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Krankenversicherung im europäischen Ausland - kennt sich jemand aus?

10. September 2014 um 13:17

Hallo!

Mein Mann wurde von seinem Arbeitgeber für ein halbes Jahr in die Niederlande entsand und durfte seine Familie mitnehmen. Ich bin bei meinem Mann gesetzlich familienversichert bei der BARMER GEK. Die Versichertenkarte der BARMER GEK ist ja gleichzeitig eine Europäische Auslandsversichertenkarte (EHIC). Dort heißt es, dass Arbeitnehmer im Ausland alle Leistungen erhalten, die im dortigen Krankenversicherungssystem vorgesehen sind.

Nun erfuhr ich kurz nach unserer Ankunft in den Niederlanden von meiner Schwangerschaft und nahm an der dort üblichen Schwangerschaftsvorsorge teil. Von allen Seiten wurde mir gesagt, dass wir die Leistungen zunächst selbst bezahlen müssten, das Geld aber von unserer Krankenversicherung zurück erstattet bekommen würden.
Leider haben wir uns darauf verlassen und haben die Rechnungen erst nach unserer Rückkehr nach Deutschland bei der Krankenkasse eingereicht.

Die Krankenkasse weigert sich nun die Kosten zu übernehmen, weil eine Schwangerschaftsvorsorge im Ausland keine erforderliche Leistung sei . Angeblich wäre der Arbeitgeber meines Mannes verpflichtet gewesen für uns eine private Auslandskrankenversicherung abzuschließen.

Weiß jemand ob das so richtig ist?

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10. September 2014 um 14:36

Soweit ich weiß
ist das richtig so und ihr müsst es leider selber zahlen

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10. September 2014 um 15:36

Ich
Glaube leider, dass Eure Krankenkasse Recht hat.

Als ich mit Verdacht auf Eileitet-SS in der Schweiz zum Arzt musste, konnte ich mir das auch nur über die Auslandskrankenversicherung zurückholen. Bin mir jetzt unsicher, ob das wegen Schweiz war (ist ja nicht EU). Aber ich meine, ich hätte auch schon mal gehört, dass die KK nicht alles zahlt, was im Ausland passiert.

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10. September 2014 um 21:05

Danke für eure Antworten!
Mein Mann hat heute nochmal mit der Sachbearbeiterin von der Krankenkasse telefoniert. Ich weiß nicht genau wie er es geschafft hat, aber sie hat jetzt immerhin zugestimmt, dass die Krankenkasse die Leistungen nach deutschem Tarif übernimmt. Es kann allerdings sein, dass das deutlich weniger ist, als wir in Holland bezahlt haben. Er wird jetzt noch mit seiner Personalabteilung verhandeln, ob die Firma den Differenzbetrag übernimmt, denn laut Bundesverwaltungsamt hat die Firma die Fürsorgepflicht dafür zu sorgen, dass ins Ausland entsannte Mitarbeiter (und deren familienversicherte Angehörige) die gleichen Leistungen bekommen, die Ihnen auch in Deutschland zustünden.

Ich bin jedenfalls erstmal beruhigt, dass wir wohl doch zumindest nicht komplet auf den Kosten sitzen bleiben werden .

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