dennoch nicht arm. Mein Kind hat alles was es zum Leben braucht, wird gesund ernährt, trägt anständige, passende Kleidung, hat altersentsprechende Möbel und Spielzeug. Ich fahre ein kleines Auto, kann meine Miete selbst zahlen und habe Laptop und Flachbildfernseher. Nach der Definition von "deutscher Armut" wäre ich mit zwei Kindern wohl auch arm, eben weil mein Beruf keiner ist, mit dem man reich wird. Ich verdiene zwar mehr als Mindestlohn, aber bin eben auch mit zwei Kindern allein, habe also drei Personen als Alleinverdiener zu ernähren. Trotzdem empfinde ich mich nicht als arm, weil ich alles habe was ich brauche und auch durchaus einmal jährlich in den Urlaub fahren kann, wenn ich regelmäßig etwas anspare.

Allerdings empfinde ich den Mindestlohn generell als Zumutung. Nicht wegen einer Armutsdebatte, sondern weil die paar Kröten für Arbeit einfach eine Frechheit ist.

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12. September 2016 um 13:03

Mich würde interessieren
was genau die Punkte sind, wann ein Kind als arm gilt. Auch wir sind nicht super gut verdienend,es reicht zum leben, ab und zu eine Unternehmung und das wars. In Urlaub fahren wir auch nicht jedes Jahr (Gott sei Dank, bin eh kein Urlaubsmensch ).
Geht etwas kauputt oder müsste so erneuert werden, müssen wir auch sparen.

Meine Kinder haben immer saubere Sachen, genug und gutes Essen und werden nach allem was wir geben können gebildet,gefördert und so wie sie sind angenommen.

Einen Vergleich zu den Noten von nicht armen Kindern kann ich nicht geben, da ich unsere Großen sowieso anders bewerten muss wie andere (normale) Kinder.
Aber sie haben beide ihre Stärken und Schwächen. Meine Tochter ist zwar so gesehen "klüger" wie ihr Bruder, er aber jedoch ist eindeutig zielstrebiger und ehrgeiziger.

In unserem Umfeld fällt mir aber auf,dass die Kinder aus den Familien mit mehr Geld auch mehr Förderung bekommen. Teilweise sind die Kinder von Montag bis Freitag verplant. Die ausgewählten Aktivitäten haben sehr oft mit lernen, fördern und Leisung zu tun.
Es muss ein Sinn und Zweck dahinter sein.
Kaum ein Kind darf einfach mal nichts tun oder nur "unsinnig" spielen.

Die Kinder haben auch meist gute Noten,Ausnahmen gibt es aber auch.

Meiner Meinung hat Bildung schon auch etwas mit dem Geldbeutel zu tun,aber mehr in Bezug auf Schulwahl und späterem Beruf.
Dass es nicht an Vitamin B liegt,kann mir keiner erzählen, ich frag mich heute noch wie es, Sorry, manch dummes Lehrerkind aufs Gymnasium geschafft hat.
Von daher ist manches ungerecht.

Aber dennoch sollte das kein Grund sein, den Kopf in den Sand zu stecken. Büchereimitgliedschaften kosten fast nichts, für Kinder sind sie meist umsonst, dort gibt es Bücher auch zu Schulfächern in Hülle und Fülle.

Nachhilfe ist dann wieder eine teure Angelegenheit, aber auch da muss man sich umsehen was sich machen lässt, in vielen Schulen gibt es auch Förderunterricht dazu.

Wenn man wirklich Kinder hat die sehr viel anders sind, wie ihre Altersgenossen und in ihrer Entwicklung Störungen, Verzögerungen, Krankheiten etc aufweisen,dann ist es manchmal sogar besser, diesen Kindern eine passende Schule zu suchen.
Das muss nicht heißen,dass sie dann nie etwas erreichen oder werden,aber sie haben dort ihre Chancen und Möglichkeiten, oftmals sogar viel besser, wie auf einer normalen Schule.

Es bringt nichts, wenn man verzweifelt hinter etwas herrennt,was man doch nicht erreichen kann, auf diesem Weg.







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12. September 2016 um 13:05

Vergesst die Zahlen
wenn es um die Definition von Armut geht. Die sind einfach Quark.
Wer z.B. auf dem Land oder in einer Kleinstadt mit seinem Lohn sehr gut klar kommt, der lebt z.B. in München am Existenzminimum

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12. September 2016 um 14:25

.
Ich denke es hängt auch viel mit dem Bildungsstand der Eltern und der damit einhergehenden Unterstützung zu tun. Gebildete Eltern können die Kinder beim lernen unterstützen, eben weil sie das wissen in geschichte, die Lateinkenntnisse etc. haben. Kinder weniger gebildeter Eltern haben das nachsehen. Und Bildungsstand geht halt oft mit niedrigem Einkommen einher.

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12. September 2016 um 14:32

...
Arm sein in D. bedeutet natürlich etwas anderes als arm sein in Bangladesch. Muss, denke ich, nicht extra erwähnt werden. Bei der Definition von Armut geht man von der Gesellschaft/Umgebung aus, vom Landesdurchschnitt. Hierzulande muss kein Kind hungern und auf der Straße leben, dafür gibt es Jugendämter und soziale Absicherung.
Das nächste: Lieblosigkeit und fehlende Aufmerksamkeit o. Anerkennung kann ein reiches genauso wie ein armes Kind betreffen, hat m. M. nach mit Geld nichts zu tun. Sondern einzig und allein mit der Einstellung der Eltern, ihrer geistigen Reife usw.
Wenn man rein vom finanziellen Aspekt an die Sache herangeht, ist Kinderarmut in D. in der Form vorhanden, dass Kinder, die aus ärmlichen Verhältnissen kommen, bei vielen Freizeitaktivitäten im Vergleich zu Kindern aus besser gestellten Familien sicher zurückstecken müssen. Sei es Sportverein, Musikunterricht, Nachhilfe, Klassenfahrten, Urlaube etc. Keine schicken Klamotten oder das neueste Smartphone zu haben ist vlt. im Teenie-Alter hart... ABER ich bin durchaus der Meinung, dass es den Charakter stärkt bzw. stärken kann, wenn beim Kind gewisse Eigenschaften wie z.B. Intelligenz, Geduld, Selbstbewusstsein, Zielstrebigkeit vorhanden sind. Es steht einem die ganze Welt offen, man kann alles werden und alles erreichen (vlt. nicht unbedingt einen Cambridge Abschluss, da sowas viel Geld kostet, aber auch in D. haben wir gute Unis). Manchmal ist es ganz gut, nicht alles in den Arsch geblasen zu bekommen. Auch meine Eltern hatten nicht viel Geld. Ich wusste, ob ich jemals aus diesem (finanziellen) Loch herauskomme - liegt ganz allein bei mir. Vlt. hätte ich mit entspr. Förderung auch mehr erreichen können, kann man jetzt natürlich nicht sagen (wollte als Kind so gerne Klavier spielen lernen, ging natürlich nicht, was ich heute noch schade finde). Mit meinem Leben, wie es bis jetzt verlaufen ist, bin ich trotzdem sehr zufrieden. Auf eine Waschmaschine oder ein Smartphone muss ich nicht mehr sparen, aber wie gesagt, es gab auch andere Zeiten. Ehrlich gesagt, möchte ich, dass auch meine Kinder nicht jeden Wunsch sofort erfüllt bekommen (außer Dinge, die zu ihrer Entwicklung und Gesundheit beitragen - Sport, Musik, Urlaub), sondern erstmal entspr. Selbstständigkeit und Engagement an den Tag legen.

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12. September 2016 um 14:37

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Also laut Einkommensgrenze leben wir wohl auch an der Armutsgrenze. Finde ich jetzt nicht, denn wir haben eine große Wohnung, warmes Wasser, Strom, Anziehsachen, jeden Tag genügend Essen und midnestens eine warme Maglzeit und die Kinder haben Spielsachen en masse. Fragt mal in Afrika, ob die das als Armut bezeichnen würden. Das nur mal am Anfang.
Auch mit wenig Geld kann man seinen Kindern was bieten (natürlich keine Markenklamotten aber darauf kommt es ja auch nicht an und wenn man das Geld nicht für unnötige Dinge wie Alkohol oder Zigaretten ausgibt.) Wir unternehmen trotzdem tolle Sachen mit den Kindern. Und auch in der Schule werden wir ihnen wohl helfen können, denn ich habe immerhin Abitur und studiere zur Zeit.

Also ich finde nicht, dass es nur an dem Geld liegt. Klar, mit Geld ist alles einfacher aber auch wenn man von Hartz4 lebt, kann man sich vernünftig um seine Kinder kümmern. Nur leider machen das nicht alle Ich kenne es persönlich nicht, da wir immer genug Geld hatten. Mein Mann kommt aber aus einer ärmeren Familie, die hatten an einigen Tagen nichts zu essen ausser trocken Brot. Und trotzdem sitzt er jetzt nicht zuhause mit Hartz4 rum und lässt die Kinder verwahrlosen. Also finde eine schlechte Kindheit ist auch keine Ausrede, dass man aus seinem Leben nichts macht.

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12. September 2016 um 14:47
In Antwort auf alissa08

...
Arm sein in D. bedeutet natürlich etwas anderes als arm sein in Bangladesch. Muss, denke ich, nicht extra erwähnt werden. Bei der Definition von Armut geht man von der Gesellschaft/Umgebung aus, vom Landesdurchschnitt. Hierzulande muss kein Kind hungern und auf der Straße leben, dafür gibt es Jugendämter und soziale Absicherung.
Das nächste: Lieblosigkeit und fehlende Aufmerksamkeit o. Anerkennung kann ein reiches genauso wie ein armes Kind betreffen, hat m. M. nach mit Geld nichts zu tun. Sondern einzig und allein mit der Einstellung der Eltern, ihrer geistigen Reife usw.
Wenn man rein vom finanziellen Aspekt an die Sache herangeht, ist Kinderarmut in D. in der Form vorhanden, dass Kinder, die aus ärmlichen Verhältnissen kommen, bei vielen Freizeitaktivitäten im Vergleich zu Kindern aus besser gestellten Familien sicher zurückstecken müssen. Sei es Sportverein, Musikunterricht, Nachhilfe, Klassenfahrten, Urlaube etc. Keine schicken Klamotten oder das neueste Smartphone zu haben ist vlt. im Teenie-Alter hart... ABER ich bin durchaus der Meinung, dass es den Charakter stärkt bzw. stärken kann, wenn beim Kind gewisse Eigenschaften wie z.B. Intelligenz, Geduld, Selbstbewusstsein, Zielstrebigkeit vorhanden sind. Es steht einem die ganze Welt offen, man kann alles werden und alles erreichen (vlt. nicht unbedingt einen Cambridge Abschluss, da sowas viel Geld kostet, aber auch in D. haben wir gute Unis). Manchmal ist es ganz gut, nicht alles in den Arsch geblasen zu bekommen. Auch meine Eltern hatten nicht viel Geld. Ich wusste, ob ich jemals aus diesem (finanziellen) Loch herauskomme - liegt ganz allein bei mir. Vlt. hätte ich mit entspr. Förderung auch mehr erreichen können, kann man jetzt natürlich nicht sagen (wollte als Kind so gerne Klavier spielen lernen, ging natürlich nicht, was ich heute noch schade finde). Mit meinem Leben, wie es bis jetzt verlaufen ist, bin ich trotzdem sehr zufrieden. Auf eine Waschmaschine oder ein Smartphone muss ich nicht mehr sparen, aber wie gesagt, es gab auch andere Zeiten. Ehrlich gesagt, möchte ich, dass auch meine Kinder nicht jeden Wunsch sofort erfüllt bekommen (außer Dinge, die zu ihrer Entwicklung und Gesundheit beitragen - Sport, Musik, Urlaub), sondern erstmal entspr. Selbstständigkeit und Engagement an den Tag legen.

Also Das in
Deutschland kein Kind hungern muss halt ich für ein Gerücht.
Es gibt total viele Kinder, die z.B. ungefrühstückt in die Schule kommen und zwar nicht weil sie keinen Hunger haben. An unserer Schule ist zum Beispiel das Projekt Brotzeit aktiv. Auch viele Einrichtungen bieten kostenloses Mittagessen für Kinder an. Gerade für Kinder in Brennpunktvierteln. Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer.

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12. September 2016 um 14:57
In Antwort auf oktuba

Also Das in
Deutschland kein Kind hungern muss halt ich für ein Gerücht.
Es gibt total viele Kinder, die z.B. ungefrühstückt in die Schule kommen und zwar nicht weil sie keinen Hunger haben. An unserer Schule ist zum Beispiel das Projekt Brotzeit aktiv. Auch viele Einrichtungen bieten kostenloses Mittagessen für Kinder an. Gerade für Kinder in Brennpunktvierteln. Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer.

Es
ist ein Unterschied zu sagen - es hungert niemand in D. - oder - es muss niemand hungern. Es gibt leider auch hier Kinder, die zu Hause nichts vernünftiges zu essen bekommen. In diesen Fällen kann man aber weder den Staat noch die Gesellschaft verantwortlich machen. Mit Kindergeld + ALGII ist für das Mindeste (Essen, Kleidung) gesorgt. Ich würde die Antwort bei den Eltern suchen (die das Kindergeld wohl anderweitig verwenden).

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12. September 2016 um 16:46

Ich kann mir gut vorstellen
das Menschen die in diesem H4 drin stecken, schnell den Mut und auch die Zukunftsperspektive verlieren.
Bei mir war es nicht anders, ich komme aus einer sozialschwachen Familie, wir hatten zeitweise nur schimmeliges Brot im Schrank und haben aus dem Aldi diese Zuckerperlchen, aus denen man Eistee machen kann, gegessen wenn keine Wurst da war. Aber auch die Sozialkompetenz von meinem Umfeld war relativ gering und schon sehr asozial. Wir waren aber nie so arm, das wir auf der Straße leben mussten, ich als Kind hab viel zurück gesteckt, was mir heute nicht schadet. So achte ich mehr auf mein Geld. Soviel zu dem Thema. Ich denke Armut kann man in mehrere Richtung auslegen.
Ich bin im Kinderheim aufgewachsen, habe auf der Straße gelebt und früh meine Tochter bekommen, von der Bildung her hätte ich vielleicht mehr rausholen können etc. Aber nach der Geburt meiner Tochter bin ich erstmal gestrandet. H4. Und ich hab mich schrecklich gefühlt und überhaupt gar keinen Weg in eine Zukunft gefunden. Meine Tochter war nicht von Armut betroffen, aber ich kann mich ein wenig in die Menschen reinversetzen, denen es morgens schwer fällt aufzustehen und den Sinn sehen etwas zu verändern. Ich habe es schon fast geschafft, meine berufliche Situation zu verändern, aber Armut hat viele verschiedene Gesichter und ich denke es geht nicht nur um das Geld.

Viele Kinder die in den sozialen Brennpunkten wohnen haben von Haus aus schon wenig Perspektiven, weil möglicherweise auch die Eltern sich aufgegeben. Das trifft nicht auf alle zu und ich möchte absolut niemanden über einen Kamm ziehen.
Wenn die Kinder dann älter werden und vielleicht noch einem schlechten Einfluss durch Freunden ausgesetzt sind, nimmt das alles seinen Lauf. Mal meine Ansicht dazu...

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12. September 2016 um 17:18

.
Klar, da hast Du recht. Ich hatte nur den direkten Vergleich mit einer Freundin, deren Eltern in der Schule keine sprachen gelernt hatten und ihr somit nicht bei Vokabeln etc helfen konnten. Ähnlich bei Philosophie. Und ich glaube das macht halt schon was aus, was das wissen und die Möglichkeiten der Eltern betrifft. Und für geschichtsnachhilfe verweise ich mein Kind dann später an Deinen Mann, denn in dem Fach bin ich eine totale nulpe

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12. September 2016 um 17:38

Bin auch eher arm
aufgewachsen, meine Eltern waren als Tischler/Köchin nun beide keine guten Verdiener, zudem war meine Mutter vor ihrem Tod durch ihre Krebserkrankung lange arbeitsunfähig. Aber uns hat es an nichts gefehlt. Es kommt auch darauf an, wie man erzogen wird, denke ich. Es gibt viele, die sind so perspektivlos, frustriert und verloren in ihrem eigenen Trott, das geben sie natürlich an ihre Kinder weiter und die übernehmen das leider so. Das Kind wird nicht gefördert, nicht ermutigt und sich völlig selbst überlassen. Sowas gibts eben auch...
Ich habe aber selbst gemerkt, dass es für meinen Vater schwieriger wurde, je weiter ich kam. Er ist eben Handwerker durch und durch, sehr praktisch veranlagt, für den war dann z. B. mein Abistoff schon schwer zu verstehen. Auch als ichmit dem Studium begann war das für ihn und meine Familie eine völlig andere Welt (ich war die erste in meiner Familie, die studiert hat). Aber er hat mir dafür eben andere Sachen beigebracht und mitgegeben, das zählt. Er hat den Kopf nicht in den Sand gesteckt, sondern uns auf seine Weise weitergebracht und dafür bin ich ihm sehr dankbar.

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