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Kindergarten: Mein Sohn sei verhaltensauffällig ((

20. September 2012 um 11:35

Hallo liebe Mütter,

ich bin gerade etwas ratlos, wie ich weiter verfahren soll. Mein Sohn Milo ist im Juli 2012 genau 3 Jahre alt geworden und geht seit 4 Wochen in den Kindergarten von 9 - 16.00 Uhr. Er war seit seinem ersten Lebensjahr bei einer Tagesmutter und wir hatten somit hinsichtlich der Eingewöhnung überhaupt keine Probleme. Er hat bis heute kein einziges Mal morgens beim Abgeben geweint. Er ist nach wie vor begeistert, erzählt gerne drüber und geht einfach gerne hin. In den letzten 4 Wochen haben wir es zudem geschafft, ihn tagsüber trocken zu bekommen in Kooperation mit dem Kindergarten, die das mit allen Neulingen praktizieren.

Charakterbeschreibung meines Sohnes aus meiner Perspektive: Ein Dickkopf, der gerne versucht seinen Willen durchzusetzen, der aber gleichzeitig auch sehr sozial anderen Kindern gegenüber ist. Sein Problem aus meiner Sicht: Ihm fehlt hier und da Geduld und er drückt schnell auf die Tränendrüse, wenn er nicht das bekommt, was er möchte. Da kann er sich zu Hause auch gerne mal 1 Stunde dranhalten, bis er endlich das NEIN aktzeptiert und nachgibt. Mein Mann und ich versuchen eine einheitliche Linie zu fahren und sind die meiste Zeit konsequent. So ist Milo aber schon von kleinauf, so dass ich manchmal denke, es ist zT sein Charakter. Auch die Tagesmutter hat von Anfang an dagegen gehalten: Ihn zum Weitermachen ermuntert bei Dingen, die nicht so klappten, wie er wollte - bei unnötigen, unbegründeten Quengelein wurde er ignoriert und anschließend aber getröstet. Zu Hause haben wir es auch so gemacht.

Nun ist es im Kindergarten so, dass er den neuen Tagesablauf dort erst einmal lernen musste. Andere (verspätetete) Essens- und Schlafenszeiten als früher bei der Tagesmutter, was zur Folge hat, dass er im Kindergarten fast nie mittags schläft. Dadurch ist er ab 14h sehr quengelig und knatschig und ich wurde gestern seitens der Leiterin angesprochen, dass sein Verhalten "schon grenzwertig sei". Er wäre stur, würde viel weinen, wenn es nicht nach seiner Nase ginge und wäre dadurch "verhaltensauffällig". Er antwortet dann nicht, ist schnell bockig, ist nachmittags zB auch noch nachtragend, wenn er mittags keinen Nachtisch bekommen hat, weil er sein Essen nicht aufgegessen hat usw.

Einerseits kann ich die Unmut verstehen, andererseits finde ich es übertrieben von "grenzwertig" und "verhaltensauffällig" zu sprechen. Er muss das doch auch alles erst noch lernen!! Es sind gerade mal 4 Wochen um. Er schafft den Mittagsschlaf ab, er wurde trocken, er ist in einer neuen Umgebung, dass er zT keine Antworten gibt, ist mM nicht immer nur Sturheit, sondern auch Scham, wenn er sich eh schon in die Ecke gedrängt fühlt, weil mit ihm geschimpft wurde.

Aber ich muss das natürlich auch ernst nehmen und frage mich, was wir als Eltern zukünftig zu Hause besser machen können? Ich bin als berufstätige Mutter sicherlich auch oft gestresst und reagiere vielleicht manchmal eher ungeduldig oder schimpfe auch zu schnell, vielleicht spiegelt sich mein Verhalten in ihm wieder? Verhaltensauffällig... grenzwertig... ich bin total erschüttert, weil es doch alles so gut lief bislang... soll ich mir Hilfe holen beim Jugendamt? Was kann ich noch tun, um ihm das ständige Quengeln abzugewöhnen?

LG
Julimama mit Milo

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20. September 2012 um 11:43

Ich
Würde das im Kindergarten genauso ansprechen! Mich nervt es sowas von, dass gleich von verhaltensauffällig und später sofort hyperaktivität und andere Störungen disgnostiziert werden. Viel zu früh für dass Alter und dass sollte das Fachpersonal auch wissen.

Du bist die Mama und wenn das Verhalten in deinen Augen ok ist dann ist es das auch. Manche Kinder brauchen eben erwas und passen nicht in die festgelegten "Normen". Aber mit 3 muss das auch nicht so sein! Das hätte auch die Tagesmutter nach einem Jahr Betreuung gemerkt.

Suche ein Gespräch und erkläre das bitte auch!

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20. September 2012 um 11:50

Das waren
genau meine Gedanken beim Lesen des Textes. Und wegen dem kein Nachtisch würde ich aber stunk machen. Mein Kind muss nicht weiter essen wenn es keinen Hunger mehr hat. Und darf trotzdem Nachtisch essen.

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20. September 2012 um 12:02

Ich diskutiere nicht
ich ignoriere sein Gequengel bis zu einer Grenze, wo ich es nicht mehr tragbar finde. Dann schicke ich ihn in sein Zimmer und sage, er kann wieder rauskommen, wenn er fertig ist mit Quengeln. Kommt er dann aber wieder raus und das Gequengel geht weiter, dann schicke ich ihn wieder in sein Zimmer. Das Ganze kann schon mal eine Stunde lang gehen. Zwischendurch biete ich ihm dann auch an, dass ich ihn tröste, dass es aber nichts an dem Verbot ändert, aber da kommt dann seine Sturheit durch. Beispiel: Ich habe letztens abends eine Suppe gekocht, bei der ich wusste, dass er sie gerne isst. Der Teller stand vor ihm und er nörgelte, er möchte lieber einen Toast mit Marmelade. Da er aber im KiGa auch zwischendurch beim Essen nörgelt, haben wir beschlossen, auf Sonderwünsche nicht einzugehen. Außerdem gibts es abends bei uns nix Süßes aufs Brot. Ich habe ihm erklärt, dass es heute eben Suppe gibt und dass er erstmal probieren soll, bevor er es ablehnt. Er bekam einen Trotzanfall. Ich hielt ihn aus und bat ihm danach an zu trösten. Er fing an zu quengeln. Ich habe ihn erstmal in sein Zimmer geschickt. Er kam wieder, quengelte weiter und wollte immer wieder Toast mit Marmelade (was zwischendurch getoppt wurde von ihm a la "dann eben Schokolade"). Irgendwann sagte ich ihm, dass ich seinen Teller auch in die Küche stellen könnte, wenn er nicht essen möchte, aber es gebe halt nix anderes. Es waren am Ende 45 Min. um, bis er sich endlich hinsetzte und aß mit dem Kommentar "boar lecker, Mama!". Bitte versteht mich nicht falsch: Ich würde niemals verlangen, dass er Dinge isst, die er partout nicht mag. Bei der Suppe wusste ich, dass er sie mag, abends gibts keinen Süßkram, und es ging mir ums Prinzip.

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20. September 2012 um 13:34

Danke Euch schon einmal!
Zum Thema Essen: Ich habe mir Milo die letzten Tage geschnappt und ihn immer wieder befragt, warum er im KiGa kein MIttagessen möchte. Zum Einen haben wir zu Hause vereinbart, dass er nicht mehr soviel Frühstück mitnimmt, da ich die Vermutung hatte, er ist einfach noch satt: Ich packe ihm ein kleines Butterbrot ein, einen kleinen Joghurt, und etwas gemischtes Obst. Vielleicht ist das einfach zu viel für ihn...?!? Dann habe ich ihn gefragt, warum er nicht esse. Er: Mir schmeckt das nicht. Ich habe ihn gefragt, ob er denn zumindest probiert, was er verneinte Also rede ich seit einigen Tagen auf ihn ein, dass ich möchte, dass er zumindest probiert, vielleicht schmeckt es ja alles ganz toll. Gestern sagte er mir dann, er hätte probiert und trotzdem keinen Nachtisch bekommen, weil er nicht aufgegessen hätte. Hierzu werde ich die Erzieherinnen mal befragen, das finde ich in der Form etwas überzogen.

Milo ist ein sehr dominates Kind, was gerne den Ton angibt im Ungang mit anderen Kindern (und das versucht er naütrlich auch zu Hause), gleichzeitig aber auch sehr mitfühlend, wenn andere Kinder sich weh tun. Er haut fast nie, es sei denn, er muss sich zur Wehr setzen und brüllt andere Kinder an, wenn die sich streiten, dass sie damit aufhören sollen. Er hat seit dem ersten Tag im KiGa einen neuen "besten" Freund gefunden, der im im KiGa auf Schritt und Tritt folgt. Die Mutter dieses Kindes meinte, sie sei total glücklich, dass es Milo gibt, da ihr Sohn sich die ersten Wochen sehr schwer mit der Eingewöhnung getan hat und nur weinte. Lediglich Milo konnte ihn ablenken. Milo ist morgens immer zu dem Kind und meinte "nicht weinen, Deine Mama kommt wieder". Und gerade weil er das mit der Eingewöhnung, dem Trockenwerden, dem Sozialaspekt alles so gut hinbekommt, und es die ersten Wochen auch immer hieß seitens der Erzieherinnen "er macht sich super", dann hieß es "er ist total aufgeweckt und diskutiert gerne - alles super" . bin ich nun so völlig perplext, dass er plötzlich angeblich so "verhaltensauffällig" sei.

Klar, wir haben zz eine schwierige Phase, weil er im Moment ALLES alleine machen will, andere Dinge dafür gar nicht, und er ist jetzt einfach in einem Alter, wo er extrem seine Grenzen austestet. Bislang dachte ich immer, mein Kind sei normal.

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20. September 2012 um 18:38

Habe die Erzieherinnen heute nochmal auf das Thema angesprochen
die Leiterin selbst, von der diese Aussagen kamen, war heute leider nicht da, aber die Gruppenverantwortlichen. Diese meinten, ich solle mir das jetzt nicht zu stark zu Herzen nehmen, Milo sei absolut kein Problemkind und aufgrund der Umstände (fehlender Mittagsschlaf, noch in der Eingewöhnung etc.) ist das nichts, was andere Kinder nicht auch machen. Sie rollten Beide ein wenig die Augen, als ich den genauen Wortlaut der Leiterin nannte und meinten nur "die Frau XYZ drückt sich manchmal sehr drastisch aus". Außerdem sei die Leiterin auch schon etwas älter und habe zT noch etwas härtere Ansichten. Zum Beispiel habe die Leiterin gestern Nachmittag Bonbons verteilt bzw. Milo dann gefragt, ob er auch eines haben möchte. Milo nickte. Die Leiterin "sprichst Du auch mit mir? Sonst kann ich Dir keines geben". Milo war das extrem unangenehm, weil alle Blicke, auch die der umstehenden Kinder, auf ihn gerichtet waren und senkte den Blick bzw. zog den Kopf ein. DAS ist MEINER MEINUNG nach ein Anzeichen dafür, dass es ihm total unangenehm war und hat nichts, aber auch nicht im Entferntesten mit Bockigkeit zu tun, und er brach danach in Tränen aus, weil sie es durchzog, dass sie ihm kein Bonbon gab. Weil er eben nur nickte und nicht "ja" sagte. Man muss dazu sagen, dass diese Dame schon etwas älter ist und vielleicht noch andere Prinzipien fährt, aber alles in allem fand ich das ziemlich daneben. Und selbst die Erzieherinnen fanden es nicht gut und meinten heute eindeutig zu mir, dass die Leiterin ihrer Meinung nach Milos Verhalten fehlinterpretiert hat. Ach man... sicherlich nur Lapalien, aber wenn es ums eigene Kind geht, bricht einem auch ein verweigertes Bonbon das Herz

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12. April um 9:37
In Antwort auf julimama2009

Habe die Erzieherinnen heute nochmal auf das Thema angesprochen
die Leiterin selbst, von der diese Aussagen kamen, war heute leider nicht da, aber die Gruppenverantwortlichen. Diese meinten, ich solle mir das jetzt nicht zu stark zu Herzen nehmen, Milo sei absolut kein Problemkind und aufgrund der Umstände (fehlender Mittagsschlaf, noch in der Eingewöhnung etc.) ist das nichts, was andere Kinder nicht auch machen. Sie rollten Beide ein wenig die Augen, als ich den genauen Wortlaut der Leiterin nannte und meinten nur "die Frau XYZ drückt sich manchmal sehr drastisch aus". Außerdem sei die Leiterin auch schon etwas älter und habe zT noch etwas härtere Ansichten. Zum Beispiel habe die Leiterin gestern Nachmittag Bonbons verteilt bzw. Milo dann gefragt, ob er auch eines haben möchte. Milo nickte. Die Leiterin "sprichst Du auch mit mir? Sonst kann ich Dir keines geben". Milo war das extrem unangenehm, weil alle Blicke, auch die der umstehenden Kinder, auf ihn gerichtet waren und senkte den Blick bzw. zog den Kopf ein. DAS ist MEINER MEINUNG nach ein Anzeichen dafür, dass es ihm total unangenehm war und hat nichts, aber auch nicht im Entferntesten mit Bockigkeit zu tun, und er brach danach in Tränen aus, weil sie es durchzog, dass sie ihm kein Bonbon gab. Weil er eben nur nickte und nicht "ja" sagte. Man muss dazu sagen, dass diese Dame schon etwas älter ist und vielleicht noch andere Prinzipien fährt, aber alles in allem fand ich das ziemlich daneben. Und selbst die Erzieherinnen fanden es nicht gut und meinten heute eindeutig zu mir, dass die Leiterin ihrer Meinung nach Milos Verhalten fehlinterpretiert hat. Ach man... sicherlich nur Lapalien, aber wenn es ums eigene Kind geht, bricht einem auch ein verweigertes Bonbon das Herz

Mal im Ernst, die alte Dame, hatte deinen Sohn auf dem Kieker! Sowas hätte man wirklich verhindern sollen und mit der älteren Dame ein Gespräch führen! Mich würde es nicht wundern wenn er später Probleme gehabt hat in der Schule usw. da du dich ja anscheinend nicht für ihn einsetzt und auch gezweifelt hast ob dein Kind normal sei. Zu wem hältst du eigentlich frage ich mich!? Ich habe gelesen wie lieb dein Sohn ist und andere gerne aufmuntert und hilft, ich wäre sofort hingegangen und hätte mich aufgeregt, weil sowas unverschämtes geht nicht! Das ist nicht fair Milo gegenüber.

ABER er ist natürlich älter jetzt, das ist mir klar. Es ist nur unnötig das hier zu schreiben und zu hinterfragen ob die Recht haben könnten! Wenn du dein Kind kennen würdest dann hättest du anders gehandelt und nicht so....Lapalien nennst du das? Allen anderen ein Bonbon zu geben außer deinem Sohn?  Denkst du ansatzweise nach? Das ist extrem unfair und mich würde es nicht wundern wenn er seelische Schäden davon trägt!! Wie muss er sich denn fühlen wenn alle anderen eines bekommen und nicht "Ja" sagen mussten???!!!!

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12. April um 10:40
In Antwort auf morgaine47

Das waren
genau meine Gedanken beim Lesen des Textes. Und wegen dem kein Nachtisch würde ich aber stunk machen. Mein Kind muss nicht weiter essen wenn es keinen Hunger mehr hat. Und darf trotzdem Nachtisch essen.

Jawoll

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Von: social92
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10. April um 8:39
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