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Kündigung weil homosexuell

20. April 2015 um 20:06

Hallo Mädels,

eine Hortleiterin muss ihren Job aufgeben, weil sie im Sommer ihre Freundin heiraten wird.

Die Eltern sind entsetzt, die Kinder total unglücklich und auch die Erzieher wollen ihre Chefin unbedingt behalten.

Warum sie gehen muss?

Weil sie bei der Caritas arbeitet und die Richtlinien eben besagen, dass dies nicht erlaubt ist.

Was sagt ihr dazu?

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20. April 2015 um 20:11

Ist sowas heut überhaupt noch durchsetzbar?
Das ist doch diskriminierung. Würd den laden verklagen.

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20. April 2015 um 20:40

Ist die Caritas kirchlich?
Dann wäre deren Argumentation nachzuvollziehen, da Homosexualität nicht im Einklang mit dem christlichen Glauben steht. Und als sog. Tendenzbetrieb können christliche Einrichtungen ihr eigens Arbeitsrecht durchsetzen und z.B. auch Streiks verbieten. Ähnlich kann es aussehen bei Heirat eines Geschiedenen oder bei Kirchenaustritt.

In Meinen Augen ebenfalls ein Skandal, die Betroffenen sollten sich durch alle Instanzen kämpfen, zur Not muss auf europäischer Ebene ein Machtwort gesprochen werden.

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20. April 2015 um 20:52

...
Die Frau meiner ehemaligen Arbeitskollegin hatte das gleiche Problem... Sie sind seit Jahren verheiratet und haben eine gemeinsame Tochter. Ihr wurde von Trägerseite "geraten" (kirchliche Einrichtung) zu kündigen als sie mitbekamen, dass sie mit einer Frau verheiratet ist. Sie haben einen Anwalt eingeschalten. Was letztendlich passierte oder dabei herauskam weiß ich leider nicht.

So viel zum Leitbild dieser Einrichtung "Gott liebt alle Menschen". Was sagen sie wohl dazu, das Gott wohl bisexuell ist?

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20. April 2015 um 21:55

Wowo
Caritas ist katholisch. ..oder?
Arbeite auch in einer kath. Einrichtung...dort ist u.a. ein Kündigungsgrund; wenn eine Erzieherin geschieden ist und bei heiratet.
Zusammen leben...unverheiratet. ..unverheiratet Kind ist okay...

Zur Kündigung in 'deinem' Fall ....daneben..aber kirchliche Einrichtungen haben ihre eigenen 'gesetze'.

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21. April 2015 um 0:13

Und wer finanziert kirchliche Einrichtungen?
Der Staat und dann gelten andere Gesetze... Ekelhaft

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21. April 2015 um 0:38


Dazu sag ich nur AGG (allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) und Arbeitsgericht

Ich glaub ja nicht das die das dürfen nur weil sie sich n Kreuz an die Wand genagelt haben... versuchen würd ichs auf jeden Fall.

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21. April 2015 um 1:13
In Antwort auf lela_12725663


Dazu sag ich nur AGG (allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) und Arbeitsgericht

Ich glaub ja nicht das die das dürfen nur weil sie sich n Kreuz an die Wand genagelt haben... versuchen würd ichs auf jeden Fall.

Doch
Dürfen sie, weil sie das Kreuz an der Wand haben.
Bei dem christlichen Glauben sind dem Gericht die Hände gebunden. Wir hatten einen ählichen Fall vor 2 Jahren. Eine Lehrerin, die in einer katholischen Schule angestellt war. Sie wurde gekündigt, weil sie nach ihrer Scheidung einen anderen Mann geheiratet hatte. Die Ehe ist eines der 7 Sakramente und vor Gott ist man auch trotz Scheidung noch verheiratet. Nach der 2. Hochzeit wurde sie gekündigt, weil die Kirche es verbietet und da hilft auch kein Arbeitsrecht. Mein Chef hat ihr von einer Klage abgeraten, weil sie nur sinnlos Geld ausgegeben hätte, da die katholische Schule Recht bekommen hätte.
Die Kirche hat ein Sonderrecht. Dieses Sonderecht besagt, dass sie keine Person beschäftigen müssen, die gegen die christliche Moral- und Sittenlehre verstößt. Wenn man einen Job bei einem kirchlichen Arbeitgeber annimmt, dann willigt man ein, dass man sich an die Regeln hält, die die Kirche vorgibt. Wenn man dagegen verstößt durch Homosexualität, Ehebruch oder einem extremen Lebenswandel, dann muss man mit einer Kündigung leben.

Könnte ich auch das kalte kotzen kriegen, aber da kann man einfach nichts machen.

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21. April 2015 um 2:38

Da glaubt man, man lebt in einem modernen land...
Ich finde das einfach nur bescheuert was die kirchlichen träger da machen...
Ich kann mich an einen fall erinnern, wo eine junge frau nach nach einer vergewaltigung in ein katholisches kh kam und ihr due pille danach verweigert wurde... Das hat damsls recht hohe wellen geschlagen und ich glaube das sie es mittlerweile machen müssen... Hoffentlich kommt auch iwann das umdenken bei sowas...

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21. April 2015 um 4:45

Find ich
ne Sauerei. warum muss man glauben und Partnerschaftliche Gesinnung vom job abhängig machen?

ich bin selber in der Kirche, aber bei so was platz mir die hutschnur. in welchem jahrhundert leben wir denn. ach übrigens, ich bin auch der teufel, bin unverheiratet und schwanger mit baby nr 3. man sollte es kaum glauben, aber es gibt menschen die deswegen den Kontakt zu mir abgebrochen haben.

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21. April 2015 um 7:21

da fehlen
mir die Worte....
Ich hoffe, sie geht dagegen an

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21. April 2015 um 10:57

Unmöglich!
Was ich am schlimmsten finde... der Hort an sich ist zwar von der Caritas. Aber wird natürlich trotzdem stark von der entsprechenden Gemeinde und dem Staat mitfinanziert.

Wäre es eine rein kirchlich finanzierte Einrichtung, würde ich sagen, dass die Erzieherin dieses "Risiko" bewusst eingegangen ist. Da könnte man dann auch argumentieren, dass die Kündigung evtl rechtens ist.

Sobald aber staatliche Gelder fließen, muss das doch verboten werden! Da DARF eine solche Diskriminierung meines Erachtens nicht mehr stattfinden und da sollte sich die entsprechende Gemeine und Vater Staat auch dafür einsetzen!

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21. April 2015 um 16:16

Würd ich so nicht
unterschreiben. Es gibt auch kirchliche Träger, denen Religion oder sexuelle Ausrichtung vollkommen egal ist.

Vielleicht wusste besagte Hortleiterin es einafch nicht?

Und nichts desto weniger halte ich auch nicht viel von dieser Herangehensweise dass man es ja wissen müsste und mit Arbeitsvertragunterzeichnung alle Rechte abgibt.
Hier wird unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit diskriminiert. Und das geht nicht.
Sonst könnte ja jeder ankommen, sich pro forma als Religionsgemeinschaft ausgeben und offen einzelne Personengruppen nach Gutdünken ausschließen. Kann man ja theoretisch beliebig auf andere Minderheiten übertragen, Ausländer z.B.. Was würde das für einen Aufschrei geben. Aber weil es die Kirche ist, ists ok, dass gesagt wird, Homosexuelle und Geschiedene haben hier nicht zu arbeiten?

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21. April 2015 um 21:01

Da würde ich aber Flagge zeigen und bisschen Wind machen.
Unmöglich finde ich das.

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21. April 2015 um 21:08

Danke
für eure zahlreichen Antworten.

Ja Charitas ist kirchlich.

In dem oben von mir beschriebenen Fall ist es nur so, dass die Kommune / Gemeinde finanziell sehr viel übernimmt und ich deshalb umso erstaunter war.

Die Richtlinien sind meiner Meinung nach aber nicht wirklich nachvollziehbar bzw logisch.

Also zB bei meiner besten Freundin ist es so, dass eine Scheidung kein Problem darstellen würde, eine erneute Heirat aber schon.
Da wird lediglich berücksichtigt, dass eine Ehe vor der Kirche ein Leben lang bestand hat und nicht, dass es diese Ehe auf dem Papier nicht mehr gibt.

Wenn dann müsste die Kirche doch dann in allen Bereichen konsequent sein und sich nicht selbst solche Lücken schaffen.

Witzigerweise ist das in unserem Kindergarten ganz anders und das, obwohl die Kinder wirklich im Alltag den Glauben leben.
Da werden Ausnahmen bezüglich fremder Religionen gemacht, bishin zu unverheirateten oder alleinerziehenden Erzieherinnen gemacht.
Seltsam oder?

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21. April 2015 um 22:22

Schnuckenweide
Unsere Kirche predigt über die liebe Gottes zu uns Menschen... Ich finde es wiedersprüchlich, dass z.B.: katholische Pfarrer Liebe predigen, dass sie Ehen im Namen Gottes segnen und sich selbst nicht binden dürfen. Gott ist geschlechtslos. Ist dennoch nicht grotesk, dass Gott allen Menschen seine Liebe zu teil werden lässt, aber die Menschen nicht Menschen lieben können, sondern dies in Anbindung an ein Geschlecht geschehen sollte? Ich finde, dass es an der Zeit ist dieses zu Überdenken. Gott liebt den Menschen und nicht das Geschlecht. Sollte es dann nicht unter den Menschen ebenfalls erlaubt sein?

In meiner Vorstellung von Gott und in meiner Auslegung seiner Schriften segnet er die Liebe zwischen den Menschen, egal ob männlich oder weiblich.

So ist es mit den kirchlichen Institutionen... Sie sprechen von Liebe, aber nur ein eine Richtung.

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22. April 2015 um 8:45

Diskriminierung
mittlerweile sind gleichgeschlechtliche Ehen doch erlaubt.

mich würde interessieren, was passiert, wenn sie vor Gericht zieht.

das Problem ist eher, dass die Caritas zur Kirche gehört, die doch aber eben Nächstenliebe und nicht Nächstenmobbing predigen...

zum Glück bin ich ausgetreten...

LG

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22. April 2015 um 8:47
In Antwort auf xxmaybexx1

Schnuckenweide
Unsere Kirche predigt über die liebe Gottes zu uns Menschen... Ich finde es wiedersprüchlich, dass z.B.: katholische Pfarrer Liebe predigen, dass sie Ehen im Namen Gottes segnen und sich selbst nicht binden dürfen. Gott ist geschlechtslos. Ist dennoch nicht grotesk, dass Gott allen Menschen seine Liebe zu teil werden lässt, aber die Menschen nicht Menschen lieben können, sondern dies in Anbindung an ein Geschlecht geschehen sollte? Ich finde, dass es an der Zeit ist dieses zu Überdenken. Gott liebt den Menschen und nicht das Geschlecht. Sollte es dann nicht unter den Menschen ebenfalls erlaubt sein?

In meiner Vorstellung von Gott und in meiner Auslegung seiner Schriften segnet er die Liebe zwischen den Menschen, egal ob männlich oder weiblich.

So ist es mit den kirchlichen Institutionen... Sie sprechen von Liebe, aber nur ein eine Richtung.

Eben
allerdings hat der Mensch eben menschliche Triebe, wenn ein Pfarrer die nicht ausleben darf, sieht man ja, was passieren kann...

LG

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22. April 2015 um 10:23
In Antwort auf strawberryfieldxxx

Diskriminierung
mittlerweile sind gleichgeschlechtliche Ehen doch erlaubt.

mich würde interessieren, was passiert, wenn sie vor Gericht zieht.

das Problem ist eher, dass die Caritas zur Kirche gehört, die doch aber eben Nächstenliebe und nicht Nächstenmobbing predigen...

zum Glück bin ich ausgetreten...

LG

Nichts passiert da
Die Einrichtung bekommt ihr Recht zugesprochen und sie muss sich trotzdem einen neuen Job suchen. Wenn sie schon einen neuen Job hat, dann darf sie auch noch die Gerichtskosten tragen, weil sie den Prozess verliert.
Die Kirche hat Sonderrechte, die für das Gericht unantastbar sind und man pocht auf die Verträge. Im Arbeitsvertrag steht, dass sie Loyalität fordern und wenn ein Arbeitnehmer gegen ihre Sittenlehre verstößt, dann muss er mit der Kündigung leben.
Einige kirchlichen Einrichtungen legen da mehr Wert drauf und die anderen weniger, aber es ist ihr Recht und das kriegen sie auch vor Gericht durch.

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22. April 2015 um 11:59

@wachsperle
Ich sehe das eher wie Knöpfchenjoe - loyales Verhalten im Berufsleben kann ich voll und ganz nachvollziehen. aber ich finde es geht zu weit, wenn sich der AG in private Angelegenheiten dermaßen einmischt. Es ist ja nicht so dass die Hortleiterin aktiv um Toleranz und Unterstützung von Homosexuellen geworben hat, sie plant schlichtweg zu heiraten.
Wenn, wie Knöpfchenjoe beschrieb, die Formulierung im Arbeitsvertrag zum loyalen Verhalten schwammig ist, öffnet das zudem Tür und Tor für Auslegungen nach Gutdünken des Arbeitgebers, indem sich auf eine just passende Stelle in der Bibel o.ä. bezogen wird.

Das mit der Parteiarbeit finde ich nicht ganz vergleichbar. Klar, Parteien sind auch Tendenzbetriebe, aber doch weitaus weniger als Arbeitgeber vertreten als kirchliche Arbeitgeber. Eine Sekretärin beispielsweise, die sich für eine Stelle als Assistentin bei einer Partei bewirbt, hat sicherlich noch einige andere potentielle Arbeitgeber und ist nicht auf ebendiese Stelle angewiesen.
Bei Erziehern oder Krankenpflegepersonal im ländlichen, kirchlich geprägten Raum sieht das anders aus - da gibt es oft in zumutbarer Entfernung nur kirchliche Arbeitgeber. Das bedeutet doch dann, dass man entweder umziehen muss oder sich manche Privatangelegenheiten wie etwa unverheiratetes Zusammenleben verkneifen muss. Das geht meiner Meinung nach zu weit und ist unzumutbar.

Außerdem sehe ich es kritisch, dass, wie schon erwähnt, die kirchlichen Einrichtungen zu überwiegendem Teil staatlich getragen sind und trotzdem eigene arbeitsrechtliche Regelungen aufgestellt werden. Etwa ein Verbot von Streiks. Das nutzt dem AG natürlich. Führt aber auch dazu, dass es für Betreiber von Krankenhäusern durchaus lohnt unter kirchliche Trägerschaft zu "schlüpfen" und somit bessere Kontrolle über die Angestellten zu haben.

Summa summarum sehe ich das Ganze hauptsächlich aus Machtgründen des kirchlichen Arbeitgebers kritisch.

Den einen von Dir erwähnten Punkt, dass der Leiterin eine andere Stelle angeboten wurde, finde ich dennoch wichtig, gut dass Du den erwähnt hast.

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