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Liebe ich mein kind wirklich?

29. September 2009 um 10:31 Letzte Antwort: 29. September 2009 um 12:52

meine tochter Emily ist absolutes wunschkind.ich und mein mann haben uns sehr auf sie gefreut! ich hatte total unkomplizierte schwangerschaft, hab mich super gefüllt, und wurde von mein mann auf den händen getragen. es hat wahnsinnigen spaß gemacht alles für sie einzurichten und wir wollten nur das beste für sie kaufen (gut das wir so keine finanzschwierigkeiten haben). zum schluss hab ich mich auch sehr auf die geburt gefreut, hatte nicht mal angst weil ich soooo sehr meine tochter kennenlernen wollt! in 38ssw haben bei mir die wehen angesetzt und wir furen nachts ins krankenhaus, da hat die ärztin aber gemeint es ist noch nicht so weit. dann wurde noch ctg gemacht und festgestellt das sich die kleine kaum bewegt...plötzlich standen 3 ärzte um mich rum, haben mein bauch geschüttet um sie zu wecken.nicht wirklich viel erfolg. 5 stunden haben wir im krankenhaus verbracht und dann dürften wir wieder heim.am nächsten tag hatte ich termin bei meinem fA, war wieder das gleiche. sie bewegte sich einfach nicht!!!wir waren schon so fertig mit nerven das wir am nächsten tag wieder ins KH furen damit die noch mal schauen und was machen.Die kleine wollte sich immer noch nicht wirklich bewegen, dazu wurden die herztöne auch nicht besonders gut, als folge Not-kaiserschnitt....erst hat mich das überhaupt nicht gestört weil ich meine kleine so schnell wie möglich in die arme schließen wollte,aber danach....5 tage in KH hab ich nur geheult. auf die worte meines mannes "jetzt hast du unser kind entbunden" hab ich mir nur gedacht " ich hab doch überhaupt nichts getat" mir fellte diese schöne geburtserlebniss... einzige was mich gefreut hat das Emily absolüt gesung zur welt gekommen ist, nur ein bisschen klein 2640 gramm.
jetzt ist sie 6 wochen alt, aber ich spiele immer wieder mit gedanken ob ich sie liebe oder ob es mir liebe wäre das sie nicht da wäre... körperlich geht es ihr sehr gut, ich kümmere mich sehr um sie, lasse sie überhaupt nicht weinen, und wie mein mann sagt tue sie in watte einpacken. aber ich rede mit ihr fast nicht, ich schaue sie nur an und weiß nicht was ich für sie empfinde.weiß nicht ob sie es spührt....wenn ich mein mann und meine mutter sehe wie die mit ihr umgehen kommen mir die tränen.warum klappt es bei mir nicht??? unterstützung bekomme ich eigentlich auch genug, mein mann kümmert sich nach der arbeit gern um sie damit ich ein wenig zeit für mich hab.ich weiß einfach nicht woran es liegt, mit mein mann ist mir peinlich darüber zu reden, er ist der meinung ich bin suppermutti, aber ich fühle mich nicht so toll...und ich hab so ein schlechtes gewissen meine tochter gegenüber!!!
was soll ich machen? liebe ich meine tochter?wird es irgendwann?

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29. September 2009 um 10:45

Kenn das
mir gings nach der Geburt meiner ersten Tochter genauso (war auch ein KS) hab auch Angst gehabt das es jetzt so bleibt aber es gab sich von alleine, inzwischen liebe ich sie abgöttisch genau wie ihre Schwester (die kam allerdings spontan zur Welt da hatte ich das von Anfang an gar nicht)

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29. September 2009 um 10:55

Gebt euch Zeit..
..dein Geburtserlebnis ist ja ziemlich traumatisch, nach all der Freude und Planung einer normalen Geburt ein so abruptes Ende der Schwangerschaft.
Du machst es im Moment doch super, du versorgst dein Kind gut und lässt sie nicht alleine. Manchmal brauchen Muttergefühle Zeit, sich zu entwickeln. Unter Druck setzen hilft nicht.
Ich kann mir vorstellen, dass es für dich schwierig ist, gerade weil du wahrscheinlich erwartet hast, dass du nach der Geburt dein Kind in den Armen halten wirst und vor Liebe überläufst. Aus meinen Erfahrungen ( aus dem Freundeskreis) ist das aber bei vielen Müttern nicht so.

Bei mir war es ähnlich: Ich habe auch einige Tage/Wochen nach der Geburt mit meiner Tochter dagesessen und mich gefragt, wo ist dieses überschwengliche Liebesgefühl? Ich habe sie gut versorgt, aber übergeflossen vor Liebe bin ich nicht.
Aber mal ehrlich: Woher soll es kommen? Deine Tochter ist für dich erstmal ein fremder Mensch, ihr müsst euch aneinander gewöhnen. Mit einer traumatischen Geburt, Wochenbettsbeschwerden, Müdigkeit.... kann das doch nicht leicht fallen.
Bei mir wurden die Gefühle automatisch immer mehr und nach einigen Wochen habe ich über mich gelacht, bei der Erinnerung an meine Angst. Meine Tochter ist für mich das Wichtigste auf der Welt!! Und ich liebe sie unglaublich

Möglich ist natürlich auch eine Wochenbettdepression. Wie geht es dir denn sonst so? Bist du abgespannt, immer traurig, antriebslos....?
Hast du eine Hebamme, mit der du darüber sprechen kannst?
Ansonsten würde ich dir raten, mit deiner FA zu reden.
Und vor allem mit deinem Mann, es hilft diese Gefühle auszusprechen und sie nicht in sich reinzufuttern.
Versuche euch beiden viel Körperkontakt zu geben, wenn es geht auch ohne Kleidung. Baden zu zweit ist auch eine schöne Körpererfahrung und schaftft Nähe. Stillst du eigentlich?

Dass du deine Tochter lieben wirst wie sonst kaum einen Menschen ist gewiss
Entweder macht es die Zeit alleine oder ( bei einer echten Wochenbettdepression) auch die professionelle Mithilfe.

Euch alles Gute,
viele Grüße
Poluxi

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29. September 2009 um 11:21
In Antwort auf an0N_1285339699z

Gebt euch Zeit..
..dein Geburtserlebnis ist ja ziemlich traumatisch, nach all der Freude und Planung einer normalen Geburt ein so abruptes Ende der Schwangerschaft.
Du machst es im Moment doch super, du versorgst dein Kind gut und lässt sie nicht alleine. Manchmal brauchen Muttergefühle Zeit, sich zu entwickeln. Unter Druck setzen hilft nicht.
Ich kann mir vorstellen, dass es für dich schwierig ist, gerade weil du wahrscheinlich erwartet hast, dass du nach der Geburt dein Kind in den Armen halten wirst und vor Liebe überläufst. Aus meinen Erfahrungen ( aus dem Freundeskreis) ist das aber bei vielen Müttern nicht so.

Bei mir war es ähnlich: Ich habe auch einige Tage/Wochen nach der Geburt mit meiner Tochter dagesessen und mich gefragt, wo ist dieses überschwengliche Liebesgefühl? Ich habe sie gut versorgt, aber übergeflossen vor Liebe bin ich nicht.
Aber mal ehrlich: Woher soll es kommen? Deine Tochter ist für dich erstmal ein fremder Mensch, ihr müsst euch aneinander gewöhnen. Mit einer traumatischen Geburt, Wochenbettsbeschwerden, Müdigkeit.... kann das doch nicht leicht fallen.
Bei mir wurden die Gefühle automatisch immer mehr und nach einigen Wochen habe ich über mich gelacht, bei der Erinnerung an meine Angst. Meine Tochter ist für mich das Wichtigste auf der Welt!! Und ich liebe sie unglaublich

Möglich ist natürlich auch eine Wochenbettdepression. Wie geht es dir denn sonst so? Bist du abgespannt, immer traurig, antriebslos....?
Hast du eine Hebamme, mit der du darüber sprechen kannst?
Ansonsten würde ich dir raten, mit deiner FA zu reden.
Und vor allem mit deinem Mann, es hilft diese Gefühle auszusprechen und sie nicht in sich reinzufuttern.
Versuche euch beiden viel Körperkontakt zu geben, wenn es geht auch ohne Kleidung. Baden zu zweit ist auch eine schöne Körpererfahrung und schaftft Nähe. Stillst du eigentlich?

Dass du deine Tochter lieben wirst wie sonst kaum einen Menschen ist gewiss
Entweder macht es die Zeit alleine oder ( bei einer echten Wochenbettdepression) auch die professionelle Mithilfe.

Euch alles Gute,
viele Grüße
Poluxi

Es geht eigentlich
ich würde nicht behaupten das es mir einfach so auch schlecht geht...bin nicht immer traurig...

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29. September 2009 um 11:24

Hallo
Ich weiss wie du dich fühlst, mir ging es nach der Geburt meines Jungen (21mte) genau gleich, trotz "normaler" Geburt. Ich wusste irgendwie nicht, was ich nun mit diesem Baby anfangen sollte, da freut man sich so drauf und wenn es da ist, ist man irgendwie wie gelähmt und verloren. Heute weiss ich, dass ich schon damals mein Kind geliebt habe aber dass ich halt etwas länger gebraucht habe, bis die Verbindung zu ihm da war. Bei manchen Müttern klappts von Anfang an und andere brauchen halt ein bisschen Zeit bis sich alles eingependelt hat. Kann sicherlich auch eine Form von Wochenbettdepression sein, habe zu dieser Zeit auch viel geweint und mich sehr einsam gefühlt. Zum Glück gings nach ner Weile besser. Ich kann dir also versichern, dass du dein Kind liebst, dieses Gefühl wird immer mehr an die Oberfläche dringen, auch wenn du das jetzt noch nicht so fühlen kannst. Ich würde dir aber trotzdem raten, mit einer Fachperson (Beraterin etc.) zu sprechen, die dir etwas Sicherheit geben kann. Alles wird gut !
LG
Niski

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29. September 2009 um 12:20

Typisch
läuft mal was nicht in grader linie sucht man sich gleich gründe!!!ob normale geburt oder nicht daran liegt es mit sicherheit nicht!!!kind ist kind!!!und dein eigenes kind liebt man egal wie es auf die welt gekommen ist oder ob es irgendwas hat!!!das du denkst dein kind nicht zu lieben liegt ganz an dir auch wenn du nix dafür kannst weil sowas von der psyche kommt würde ich mir hilfe holen zb gespräche mit terapeuten oder meist reicht auch die hebamme!

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29. September 2009 um 12:52

mandelaugen
sehr schön geschrieben!!!
ich verstehe immer nicht was bei den geburten mit kaiserschnitt oder zange oder saugglocke oder normal so ein tarar draus gemacht wird!!!
dieser tag oder die geburt egal wie sie verlebt wird ist einzig artig!!!euer kind wir geboren und das ist trotz allem das schönste was euch passiert ist egal wie es passiert!!!

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