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Krippe: diplomatische, aber wirkungsvolle Kritik möglich?

16. Juni 2017 um 14:10

Mein Sohn ist 2 Jahre und besucht eine kleine Krippe mit 3 Gruppen hier in Magdeburg, Träger sind die Johanniter. Er ist noch nicht sauber, sagte aber immerhin schon Bescheid, wenn es in die Windel ging, und weiß eigentlich auch, dass das in die Toilette soll. Nun zu meinem Problem:
In der Krippe kriegen sie es einfach nicht hin, ihn zu wickeln. Vormittags spielen sie draußen und da guckt anscheinend keiner mal in seine Hose. Diese Woche habe ich ihn jeden Tag nach dem Mittagessen abgeholt und jedesmal wurden mir anschließend vollgeschissene Hosen und ein wundes Kind ausgehändigt so nach dem Motto: „Der muss grad beim Essen eingemacht haben. Ihr Sohn ist aber auch immer sofort wund!“ (Er ist ein ausgesprochen robuster Hauttyp, aber nach drei Stunden ist eben auch er wund ... und zuhause kackt er immer im Stehen, naja egal ...)
Mittwoch hab ich das mal angesprochen, da es schon öfter vorkam (ich habs die vergangenen Monate auch hin und wieder mal sagen müssen). Und auch angemerkt, dass die Erzieherinnen ja auch nicht das ganze Mittagessen in ihrer Scheiße sitzen möchten, und es wär ja schon möglich, dass wenn man von draußen rein kommt und den Kindern den Sonnenhut abnimmt und die Schuhe wechselt, auch mal vor dem Essen in die Windel guckt. Die Erzieherin war angepisst und meinte, dass bei 15 Kindern auf drei Erzieher auch mal einer durchwutschen kann (was an sich stimmt - dazu habe ich mein Verständnis auch gezeigt - aber wieso ist das jeden Tag mein Sohn?), und sie müsse jetzt rein, andere Kinder sauber machen. Gut. Ich den Krempel von Sohnemann eingetütet, kam die andere Erzieherin raus und meinte, ich müsse ja nicht gleich immer so böse reagieren, die Kollegin sei da sehr empfindlich. Naja. Ich so: „Ja, aber man muss es doch ansprechen dürfen, zumal es ja doch sehr häufig vorkommt. Sie möchten auch nicht in einer vollen Windel essen müssen. Und wenn Sie z.B. eine Mutter hätten, die gepflegt wird, würden Sie das dem Personal auch sagen, wenn Sie feststellen, dass die stundenlang nicht sauber gemacht wird. Da können die ja dann auch nicht antworten, wir sind zu wenige und überfordert.“ Antwort: „Wir sagen auch nicht, wir sind überfordert, wir verfolgen ein pädagogisches Konzept und reißen die Kinder nicht aus dem Spiel, um die Windel zu kontrollieren.“ Naja, aber beim Reingehen zum Mittagessen ...


Egal. Was mich umtreibt, ist, dass es Donnerstag (da hat Papa abgeholt) und heute wieder so war! 5 Tage in Folge! Das muss einem doch auch mal peinlich sein, oder? Heute vollgeschissene Hose im Wäschesack und zuhause pack ich das Kind aus und es ist wund bis aufs Fleisch, jault natürlich beim Saubermachen. Da versteh ich auch, dass er nix sagt, das muss so furchtbar wehtun, wenn da jemand dran rumwischt! Habe jetzt langsam das Gefühl, die lassen es an meinem Kind aus, dass ich mich beschwere.


Zumindest von 2 Eltern weiß ich, dass deren Kinder auch oft wund sind (und die Erzieherinnen abstreiten, dass sie nicht „hinterher“ sind). Sich bei der Leiterin beschweren bringt nix, die bringt dieselben Gegenargumente (da es eine kleine Einrichtung ist, hilft sie in den Gruppen aus, wo einer Urlaub hat oder krank ist, und hat mir meinen Sohn auch schon öfter mit den Worten „Volle Waschladung, Mama!“ zurückgegeben.)


Was tun? Wie sprech ich das Thema nochmal so an, dass es evtl. fruchtet? Und bei wem kann ich mich beschweren? Die Johanniter interessiert das garantiert nicht und Betreuungsplätze sind derzeit Mangelware, die können praktisch machen, was sie wollen. Ich will auch gar nicht gleich auf höhere Ebene, sondern das lieber persönlich klären (ich will die ja auch nicht schädigen, aber dieser Mangel an Einsicht stört mich schon!), aber wie, wenn die eh schon pissig sind und das mein Kind spüren lassen? Ich habe nie jemanden persönlich kritisiert, es aber halt immer mal angesprochen und 5 Tage in Folge sind schon oft, oder (war die Woche auch keine Arbeitskraft krank oder so)? Habt ihr eine sowohl diplomatische als auch wirksame Idee?


Danke schon mal im Voraus!

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16. Juni 2017 um 15:36

Ich würde versuchen das Ganze diplomatisch anzugehen, Verständnis für die personelle Unterbesetzung zeigen (wobei ich 3 Erzieher auf 15 nicht dramatisch schlecht finde, bei uns waren es 2 auf 12 in der Krippe). Mirfulan Wundsalbe hilft bei uns Wunder bei wundem Po. Die kann Dir Dein Kinderarzt verschreiben. Dort würde ich das Ganze auch noch einmal ansprechen.
Vielleicht zieht ja auch das Argument, dass sich Dein Kinderarzt Sorgen um seine Haut am Po macht. Wenn es hart auf hart kommt, den Träger mit Attesten des Arztes anschreiben.

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16. Juni 2017 um 17:50

also ich bin mir auch nicht sicher, ob diplomatisch da noch die richtigen Früchte trägt.
An deiner Stelle würde ich mich nochmal mit den Eltern anderer betroffener Kinder zusammen tun und dann das Gespräch suchen, entweder mit der Leitung alleine oder aber mit allen Erziehern. Und dann wirklich auf den Tisch hauen und sagen, dass ihr das nicht mehr duldet, klar KANN es MAL passieren, aber du beobachtest es ja bei deinem kleinen jetzt schon ziemlich häufig und das darf nicht sein.
Sollten sie dann immernoch darauf beharren, dass es am Personalmangel liegt (den ich da übrigens nicht erkennen kann...) dann würde ich darauf hinweisen, dass ihr das Problem an den Träger weitergebt, damit dieser am Personalmangel etwas ändern kann...

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16. Juni 2017 um 18:18

Ich würde da auch nochmal, gegebenenfalls mit anderen Eltern auf den Putz hauen und mich, wenn das nicht fruchtet, an den Träger wenden.
In dieser Häufigkeit und Regelmäßigkeit halte ich das weder für normal, noch akzeptabel.

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16. Juni 2017 um 21:14

Ich finde, dass das gar nicht geht! Du schreibst Krippe - eine Krippe ist extra für ganz kleine Kinder. Und dass ganz kleine Kinder noch Windeln tragen ist normal und gehört dazu. Wenn die Erzieher das nicht schaffen Windelkinder regelmäßig zu wickeln, dann sollen sie bitte keine Krippe anbieten und Kinder erst ab 3 Jahren nehmen, wo viele schon sauber und trocken sind.

Für mich ginge das gar nicht. Das kann MAL passieren, vielleicht alle zwei Monate mal. Aber gewiss nicht wöchentlich oder gar täglich. 

Für mich ist das Faulheit. Die Erzieher könnten feste Wickelzeiten für alle einführen, die fester Bestandteil des Tagesablaufs sind. So kann zum Beispiel täglich um Uhrzeit x und dann nochmal um Uhrzeit y gewickelt werden. Oder wenn eben einer müffelt, dann zwischendrin. Wenn die Kinder auf die Toilette müssen (wenn trocken und sauber), dann kann man ja auch nicht sagen, dass das nicht geht, weil man unterbesetzt ist oder die Kinder grade so schön spielen. 

Ich würde mir einen festen Termin bei der Leitung holen und das Thema nochmal freundlich, aber bestimmt ansprechen. Dein Sohn hat Schmerzen durch das Versäumnis der Erzieher - und zwar fast täglich. Das geht einfach gar nicht und ist total unnötig. Als diplomatischen Vorschlag würde ich anbringen, dass man ja feste Wickel- und Toilettenzeiten für alle Kinder einführen könnte. So würden alle zu zwei bestimmten Zeiten im Gänsemarsch auf die Toilette gehen oder gewickelt werden. Dafür kann man sich extra mal 20 Minuten nehmen, wie für die Essens- oder Schlafenszeiten. Überlege dir für diesen Vorschlag doch einfach zwei Uhrzeiten, die du sinnvoll findest und schlag das vor. 

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16. Juni 2017 um 21:36

Mehrere Punktw würde ich gerne ansprechen:

Zum einen kann ich die Tipps, den Erziehern "Feuer unterm Hintern zu machen" absolut nicht nachvollziehen. Sie sollen sich doch noch adäquat um den kleinen kümmern und gerade im kleinkindbereich, wo Kinder noch nicht so gut sprechen können, ist ein gutes Verhältnis zu den Erziehern unerlässlich. Schlussendlich sind Erzieher auch nur Menschen und wenn sie den kleinen nicht mehr gut behandeln, ist nichts gewonnen, sondern nur an anderer Stelle etwas verloren.

zum anderen an die Fragestellerin: ich kann deine Wut absolut nachvollziehen, aber würde die Gespräche anders angehen. Mache einen Termin zum Gespräch aus und frage die Erzieher ganz konkret, was sich ändern muss, damit die wickelsituation wieder besser wird. Damit unterstellst du ihnen kein Fehlverhalten, aber suchst trotzdem konstruktiv nach Lösungen.
wie wäre es denn mit festen Zeiten, wo kontrolliert wird, ob die Kinder noch sauber sind. In unserem Kindergarten werden alle Kinder vor dem Mittagessen gewickelt und den Eltern, die ihr Kind um 12 nach dem Essen abholen, frisch übergeben. Insofern sind meiner Meinung nach auch feste wickelzeiten sinnvoll, da manche Kinder ja auch viel pinkeln und auch da irgendwann eine frische Windel notwendig ist.

mein Tipp: freundlich bleiben und wenn sich nichts ändert, würde ich den Kindergarten wechseln. Für mich hat es auch etwas mit würde und Respekt zu tun, dass mein Kind eine frische Windel hat und da erwarte ich, dass alle Lösungswege suchen. 

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16. Juni 2017 um 21:37

Diplomatie ? Auf Kosten der Gesundheit meines Kindes ? Nein. ....ein sauberer  Popo sollte drin sein......das hat nichts mit Diplomatie sondern mit Menschenwürde zu tun.

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17. Juni 2017 um 19:38
In Antwort auf rosenalbe

Mein Sohn ist 2 Jahre und besucht eine kleine Krippe mit 3 Gruppen hier in Magdeburg, Träger sind die Johanniter. Er ist noch nicht sauber, sagte aber immerhin schon Bescheid, wenn es in die Windel ging, und weiß eigentlich auch, dass das in die Toilette soll. Nun zu meinem Problem:
In der Krippe kriegen sie es einfach nicht hin, ihn zu wickeln. Vormittags spielen sie draußen und da guckt anscheinend keiner mal in seine Hose. Diese Woche habe ich ihn jeden Tag nach dem Mittagessen abgeholt und jedesmal wurden mir anschließend vollgeschissene Hosen und ein wundes Kind ausgehändigt so nach dem Motto: „Der muss grad beim Essen eingemacht haben. Ihr Sohn ist aber auch immer sofort wund!“ (Er ist ein ausgesprochen robuster Hauttyp, aber nach drei Stunden ist eben auch er wund … und zuhause kackt er immer im Stehen, naja egal ...)
Mittwoch hab ich das mal angesprochen, da es schon öfter vorkam (ich habs die vergangenen Monate auch hin und wieder mal sagen müssen). Und auch angemerkt, dass die Erzieherinnen ja auch nicht das ganze Mittagessen in ihrer Scheiße sitzen möchten, und es wär ja schon möglich, dass wenn man von draußen rein kommt und den Kindern den Sonnenhut abnimmt und die Schuhe wechselt, auch mal vor dem Essen in die Windel guckt. Die Erzieherin war angepisst und meinte, dass bei 15 Kindern auf drei Erzieher auch mal einer durchwutschen kann (was an sich stimmt – dazu habe ich mein Verständnis auch gezeigt – aber wieso ist das jeden Tag mein Sohn?), und sie müsse jetzt rein, andere Kinder sauber machen. Gut. Ich den Krempel von Sohnemann eingetütet, kam die andere Erzieherin raus und meinte, ich müsse ja nicht gleich immer so böse reagieren, die Kollegin sei da sehr empfindlich. Naja. Ich so: „Ja, aber man muss es doch ansprechen dürfen, zumal es ja doch sehr häufig vorkommt. Sie möchten auch nicht in einer vollen Windel essen müssen. Und wenn Sie z.B. eine Mutter hätten, die gepflegt wird, würden Sie das dem Personal auch sagen, wenn Sie feststellen, dass die stundenlang nicht sauber gemacht wird. Da können die ja dann auch nicht antworten, wir sind zu wenige und überfordert.“ Antwort: „Wir sagen auch nicht, wir sind überfordert, wir verfolgen ein pädagogisches Konzept und reißen die Kinder nicht aus dem Spiel, um die Windel zu kontrollieren.“ Naja, aber beim Reingehen zum Mittagessen ...


Egal. Was mich umtreibt, ist, dass es Donnerstag (da hat Papa abgeholt) und heute wieder so war! 5 Tage in Folge! Das muss einem doch auch mal peinlich sein, oder? Heute vollgeschissene Hose im Wäschesack und zuhause pack ich das Kind aus und es ist wund bis aufs Fleisch, jault natürlich beim Saubermachen. Da versteh ich auch, dass er nix sagt, das muss so furchtbar wehtun, wenn da jemand dran rumwischt! Habe jetzt langsam das Gefühl, die lassen es an meinem Kind aus, dass ich mich beschwere.


Zumindest von 2 Eltern weiß ich, dass deren Kinder auch oft wund sind (und die Erzieherinnen abstreiten, dass sie nicht „hinterher“ sind). Sich bei der Leiterin beschweren bringt nix, die bringt dieselben Gegenargumente (da es eine kleine Einrichtung ist, hilft sie in den Gruppen aus, wo einer Urlaub hat oder krank ist, und hat mir meinen Sohn auch schon öfter mit den Worten „Volle Waschladung, Mama!“ zurückgegeben.)


Was tun? Wie sprech ich das Thema nochmal so an, dass es evtl. fruchtet? Und bei wem kann ich mich beschweren? Die Johanniter interessiert das garantiert nicht und Betreuungsplätze sind derzeit Mangelware, die können praktisch machen, was sie wollen. Ich will auch gar nicht gleich auf höhere Ebene, sondern das lieber persönlich klären (ich will die ja auch nicht schädigen, aber dieser Mangel an Einsicht stört mich schon!), aber wie, wenn die eh schon pissig sind und das mein Kind spüren lassen? Ich habe nie jemanden persönlich kritisiert, es aber halt immer mal angesprochen und 5 Tage in Folge sind schon oft, oder (war die Woche auch keine Arbeitskraft krank oder so)? Habt ihr eine sowohl diplomatische als auch wirksame Idee?


Danke schon mal im Voraus!
 

Wow das du da noch diplomatisch bleiben willst?
Rede klartext.anfänglich noch nett.aber bringe ein attest und fotos des wunden kinderpos mit.
Toi toi

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18. Juni 2017 um 11:55
In Antwort auf rosenalbe

Mein Sohn ist 2 Jahre und besucht eine kleine Krippe mit 3 Gruppen hier in Magdeburg, Träger sind die Johanniter. Er ist noch nicht sauber, sagte aber immerhin schon Bescheid, wenn es in die Windel ging, und weiß eigentlich auch, dass das in die Toilette soll. Nun zu meinem Problem:
In der Krippe kriegen sie es einfach nicht hin, ihn zu wickeln. Vormittags spielen sie draußen und da guckt anscheinend keiner mal in seine Hose. Diese Woche habe ich ihn jeden Tag nach dem Mittagessen abgeholt und jedesmal wurden mir anschließend vollgeschissene Hosen und ein wundes Kind ausgehändigt so nach dem Motto: „Der muss grad beim Essen eingemacht haben. Ihr Sohn ist aber auch immer sofort wund!“ (Er ist ein ausgesprochen robuster Hauttyp, aber nach drei Stunden ist eben auch er wund … und zuhause kackt er immer im Stehen, naja egal ...)
Mittwoch hab ich das mal angesprochen, da es schon öfter vorkam (ich habs die vergangenen Monate auch hin und wieder mal sagen müssen). Und auch angemerkt, dass die Erzieherinnen ja auch nicht das ganze Mittagessen in ihrer Scheiße sitzen möchten, und es wär ja schon möglich, dass wenn man von draußen rein kommt und den Kindern den Sonnenhut abnimmt und die Schuhe wechselt, auch mal vor dem Essen in die Windel guckt. Die Erzieherin war angepisst und meinte, dass bei 15 Kindern auf drei Erzieher auch mal einer durchwutschen kann (was an sich stimmt – dazu habe ich mein Verständnis auch gezeigt – aber wieso ist das jeden Tag mein Sohn?), und sie müsse jetzt rein, andere Kinder sauber machen. Gut. Ich den Krempel von Sohnemann eingetütet, kam die andere Erzieherin raus und meinte, ich müsse ja nicht gleich immer so böse reagieren, die Kollegin sei da sehr empfindlich. Naja. Ich so: „Ja, aber man muss es doch ansprechen dürfen, zumal es ja doch sehr häufig vorkommt. Sie möchten auch nicht in einer vollen Windel essen müssen. Und wenn Sie z.B. eine Mutter hätten, die gepflegt wird, würden Sie das dem Personal auch sagen, wenn Sie feststellen, dass die stundenlang nicht sauber gemacht wird. Da können die ja dann auch nicht antworten, wir sind zu wenige und überfordert.“ Antwort: „Wir sagen auch nicht, wir sind überfordert, wir verfolgen ein pädagogisches Konzept und reißen die Kinder nicht aus dem Spiel, um die Windel zu kontrollieren.“ Naja, aber beim Reingehen zum Mittagessen ...


Egal. Was mich umtreibt, ist, dass es Donnerstag (da hat Papa abgeholt) und heute wieder so war! 5 Tage in Folge! Das muss einem doch auch mal peinlich sein, oder? Heute vollgeschissene Hose im Wäschesack und zuhause pack ich das Kind aus und es ist wund bis aufs Fleisch, jault natürlich beim Saubermachen. Da versteh ich auch, dass er nix sagt, das muss so furchtbar wehtun, wenn da jemand dran rumwischt! Habe jetzt langsam das Gefühl, die lassen es an meinem Kind aus, dass ich mich beschwere.


Zumindest von 2 Eltern weiß ich, dass deren Kinder auch oft wund sind (und die Erzieherinnen abstreiten, dass sie nicht „hinterher“ sind). Sich bei der Leiterin beschweren bringt nix, die bringt dieselben Gegenargumente (da es eine kleine Einrichtung ist, hilft sie in den Gruppen aus, wo einer Urlaub hat oder krank ist, und hat mir meinen Sohn auch schon öfter mit den Worten „Volle Waschladung, Mama!“ zurückgegeben.)


Was tun? Wie sprech ich das Thema nochmal so an, dass es evtl. fruchtet? Und bei wem kann ich mich beschweren? Die Johanniter interessiert das garantiert nicht und Betreuungsplätze sind derzeit Mangelware, die können praktisch machen, was sie wollen. Ich will auch gar nicht gleich auf höhere Ebene, sondern das lieber persönlich klären (ich will die ja auch nicht schädigen, aber dieser Mangel an Einsicht stört mich schon!), aber wie, wenn die eh schon pissig sind und das mein Kind spüren lassen? Ich habe nie jemanden persönlich kritisiert, es aber halt immer mal angesprochen und 5 Tage in Folge sind schon oft, oder (war die Woche auch keine Arbeitskraft krank oder so)? Habt ihr eine sowohl diplomatische als auch wirksame Idee?


Danke schon mal im Voraus!
 

Danke für die vielen Antworten.

Leider hat Sohni jetzt Bindehautentzündung und bleibt paar Tage zuhause, aber wenn ich ihn morgen krank melde, kann ich ja schon mal um einen Gesprächstermin bitten - und auch bei der KiÄ das Thema "aktualisieren". Das gibt dann meinen Argumenten viell. nochmal mehr Gewicht.

Das Problem ist, dass hier jeder um einen Betreuungsplatz kämpft. Ich kann schlecht damit drohen, mein Kind woanders hinzuschicken - die lachen sich nur ins Fäustchen. Außerdem hab ich noch ein jüngeres Kind von 6,5 Wochen, für das ich natürlich den Anspruch auf den Geschwisterplatz nicht verwirken will -- von daher will ich, dass sich das ändert, denn mein Kleiner und die ganzen anderen Kinder sollen nicht die gleiche Sch... durchmachen müssen.

Ist der Große krank oder extrem wund, bleibt er klar paar Tage zuhause, aber Bebi 2 hat seinen Rhythmus noch nicht gefunden und ich bin auch dankbar für ein paar Stunden zu zweit mit dem Kleinen, und der Große genießt das Toben mit den anderen Kindern sehr, dass kann ich ihm so in der Stadtwohnung mit Bebi 2 nicht bieten, auch wenn wir nachmittags immer raus gehen -- der Kleine braucht halt auch noch Ruhe und Aufmerksamkeit, findet kaum in den Schlaf, wenn der Große da ist, aber auch nicht, wenn der Kinderwagen still steht, ihr wisst, was ich meine ...

Mirfulan hilft übrigens bei uns nicht mehr, nur Infectosoor, was nicht für den Dauergebrauch bestimmt ist, das werd ich auch noch mal anbringen. Wünscht mir Erfolg!!!

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18. Juni 2017 um 21:30

Toi toi
Die nützen das voll aus,im Wissen die Eltern müssen froh sein um den Platz

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19. Juni 2017 um 17:33
In Antwort auf rosenalbe

Mein Sohn ist 2 Jahre und besucht eine kleine Krippe mit 3 Gruppen hier in Magdeburg, Träger sind die Johanniter. Er ist noch nicht sauber, sagte aber immerhin schon Bescheid, wenn es in die Windel ging, und weiß eigentlich auch, dass das in die Toilette soll. Nun zu meinem Problem:
In der Krippe kriegen sie es einfach nicht hin, ihn zu wickeln. Vormittags spielen sie draußen und da guckt anscheinend keiner mal in seine Hose. Diese Woche habe ich ihn jeden Tag nach dem Mittagessen abgeholt und jedesmal wurden mir anschließend vollgeschissene Hosen und ein wundes Kind ausgehändigt so nach dem Motto: „Der muss grad beim Essen eingemacht haben. Ihr Sohn ist aber auch immer sofort wund!“ (Er ist ein ausgesprochen robuster Hauttyp, aber nach drei Stunden ist eben auch er wund … und zuhause kackt er immer im Stehen, naja egal ...)
Mittwoch hab ich das mal angesprochen, da es schon öfter vorkam (ich habs die vergangenen Monate auch hin und wieder mal sagen müssen). Und auch angemerkt, dass die Erzieherinnen ja auch nicht das ganze Mittagessen in ihrer Scheiße sitzen möchten, und es wär ja schon möglich, dass wenn man von draußen rein kommt und den Kindern den Sonnenhut abnimmt und die Schuhe wechselt, auch mal vor dem Essen in die Windel guckt. Die Erzieherin war angepisst und meinte, dass bei 15 Kindern auf drei Erzieher auch mal einer durchwutschen kann (was an sich stimmt – dazu habe ich mein Verständnis auch gezeigt – aber wieso ist das jeden Tag mein Sohn?), und sie müsse jetzt rein, andere Kinder sauber machen. Gut. Ich den Krempel von Sohnemann eingetütet, kam die andere Erzieherin raus und meinte, ich müsse ja nicht gleich immer so böse reagieren, die Kollegin sei da sehr empfindlich. Naja. Ich so: „Ja, aber man muss es doch ansprechen dürfen, zumal es ja doch sehr häufig vorkommt. Sie möchten auch nicht in einer vollen Windel essen müssen. Und wenn Sie z.B. eine Mutter hätten, die gepflegt wird, würden Sie das dem Personal auch sagen, wenn Sie feststellen, dass die stundenlang nicht sauber gemacht wird. Da können die ja dann auch nicht antworten, wir sind zu wenige und überfordert.“ Antwort: „Wir sagen auch nicht, wir sind überfordert, wir verfolgen ein pädagogisches Konzept und reißen die Kinder nicht aus dem Spiel, um die Windel zu kontrollieren.“ Naja, aber beim Reingehen zum Mittagessen ...


Egal. Was mich umtreibt, ist, dass es Donnerstag (da hat Papa abgeholt) und heute wieder so war! 5 Tage in Folge! Das muss einem doch auch mal peinlich sein, oder? Heute vollgeschissene Hose im Wäschesack und zuhause pack ich das Kind aus und es ist wund bis aufs Fleisch, jault natürlich beim Saubermachen. Da versteh ich auch, dass er nix sagt, das muss so furchtbar wehtun, wenn da jemand dran rumwischt! Habe jetzt langsam das Gefühl, die lassen es an meinem Kind aus, dass ich mich beschwere.


Zumindest von 2 Eltern weiß ich, dass deren Kinder auch oft wund sind (und die Erzieherinnen abstreiten, dass sie nicht „hinterher“ sind). Sich bei der Leiterin beschweren bringt nix, die bringt dieselben Gegenargumente (da es eine kleine Einrichtung ist, hilft sie in den Gruppen aus, wo einer Urlaub hat oder krank ist, und hat mir meinen Sohn auch schon öfter mit den Worten „Volle Waschladung, Mama!“ zurückgegeben.)


Was tun? Wie sprech ich das Thema nochmal so an, dass es evtl. fruchtet? Und bei wem kann ich mich beschweren? Die Johanniter interessiert das garantiert nicht und Betreuungsplätze sind derzeit Mangelware, die können praktisch machen, was sie wollen. Ich will auch gar nicht gleich auf höhere Ebene, sondern das lieber persönlich klären (ich will die ja auch nicht schädigen, aber dieser Mangel an Einsicht stört mich schon!), aber wie, wenn die eh schon pissig sind und das mein Kind spüren lassen? Ich habe nie jemanden persönlich kritisiert, es aber halt immer mal angesprochen und 5 Tage in Folge sind schon oft, oder (war die Woche auch keine Arbeitskraft krank oder so)? Habt ihr eine sowohl diplomatische als auch wirksame Idee?


Danke schon mal im Voraus!
 

Also ich bin auch Erzieherin und das geht absolut gar nicht, oh mein Gott! Klar kann ein Kind durchrutschen, passiert uns allen, aber nicht 5 Tage in Folge!!
Ich habe in einem Kinderhaus gearbeitet, offenes Konzept mit ca 35 Wickelkindern. Wir führten eine Wickelliste, in die eingetragen wurde, wann das Kind gewickelt wurde und "was in der Windel war" (also ein O für "Pipi" und ein X für mehr). So konnte niemand durchrutschen oder vergessen werden. Wenn ein Kind nicht mitgehen möchte, frage ich erst ein anderes und hole es später, ganz einfach. 
Zu 3. auf 15 Kinder ist ein angemessener Schlüssel, einer kann wickeln gehen und die anderen Beiden beaufsichtigen die Kinder.
Von so "Massenwickeln" (also alle in den Wickelraum und dann "Fließbandarbeit" halte ich wenig. Ich kenne es so, dass täglich jemand anderes mit wickeln an der Reihe ist und dann die Kids nacheinander holt.
Sage denen, dass das so nicht geht. Versuche eine Lösung zu finden und hol auch andere betroffene Eltern ins Boot. Wenn das nichts hilft, drohe ihnen damit, zum Träger zu gehen. Hier geht es um die Gesundheit deines und anderer Kinder!!

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