Forum / Mein Baby

Lebenskriese nach einschlagbarem Erlebniss!

13. Juli 2015 um 20:44 Letzte Antwort: 13. Juli 2015 um 22:56

Guten Abend liebe Mamas!

Mein Leben hat sich, wie bei allen von euch, nach dem ersten positiven Schwangerschaftstest rasant geändert.
Ich bin in der Ausbildung Schwanger geworden (ich bin mit dem Papa zusammengezogen (raus aus dem Elternhaus), waren bis dahin schon 4 Jahre ein Paar) und habe sie nach einem Jahr Elternzeit fortgeführt. In dieser Zeit bin ich nochmals Schwanger geworden (geplant, kurz vorm Examen) und habe meine Ausbildung sehr erfolgreich trotz Kleinkind und Schwangerschaft beendet. Ich war immer eine wundervolle Mutter. Die Kinder standen 24 Stunden in meinem Mittelpunkt und ich habe alles erdenkliche Getan um alles Richtig zu machen (Stillen, Beikost Einführung, diverse Babygruppen, lange Spaziergänge an der frischen Luft, Tragetuch im Einsatz bei Tag und Nacht und und und) Viele waren von meiner Art und Weise mit den Kindern umzugehen begeistert. Der Papa der beiden, mein Partner war ein toller Vater zudem. Wir sind mit anfang/mitte 20 Jahre Eltern geworden und haben es gut gemeistert. Mein Kleinster war ein sehr, sehr anstrengendes Baby. Er bekam mit 9 Monaten die Diagnose Regulationsstörung ( klassisches Schreibaby).Die schlaflosen Nächte, die nervenaufreibenden Schreianfälle am Tag ,alles hat mir mein Partner überlassen.Er zog sich mehr zurück und ich wurde immer überfordertet und fühlte mich allein gelassen. Die Streitereien aufgrund dessen nahmen zu und irgendwann kam der Tag X an dem ich die Polizei rufen musste, weil er mir mit seinem lauten Schreien und körperlicher Androhung von Gewalt Angst gemacht hatte. Er war bis dato noch nie, wirklich nie mir Gewalttätig oder sonstiges Gegenüber. Wir trennten uns und machten eine Paartherapie. Erfolgreich, den wir sind wieder ein Paar. Er macht freiwillig seit gut einem Jahr eine Therapie zum Thema Gewalt in Familien. Wie gesagt, er war nie Aggressiv oder dergleichen vorher. Ich rechne ihm dies hoch an, den er gibt sich wirklich sehr mühe diesen einen Tag vor gut 1 3/4 Jahren ungeschehen zu machen. ich rechne es ihm hoch an, aber ich werde ihm nie das verzeihen können. An diesem Tag ist irgendwas in mir passiert. Seitdem habe ich mich verändert. Ich bin perfektionistisch geworden. Das Jugendamt war zu Besuch um sich die Umstände anzuschauen. Bei Häuslicher Gewalt wird das JA automatisch eingeschaltet.Ich konnte vor dem Besuch zwei Tage lang nicht schlafen .Ich habe nur geweint und geputzt, weil ich so furchtbare Angst hatte das mir meine Kinder weggenommen werden. Ich hasse meinen Partner dafür das er mir das Gefühl dieser Angst angetan hat. Ich habe eine Essstörung aufgebaut (unkontrolliertes Essen beim Stress).Ich habe ein starkes Übergewicht mit 90 Kilo. Ich bin mit allem gestresst,Arbeit&Familie&Haushalt. Manchaml würde ich am liebsten einen Hammer nehmen meine Wohnung zerdeppern, den Job kündigen und mich in ein Loch vergraben. Das geht ja schlecht Ich denke, ich habe alles nicht verarbeitet. Ich brauche Hilfe.Jemand der mir zeigt, das mein Leben so wie es ist richtig ist und das meine Zweifel unberechtigt sind. ich dachte an Mutter-Kind-Kur. Einfach meine Kids und ich. Zeit um alles nachzudenken.Was will ich, was muss ich tun um wieder die alte Dame von früher zu werden. Wenn das liebe Geld nicht wäre, würde ich Kündigen mir einen Therapieplatz suchen und nur den Fokus auf die Kids und mich richten...Leider ist mein Partner kein Großverdiener und das Leben in der Großstadt ist teuer...

Wen ich eure Freundin wäre, was würdet ihr mir raten???
In der Zeit,als der Vorfall war, war ich hier auch angemeldet und schrieb mit einigen darüber. Ich bekam tolle Unterstützung.Leider weiß ich meinen Nick nicht mehr.

Danke fürs Lesen. Lieben Gruß

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13. Juli 2015 um 20:47

Hast
Du die Möglichkeit, eine Therapie neben Deiner Berufstätigkeit zu machen?

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13. Juli 2015 um 20:56
In Antwort auf

Hast
Du die Möglichkeit, eine Therapie neben Deiner Berufstätigkeit zu machen?

Hallo
Schwierig, weil ich im unregelmäßigen Schichtdienst bin. Aber ich habe auch wenig Wissen über eine Therapie (Suche eines Therapeuten,Länge,Kosten etc.)

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13. Juli 2015 um 21:00

Hey
hey mir , Mitte 20 , geht es da ähnlich wie dir. Wenn du dich austauschen möchtest melde dich gerne per pn . lg und fühl dich mal gedrückt

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13. Juli 2015 um 21:08

Was
Ich jetzt nicht richtig verstanden habe. Er hat dich nicht geschlagen, er hat es dir an diesen besagten Abend angedroht?

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13. Juli 2015 um 21:19
In Antwort auf

Was
Ich jetzt nicht richtig verstanden habe. Er hat dich nicht geschlagen, er hat es dir an diesen besagten Abend angedroht?

Hallo
Nein er hat mich nicht geschlagen!Er hat mich lautstark angeschrien und mich geschubst und mir gedroht mir eine zu Klatschen. Ich kannte ihn so nicht und er hat mich sehr eingeschüchtert und weil die Kids im Nebenraum waren, habe ich aus Angst vor mehr die Polizei gerufen.

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13. Juli 2015 um 21:27

Hallo

Danke für die Antworten!

Zeit für mich wäre wirklich sinnvoll, aber was soll ich machen? Ich habe keine Hobbys oder Interessen. Mein Leben dreht sich um Kinder und Haushalt. Abends schaue ich stumpf ins Netz bis es Zeit ist ins Bett zu gehen. Traurig.

Wie gelange ich an einen Therapieplatz? Und vor allem was den für ein Gebiet? Ich meine was habe ich den? Vielleicht bin ich einfach nur ein wenig Durcheinander, oder habe ein Burn Out, oder ein Trauma oder oder oder

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13. Juli 2015 um 22:15

Hm,
ich glaube nicht, dass der eine Abend dein Problem ist...

Da geht es um mehr...

Eine Therapie wäre sicher sinnvoll und dazu muss man nicht kündigen. Mutter-Kind-Kur vielleicht ein Anfang. Wobei das auch nicht immer "ohne" ist, sondern auch ganz schön anstrengend. Und dann will man dort vielleicht auch eher die perfektionistische Ader nach außen tragen, so im Pulk unter anderen Müttern...

Wie man am Besten an einen Therapeuten kommt? Keine Ahnung, aber hier gibt es Leute, die da mehr Erfahrung haben.
Ob nun über den Hausarzt oder das Telefonbuch abtelefonieren? (das wären jetzt so meine Schritte, die ich gehen würde)...

Aber pack's an! Das hört sich alles nicht ganz so "gesund" an und du hast es aber in der Hand, ob du den Kopf in den Sand steckst oder dagegen angehst!
Das Leben ist manchmal grausam und wenn alles zusammen kommt, dann möchte man manchmal am liebsten davon laufen und kommt gar nicht mehr aus dem Loch raus, sondern windet sich immer um einen Punkt herum. Es ist toll, dass du erkannt hast, dass es so nicht sein soll!!!

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13. Juli 2015 um 22:56

Kuren/Reha sind auch kein Ulaub
dafür muss dein AG dich freistellen. Das darf er nicht verweigern und ich auch nicht feuern. Es gilt quasi wie eine Krankschreibung.

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