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Kitas - offenes Konzept

16. November 2014 um 23:19

bedeutet für mich:
Quatschende Erzieher/innen mit ner Horde wild und durcheinander tobende und spielende Kinder, die mich an die wilden 70er erinnern in Zeiten der antiautoritären Erziehung.
"Das freie Spiel ist das Beste für die Entwicklung" (Find ich ja auch, aber doch nicht fast nur, oder? Und innerhalb eines gewissen Rahmen..)

Die Kinder müssen die meisten Konflikte auch mit größeren Kinder vom ersten Tag an fast alleine bewältigen, können oft ungesehen den größten Quatsch machen (Wasserhähne laufen lassen, Klopapierrollen abwickeln, Klo eklig hinterlassen.)

Ab und an werden die Kinder genervt versammelt und angeschnauzt, weil sie jetzt nicht ruhig sein können, wenn denn nun etwas zusammen gemacht werden soll.

Sieht das hier Jemand noch so, oder ist hier Jemand total von dem Konzept überzeugt ? Hab ich einfach die falsche Kita erwischt, oder ist das ganze nicht eher ein komischer Trend?

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17. November 2014 um 1:37

Wie schön,
wenn es bei Euch so vorbildlich und perfekt klappt.
Aber wieso genau meinst Du denn nun "Unsinn"?

Bei uns wird niemals ein Kind gefüttert. Das war nicht einmal so, als er zu den Krippenkindern gehörte.

Und mir wurde nicht einmal von einer schwereren Verletzung berichtet, erst Wochen später, als ich es ansprach. Da stand ich dann wie doof da beim Kinderarzt und wusste von nix.

Die Großen lernen Rücksicht zu nehmen. Das ist ja schön. Mein kleiner hörte sich schon bei meinem Beisein die dollsten Dinger an von den Großen: "Du nervst uns", "Dich lad ich nicht zum Geburtstag ein" und das gleich von solchen Grüppchen, die mich sogar beeindruckten.

Dein Bericht ist fast so geschrieben, wie aus einem Werbeprospekt

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17. November 2014 um 7:31

Ich halte weiterhin nix davon
denn in der Schule gibt es feste Zeiten und Vorgaben. Da müssen sie plötzlich funktionieren und dürfen nix mehr frei entscheiden...bei uns war alles offen, sogar das Frühstück, so dass jeder entscheiden dürfte wann er essen geht. Zu Hause ein Drama: Morgens kein festes Frühstück mehr, tagsüber keinerlei Struktur...er hat in der Schule große Probleme damit dass alles geregelt ist...

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17. November 2014 um 7:42

Das offene konzept
Ist eher für ältere Selbstbewusste Kinder geeignet.
In dem Kiga klingt es eher so, als ob die Erzieher keine Lust haben.
Bei uns durften die Kinder auch viel Frei spielen, aber eigentum von anderen wird nicht zerstört.
LG

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17. November 2014 um 8:46

Mal was ganz anderes:
Mein grosser geht in eine integrative kita (er ist ja autist). dort sind momentan 14 kinder in der gruppe mit momentan 3 Erzieherinnen. grosse gruppenprojekte finden nicht statt,das wäre eine überförderung (Zb "wir gestalten den Hof", über mehrere Tage). dafür natürlich an besonderen tagen (halloween) kleine Projekte (Gespenster basteln). mit den Kindern,die entweder "gesund" sind,oder das hingekommen,werden Dinge angeboten,Zb backen. in der zeit bekommen die anderen Kinder dann Zb was vorgelesen,gehen nach draussen oder in die Turnhalle. auch liegt es an der Tagesform der integrativen kinder,was gemacht wird. richtig "frei gespielt" werden (im sinne von alle Kinder rennen herum wie es ihnen passt) gibt es nie,da Zb auch ein junge im.Rollstuhl dabei ist,der teilweise auf dem Boden liegt bzw längsam krabbelt,das wäre zu gefährlich. insgesamt also locker,aber einzelne kinder müssen bei Bedarf etwas voneinander getrennt werden. Mein kleiner wird jetzt bald in eine u3 Gruppe gehen. dort gibt es einen morgenkreis mit singen (17 kinder,3 Betreuer),dann freies spielen mit den Erzieherinnen,Frühstück,danach geht's meistens raus. dann Mittagessen,mittagsschlaf.

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17. November 2014 um 9:52

Hallo
Das liegt aber nicht am offenen Konzeot sondern am Unwillen(Unfähigkeit der Erzieherinnen und wäre in dem KiGa mit geschlossenen Konzept sicher nicht anders, nur das das Chaos in den einzelnen Gruppenräumen wäre.

Meine Kinder waren im alten Wohnort in einem offenen KiGa und der war so super. Die Kinder hatten Platz zum Spielen und sich zu entfalten. Trotzdem gabs Angebote. Der ganze KiGa war viel besser als der geschlossene im neuen Wohnort und der Mittlere hat lange gebraucht sich im neuen einzugewöhnen, ein Grund war sicher der fehlende Platz zum Spielen, da alles in 1 Zimmer gequetscht ist: Malecke, Rollenspielecke, Bauecke. Im alten KiGa gabs für jedes einen ganzen Raum. Auch das Programm für die Vorschulkinder war im alten KiGa viel umfangreicher.

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17. November 2014 um 9:59
In Antwort auf tola_12559128

Wie schön,
wenn es bei Euch so vorbildlich und perfekt klappt.
Aber wieso genau meinst Du denn nun "Unsinn"?

Bei uns wird niemals ein Kind gefüttert. Das war nicht einmal so, als er zu den Krippenkindern gehörte.

Und mir wurde nicht einmal von einer schwereren Verletzung berichtet, erst Wochen später, als ich es ansprach. Da stand ich dann wie doof da beim Kinderarzt und wusste von nix.

Die Großen lernen Rücksicht zu nehmen. Das ist ja schön. Mein kleiner hörte sich schon bei meinem Beisein die dollsten Dinger an von den Großen: "Du nervst uns", "Dich lad ich nicht zum Geburtstag ein" und das gleich von solchen Grüppchen, die mich sogar beeindruckten.

Dein Bericht ist fast so geschrieben, wie aus einem Werbeprospekt

Dann hast
Du einfach einen schlechten KiGa erwischt. Ich kann aufgrund positiver Erfahrungen mit dem offenen Konzept und eher negativer mit den geschlossenen Konzept dem geschlossenen nichts abgewinnen.
Verletzungen werden/wurden mir in beiden Einrichtungen immer mitgeteilt, auch wenns Nichtigkeiten waren. Im offenen wurde problemlos gefüttert, im geschlossenen kann ich dazu nichts sagen, der Mittlere war schon 3 wo er darein kam.
Das mit den Großen lernen rücksicht nehmen udn die Kleinen lernen von den Großen war wunderbar im offenen Konzept und das fehlt mir gerade total im neuen KiGa. Der Mittlere hat zwar jetzt noch mal eine kleine Schwester bekommen udn profitert davon, aber die Kleine wird leider nicht die Möglichkiet habe den Umgang mit kleinen Kindern zu lernen, wenn sich im KiGa hier im Ort nicht noch was ändert.

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17. November 2014 um 13:43

...
Das offene Konzept ist für den Großteil aller Kinder das Beste - wenn es denn richtig umgesetzt ist.

Das heißt: Viel dürfen und selbst entscheiden, aber auch einiges müssen. Die Kita darf nicht zu groß sein, maximal 40 Kinder, idealer Weise 30. Bei mehr Kindern ist das ganze dann oft zu anonym und unpersönlich. Ausreichend Erzieherinnen, auf keinen Fall weniger als 12 Kinder pro Erzieherin und das immer (Auch bei Urlaub, krank, Fortbildung usw.). Die Kinder brauchen Platz: mehrere Räume, in die sie sich zurück ziehen können und ihren Dingen nachgehen, ein großer Hauptraum und optional noch einen Bewegungsraum. Lärm- und Schallschutz ist enorm wichtig. Und dann natürlich noch ein großer, wenn möglich naturbelassener Garten, in dem die Kinder nach Herzenslust toben können.

Tja, wo herrschen schon so ideale Bedingungen? Hier kommt das große ABER: Wenn solche Bedinungen nicht vorherrschen, dann sollte man Vor- und Nachteile der offenen Arbeit genauestens gegeneinander abwiegen und das Konzept abändern, z.B. zu halboffenen Gruppen tendieren.

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17. November 2014 um 16:05

Ja ich bin überzeugt
Unsere beiden Töchter waren in so einem Kindergarten und es hat ihnen sooo gut getan.
Es gibt natürlich auch Regeln und einen laufenden Wasserhahn habe ich in 6 Jahren noch nicht einmal gesehen.
Es sind über 100 Kinder dort. Die Kinder müssen sich abmelden, wenn sie in eine andere Gruppe gehen.
Alles ist eine Absprachesache und unsere Kinder fühlten sich sehr wohl dort.
Im Winter ist in der Eingangshalle ein riesengroßer Adventskranz mit echten, brennenden Kerzen. Noch nie ist ein Kind dort rangegangen. Finde ich total toll, wie die Kinder die Regeln dort einhalten.
Ein klares Pro offenes Konzept!

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17. November 2014 um 22:53

Wenn Du mich meinst,
ja

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17. November 2014 um 23:15

Danke für die Antworten
Ich bekomme immer mehr das Gefühl, dass es für meinen nix ist. Da werde ich ihn wohl schweren Herzens ummelden müssen. Eigentlich find ich die Einrichtung toll - modern und mit allem drum und dran. Und 60 % der Erzieherinnen mag ich wirklich gern.
Aber da hakt es hinten und vorne mit der Umsetzung.
Zu viele Kinder, Gruppen gibt es nicht wirklich. Kinder sind sogar schon alleine bis nach Draußen gelangt.

Außerdem braucht er zur Zeit so viel Aufmerksamkeit für all seine Fragen, da bräuchte er eigentlich schon einen Erzieher für sich alleine.
Und in einer festen Gruppe im Gruppengespräch ist es doch so, als wenn alle ihre Aufmerksamkeit bekommen und ihre Fragen beantwortet bekommen.
Aber da steht und fällt dann natürlich alles damit, welche Art Erzieher er nun für seine Gruppe grad erwischt.

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17. November 2014 um 23:50

Mit rhetorische Frage
meint man doch eigentlich eine Frage, die gar nicht zur Beantwortung gedacht ist..

Ich denke in einer so prägenden Zeit ist einfach so gar nix ganz egal.
Ganz besonders nicht, wenn ein Kind so hypersensibel ist wie mein Sohn.

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17. November 2014 um 23:50

Meine Tochter wäre damit
komplett überfordert gewesen.
Sie mag dieses Durcheinander nicht, kann sich schwer durchsetzen und vor allem gegen größere hätte sie keine Chance gehabt.
Dann war es auch in diesem Kiga, den wir uns damals angesehen haben so, dass eben andere Dinge auf der Strecke blieben.
Die hatten zum Beispiel einen tollen Garten, der aber nie richtig genutzt wurde weil es einfach zu viel war für drei Erzieher 50 Kinder an- und Wieder auszuziehen.
Ne uns hat es einfach nicht gefallen.......
Es war wirklich ein totales Durcheinander.
Ein gerenne auf den Treppen, geschubse und Gekreische.....

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18. November 2014 um 0:31
In Antwort auf tola_12559128

Mit rhetorische Frage
meint man doch eigentlich eine Frage, die gar nicht zur Beantwortung gedacht ist..

Ich denke in einer so prägenden Zeit ist einfach so gar nix ganz egal.
Ganz besonders nicht, wenn ein Kind so hypersensibel ist wie mein Sohn.

Dann
könntest du ja auch an einem integrativen platz denken?! meine Freundin hat einen Sohn,der hochsensibel ist (heisst das so??habs schon wieder vergessen,Sorry),der ist in der frühförderung und hat einen integrativen platz. Er hat aber "nur" das,also ansonsten keine Behinderung/entwicklungsverzögerung oder so. auf Grund dessen wurde er bei der schule (er sollte mit 5 rein) auch zurück gestuft.

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18. November 2014 um 0:46
In Antwort auf ninal0301

Dann
könntest du ja auch an einem integrativen platz denken?! meine Freundin hat einen Sohn,der hochsensibel ist (heisst das so??habs schon wieder vergessen,Sorry),der ist in der frühförderung und hat einen integrativen platz. Er hat aber "nur" das,also ansonsten keine Behinderung/entwicklungsverzögerung oder so. auf Grund dessen wurde er bei der schule (er sollte mit 5 rein) auch zurück gestuft.

Hmm,
so weit hab ich mich da auch noch nicht informiert.
Es ist mir nur aufgefallen, dass er zwar sehr selbstbewusst ist aber auf der anderen Seite sehr, sehr sensibel.
Teilweise muss ich z.B. sogar bei Filmen für die Allerkleinsten ausmachen, weil ihn was zum Weinen bringt.
Und er macht sich so viele Gedanken oder Sorgen, weil er geistig schon sehr weit ist.

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18. November 2014 um 0:53
In Antwort auf ninal0301

Dann
könntest du ja auch an einem integrativen platz denken?! meine Freundin hat einen Sohn,der hochsensibel ist (heisst das so??habs schon wieder vergessen,Sorry),der ist in der frühförderung und hat einen integrativen platz. Er hat aber "nur" das,also ansonsten keine Behinderung/entwicklungsverzögerung oder so. auf Grund dessen wurde er bei der schule (er sollte mit 5 rein) auch zurück gestuft.

Was
ist denn ein integrativer Platz? Und was muss man wohl machen, um soetwas zu bekommen?

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18. November 2014 um 8:45

Nein,
ist es nicht, viel hängt von den Erziehern ab.
Ein Kind, das leicht friert und eher ruhiger ist, wird in einem Waldkita bestimmt nicht glücklich, genauso gehen jüngere schüchterne Kinder bei einem offenen Konzept eher unter.
LG

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18. November 2014 um 12:28
In Antwort auf tola_12559128

Hmm,
so weit hab ich mich da auch noch nicht informiert.
Es ist mir nur aufgefallen, dass er zwar sehr selbstbewusst ist aber auf der anderen Seite sehr, sehr sensibel.
Teilweise muss ich z.B. sogar bei Filmen für die Allerkleinsten ausmachen, weil ihn was zum Weinen bringt.
Und er macht sich so viele Gedanken oder Sorgen, weil er geistig schon sehr weit ist.

Du
Kannst dein Kind in jeder integrativen kita zum integrativen platz anmelden. ich dachte bisher auch immer,dass.man dafür Atteste oder sowas braucht,dem ist aber nicht so. du solltest dort schildern was die Probleme sind,damit die kita damit besser umgehen kann,Zb wird dann Vllt lautes von ihm ferngehalten. oder er bekommt mal zwischendurch eine andere Aufgabe. die werden wahrscheinlich auch wissen wo du dich hinwenden kannst um das ärztlich abklären zu lassen. selbst kinder mit leichten entwicklungsverzögerungen (was deiner ja nicht hat,aber als beispiel jetzt) haben Anspruch auf so einen platz.

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18. November 2014 um 13:06

Meine Tochter ist in
einer offenen Kita und es ist super da.

Sie hat viele Freunde in ihrer Gruppe, ihre beste Freundin ist in einer anderen Gruppe und noch ein paar Freunde in der dritten Gruppe. Sie kennt alle Erzieherinnen und mag sie und sie kann in jede Gruppe (die 1. ist für Malen und Basteln usw, die 2. für Spiele und Bauen usw. und die 3. für Verkleiden und Rollenspiele). Erzieherinnen laufen überall immer rum und machen halt Erzieherinnensachen. Morgens macht der ganze Kita einen Morgenkreis und gegessen wird auch zusammen.

Ich finde das toll. Es gibt keine Ausgrenzung pro Gruppe und jeder kennt jeden. Es gibt aber trotzdem feste Regeln, an die sich jeder zu halten hat und es funktioniert super!

Wir sind zufrieden

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18. November 2014 um 13:16

In unserer wunschkita
ist das offene konzept auch gängig und da wird es auch toll umgesezt. die gruppen sind relativ klein, dafür gibt es da aber 1 erzieherin auf höchstens 5 kinder und jedes kind hat eine persönliche bezugsperson.

vormittags sind die kids in ihren gruppen, nachmittags dann werden die gruppenräume geöffnet, sodass alle kinder überallhin dürfen. in allen räumen sind mindestens 2 erzieherinnen, wobei es da so ist, wenn ein kind aufs klo will oder in die küche um was zu trinken, geht eben 1 mit. so gänzlich unbeaufsichtig sind die kids nie. gibt es krach, geht immer eine dazwischen.

hab mich auch mit eltern unterhalten und die erzählten mir auch, dass das offene konzept in anderen einrichtungen seeeeeehr offen gehalten wird. da dann nur 1 erzieherin pro raum mit 10 kids oder mehr, raufereien werden nicht alle gesehen usw. also ich meine, da gibt es schon unterschiede.

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18. November 2014 um 20:49


Meine geht in einen Kindergarten mit offenem Konzept, und für sie ist es genau das richtige.
Wir haben 3 Erzieher auf 32 kinder und jeder betreut 1 (von 3) Räumen. Die Kinder müssen sich ab und anmelden, auserdem aufräumen oder eine Sache fertig machen bevor sie etwas neues anfangen. Den Morgenkreis machen dann alle zusammen und raus in den Garten gehen auch alle gemeinsam. Auch turnen, Waldspaziergänge, Bibliothekbesuche etc. sind für alle Kinder.
Wie gesagt, ich finds toll!

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18. November 2014 um 21:19

Niemalss würde ich meine Kind
in einen Kindergarten mit geschlossenen Gruppen geben. Meine MIttlere musste das mal ein Jahr lang ertragen, nachdem sie die Jahre zuvor anderes gewohnt war. Alptraum und nicht nur, weil sie es anders gewohnt war, sondern weil es einfach bescheuert war.

Klar, gibt es verschiedene Formen eines offenen Konzepts. z. B. die Tagesstätte meiner Großen hatte zum einen ihre altersgemischten Bezugsgruppen, in denen z. B. gegessen wurde und gleichzeitig ganz viele "Räum", in denen eben im Freispiel jeder selbst aussuchen konnte, was er macht und in der "Gruppenzeit" wurde es unterschiedlich gehandhabt. Die mittelgroßen und Großen waren schon eher in der Stammgruppe mit den Stammerzieherinnen und berarbeiteten dann ein Thema, die Kleinen waren dann im Kleinkindzimmer mit ihren Bezugsbetreuerin aus der jeweiligen Gruppe. Aber manchmal war auch die ganze Gruppe zusammen oder alle in altersspezifischen Gruppen. D.h. die Gruppe war zwar die Basis, aber es gab genügend Räume für Exploration und z. B. eben einen "Bauraum", eine "Sporthalle", ein "Musikzimmer", ein "Farbenraum", etc, für die man sich im Freispiel dann individuell entscheiden konnte. In jedem Raum war eine Erzieherin und zwei hatten immer "Freispielleitung", d.h. die Kinder mussten diese informieren, wo sie hingehen und es wurde auch mal gebremst, wenn zu viele in einen Raum wollten oder ein Kind immer nur das eine machen wollte.
Die Gruppe wiederum war wie ein Stück Familie, in der man sich dann immer wieder zusammenfand. Mal wurde dann auch mal gemeinsam als altersgemischte Gruppe an einem Projekt gearbeitet, mal traf man sich dort nur zum Essen und erzählte dann von seinen altersspezifisc hen Angeboten. Hach, ein Traum war die Kita!!!!

Beim Jüngsten im Kiga ist es ähnlich. Es gibt altersspezifische Gruppen, in denen dann meist die "Beschäftigungszeit" stattfindet, d. h. alle Vorschulkinder zusammen haben dieselbe Bezugserzieherin, alle Mittelgroßen alle Kleinen und trotz vieler Freispielphasen, in denen eben auch die Themenräume für alle freigegeben sind und sich die Kinder querbeet treffen, wird dann auch in der Altersgruppe was Besonderes gemacht. Aber prinzipiell haben alle mit allen Kontakt und auch die Möglichkeit in den gut ausgestatteten Räumen viel zu entdecken und sich auszuprobieren. Statt in 3 Gruppenräumen je eine kleine Puppenecke zu haben, gibt es eben ein Puppenspielzimmer, das einfach wunderschön eingerichtet ist, wie eine eigene kleine Wohnung und die Kinder gehen echt auf in dieser Spielwelt. Genauso wie 3 mickrige Bauecken in einem Zimmer zusammengeführt wurden und so kann man Lego bis zur Deko bauen und eine Seilbahn vom Fenster bis zur Türe spannen....Im Mal- und Bastelatelier kann sich jeder austoben und findet vielfältige Angebote und Unmengen an Material und Anregungen statt einem kleinen Basteltisch in jeder Gruppe....

Aber es steht und fällt mit den Erzieherinnen und dem Konzept dahinter. Da rennen eben nicht 40 Kinder planlos durch die Gegend und die Erzieherinnen sitzen beim Kaffeekränzchen. Nein, die sind mittendrin und koordinieren das alles. Mal in anleitender Funktion, mal nur als Beobachter...

Dass sich schüchterne Kinder schwerer tun, kann ich schon verstehen, aber dafür sind dann auch die Erzieherinnen da, die dann diesen helfen einen Weg zu finden. Und sei es mit Hilfe eines anderen Kindes, das man bittet, ein bißchen mitzuhelfen, damit sich xy wohl fühlt. Und das stärkt dann beide Kinder in ihrer sozialen Kompetenz!

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18. November 2014 um 23:14
In Antwort auf ninal0301

Du
Kannst dein Kind in jeder integrativen kita zum integrativen platz anmelden. ich dachte bisher auch immer,dass.man dafür Atteste oder sowas braucht,dem ist aber nicht so. du solltest dort schildern was die Probleme sind,damit die kita damit besser umgehen kann,Zb wird dann Vllt lautes von ihm ferngehalten. oder er bekommt mal zwischendurch eine andere Aufgabe. die werden wahrscheinlich auch wissen wo du dich hinwenden kannst um das ärztlich abklären zu lassen. selbst kinder mit leichten entwicklungsverzögerungen (was deiner ja nicht hat,aber als beispiel jetzt) haben Anspruch auf so einen platz.

Aha,
Danke auf jeden Fall. Ich werde mir da mal Gedanken machen.
Hilfe von einer Heilpädagogin bekomme ich auf jeden Fall bald schon mal wegen einer Eigenart, die er hat.

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