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Kindsvater schaltet Anwalt ein

24. Februar 2011 um 13:19 Letzte Antwort: 24. Februar 2011 um 14:41

Mein Sohn ist knapp 14 Monate. Kurz nach der Geburt habe ich mich vom Vater getrennt. Er wohnt 450 km entfernt. Bislang kam er unregelmäßig mal aller 2 Wochen, dann mal aller 3 oder 4 Wochen. Ich habe ihm niemals Steine in den Weg gelegt, was seine Besuche betrifft. Im Gegenteil. Er durfte bei mir übernachten und ich habe ihn sogar bekocht.

Nun habe ich einen neuen Partner und habe von meinem EX verlangt, dass wir uns auf feste Besuchstermine einigen. Auch möchte ich nicht mehr, dass er in meiner Wohnung schläft.

Wir haben vereinbart, dass wir uns zu seinem nächsten Besuch zusammensetzen und über die zukünftigen Regelungen sprechen. Morgen will er also kommen. Ich habe ihm sogar angeboten, dieses WE nochmal bei mir übernachten zu können, während ich zu meinem Partner fahre.

Tja, nun kommt gestern ein Schreiben seines Anwalts - Er verlangt das gemeinsame Sorgerecht und ist der Meinung, dass ich ihm bzgl. der Besuche Steine in den Weg legen würde.

Meine Frage ist nun, wie ich mich morgen verhalten soll ?

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24. Februar 2011 um 13:32

Also
erstmal... ich will net wissen was er dem Anwalt erzählt hat. Die Wahrheit aber bestimmt nicht.

Gut, also ganz wichtig. Wenn der Kleine bei dir lebt, hat dein Ex die Hol- und Bringschuld. Das heisst, er ist dafür verantwortlich, dass er sein Kind abholt und wieder nach Hause bringt. Er hat keinen Anspruch darauf, dass du ihm Unterkunft gewährst. Dafür muss er selber sorgen. Ausserdem, das du auf feste Besuchstermine bestehst ist absolut richtig. Vor Gericht könntest du das damit erklären, dass es den Kleinen durcheinander bringt, weil er nichts hat, auf das er sich verlassen kann.

Du legst ihm auf gar keinen Fall Steine in den Weg. Es ist dein gutes Recht auf Regelmässigkeit zu bestehen. Ihm wird es nicht recht sein und deswegen versucht er sich zu wehren.

Möglicherweise wird es zu einem Gerichtstermin kommen. Es kann auch gut sein, dass das Sorgerecht dann geteilt wird. Immerhin ist es sein Kind. Hast du eine gute Rechtsschutzversicherung? Oder geh am besten zu einem Familienanwalt, damit dieser auf das Schreiben reagieren kann.

Lass dich aber nicht unterbuttern. Selbst wenn er das Sorgerecht zur Hälfte bekommt würde ich beim Gericht auch den Umgang klären lassen, damit die Treffen auch regelmässig werden. Hast du Angst, dass er das Sorgerecht haben will um dir in alle Angelegenheiten rein zu reden? Oder will er es wegen seinem Kind. Wenn er das Sorgerecht hat musst du alles mit ihm absprechen, bzw. unterschreiben lassen. Wie zB der Kindergarten.

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24. Februar 2011 um 13:35

...
Mir gehts jetzt erstmal nur darum: WIE VERHALTE ICH MICH IHM GEGENÜBER, WENN ER MORGEN KOMMT ?

Also setze ich mich mit ihm an einen Tisch und rede mit ihm ? Lasse ich ihn überhaupt in meine Wohnung ? Oder sage ich ihm, dass wir alles über den Anwalt klären können ?

Ich fühle mich gerade so hintergangen

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24. Februar 2011 um 13:39

Ich
kann verstehen das du sauer bist. Das wäre jeder an deiner Stelle.

Ich würde mich mit ihm hinsetzen und mit ihm darüber reden. Aber nicht aufregen, sondern ganz in Ruhe. Frage ihn warum er gerne das Sorgerecht haben möchte bzw was das für Gründe hat.

Und frag auch warum er meint das du ihm Steine in den Weg legst. Am besten wäre ihr findet eine gemeinsame Grundlage. Warum wohnt er eigentlich so weit weg? Er hat bestimmt auch Wünsche und die Regelung mit den Wochenenden ist auch nicht so praktisch bei so einer Entfernung. Vielleicht lässt sich das anders regeln. Einmal im Monat eine Woche bei ihm, oder ähnliches.

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24. Februar 2011 um 13:44

...
Laut Anwalt möchte er das Sorgerecht, um sich als Vater gleichwertig zu mir als Mutter zu fühlen. Obwohl er in der Geburtsurkunde steht.

Er wohnt so weit weg, weil es schon immer so ist

Und er hätte gern, dass er aller 3 Wochen seinen Sohn sieht. Abwechselnd zu uns kommt und dann auch mal mit zu sich nimmt. Dort kennt mein Sohn aber niemanden. Im Moment hat sein Vater nicht mal eine eigene Wohnung (wohnt wieder bei seinen Eltern).

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24. Februar 2011 um 14:30

Erstmal
Find ich es sehr gut, dass er für sein Kind da sein will.Die Entfernung ist natürlich ein Problem aber muss man sich entgegenkommen.
Ich versteh nicht so recht warum du nicht möchtest das er den kleinen mal zu sich nimmt.Du sagst er kennt dort ja keinen, aber kann er ja auch nicht, solange er dort nicht hin darf und wenn dein ex bei seinen Eltern wohnt ist es doch super sie sind ja immerhin Oma und Opa .
Ich würde ich heute anrufen und solang ihr keine Regelung gefunden habt, die beider Seiten zu gute kommen alles beim alten lassen

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24. Februar 2011 um 14:41

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er sieht einen Zusammenhang zwischen dieser plötzlichen klaren Linie und dem neuen Freund. Verständlich dass er erstmal stinkig und eifersüchtig ist.

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