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Kindererziehung ohne Konsequenz

7. Dezember 2012 um 13:43 Letzte Antwort: 10. Dezember 2012 um 15:58

Angelehnt an den Thread der Userin Catsy, in dem eine andere Mutter anzweifelte, ob Konsequenz wirklich nötig ist - Wer erzieht hier noch vollkommen ohne konsequentes Verhalten? Und wie handhabt ihr das in Situationen, in denen das Kind zB eine Mütze anziehen muss, weil es draußen schneit, aber keine Mütze anziehen will ... und ihr müsst dringend los, weil ihr einen Termin habt. Geht das Kind dann ohne Mütze? Oder ist man da doch konsequent?
Ich möchte NICHT provozieren. Das ist bloß etwas, was sich außerhalb meiner Vorstellungskraft ( ) abspielt. Und deswegen ein sehr interessantes Thema. Freue mich auf viele interessante Beiträge.

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7. Dezember 2012 um 13:52


schwierig, denn aus allem was man im Leben tut, zieht man konsequenzen.

Dem Kind den Wunsch zu lassen keine Mütze aufzusetzen hieße ja, dass das Kind die Konsequenz zu tragen hat. Was aber auch ok ist.

Vielleicht ist damit halt eher gemeint, dass die Kinder vonselbst lernen ohne das Eltern strickte Konsequenzen an Regeln hängen.
Die Regel kann befolgt werden, oder das Kind zieht seinen eigenen Schluss.

Ich persönlich befinde Erziehung ohne konsequenz der Eltern nicht für fruchtbar und schon gar nicht lohnenswert für's Kind.

Ich denke es schließt sich an die Situation, welche die Konsequenz gibt. Kann das Kind von selbst eine Konsequenz ziehen (siehe Mütze) oder muss man sie dem Kind klar machen. (Z.b. Zähneputzen)

usw usf.

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7. Dezember 2012 um 13:55


Genau so sehe ich das auch. Ich habe gerade auch ein nerviges Beispiel. Mein Sohn ist 4 jahre alt und will sich die Haare lang zum Pferdeschwanz wachsen lassen. Ich lasse ihn natürlich, warum auch nicht. Aber aus dem Umfeld bekomme ich nur blöde Kommentare dazu So nach dem Motto: er darf auch alles.

LG Alenn

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7. Dezember 2012 um 14:38


Eben das ist es, was mich persönlich NICHT von einer antiautoritären Erziehung überzeugen kann. Irgendwas trifft das Kind nämlich auf Autorität, auf Grenzen, Vorschriften und das Tragen der möglichen Konsequenzen. Und dann weiß es nicht, wie es damit umzugehen hat.

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7. Dezember 2012 um 14:54

Ich denke das trifft es sehr gut
Ein kind braucht grenzen. Wenn es diese nicht im normalen rahmen gesetzt bekommt rebellieren viele (vielleicht auch erst als jugendliche) so lange bis sie doch merken, dass es grenzen gibt.

Grenzen sind mmn auch oft ein zeichen von liebe!

Und wie du auch sagtest sind kinder mit manchen entscheidungen auch einfach ueberfordert.




Allerdings glaube ich nicht, dass schnucke inmeinem thread meinte, dass sie gar keine konsequenzen zieht.



Lg catsy

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7. Dezember 2012 um 15:04

Teils teils
bei dingen die mir wichtig sind, bin ich schon sehr konsequent.
bei anderen auch mal etwas lasch. finde das kommt immer auf die situation an.

bei deinem beispiel mit der mütze...
wenn ich los will und kind will die mütz jetzt nicht aufsetzen und ich habs sehr eilig, schnapp ich mir das kind und zieh ihm dann halt unterwegs die mütze über.
also ich steh da nicht noch 10 min im flur und fang ne diskusion an.
ich bin dann in dem moment des "nicht aufsetzen wollen" inkonsequent.. aber dann doch konsequent, weil die mütze kommt auf, wenn auch erst unterwegs.

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7. Dezember 2012 um 15:29

Okay
Mein Beispiel mit der Mütze war blöd. Hab das jetzt von meinem Sohn abhängig gemacht, der erkältet sich wahnsinnig schnell und auch schonmal auf den paar Metern bis zum Auto, wenn er keine Mütze trägt. Deshalb MUSS die drauf, wenn es windig und kalt ist.

Besseres Beispiel: Kind hat genascht und will sich vor dem Schlafengehen partout nicht die Zähne putzen lassen.

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7. Dezember 2012 um 15:51

Ja, meistens klappt das
Haben eine Zahnbürste mit einer Vogelfigur dran, die "sagt" ihm dann immer, dass er sich schön die Zähne putzen lassen soll.
Ich habe jetzt auch nicht wirklich das Problem, dass er nicht hört oder ähnliches.
Versuche halt nur, mir vorzustellen, wie man komplett ohne konsequentes Auftreten erziehen kann. Oft passiert es nicht, aber manchmal muss ich mich halt schon durchsetzen, dann werden ihm eben trotz Gejammer die Socken angezogen, wenn es kalt in der Wohnung ist.

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7. Dezember 2012 um 16:24

...
ich glaube dass man sich das leben vollkommen ohne konsequenz sehr, sehr schwer macht und auch dem kind keinen gefallen damit tut, wenn es kleine machtkaempfe immer gewinnt. geht im spaeteren leben ja auch net. klar ist wohl keine mutter immer konsequent und gibt auch mal nach, schliesse mich da bestimmt nicht aus. aber in den wichtigen dingen gibt es kein wenn und aber. sonst haben die luetten das irgendwann raus und nehmen mama kein deut mehr ernst nein, wuerde mein kind sicher nicht bei minusgraden ohne muetze aus dem haus gehen lassen. wenn es zulange noergelt sage ich ihm in solchen situationen dass es an dem tag etwas nicht bekommt was es gerne mag, zb keine kuscheltiere im bett oder kein buch. da muss man dann schon hart bleiben, auch wenns erst ein riesen protesttheater gibt irgendwann schnallt das kind aber in den meisten faellen, dass es sich durch die bockigkeit selbst das leben schwer macht.

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7. Dezember 2012 um 16:29


glaube auch dass man solche probleme oft spielerisch loesen kann. meine maus will immer selbst putzen und danach putze ich dann eben nochmal nach. wenn alles nichts bringt und das kind die zahnpflege rigoros verweigert, waere die konsequenz, dass es keine sueßigkeiten und keinen nachtisch mehr gibt, fertig.

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7. Dezember 2012 um 20:01

Ja leider
Er ist da sehr anfällig, wie ich.
Barfuß laufen, ohne Mütze oder einmal nach dem Baden mit feuchten Haaren aus dem Bad durch den Flur, wenn irgendwo das Fenster offen ist und er hat am nächsten Tag zuverlässig eine Schnupfennase.

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7. Dezember 2012 um 21:16

Erziehen ohne Kosequenz
ist meiner Meinung nach Misshandlung.
Und nein, ich möchte nicht provozieren, ich finde nur, dass man das durchaus so krass sagen kann.

LG
Pupsigel

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7. Dezember 2012 um 21:17

Also hier laufen so ein paar Dinge sprachlich
Nicht richtig, glaub ich!
Ist Konsequenz oder Strafe gemeint?
Ist mit antiautoritärer Erziehung laissez-faire gemeint? Oder demokratische Erziehung - die auch antiautoritär ist, aber mit Konsequenzen?
Ohne Konsequenzen kommt p.d. Keine er"Ziehung" aus, ohne Autorität auch nicht - was aber nicht das gleiche, wie autoritäre Erziehung ist
Also, worum geht's hier eigentlich?

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7. Dezember 2012 um 21:18
In Antwort auf pupsigel

Erziehen ohne Kosequenz
ist meiner Meinung nach Misshandlung.
Und nein, ich möchte nicht provozieren, ich finde nur, dass man das durchaus so krass sagen kann.

LG
Pupsigel

Erziehung ohne konsequenz
Ist auf jeden fall keine Erziehung

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7. Dezember 2012 um 21:25

Huhu
Ich muss sagen,dass ich srhr konsequent bin!!
Ich diskutiere mit meinen kindern bei bestimmten themen absolut nicht !!
Dein beispiel mütze:nein,dass entscheiden meine kinder sicherlich nicht!
Wenn ich sage,bei solch kaltem
Wetter wirs sie aufgezogen,wird sie das ohne wenn und aber!
Die konsequenz sprich gegebenfalls krank trage nämlich ich und nicht sie!!
Keine schule ,keine arbeit etc..
Es gibt dinge,die haben kinder nicht zu entscheiden,und dinge,da ksnn msn die kinder fragen und mit einbeziehen!!
Ich finde es gsnz wichtig als erwachsener hinter seinen entscheidungen zu stehen und sicg diese nicht von
Kindern abnehmen
Zu lassen!
Ob mein kind ein rosa haargummi im haar oder rot,ist mir so lang wie breit!
Ob mein kind heute ne dicke oder dünne jAcke anzieht jedoch nicht...

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7. Dezember 2012 um 21:31

Beisspiel
Zähne putzen ersr jetzt gelesen:
Mit einem
Kind von 2jahren mache ich das noch gerne auf der spielerischen ebene,mit meinem sohn 4 3/4 jahre sicherlich nicht!
Da ist klar,dass sonst der karius und backtus kommt etc und die zähne geputzt werden!!
Wenn ich überlege,dass icg mit meinen kindern solche konflikte spielerisch ständig lösen würde,wäre icg damit 24stunden beschäftigtn

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7. Dezember 2012 um 21:41

Gut erklärt.
Sehe ich wie du.

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7. Dezember 2012 um 21:41
In Antwort auf olga_12339352

Also hier laufen so ein paar Dinge sprachlich
Nicht richtig, glaub ich!
Ist Konsequenz oder Strafe gemeint?
Ist mit antiautoritärer Erziehung laissez-faire gemeint? Oder demokratische Erziehung - die auch antiautoritär ist, aber mit Konsequenzen?
Ohne Konsequenzen kommt p.d. Keine er"Ziehung" aus, ohne Autorität auch nicht - was aber nicht das gleiche, wie autoritäre Erziehung ist
Also, worum geht's hier eigentlich?

Es geht "nur" um Konsequenz
Nicht von Bestrafung, die gibt es in dem Sinne bei uns nicht...

Strafe bedeutet für mich, dass das Kind für sein Verhalten zB ohne Abendessen zu Bett gehen muss, im Zimmer eingesperrt wird, einen Klaps bekommt.
Konsequenzen gibt es jedoch, das ist dann zB, wenn ich meinem Kind seinen Reflexhammer aus dem Arztkoffer wegnehme, weil es damit zum wiederholten Male und trotz Verwarnung an die Fensterscheibe, auf den Papa oder gegen den Herd hämmert. Oder wenn ich mir mein Kind, weil es partout ohne Schuhe bei 2 Grad unter null zum Hundespaziergang mitkommen will, dann halt untern Arm schnappe und ihm die Schuhe trotzdem anziehe.

Es gibt tatsächlich Mütter, die nicht nur ohne Strafe sondern auch ohne Konsequenzen erziehen. Davon habe ich auch schon in unserer Kindergruppe gehört und es nie wirklich verstehen können, wie sowas funktioniert. Wenn das Kind etwas nicht will, muss es das nicht tun. Oder es wird mit dem Kind ewig lange ruhig und freundlich ausdiskutiert, was bei meinem Sohn auch schonmal gar keinen Sinn hätte. Wenn das Kind zwanzigmal hintereinander in den Hochstuhl reingesetzt und wieder rausgehoben werden möchte, dann macht Mama das. Und so weiter und so fort. Ich würde einfach gern begreifen, wie das im Alltag machbar und realisierbar ist.

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7. Dezember 2012 um 21:43

Ich denke...
Konsequenz ist sehr wichtig! Kinder brauchen feste Strukturen, Rituale, Muster,...um ihr Leben meistern zu können. Durch konsequentes Vorgehen im Alltag schaffe ich eine sichere verlässliche Umgebung für mein Kind. In der eigentlich vom Grunde her alles immer gleich/bekannt verläuft.

Ich gebe zu ich "scheitere" oft genug und frage mich manchmal wie das andere machen.
Gerade aktuelles Beispiel: Handschuhe
Meine Große ist 1,5 Jahre und sie lässt einfach keine Handschuhe an. Keine Chance!!! Also bleiben sie dann leider doch nach dem 10. Versuch aus, denn sonst könnte ich alle zwei Tage neue kaufen oder mein Kind erdrosselt sich irgendwie selbst, weil es soooo zornig ist und die durchfädel Dinger abreißt und sonst was damit anstellt

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7. Dezember 2012 um 21:45

@unsichtbares....

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7. Dezember 2012 um 21:58
In Antwort auf karen_12508361

Ich denke...
Konsequenz ist sehr wichtig! Kinder brauchen feste Strukturen, Rituale, Muster,...um ihr Leben meistern zu können. Durch konsequentes Vorgehen im Alltag schaffe ich eine sichere verlässliche Umgebung für mein Kind. In der eigentlich vom Grunde her alles immer gleich/bekannt verläuft.

Ich gebe zu ich "scheitere" oft genug und frage mich manchmal wie das andere machen.
Gerade aktuelles Beispiel: Handschuhe
Meine Große ist 1,5 Jahre und sie lässt einfach keine Handschuhe an. Keine Chance!!! Also bleiben sie dann leider doch nach dem 10. Versuch aus, denn sonst könnte ich alle zwei Tage neue kaufen oder mein Kind erdrosselt sich irgendwie selbst, weil es soooo zornig ist und die durchfädel Dinger abreißt und sonst was damit anstellt


Ja, das Problem mit den Handschuhen hatten wir auch immer, habe sie dann nach dem x-ten Versuch auch ausgelassen und ihm aber gezeigt, wie man die Hände in die Taschen stecken kann. Handschuhe hingen immer an der Jacke. Inzwischen zieht er sie freiwillig an, wenn es kalt ist.

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7. Dezember 2012 um 22:06

Erziehung
ohne Konsequenzen wird in meinen Augen nicht funktionieren.

Kinder brauchen und fordern Regeln und Grenzen ein. Nur so erlernt ein Kind auch wie man miteinander lebt.

Konsequenzen müssen jedoch logisch und Situationsbedingt erfolgen und sollten NIEMALS erniedrigend oder seelisch\körperlich grausam sein

Unsichtbares...hat es wunderbar erklärt

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8. Dezember 2012 um 0:08

Also...
ich denke auch ohne Konsequenz kommt man nicht weit. Aber ich versuche im Alltag auch, nicht dauernd meinem Kind meinen Willen aufzuzwingen, bzw. es soweit kommen zu lassen, dass ich konsequent sein muss.

Also Bsp Mütze: Ich sage er braucht eine Mütze, er will nicht. Klar muss er eine Mütze anziehen, aber nicht weil ich das sage, sondern weil es draußen kalt ist und das merkt er auch sobald er draußen ist und setzt die Mütze freiwillig auf. Hätte ich drinnen darauf bestanden, dass er sofort eine Mütze aufsetzen muss, (nur) weil ich das sage, hätte das Widerstand hervorrufen können, und ich hätte trotzdem konsequent sein müssen/wollen.

Also, ich bin konsequent, aber ich versuche es nur dann sein zu müssen, wenn es auch nötig ist. Und ich versuche, das nicht zu meiner persönlichen Sache zu machen, sondern dem Kind klar zu machen, dass es einfach sinnvoll ist, was ich will. Dass ich das will, WEIL es sinnvoll ist. Das klappt so bei meinem dreijährigen Sohn wirklich gut.

Weiß nicht, ob klar wurde, was ich meine... Konsequenz ist gut, aber das heißt nicht, dass man dauernd seine Anordnungen durchsetzen soll. Sondern (im Gegenteil!) an Anordnungen sparen sollte.



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10. Dezember 2012 um 15:51

Sorry, dass ich den thread nochmal hoch hole, aber...
hier wurde ja auch kurz der unterschied zwischen konsquenz und strafe angesprochen.


Wie macht ihr es wenn euch nicht schnell eine logische konsequenz einfaellt? Greift ihr dann zu einer anderen "bestrafung"?

Bsp.:
- kind reisst vorhang runter
- kind wirft glas runter, das kaputt geht
- kind soll helfen aufräumen aber wirft nur mit sachen um sich


Lg catsy

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10. Dezember 2012 um 15:58


wir wurden alle 4 kinder ohne irgendwelche konsequenz oder bestrafung erzogen und wurden sehr verwöhnt,egal was es war oder kostete wir bekamen es...geschadet hat es keinem und wir sind auch nicht ungezogen oder sonstiges...werde das bei meinem wurm auch so machen.

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